In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Könige 7:37-8:9, die detaillierte Beschreibung der Fertigstellung von Salomos Tempel und die Überführung der Bundeslade. Er zieht Parallelen zwischen der Beständigkeit der Tempelstruktur und der unveränderlichen Natur des Evangeliums. Der Sprecher betont die ewige Gültigkeit von Gottes Gesetz und ermutigt dazu, es im Alltag hochzuhalten.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Könige 7:37-8:9
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Könige, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 383. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater, in dir ist wirklich Stärke. Du bist die Stütze in unserem Leben, ganz egal, was uns passiert. Und dafür möchten wir uns von Herzen bedanken, dass immer, wenn wir unseren Blick auf dich richten – das kann ich aus eigener Erfahrung sagen –, immer wenn wir uns an dir festhalten, dann gibst du genau die Kraft und die Stärke, die wir brauchen. Und darum bitten wir dich auch jetzt, dass dein Wort uns kräftigt und stärkt, dass dein Wort uns ermutigt und dass wir etwas lernen können in unserem Glauben für diesen Alltag, der jetzt heute vor uns steht. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:18] Wir sind in 1. Könige 7 bei der Beschreibung der Detailausstattung des Tempelbaus, den Salomo vollendet hat. Wir lesen den Vers 37: „Auf diese Weise machte er“ – und es ist immer noch Hiram gemeint – „auf diese Weise machte er die zehn Gestelle. Sie waren alle aus einem Guss, nach einem Maß und in einer Form.“
[1:45] Interessant ist, dass der Tempel sehr detailliert beschrieben ist und dass er sehr kreativ gebaut worden ist und dass doch auch viel Harmonie und Symmetrie und Gleichheit in den Formen und in den Maßen eine Rolle gespielt hat.
[2:03] Hier beim Tempelbau: „Er stellte zehn Becken. Vierzig Bath gingen in ein Becken, jedes war vier Ellen weit, und auf jedem der zehn Gestelle war ein Becken. Er setzte aber fünf Gestelle auf die rechte Seite und die anderen fünf auf die linke Seite des Hauses. Und das Wasserbecken stellte er auf die rechte Seite des Hauses, nach Südosten hin. Und Hiram machte die Töpfe, die Schaufeln und die Sprengschalen. Und so vollendete Hiram die Arbeit an dem ganzen Werk, das er dem König Salomo für das Haus des Herrn zu machen hatte: die beiden Säulen und die Kugeln der Kapitelle oben auf den beiden Säulen und die beiden Geflechte, um die Kugeln der Kapitelle auf den Säulen zu bedecken, und die 400 Granatäpfel an den beiden Geflechten, zwei Reihen Granatäpfel an jedem Geflecht, um die zwei Kugeln der Kapitelle oben auf den Säulen zu bedecken.“
[2:53] „Dazu die zehn Gestelle, wo die zehn Becken auf den Gestellen, und das eine Wasserbecken und die zwölf Rinder unter dem Wasserbecken, und die Töpfe, Schaufeln und die Sprengschalen. Und alle diese Geräte, die Hiram dem König Salomo machte für das Haus des Herrn, waren aus glänzendem Erz. In der Jordanebene ließ sie der König gießen, in lehmiger Erde, zwischen Sukkot und Zaretan.“
[3:17] „Und Salomo ließ alle diese Geräte ungewogen wegen der großen Menge des Erzes. Das Gewicht des Erzes konnte man nicht ermitteln.“
[3:27] „Salomo machte auch alle Geräte, die zum Haus des Herrn gehörten: den goldenen Altar und den goldenen Tisch, auf dem die Schaubrote lagen, und die Leuchter, fünf zur Rechten und fünf zur Linken vor dem Sprachort, aus feinem Gold, mit Blumen, Lampen und Lichtscheren aus Gold.“
[3:45] Im Vergleich zur Stiftshütte sehen wir eine größere Dimension. Wir sehen hier mehrere Leuchter. In der Stiftshütte gab es ja nur einen. Und doch sehen wir immer noch genau das gleiche Prinzip von Vorhof und Heiligem und Allerheiligstem mit dem Altar und dem Wasserbecken und dem Licht und dem Schaubrot, das wir schon gesehen haben, und dann natürlich der Bundeslade im Allerheiligsten. Wir sehen, dass also zwar die Details zugenommen haben, das Ganze größer skaliert ist, aber dass die eigentliche Struktur gleich geblieben ist.
[4:14] Vielleicht ist das auch eine interessante Analogie zum Evangelium, das im Laufe der Zeit mit immer weiteren Prophezeiungen, Geschichten immer größer und detailreicher verziert worden ist, aber dessen Grundstruktur schon auf den ersten Seiten der Bibel völlig klar beschrieben wird.
[4:36] „Die Schüsseln, Messer, Sprengschalen, Pfannen und Räucherpfannen aus reinem Gold, auch die Angeln an den Türen des inneren Hauses, des Allerheiligsten, und an den Türen der Tempelhalle waren aus Gold.“
[4:47] „Und so wurde das ganze Werk vollendet, das der König Salomo für das Haus des Herrn ausführte. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater David geheiligt hatte: das Silber, das Gold und die Geräte legte er in die Schatzkammer des Hauses des Herrn.“
[5:01] „Damals versammelte Salomo die Ältesten von Israel und alle Häupter der Stämme, die Fürsten der Vaterhäuser der Kinder Israels zum König Salomo nach Jerusalem, um die Bundeslade des Herrn hinaufzubringen aus der Stadt Davids.“
[5:15] Das ist Zion. Damit ist die ursprüngliche, kleinere Region der Stadt Jerusalem gemeint, die David damals eroberte von den Jebusitern. Salomo hat das Ganze nach Norden erweitert und dort den Tempel dann bauen lassen. Und von dem ursprünglichen Stadtgebiet auf dem Südabhang von Jerusalem, von dort ließ er jetzt die Bundeslade zum Tempel holen.
[5:42] „Und alle Männer Israels versammelten sich zum König Salomo am Fest im Monat Ethanim, das ist der siebte Monat, der später auch meistens Tischri genannt worden ist.“ Das Fest hier ist das Laubhüttenfest, das Ziel, der Höhepunkt sozusagen, gewisserweise der Zielpunkt zumindest vom gesamten jüdischen Festkalender, wie in 3. Mose 23 beschrieben wird.
[6:06] „Und alle Ältesten von Israel kamen, und die Priester trugen die Lade des Herrn. Und sie brachten die Lade des Herrn hinauf, dazu die Stiftshütte und alle Geräte des Heiligtums, die in dem Zelt waren. Das trugen die Priester und Leviten hinauf.“
[6:19] Hier sehen wir also ganz offiziell die Stiftshütte jetzt übergehen in den neu gebauten Tempel, wie also eine ganz bewusste Kontinuität – besser gesagt – an dieses Heiligtum, auch wenn es jetzt mit anderen Bauwerken dargestellt, gezeigt werden sollte.
[6:41] „Und König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich zu ihm versammelt hatte, standen mit ihm vor der Lade und opferten Schafe und Rinder, so viele, dass man sie wegen der Menge weder zählen noch berechnen konnte.“
[6:52] Zur Zeit Salomos gab es vieles in unvorstellbarem Überfluss. Man konnte das Erz nicht berechnen und man konnte die Schafe und Rinder, die geopfert worden waren, nicht zählen.
[7:03] „Und die Priester brachten die Bundeslade des Herrn an ihren Ort, in den Sprachort des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim. Die Cherubim, die ja genau diese Bundeslade überschirmen sollten, dort wo das Gesetz Gottes war.“
[7:21] „Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus über den Ort, wo die Lade stand, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.“
[7:29] Dann sehen wir noch einmal sehr schön, was die Aufgabe des schirmenden Cherubim gewesen ist. Wir lesen in Hesekiel 28, mit den Versen selbst finden wir, dass Luzifer so ein schirmender, schützender Cherubim gewesen ist. Er sollte in besonderer Weise das Gesetz Gottes bewahren, beschützen, und er hat das, was ihm anvertraut worden war, missbraucht.
[7:51] Gott hatte ihm, so denke ich, kann man schlussfolgern, besondere Einsicht auch in dieses Gesetz gewährt. Er hatte ihn besonders damit vertraut gemacht mit den Prinzipien, die Gott selbst ausmachen. Er hatte ihm sein Herz geschenkt sozusagen, und Luzifer hat das mit Füßen getreten.
[8:10] Daran sieht man die Boshaftigkeit der Sünde sehr deutlich.
[8:17] Auch uns möchte Gott sein Herz offenbaren. Auch uns zeigt er sein Gesetz, und auch er wünscht sich, dass wir in einer Welt, die das Gesetz Gottes mit Füßen tritt, dass wir durch die Gnade, durch den Geist Gottes dieses Gesetz bewahren und hochhalten, weil wir überzeugt davon sind – nicht, dass wir uns dadurch etwas verdienen könnten –, sondern weil wir überzeugt davon sind, dass es gut ist und es sich lohnt, dieses Gesetz hochzuhalten, nicht nur theoretisch, sondern praktisch in unserem Leben.
[8:54] „Die Stangen aber waren so lang, dass man ihre Spitzen dem Heiligtum vor dem Sprachort sehen konnte, aber von außen sah man sie nicht. Und sie blieben dort bis zu diesem Tag.“
[9:03] „Es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln, die Mose am Horeb hineingelegt hatte, als der Herr mit den Kindern Israel einen Bund machte, als sie aus dem Land Ägypten gezogen waren.“
[9:16] Dieser Bund galt nicht nur eine oder zwei Generationen, noch Jahrhunderte später, ja, ein halbes Jahrtausend später, waren diese Zehn Gebote noch immer die Grundlage des Bundes. Keine Änderung der Zeit, keine Änderung der Kultur konnten an dieser Voraussetzung, diesem Fundament, etwas ändern.
[9:34] Gottes Wort bleibt. Seine Gebote sind unveränderlich, auch in unserem Leben, in unserer Gesellschaft heute.
[9:41] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du ein Gesetz hast, das deine Liebe beschreibt und deine Gerechtigkeit, und dass es wert ist, hochgehalten zu werden. Wir selbst haben es zu oft in unserem Leben mit Füßen getreten und verachtet. Herr, ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass wir im Leben von Jesus erkennen, was dieses Gesetz wirklich ist und wie wertvoll es ist, und dass du durch deinen Heiligen Geist es mir und uns allen, die wir jetzt auch dieses Video sehen, ins Herz schreiben möchtest. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.
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