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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video beleuchtet 1. Könige 3:27-5:9 und die außergewöhnliche Weisheit König Salomos. Es beginnt mit dem berühmten Urteil über das Kind, das zeigt, wie Krisen den wahren Charakter offenbaren. Der Sprecher beschreibt Salomos Verwaltung und die beispiellose Blüte seines Reiches, die eine alte Verheißung an Abraham erfüllte. Abschließend wird betont, dass göttliche Weisheit nicht nur den Verstand schärft, sondern auch das Herz weitet, um Menschen mit Liebe und Taktgefühl zu begegnen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 378.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir wissen dürfen, dass du alles weißt, was wir benötigen, und dass wir uns ganz auf dich verlassen dürfen. Dass wir wissen dürfen, dass auch wenn du uns, ja, wenn du uns in schwierige Situationen bringst und Krisen erlaubst in unserem Leben, dass sie nur dazu dienen, damit wir selbst erkennen, ob wir wirklich in unserem Herzen dir folgen oder ob wir uns bisher selbst betrogen haben. Denn wir sehen, dass gerade Krisen unser Herz offenbaren. Wir möchten dich bitten deswegen, dass du uns ein Herz schenkst, das gereinigt ist durch das Blut, das Jesus am Kreuz von Golgatha vergossen hat, und in dem dein Geist dein Gesetz hineinschreibt, dass wir wissen können, auch für den heutigen Tag, was die richtigen und klugen Entscheidungen sind, die deinem Willen entsprechend sind. Herr, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:42] In Erster Könige Kapitel 3 muss Salomo einen schwierigen Gerichtsfall klären. Zwei Frauen streiten sich um ein lebendiges Kind. Beide behaupten, dass es ihr Kind ist, und Salomo löst das Ganze dann, indem er vorschlägt, das Kind mit einem Schwert in zwei Teile zu schneiden. Die wahre Mutter hat Erbarmen und sagt: „Nein, dann möchte ich das Kind lieber der anderen Frau lassen.“ Aber die Frau, die nur behauptet hat, dass sie die Mutter sei, sagt: „Ganz genau so sollen wir es machen!“

[2:16] In Vers 27 lesen wir: „Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das lebendige Kind und tötet es ja nicht! Sie ist seine Mutter.“

[2:26] Es war die Krise, die offenbart hat, was wirklich im Herzen der beiden Frauen gewesen ist. Als noch keine Krise da war, als es nur den Streit gab, da klangen beide fast ähnlich, und man konnte kaum unterscheiden, wer jetzt wirklich recht haben könnte. Aber in der Krise offenbart sich, was im Herzen ist. Und die wahre Mutter, die sorgt sich wirklich um ihr Kind, während diejenige, die nur behauptet hat, dass sie sich um ihr Kind sorgt, jetzt offenbart, wie wenig eigentlich ihr Kind ihr wichtig und wert ist.

[3:02] Als ganz Israel hörte, was für ein Urteil der König gefällt hatte, da fürchteten sie sich vor dem König, denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in seinem Herzen war, um Recht zu schaffen.

[3:11] Wir sehen hier: Wenn Gottes Weisheit unser Herz erfüllt, dann bleibt das nicht verborgen. Und sind wir vielleicht nicht Richter an einem obersten Gerichtshof oder so, aber wann immer die Weisheit Gottes unser Herz erfüllt, dann wird das an unseren Worten und Taten sichtbar werden. Es wird sich verbreiten, dass Gottes Geist in unserem Leben wirkt.

[3:35] Und König Salomo regierte über ganz Israel, und dies waren seine obersten Beamten: Azarja, der Sohn des Priesters Zadok, und Achija und Elihoreph, die Söhne Schischas, waren Schreiber. Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzleischreiber. Benaja, der Sohn Jojadas, war Heerführer. Zadok und Abjathar waren Priester. Azarja, der Sohn Nathans, war über die Aufseher gesetzt. Sabud, der Sohn Nathans, war Minister, der Freund des Königs – wohl auch ein Titel, ein Beamten-Titel sozusagen. Ahischar war über das Haus gesetzt, und Adoniram, der Sohn Abdas, über die Fronarbeit.

[4:20] Und Salomo hatte zwölf Aufseher über ganz Israel, die den König und sein Haus mit Speise versorgten. Je einen Monat im Jahr war jeder mit der Versorgung beauftragt. Das war so eine Art sogenannte Provinzen, also noch keine echten Provinzen, wie man das vielleicht später aus dem römischen Reich oder dem assyrischen Reich kennt, aber so eine Idee, dass der Unterhalt des Königs und seines Hofstaates von verschiedenen Gebieten aus bestritten wird, die alle entsprechend auch administrativ eingeteilt waren.

[4:48] Und dies sind ihre Namen: Ben-Hur im Bergland Ephraim. Ben-Deker in Makaz, Schaalbim, Bet-Schemesch, Elon und Bet-Hanan. Ben-Hesed in Arubbot; ihm gehörte Socho und das ganze Land Hefer. Ben-Abinadab hatte das ganze Gebiet von Dor; er hatte Tafat, eine Tochter Salomos, zur Frau. Teilweise waren diese Aufseher auch mit Salomo direkt verwandt oder verschwägert. Baana, der Sohn Ahiluds, in Taanach und Megiddo und dem ganzen Bet-Schean, das zwischen Zaretan unterhalb von Jesreel liegt, von Bet-Schean bis Abel-Mehola, bis jenseits von Jokmeam. Ben-Geber in Ramot-Gilead; der hatte die Dörfer Jaïrs, des Sohnes Manasses, in Gilead, und das Gebiet von Argob, das in Baschan liegt, 60 große Städte mit Mauern und ehernen Riegeln geschützt. Ahimaaz in Naftali; auch er nahm sich eine Tochter Salomos, Basemat, zur Frau. Baana, der Sohn Huschais, in Asser und Alot. Josaphat, der Sohn Paruachs, in Issachar. Schimi, der Sohn Elas, in Benjamin. Geber, der Sohn Uris, im Land Gilead, im Land Sihons, des Königs der Amoriter, und Ogs, des Königs von Baschan. Nur ein Aufseher war in diesem Land.

[6:18] Juda und Israel waren zahlreich wie der Sand am Meer. Sie aßen und tranken und waren fröhlich.

[6:30] Hier erfüllt sich eine Vorhersage, die seit Jahrhunderten, ja, vor Jahrhunderten, dem Abraham gegeben worden war. In 1. Mose 22:17 sollten seine Nachkommen sein wie der Sand am Meer. Wir hatten schon in 5. Mose Kapitel 1 gesehen, ihr könnt das noch mal nachlesen, dort, wo Mose sagte zu dem Volk, dass Gott sie gemehrt hatte und dass sie zahlreich waren wie die Sterne. Das ist auch eine Erfüllung der Vorhersage an Abraham. Und auch hier ist diese Formulierung sicherlich ein Rückgriff auf Abraham, um deutlich zu machen: Gott ist treu gewesen, er hat auch nach Jahrhunderten seine Prophezeiung an Abraham, seine Verheißung, erfüllt. Und wenn das Volk sich zu Gott kehrte und jetzt bei ihm bleiben würde, dann würde es ihnen unglaublich gut gehen. Sie waren fröhlich und aßen und tranken.

[7:24] So war Salomo Herrscher über alle Königreiche vom Euphratstrom bis zum Philisterland und bis an die Grenze Ägyptens. Es war die größte Ausdehnung, die das Volk Israel als Königreich in der gesamten biblischen Geschichte je gehabt hat. Politisch und militärisch war Israel auf dem absoluten Höhepunkt, den man bisher erlebt hatte. Wenn Salomo treu geblieben wäre, dann hätte von dieser Position aus wirklich Israel zum Leuchtturm der Welt werden können und das Evangelium in der ganzen Welt bekannt machen können.

[8:02] Und sie brachten ihm Abgaben und dienten ihm sein Leben lang. Salomo aber brauchte zum Unterhalt täglich 30 Kor Feinmehl und 60 Kor anderes Mehl, zehn gemästete Rinder und 20 Wahlrinder und 100 Schafe, außer den Hirschen und Gazellen und Damhirschen und dem gemästeten Geflügel. Denn er herrschte im ganzen Land diesseits des Stromes, von Tiphsah auch bis nach Gaza, über alle Könige diesseits des Stromes, und er hatte Frieden auf allen Seiten ringsum – ganz in Harmonie mit seinem Namen Schlomo, mit Salomo, dem, was ja Frieden bedeutet. Und Juda und Israel wohnten sicher, jeder unter seinem Weinstock und unter einem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, solange Salomo lebte.

[8:50] Und Salomo hatte 40.000 Stallplätze für die Pferde seiner Streitwagen und 12.000 Reiter. Und jene Aufseher versorgten den König Salomo und alle, die zum Tisch des König Salomo kamen, mit Speise, jeder in seinem Monat. Sie ließen es an nichts mangeln. Auch die Gerste und das Stroh für die Kampfpferde und die Wagenpferde brachten sie an den Ort, wo es nötig war, jeder nach seiner Ordnung.

[9:14] Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr viel Verstand und Weite des Herzens, wie der Sand, der am Meeresufer liegt. Was für eine interessante Formulierung! Er hatte ein weites Herz. Die Weisheit, die Gott gibt, macht uns nicht nur intellektuell schärfer im Denken, nein, sie führt dazu, dass wir ein weites Herz haben, dass wir nicht engstirnig sind, dass wir nicht kleinkariert werden, sondern dass wir mit viel Liebe und Taktgefühl anderen Menschen begegnen.

[9:49] Lasst uns gemeinsam beten. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns die Weisheit schenkst, die du uns gegeben hast. Du hast versprochen, dass wenn uns Weisheit mangelt, dass du uns gerne Weisheit gibst, ohne uns einen Vorwurf zu machen. Herr, wir brauchen Weisheit, so wie Salomo Weisheit gebraucht hat. Und wir sehen, dass wenn du segnest, dann sind wir wirklich gesegnet, dann geht es uns gut. Die Israeliten hatten Frieden und Glück und Freude. Und Herr, das wünschen wir uns auch. Wir sehen auch in der biblischen Geschichte später, dass immer dann, wenn sie dich verlassen haben, dass dann Unheil über sie kam und Schwierigkeiten und Probleme. Herr, und das haben wir in unserem Leben selbst erlebt. Deswegen möchten wir dich bitten, dass du uns Kraft schenkst, bei dir zu bleiben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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