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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblische Erzählung aus 1. Könige 22:4-25. Er analysiert die Begegnung zwischen König Josaphat und dem gottlosen König Ahab, die sich auf einen Krieg vorbereiten, und die Rolle des Propheten Micha, der als Einziger Gottes wahre Botschaft verkündet. Kramp ermutigt dazu, sich nicht von der Masse oder schmeichelhaften Worten beeinflussen zu lassen, sondern allein auf Gottes Wort zu vertrauen, auch wenn es unbequem ist. Die Sendung betont die Wichtigkeit, Gottes Wahrheit über menschliche Meinungen zu stellen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Seite 406. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du jeden Tag für uns da bist und dass wir uns immer an dich wenden können. Und egal, wie tief wir gefallen sind, welche Schuld wir auf uns geladen haben, dass, wenn wir zu dir kommen, wir echte Reue und Vergebung von dir erhalten können durch Jesus Christus. Danke, dass dein Wort wie ein Lichtstrahl in unser Leben, unser Herz hineinstrahlt. Und darum bitten wir dich auch heute, dass du durch den Heiligen Geist dein Wort zu unserem Herzen sprechen lässt und dass du unser Lehrer bist. Halte alles Störende fern. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:21] Wir sind in 1. Könige 22. Josaphat, der König des Südreichs Juda, ist zum Nordreich Israel und dort zum König Ahab gekommen. Der plant einen Angriff auf die Aramäer. Und es heißt in Vers 4: „Und er sprach zu Josaphat: Willst du mit mir nach Ramot in Gilead in den Krieg ziehen?“ Und Josaphat sprach zum König von Israel: „Ich will sein wie du, mein Volk soll sein wie dein Volk, meine Pferde wie deine Pferde.“

[1:52] Josaphat war im Gegensatz zu Ahab geistlich ein guter König, aber das war das Problem in seinem Leben, dass er immer wieder mit den Königen des Nordreichs militärisch gemeinsame Sache gemacht hat. Und Josaphat sprach zum König von Israel: „Befrage doch heute das Wort des Herrn.“ Er wollte sich sicher sein, dass Gott mit ihnen ist. Da versammelte der König von Israel die Propheten, etwa 400 Mann, und sprach zu ihnen: „Soll ich nach Ramot in Gilead in den Krieg ziehen oder soll ich es lassen?“ Sie sprachen: „Zieh hinauf! Der Herr wird sie in die Hand des Königs geben.“ Josaphat aber sprach: „Ist hier kein Prophet des Herrn mehr, den wir fragen könnten?“ Vermutlich kam ihm das selbst merkwürdig vor, dass 400 Propheten diesem doch sehr gottlosen König Ahab diese positive Nachricht gaben. Er wollte wirklich wissen, ob Gott tatsächlich das gutheißt, was er sich vorgenommen hatte.

[2:55] Der König von Israel aber sprach zu Josaphat: „Es gibt noch einen Mann, durch den man den Herrn befragen kann, aber ich hasse ihn, denn er weissagt mir nichts Gutes, sondern nur Böses: Micha, der Sohn Jimlas.“ Josaphat aber antwortete: „Der König rede nicht so!“

[3:10] Wir mögen gute Nachrichten, wir mögen, wenn man uns lobt und das, was wir tun, für richtig empfindet. Aber Gottes Wort legt manchmal, und sehr oft sogar, den Finger auf die Wunde. Viele Menschen können das Wort Gottes deswegen nicht wirklich ertragen, weil es sehr deutlich ihre Sünden offenbart. Wir lernen aus dieser Geschichte, dass wir nicht das Wort Gottes und die Propheten, die hier geschrieben haben, ablehnen, nur weil sie uns den Spiegel vor das Gesicht halten, sondern zeigen, wie wir wirklich sind.

[3:48] Da rief der König von Israel einen Kämmerer und sprach: „Bring Micha, den Sohn Jimlas, rasch her!“ Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, saßen, jeder auf seinem Thron, in königlichen Gewändern gekleidet, auf dem Platz am Eingang des Tores von Samaria. Und alle Propheten weissagten vor ihnen. Und Zidkija, der Sohn Kenaanas, hatte sich eiserne Hörner gemacht und sprach: „So spricht der Herr: Hiermit wirst du die Aramäer niederstoßen, bis du sie vernichtet hast.“ Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: „Zieh hinauf nach Ramot in Gilead, und es wird dir gelingen, denn der Herr wird es in die Hand des Königs geben.“

[4:29] Der Bote aber, der hingegangen war, um Micha zu rufen, redete mit ihm und sprach: „Sieh, die Worte der Propheten verkünden einstimmig Gutes für den König. So lass nun dein Wort auch sein wie das Wort eines jeden von ihnen und rede Gutes!“ Micha aber sprach: „So wahr der Herr lebt, ich will reden, was mir der Herr sagen wird.“

[4:52] Auch wir stehen heute in der Gefahr, dass wir einfach schauen, was der Rest sagt, dass wir uns an der Masse orientieren, dass, wenn alle sich einig sind, wir vielleicht auf den Gedanken kommen: „Na ja, sie können sich ja nicht alle irren.“ Aber Micha erinnert uns hier daran, dass es wichtig ist, dass wir uns allein auf das konzentrieren, allein auf das gründen, was Gott uns persönlich durch sein Wort gesagt hat, auch wenn die ganze Welt etwas anderes denkt und meint.

[5:24] Und als er zum König kam, sprach der König zu Micha: „Sollen wir nach Ramot in Gilead in den Krieg ziehen oder sollen wir es lassen?“ Und er sprach: „Zieh hinauf, es sollte gelingen, denn der Herr wird es in die Hand des Königs geben.“ Da sprach der König zu ihm: „Wie oft muss ich dich beschwören, dass du mir nichts als die Wahrheit sagen sollst im Namen des Herrn?“

[5:47] Eine ganz bemerkenswerte Stelle: Micha verstellt sich zunächst und gibt genau die Antwort, die man eigentlich von ihm hören will, und zeigt damit, dass der König selbst weiß, dass das nicht die Wahrheit sein kann. Der König merkt, dass Micha sich verstellt hat und nur das sagt, was man eigentlich von ihm erwartet. Wenn wir wirklich nach der Wahrheit suchen, dann merken wir, wenn sich jemand nur verstellt, und wir wissen, dass das dann nicht die eigentliche Meinung ist.

[6:22] Da sagte er: „Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben.“ Und der Herr sprach: „Diese haben keinen Herrn; ein jeder kehre wieder heim in Frieden.“ Dieses Bild sollte ausdrücken, dass Israel ohne König sein würde, dass also der König sterben würde.

[6:38] Jesus verwendet dieses Bild von den zerstreuten Schafen, die keinen Hirten haben, um den desolaten geistlichen Zustand des Volkes Gottes zu seiner Zeit zu kennzeichnen, wo die Pharisäer und Sadduzäer, die sich für besonders Gesetzesgelehrte hielten, in Wirklichkeit von Gott so weit entfernt waren wie der König Ahab hier in dieser Zeit.

[7:03] Da sprach der König von Israel zu Josaphat: „Habe ich dir nicht gesagt, dass er mir nichts Gutes weissagt, sondern nur Böses?“ Micha aber sprach: „Darum höre das Wort des Herrn! Ich sah den Herrn auf seinem Thron sitzen und das ganze Heer des Himmels bei ihm stehen, zu seiner Rechten und zu seiner Linken. Und der Herr sprach: Wer will Ahab betören, dass er hinaufzieht und bei Ramot in Gilead fällt? Und der eine sagte dies, der andere das. Da trat ein Geist hervor, stellte sich vor den Herrn und sprach: Ich will ihn betören. Und der Herr sprach zu ihm: Womit? Und er sprach: Ich will hingehen und ein Lügenggeist in den Mund all seiner Propheten. Und er sprach: Du sollst ihn betören, und du wirst es auch ausführen. Geh hin und mache es so! Und nun, siehe, der Herr hat einen Lügenggeist in den Mund aller dieser deiner Propheten gelegt, und der Herr hat Unheil über dich geredet.“

[7:53] Nun, wir dürfen diese Stelle nicht missverstehen. Gott selbst sendet keine Lüge aus sich heraus, denn Gott ist nicht der Autor, der Erfinder der Lüge, sondern die Lüge hat den Satan als Urheber. Aber wir haben schon oft in verschiedenen Stellen gesehen, dass Gott zulässt, dass Dinge passieren, die aufgrund der Bosheit der Menschen unvermeidlich sind. Der Pharao hat sich verstockt, als Gott seine Botschaft sandte, und die Bibel beschreibt, dass Gott das Herz des Pharao verstockte. Wir haben gesehen, dass die Bibel gesagt hat, dass Gott einen bösen, ja, einen bösen Geist vom Herrn auf Saul kam, obwohl natürlich nicht Gott selbst böse Geister sendet, sondern er lässt das zu, was die natürliche Folge des Verhaltens von Saul gewesen ist. Und hier macht Micha deutlich, dass Gott sehr genau weiß, dass all diese Propheten lügen und der Satan dadurch auf den Ahab einwirkt und dass Gott das zulässt, weil er den Ahab aufgrund seiner Sünden in die Hand Satans sozusagen übergibt, und das, was jetzt folgen wird, was Micha jetzt prophezeit hat, die natürliche Folge der Rebellion und der Widerspenstigkeit.

[9:19] Deshalb: Da trat Zidkija, der Sohn Kenaanas, herzu und gab Micha einen Streich und sagte: „Ist etwa der Geist des Herrn von mir gewichen, um mit dir zu reden?“ Heute gibt es viele Menschen, die Irrlehren verkünden, und wenn man ihnen das deutlich zeigt, behaupten sie: „Willst du mir etwa den Heiligen Geist absprechen?“ So war das damals schon hier zur Zeit Ahabs. Aber wer mit Gewalt und Einschüchterung versucht zu zeigen, dass der Heilige Geist durch ihn spricht, der beweist nur das Gegenteil. Micha aber sprach: „Siehe, du wirst es sehen an dem Tag, an dem du in die innerste Kammer gehen wirst, um dich zu verbergen.“

[9:59] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns heute mit geistlicher Kraft ausstattest, dass wir uns nicht nach der Masse, nicht nach dem, was alle um uns herum sagen, und dem einfach zustimmen aus Angst oder aus Bequemlichkeit, sondern dass wir uns allein auf das Wort Gottes berufen, allein auf das, was du gesagt hast, koste es, was es wolle. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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