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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ widmet sich Christopher Kramp 1. Könige Kapitel 6 und dem Bau des salomonischen Tempels. Er beschreibt detailliert die Architektur, Dimensionen und Materialien des Tempels und erläutert dessen chronologische und theologische Bedeutung. Der Sprecher zieht Parallelen zwischen dem Tempel als Wohnort Gottes und der menschlichen Charakterbildung als „Tempel des Heiligen Geistes“, wobei er die Symbolik der behauenen Steine und der Kerubim hervorhebt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit 1. Könige 6. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir dein Wort haben und dass du uns durch deinen Geist vorbereiten möchtest auf alles, was heute noch an diesem Tag uns passieren wird. Danke, dass wir uns auch vorbereiten dürfen auf die baldige Wiederkunft Jesu und dass du uns verändern möchtest, uns verwandeln möchtest, sodass wir einen Tempel für den Heiligen Geist sein können. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst und danken dir dafür, dass wir dadurch dir näher kommen dürfen, dich besser verstehen können und mit dir kommunizieren. Wir bitten das alles im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.

[1:27] Wir beginnen heute 1. Könige Kapitel 6. Wir haben gelesen von den Vorbereitungen, die für den Tempelbau getätigt worden sind von Salomo unter Zuhilfenahme des Königs von Tyros, nämlich Hiram. Wir lesen in 1. Könige Kapitel 6 und dort Vers 1. Dort heißt es: "Es geschah im 480. Jahr nach dem Auszug der Kinder Israels aus dem Land Ägypten, im vierten Jahr der Regierung Salomos über Israel, im Monat Siv, das ist der zweite Monat, da baute er dem Herrn das Haus."

[2:01] Dieser Vers ist auch für die biblische Chronologie sehr wichtig, weil er uns erlaubt, von den Königsdaten, die zumindest bis Salomo und dann auch David und dadurch auch Saul relativ gesichert sind, über die doch sehr unsichere Periode der Richter, wo vieles möglicherweise auch zeitgleich stattgefunden hat, herüberzukommen und da ein ziemlich exaktes Datum für den Auszug aus Ägypten zu berechnen.

[2:32] Das Haus aber, das der König Salomo dem Herrn baute, war 60 Ellen lang, 20 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Eine Elle sind ungefähr ein halber Meter Pi mal Daumen. Das heißt, der Tempel war 30 Meter lang und zehn Meter breit und 15 Meter ungefähr hoch. Und damit war er, soweit wir das archäologisch sehen können, mit Abstand das größte sakrale Gebäude der damaligen Zeit. Andere Tempel, die man bisher ausgegraben hat, waren eher so um die 18 Meter oder so lang. Und auch das zeigt, welche enorme Pracht der König hier, der König Salomo, entfalten konnte hier zur Ehre Gottes.

[3:13] Und die Vorhalle vor der Tempelhalle des Hauses war 20 Ellen lang, gemäß der Breite des Hauses, und zehn Ellen breit vor dem Haus. Und er machte am Haus Fenster mit fest eingefügtem Gitterwerk. Und er baute an die Wand des Hauses einen Anbau ringsum an die Wände des Hauses ringsum, sowohl der Tempelhalle als auch des Sprachortes, und er stellte Seitenräume ringsum. Wir werden noch mehr über diesen Sprachort hören, der das Allerheiligste bezeichnete, weil dort Gott zum Menschen sprechen würde. Dort war auch das Gesetz Gottes aufbewahrt.

[3:51] Das unterste Stockwerk war fünf Ellen breit, das mittlere sechs und das dritte sieben Ellen breit. Denn er machte Absätze an der Außenseite des Hauses ringsum, sodass sie nicht in die Wände des Hauses eingriffen. Und als das Haus erbaut wurde, da wurde es aus Steinen gebaut, die fertig behauen aus dem Bruch kamen, sodass man weder Hammer noch Meißel noch sonst ein eisernes Werkzeug im Haus hörte, während es erbaut wurde. Ich glaube, es ist ein gutes Symbol auch für die Charakterveränderung, die Gott in uns sehen möchte. Er möchte uns vorbereiten, damit wir behauene Steine sind, die sich dann in sein Königreich einfügen lassen. Jetzt ist die Zeit, dass wir uns in dieser Erde behauen lassen, dass alle schroffen Ecken und Kanten und überstehenden Dinge weggeschnitten werden, dass wir wirklich passgenau in Gottes Reich eingefügt werden können.

[4:53] Der Gang zum mittleren Stockwerk befand sich an der rechten Seite des Hauses, und man stieg auf Wendeltreppe hinauf zum mittleren und vom mittleren zum dritten Stockwerk. So baute er das Haus und vollendete es. Und er deckte das Haus mit Brettern und Balkenreihen aus Zedernholz. Er baute auch den Anbau im ganzen Haus fünf Ellen hoch und verband ihn mit dem Haus durch Zedernbalken.

[5:15] Und es erging das Wort des Herrn an Salomo: "Was dieses Haus betrifft, das du gebaut hast: Wenn du in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte tun und alle meine Gebote befolgen wirst, sodass du daran wandelst, so will ich mein Wort an dich erfüllen, das ich deinem Vater David verheißen habe. Und ich will in der Mitte der Kinder Israels wohnen und will mein Volk Israel nicht verlassen."

[5:38] Das Wohnen inmitten des Volkes erinnert uns an das, was schon die Stiftshütte in 2. Mose 25 und den weiteren Kapiteln symbolisieren sollte. Die Stiftshütte sollte ins Zentrum des Volkes Gottes, des Lagers, sein, um zu zeigen, dass Gott mitten unter ihnen wohnen wollte. Gott möchte auch in meinem Leben und in deinem Leben im Zentrum, im Alltag, bei uns sein, in unserer Mitte wohnen. Aber dazu ist es wichtig, dass wir uns an sein Wort halten, dass wir fest an ihm bleiben und seinen Geboten aus Liebe und Glauben Folge leisten.

[6:15] So baute Salomo das Haus und vollendete es. Und er verkleidete die Wände des Hauses inwendig mit Brettern von Zeder vom Boden des Hauses an bis zum Mauerwerk der Decke und täfelte es inwendig mit Holz und belegte den Boden des Hauses mit Brettern aus Zypressenholz. Und er baute einen Abschnitt von zwanzig Ellen von der hinteren Seite des Hauses her mit Zedernbrettern vom Boden bis zum Mauerwerk und baute es für ihn inwendig aus zum Sprachort, zum Allerheiligsten. Dabei ist dieser Begriff im Hebräischen, das "Debir", der Sprachort, der hier in der Schlachter-Übersetzung mit "das Allerheiligste" übersetzt wird. Und das Haus, das ist die Tempelhalle, war 40 Ellen lang vor dem Sprachort, das heißt also, das, was auch dann zum Heiligen gehörte. Und das Zedernholz inwendig am Haus war Schnitzwerk von Koloquinten und offenen Blumen.

[7:08] Alles war aus Zedernholz, sodass man keinen Stein sah. Den Sprachort richtete er im Inneren des Hauses her, um die Bundeslade des Herrn dorthin zu stellen. Das war der Aufbewahrungsort für das Gesetz Gottes, das den Bund zwischen Gott und seinem Volk beschreibt.

[7:26] Und das Innere des Sprachortes war zwanzig Ellen lang und zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch. Interessant ist, dass das Allerheiligste hier sozusagen als Kubus konzipiert war, und das erinnert uns interessanterweise vielleicht ein wenig auch an das Neue Jerusalem in Offenbarung 21. Ihr könnt selbst dort die Verse finden, wo deutlich wird, dass die Länge und die Höhe und die Breite des Neuen Jerusalems auf der neuen Erde identisch gleich groß sein werden.

[7:59] Er überzog ihn mit feinem Gold. Auch den Altar aus Zedernholz überzog er damit. Und Salomo überzog das Haus inwendig mit feinem Gold, und er zog goldene Ketten vor dem Sprachort her, den er mit Gold überzogen hatte. Und das ganze Haus überzog er mit Gold, das ganze Haus vollständig. Auch den ganzen Altar, der zum Sprachort gehörte, überzog er mit Gold.

[8:21] Er machte im Sprachort auch zwei Kerubim aus Ölbaumholz, zehn Ellen hoch. Diese Kerubim sind besondere Kerubim. Es gibt die schwebende Theorie, dass Luzifer einer von ihnen gewesen sei. Interessant ist hier, dass sie aus Ölbaumholz gemacht worden sind, sodass das natürlich das Öl assoziiert, das in der Bibel auch eine große Bedeutung hat. Wir denken beim Öl zum Beispiel auch an das Wirken des Heiligen Geistes.

[8:48] Der eine Flügel des Kerubs maß fünf Ellen und der andere Flügel des Kerubs fünf Ellen. Zehn Ellen waren es vom Ende des einen Flügels bis zum Ende des anderen Flügels. Wir sehen hier, dass diese Kerubim miteinander sozusagen verbunden waren. Sie standen nicht isoliert, sondern sie berührten sich. Sie hatten miteinander zu tun, sie hatten ihre Aufgabe gemeinsam getan, was zeigt, dass das Wesen wahrer Liebe eben daran besteht, dass man etwas nicht alleine tut, sondern gemeinsam. Und genau dagegen hatte dann Luzifer gesündigt, als er sich selbst erhöhen wollte auf Kosten von anderen.

[9:25] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir zu einem Tempel des Heiligen Geistes werden können, dass wir in unserem Leben dir Platz machen, dass du unser Leben regieren und bestimmst, dass du im Alltag in unserer Mitte wohnst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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