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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Könige 8:10-8:32. Er führt durch die feierliche Einweihung des salomonischen Tempels und Salomos tiefgründiges Gebet, das die Allmacht Gottes und die symbolische Bedeutung des irdischen Heiligtums als Abbild des himmlischen hervorhebt. Der Sprecher ermutigt dazu, Gottes Verheißungen als Grundlage des Gebets zu nehmen und sich im Glauben an das wahre, himmlische Heiligtum zu wenden, um Vergebung und Gerechtigkeit zu empfangen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 384. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns dein Wort offenbarst und auch dein Gesetz, und dass du uns, die wir so schwache Menschen sind, durch deinen Geist befähigen möchtest, uns beauftragt hast, dein Gesetz zu behüten und zu bewachen, zu hoch zu halten in dieser Welt, der Welt zu zeigen, dass dein Gesetz gut ist und es keinen Sinn macht, dagegen zu rebellieren.

[1:11] Wir möchten dich bitten, dass du auch heute durch dein Wort sprichst, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und durch deinen Geist dein Gesetz in unser Herz schreibst. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns jetzt eintritt im himmlischen Heiligtum. Amen.

[1:36] Wir sind in Erster Könige Kapitel 8. In einer feierlichen Zeremonie wird die Bundeslade zur Zeit des Laubhüttenfestes von der Stadt Davids, dem ursprünglichen Zion, dem Südabhang Jerusalems, zum neu gebauten Tempel gebracht. Und dort wird die Bundeslade in das Allerheiligste, den Sprachort, unter die Flügel der schirmenden, den schützenden Cherubim platziert.

[2:05] Das heißt, in Vers 10: "Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligtum hinausgingen, da erfüllte die Wolke das Haus des Herrn, so dass die Priester wegen der Wolke nicht hinzutreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn."

[2:23] Wir erinnern uns an Zweiter Mose 40, als bei der Aufrichtung und Einweihung der Stiftshütte, des neu gebauten Heiligtums in der Wüste, genau dasselbe passiert war: Die Herrlichkeit des Herrn den Tempel erfüllte.

[2:41] Wir sehen so etwas dann auch noch einmal in Offenbarung 15. Dort könnt ihr die Textstelle selbst finden, wo die Herrlichkeit des Herrn den Tempel im Himmel, das himmlische Heiligtum, so erfüllt, dass niemand mehr hinzutreten kann.

[3:03] Nach dem Zeugnis von Zweiter Mose und Erster Könige auch ein Hinweis darauf, dass ein Werk vollendet worden ist, ein Werk zum Abschluss gekommen ist.

[3:14] Und woran wir sehen können, dass dort auch das Ende der Gnadenzeit den Abschluss eines Werkes symbolisiert, nämlich dass Jesus in uns das Werk der Erlösung vollendet hat.

[3:31] Damals sprach Salomo: "Der Herr hat gesagt, er wolle im Dunkeln wohnen. Ich nun habe ein Haus gebaut als Wohnung für dich, eine Stätte, dass du ewig dort bleiben mögest."

[3:42] Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israels; denn die ganze Gemeinde Israel stand da.

[3:50] Oder sprach: "Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der zu meinem Vater David durch seinen Mund geredet und es auch durch seine Hand erfüllt hat, indem er sagte:

[4:02] 'Seit dem Tag, da ich mein Volk Israel aus Ägypten herausführte, habe ich unter allen Stämmen Israels niemals eine Stadt erwählt, dass mir dort ein Haus gebaut würde, damit mein Name dort wäre. Aber ich habe David erwählt, dass er über mein Volk Israel herrsche.'

[4:15] 'Nun mag es zwar meinem Vater David am Herzen gelegen haben, dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen.'

[4:21] 'Aber der Herr sprach zu meinem Vater David: "Dass es dir am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, dass dir dies am Herzen lag, daran hast du wohlgetan. Doch sollst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen das Haus bauen."'"

[4:39] Jetzt, vielleicht können wir nicht immer das umsetzen, was wir uns für das Werk Gottes wünschen. Aber Gott sieht auch unsere Pläne.

[4:48] Er sieht, was in unserem Herzen ist. Er sieht, was wir uns wünschen, das geschehen sollte. Und auch wenn Gottes, in Gottes weiser Voraussicht, in seinen für uns manchmal undurchdringlichen Plänen, als sich zeigen sollte, dass nicht wir diese Aufgabe erfüllen sollen,

[5:06] sieht doch Gott unsere Motivation. Er sieht unseren Wunsch. Und Gott bewertet nicht unsere Leistungen. Er schaut sich unser Herz an.

[5:16] Und er sieht, was wir uns gewünscht haben, woran unser Herz hing, was unsere größte Priorität gewesen ist, ob wir ihn wirklich von ganzem Herzen, von ganzer Seele und ganzem Gemüt geliebt haben.

[5:29] Und daher hat sein Wort erfüllt, was er geredet hat: "Denn ich bin an die Stelle meines Vaters David getreten und sitze auf dem Thron Israels, wie der Herr geredet hat. Und ich habe dem Namen des Herrn, des Gottes Israels, ein Haus gebaut. Und ich habe dort einen Platz zugerichtet für die Lade, in welcher der Bund des Herrn ist, den er mit unseren Vätern gemacht hat, als er sie aus dem Land Ägypten herausführte."

[5:55] Und Salomo trat vor den Altar des Herrn, angesichts der ganzen Gemeinde Israels, und breitete seine Hände zum Himmel aus und sprach –

[6:08] Jetzt folgt dieses berühmte Einweihungsgebet, das Salomo hier angesichts des neu gebauten Tempels zu Gott betet:

[6:17] "O Herr, du Gott Israels, es gibt keinen Gott, der dir gleich wäre, weder oben im Himmel noch unten auf Erden, der du den Bund und die Gnade bewahrst deinen Knechten, die mit ihrem ganzen Herzen vor dir wandeln –"

[6:29] in Bezug auf die Zehn Gebote, insgesamt auf das zweite Gebot.

[6:35] Gott ist unvergleichlich und sein Evangelium gibt es sonst nirgendwo in der ganzen Welt, in keiner anderen Religion. Kein anderer der sogenannten, vermeintlichen Götter kommt ihm gleich. Er bewahrt den Bund, er bewahrt die Gnade denen, die von ganzem Herzen – das ist mit ihrem ganzen Denken – ihn suchen und bei ihm bleiben möchten.

[6:54] "Wenn du deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten hast, was du ihm verheißen hast. Du hast es mit deinem Mund geredet und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es heute der Fall ist."

[7:08] Das Gebet von Salomo basiert auf der Erfahrung, dass Gott zu seinen Verheißungen steht, dass das, was er versprochen hat, auch wirklich eingetreten ist.

[7:17] Und ich denke, das sollten auch wir zur Grundlage unserer Gebete machen, dass wir Gott dafür danken, dass seine Verheißungen, wir getestet haben und wir erlebt haben –

[7:26] ebenfalls ich habe das in meinem Leben erlebt, du sicherlich auch – dass Gottes Verheißungen wirklich ein echtes Fundament sind, auf die man bauen kann, dass er sein Wort gehalten hat und getan hat, was er versprochen hat.

[7:39] "Und nun, Herr, du Gott Israels, halte doch deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm versprochen hast. Du sagtest: 'Es soll dir nicht fehlen an einem Mann vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn du deine Söhne ihren Weg bewahren, dass sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist.'"

[7:57] Salomo weiß, es gibt noch Verheißungen, die sich noch erfüllen sollen. Und weil sich bisher die Verheißungen Gottes in seinem Leben erfüllt haben, erinnert er Gott daran und sagt: "Auch diese Verheißung hast du mir versprochen, und ich möchte, dass sie in meinem Leben in Erfüllung geht."

[8:09] Genauso dürfen auch wir beten mit den Verheißungen Gottes, mit dem, was Gott selbst in seinem Wort versprochen hat. Das dürfen wir ihm vorlegen und sagen: "Herr, das wünsche ich mir, denn du hast es gesagt."

[8:21] "Und nun, du Gott Israels, lass doch dein Wort wahr werden, das du zu deinem Knecht David, meinem Vater, geredet hast."

[8:26] "Aber wohnt Gott wirklich auf der Erde? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen. Wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe?"

[8:32] Salomo weiß, dass das nur ein Symbol war. Dieser wunderbare Tempel mit all seinen Herrlichkeiten ist nur ein schwacher Abglanz, denn der ganze Himmel kann Gott nicht fassen. Er weiß, dass man Gott nicht in einen Tempel einsperren kann, so wie es die Heiden dachten, die dachten, dass man einen Gott von A nach B verfrachten kann, dass er tatsächlich in dem Tempel dort wohnt.

[8:54] Salomo weiß, Verzeihung, es ist hier nur ein Symbol, nur ein Typus auf das, was im Himmel wirklich ist.

[9:01] "Wenn du dich aber zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, Herr, mein Gott, dass du hörst auf das Rufen und das Gebet, welches dein Knecht heute vor dich bringen wird."

[9:10] Obwohl Gott so groß ist, dass ihn selbst die Himmel nicht erfassen können, will Gott doch, ist er bereit, auf mein Gebet und auf dein Gebet, schwach wie wir sind, zu hören und auch Wert zu achten.

[9:22] "Dass deine Augen Tag und Nacht offen stehen über diesem Haus, über dem Ort, von dem du gesagt hast: 'Mein Name soll dort sein', dass du das Gebet hörst, das dein Knecht zu dieser Stätte gerichtet betet."

[9:36] "So höre doch das Flehen des Knechtes und deines Volkes Israel, das wir zu diesem Ort hinrichten werden. Ja, höre du es an dem Ort deiner Wohnung im Himmel, und wenn du es hörst, so vergib."

[9:44] Hier gibt es eine interessante Verbindung. Salomo versteht, dieses Heiligtum auf Erden verbindet uns eigentlich gedanklich mit dem wahren himmlischen Heiligtum.

[9:54] Schon bei Mose haben wir gesehen in 2. Mose 25, Vers 8 und 9, dass das Heiligtum auf der Erde nur ein Abbild war von dem, was schon Mose im Himmel gesehen hatte auf dem Berg, gesehen hatte vom himmlischen Heiligtum. Auch dort hat er ihm ein Modell gezeigt.

[10:15] Salomo versteht, dass das irdische Heiligtum etwas erklärt über das himmlische Heiligtum und dass die Gebete, die zum irdischen Heiligtum gerichtet werden, letztendlich eigentlich zum himmlischen Heiligtum gerichtet werden. Und dass durch das irdische Heiligtum wir etwas vom Himmel und von Gottes Gegenwart dort verstehen.

[10:31] "Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt und man legt ihm einen Eid auf, den er schwören soll, oder kommt und wird vor deinem Altar in diesem Haus, so höre du es im Himmel und greife ein und schaffe deinen Knechten Recht, indem du den Schuldigen verurteilst und sein Tun auf sein Haupt zurückfallen lässt, den Gerechten aber rechtfertigst und ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst."

[10:56] Das Heiligtum ist offensichtlich hier in diesen beiden Versen auch gedacht als ein Ort der Rechtsprechung. Gericht findet im Heiligtum statt. Und das ist natürlich interessant, wenn man Daniel 7 und Daniel 8 miteinander studiert und vergleicht.

[11:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel,

[11:16] danke, dass du den Bund und die Gnade uns bewusst wirst, wenn wir dich von ganzem Herzen suchen. Ja, wenn wir zu dir beten, unser Angesicht richten nicht nur auf einen irdischen Tempel, der mittlerweile zerstört ist, sondern auf das himmlische Heiligtum, das von allen irdischen Heiligtümern immer das Original, das Urbild, gewesen ist.

[11:35] Danke, dass wir dort beten, dorthin beten dürfen, wo du jetzt real bist und wo dein Name ist, wo wir in deinem Namen beten dürfen, im Namen Jesu.

[11:52] Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns segnest, so wie Salomo es hier in Anspruch genommen hat, dass wir aus deinem Wort leben, auf seinen Verheißungen jeden einzelnen Tag. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns im himmlischen Heiligtum eintritt. Amen.


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