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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In diesem Teil der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in die Bücher 1. Könige 20 und 21 ein. Er analysiert König Ahabs verhängnisvolle Entscheidungen: von der unklugen Gnade gegenüber Ben-Hadad bis zur kindischen Reaktion auf Naboths Weigerung, seinen Weinberg zu verkaufen. Die Predigt beleuchtet die Gefahren, Gottes Wort nur dann anzunehmen, wenn es uns gefällt, und zieht Parallelen zu anderen biblischen Figuren, um uns zur Gehorsamkeit zu ermutigen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Teil 404. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du ein Gott bist, der alles kann. Die Aramäer dachten, du seist nur ein Gott der Berge, aber du bist ein Gott, der in jeder Situation, überall, wo wir uns befinden auf der Welt, für uns da bist und uns segnen und uns helfen kannst. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen, dass wir dich überall in Anspruch nehmen dürfen, dass wir dich überall, dass wir wissen dürfen, egal wo wir sind, du bist für uns da. Herr, wir möchten dich bitten, dass du heute durch dein Wort zu unserem Herzen sprichst und dein Heiliger Geist deine Worte in unser Herz hineinpflanzt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:31] Wir sind in 1. Könige Kapitel 20. Die Israeliten haben den Aramäern erneut eine vernichtende Niederlage beigebracht. Ben-Hadad, der König von Aram-Damaskus, ist geflohen, und seine Knechte haben ihm vorgeschlagen, sich zu ergeben, weil man gehört hat, dass die Könige Israels barmherzige Könige sind. Wir lesen Vers 32: "Und sie gürteten Säcke um ihre Lenden und legten einen Strick um ihre Hälse und sie kamen zum König von Israel und sprachen: 'Ben-Hadad, dein Knecht, lässt dir sagen: Lass doch meine Seele leben!' Ahab sprach: 'Lebt er denn noch? Er ist mein Bruder!' Das ist im altorientalischen Denken eine Aussage, mit der man sich auf die gleiche Stufe gestellt. Und die Männer hielten das für ein gutes Vorzeichen und eilten, um sich zu vergewissern, ob er es wirklich so meinte, und sprachen: 'Ben-Hadad ist dein Bruder!' Er sprach: 'Kommt und bringt ihn!' Da ging Ben-Hadad zu ihm hinaus, und er ließ ihn auf den Wagen steigen. Und Ben-Hadad sprach: 'Die Städte, die mein Vater deinem Vater weggenommen hat, gebe ich dir wieder. Und du kannst dir Märkte in Damaskus anlegen, wie es mein Vater in Samaria getan hat.' 'Ich aber', antwortete Ahab, 'lasse dich unter diesen Bedingungen frei.' Und er machte einen Bund mit ihm und ließ ihn frei. Ahab macht einen Bund mit dem, der ihm alles wegnehmen wollte und sein Königreich auslöschen wollte.

[2:55] Da sprach ein Mann von den Prophetensöhnen zu seinem Nächsten: 'Durch das Wort des Herrn, schlage mich doch!' Der Mann aber weigerte sich, ihn zu schlagen. Da sprach er zu ihm: 'Weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht hast, siehe, so wird dich ein Löwe töten, wenn du von mir weggehst.' Und als er von dem wegging, fand ihn ein Löwe und tötete ihn. Gott fordert von uns nicht, dass wir immer erst alles bis ins Letzte verstehen, was er sagt. Er fordert von uns, dass, wenn wir wissen, wie er zu uns spricht durch sein Wort, dass wir im Glauben handeln. Und er fand einen anderen Mann und sprach: 'Schlage mich doch!' Und der Mann schlug ihn und fügte ihm durch den Schlag eine Wunde zu.

[3:38] Da ging der Prophet hin und trat an den Weg, auf dem der König kam, und machte sich unkenntlich, indem er den Kopftuch über seine Augen zog. Und es geschah, als der König vorbeiging, da rief er den König an und sprach: 'Dein Knecht war in den Kampf gezogen, und siehe, ein fremder Mann trat herzu und brachte einen Mann zu mir und sprach: 'Bewache diesen Mann! Wenn er vermisst wird, so soll dein Leben für sein Leben haften, oder du sollst ein Talent Silber bezahlen.' Und es geschah, während dein Knecht hier und dort zu tun hatte, da war er verschwunden.' Der König von Israel sprach zu ihm: 'Genauso soll dein Urteil lauten, du hast es selbst gefällt.' Dieses ganze Vorgehen dieses Propheten, eines Prophetensöhnes, hat eine starke Parallele in dem, wie Nathan dem David seine Sünde offenbart, und zwar zunächst einmal in einer erfundenen Geschichte, die dem König zeigt, was wahr und unrecht ist, so dass der König sich für die Wahrheit positioniert, aber dann erst durch die Aufklärung erfährt, dass er sich selbst das Urteil gesprochen hat. Da nahm er rasch das Kopftuch weg von seinen Augen, und der König von Israel erkannte, dass er einer von den Propheten war. Übrigens macht Gott das auch mit uns, indem er uns durch Geschichten in der Bibel, Geschichten von anderen Menschen, die jetzt im Vergleich dazu wahre Geschichten sind, zeigt, was Sünde ist, so dass wir in diesen Geschichten erkennen, das ist so und das ist Sünde. Und dann der Heilige Geist uns zeigen kann, dass wir selbst der Mann oder die Frau sind, die das getan haben. Die Fehler, die ein Ahab oder David oder ein Paulus oder Petrus gemacht haben, dass diese Fehler unsere Fehler sind. Auf dieselbe Art und Weise wie damals redet auch Gott zu uns heute. Er aber sprach zu ihm: 'So spricht der Herr: Weil du den Mann aus seiner Hand entkommen lassen hast, den ich mit dem Bann belegt habe, soll dein Leben für sein Leben und dein Volk für sein Volk haften.'

[5:37] Hier sehen wir auch eine deutliche Parallele zu der Geschichte von Saul, der die Amalekiter ausrotten sollte, aber den König am Leben erhielt. Und diese Geschichte könnt ihr noch mal nachlesen. Eine zweite Samuel, das ist die Geschichte von David, 2. Samuel 11 und 12. Wir können die Geschichte von Saul nachlesen in 1. Könige 15, wo diese Geschichte ja ein Wendepunkt ist, ein wesentlicher Meilenstein in dem Abfall Sauls vom Gott, vom wahren Gott, und seiner Verwerfung dann seines Königtums. Und der König von Israel ging missmutig und zornig nach Hause und kam nach Samaria. Er mochte es also offensichtlich nicht, dass das prophetische Wort ihn kritisierte. Wenn das prophetische Wort seinen Sieg offenbarte, dann war er bereit zu folgen, aber wenn das prophetische Wort ihn kritisierte, dann wurde er ärgerlich. Und genau das Problem, das wir heute noch oft haben, dass wir der Bibel nur dann folgen, wenn es uns genehm zu sein scheint, aber wenn wir selbst ins Kreuzfeuer der göttlichen Kritik geraten, dass wir dann uns ärgerlich zurückziehen. Aber genau das war das Problem von Ahab, deswegen er am Ende auch ein so schlimmes Ende gefunden hat.

[7:01] Und es geschah nach diesen Ereignissen: Naboth, der Jesreeliter, hatte einen Weinberg in Jesreel, neben dem Palast des Königs von Samaria. Und Ahab redete mit Naboth und sprach: 'Gib mir deinen Weinberg! Ich will einen Gemüsegarten daraus machen, weil er so nah an meinem Haus liegt. Und ich will dir einen besseren Weinberg dafür geben, oder, wenn es dir gefällt, will ich dir Geld dafür geben, soviel der Wert ist.' Aber Naboth sprach zu Ahab: 'Das lasse der Herr fern von mir sein, dass ich dir das Erbe meiner Väter geben sollte!' Ahab dachte, man kann einfach alles für Geld kaufen. Er hatte immer ein gutes Angebot gemacht, dann nicht verstanden, dass es Dinge gibt, die tiefer gehen als nur materieller Wert, Dinge, die mit Identität damit zu tun haben. Die Israeliten sollten ja ihr Erbland nicht verkaufen. Das war eigentlich gar nicht vorgesehen, das war gar nicht möglich.

[7:52] Gott hatte das verboten, denn das ererbte Land, das Erbteil, das hatte eine tiefe Bedeutung, war ja ein Typus auch schon auf das ewige Leben auf der neuen Erde. Ahab kam missmutig und zornig – dieselben Worte wie in Vers 43 – nach Hause, weil Naboth, der Jesreeliter, zu ihm gesprochen hatte: 'Ich will das Erbe meiner Väter nicht geben.' Und er legte sich auf sein Bett, wandte sein Angesicht ab und aß nichts, wie ein kleines Kind, das seinen Willen nicht bekommt. Wenn wir nicht lernen, dass wir es nicht immer nach unserem Willen geht, es nicht immer unseren Willen haben können, und dass wir bereit sind, deinem Wort zu folgen, ob es uns jetzt persönlich sofort gefällt oder nicht. Hilf uns, dass wir Wut und Zorn überwinden können durch die Kraft des Heiligen Geistes. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[8:30] Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und redete mit ihm: 'Warum bist du so missmutig und isst nichts?' Und er sprach zu ihr: 'Ich habe mit dem Jesreeliter geredet und ihm gesagt: 'Gib mir deinen Weinberg um Geld, oder wenn es dir lieber ist, will ich dir einen anderen dafür geben.' Er aber sprach: 'Ich will dir meinen Weinberg nicht geben.' Da sprach seine Frau Isebel zu ihm: 'Zeige jetzt, dass du König über Israel bist! Stehe auf und iss etwas und sei guten Mutes! Ich will dir den Weinberg Naboths, des Jesreeliters, verschaffen.' Und sie schrieb Briefe in Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel und sandte sie an die Ältesten und die Edlen, die mit Naboth zusammen in seiner Stadt wohnten. Und sie schrieb in den Briefen Folgendes: 'Ruft ein Fasten aus und setzt Naboth oben unter dem Volk. Und setzt ihm gegenüber zwei Männer, Söhne Belials, die gegen ihn Zeugnis ablegen und sagen sollen: Du hast Gott und dem König geflucht! Und führt ihn hinaus und steinigt ihn, damit er stirbt!'

[9:31] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte hilf uns, dass wir bereit sind, dein Wort auch dann anzunehmen, wenn es unser eigenes Denken und Handeln kritisiert. Gib, dass wir bereit sind anzuerkennen, dass es nicht immer nach unserem Willen geht, es nicht immer unseren Willen haben können, und dass wir bereit sind, deinem Wort zu folgen, ob es uns jetzt persönlich sofort gefällt oder nicht. Hilf uns, dass wir Wut und Zorn überwinden können durch die Kraft des Heiligen Geistes. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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