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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf meiner Seite“ betrachtet Christopher Kramp die Einweihung des Tempels durch Salomo und dessen tiefgehendes Gebet in 1. Könige 8. Er beleuchtet Salomos Wunsch nach Gottes bleibender Gegenwart und die Bedeutung der Treue zu Gottes Wort. Der Sprecher reflektiert über Gottes Verheißungen und Warnungen, die Salomo empfängt, und ermutigt dazu, an Gottes Segen festzuhalten und ihm ungeteilt zu folgen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ heute mit Seite 386. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir in jeder Lebenssituation, egal ob es uns gut geht oder schlecht geht, egal ob wir voller Freude mit dir Tag zu Tag gehen oder ob wir uns von dir entfernt haben, uns immer an dich wenden können, immer unseren Blick auf das himmlische Heiligtum richten können. Sei es mit Freude, sei es mit Schuld beladen, wir können zu dir kommen und du hast versprochen, das, was immer unsere Not ist, das, wenn wir dir glauben, dass du uns helfen möchtest und helfen kannst und helfen wirst. Und Herr, so möchten wir dich bitten, dass du auch heute zu unseren Herzen sprichst, dass du uns ein ganz tiefes Verlangen nach deinem Wort und nach dem Verständnis deines Wesens schenkst und dass wir gestärkt werden durch deinen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:36] Wir sind in 1. Könige Kapitel 8. Salomo hat ein wichtiges, ein sehr tiefgehendes und uns heute noch ganz berührendes Gebet anlässlich der Einweihung des Tempels, den er gebaut hat, vor ganz Israel zu Gottes Ehre dargebracht und zu Gott gebetet.

[2:04] Wir lesen den Vers 54: „Und es geschah, als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen vor dem HERRN vollendet hatte, da stand er auf von seinem Platz vor dem Altar des HERRN, wo er gekniet hatte, seine Hände zum Himmel gebreitet.“ Für Salomo war das Knien beim Gebet ein echtes Privileg und ich denke, es ist etwas, was wir in unserem Leben auch pflegen dürfen. Wir dürfen natürlich in jeder Lebenssituation beten, auch wenn das Knien gerade gar nicht möglich ist, aber immer dann, wenn es sich auch möglich erweist, das ist, glaube ich, ein Ausdruck der Ehrfurcht und der Ehrerbietung vor unserem großen Gott.

[2:42] Und er hob seine Hand hin und segnete die ganze Gemeinde Israels mit lauter Stimme und sprach: „Gepriesen sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, ganz wie er es verheißen hat. Von allen seinen guten Worten, die er durch seinen Knecht Mose geredet hat, ist nicht ein einziges dahingefallen.“

[2:59] So ähnlich hat es schon Josua gesprochen, als das Volk Israel das Land erobert hatte. Auch dort hieß es, dass all die Verheißungen Gottes sich erfüllt hatten. Was für eine wunderbare Erfahrung hier auch für das Volk, dass, als sie zurückschauten, sich die Bücher Mose durchlasen und sahen, was Gott versprochen hatte und dann sahen, wie Gott sein Wort gehalten hatte, dass sie vor Freude Gott gepriesen haben. Gottes Wort ist zuverlässig. Wenn wir es für uns in Anspruch nehmen, dann werden wir sehen, dass es nicht ein einziges Wort gibt, zu dem Gott nicht steht und das er nicht erfüllen wird, wenn wir es von Herzen in unserem Leben erfüllt sehen wollen. Denn der Mensch, so sagt Jesus schon in Matthäus 4,4 und es zitiert da ja 5. Mose Kapitel 8: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“

[3:53] Lasst uns der Liebe vertrauen. Lasst uns dem Wort Gottes vertrauen, auch wenn Zweifel von außen oder innen ankommen, lasst uns den Zweifeln entgegenhalten: „Es steht geschrieben!“ Und die Erfahrung machen, dass Gottes Wort zuverlässig uns persönlich hilft.

[4:12] „Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unseren Vätern gewesen ist. Er verlasse uns nicht und ziehe seine Hand nicht von uns ab.“ Das war der Wunsch, den Salomo hatte, mit Gott verbunden zu sein. „Er wolle unser Herz zu ihm neigen, dass wir in allen seinen Wegen wandeln und seine Gebote, seine Satzungen und seine Rechte halten, die er unseren Vätern geboten hat.“

[4:35] Aus eigener Kraft Gottes Gebote können wir nicht aus eigener Kraft halten, sondern nur, wenn Gott selbst etwas an unserem Herz tut. Ich weiß, aus eigener Kraft kann ich Gottes Gebote nicht halten. Nur wenn Gott an meinem Herzen wirkt, nur wenn Gottes Geist mein Herz bestimmen darf, dann kann ich Freude an seinem Wort und an seinen Satzungen und Rechtsbestimmungen haben und sie tun.

[4:58] „Und mögen diese meine Worte, die ich vor dem HERRN gebetet habe, gegenwärtig sein vor dem HERRN, unserem Gott, bei Tag und bei Nacht, dass er Recht verschaffe seinem Knecht und Recht seinem Volk Israel Tag für Tag, damit alle Völker erkennen, dass er, der HERR, Gott ist und keiner sonst.“

[5:16] Wenn das Volk Israel mit Gott gelebt hat, dann sollten alle Völker erkennen, dass es nur einen Gott gibt. Wenn wir eine echte Beziehung zu Jesus haben und sein Wort in Anspruch nehmen, dann werden Menschen aus allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen erkennen, dass er Gott ist, und es wird offenbar werden, wie in Offenbarung 14,6 und folgende. Dann werden sie erkennen, dass es nur ein Evangelium, nur eine Wahrheit, nur ein ewiges Evangelium gibt, das die ganze Welt retten könnte, jeden einzelnen, wenn er es annimmt.

[5:49] „Euer Herz aber sei ungeteilt mit dem HERRN, unserem Gott, dass ihr in seinen Satzungen wandelt und seine Gebote bewahrt, wie an diesem Tag.“ Wenn Salomo sich selbst an seine Worte gehalten hätte. Sein Herz ist später selbst nicht ungeteilt gewesen und Gott hat das ja schon hier gesehen und ihn trotzdem jetzt hier gesegnet. Gott kennt die Zukunft. Wie oft wird er mit Tränen in den Augen Menschen gesegnet haben, wissend, dass sie später doch von ihm abfallen werden. Lasst uns heute an Gott festhalten und morgen an ihm festhalten, damit wir nicht heute gesegnet werden und morgen dann doch unser Herz anderen Dingen nachläuft. Lasst uns lernen, bei Gott zu bleiben, ausharren bis ans Ende, wie Jesus in Matthäus 24, Vers 13 sagt.

[6:38] „Und der König brachte Opfer dar vor dem HERRN und ganz Israel mit ihm. Und zwar brachte Salomo als Friedensopfer, das er dem HERRN auch weihte: 22.000 Rinder und 120.000 Schafe.“ So weihte der König und alle Kinder Israels das Haus des HERRN ein. Das scheint eine unvorstellbar große Menge. Vielleicht erscheint es uns auch als übertrieben viel, aber möglicherweise haben diese Friedensopfer auch damit zu tun, sie wurden ja nicht vollständig verbrannt, sondern bei Friedensopfern wurde auch ein Teil davon gegessen. Und vielleicht wird hier auch angedeutet, dass eine riesige Volksmenge anwesend ist mit vielen, vielen, vielen Tausenden Menschen, die alle auch versorgt werden mussten, die alle auch an diesem Mahl teilgenommen haben.

[7:16] „An jenem Tag heiligte der König den inneren Vorhof, der vor dem Haus des HERRN war, indem er Brandopfer, Speisopfer und das Fett der Friedensopfer dort zurichtete. Denn der eherne Altar, der vor dem HERRN stand, war zu klein für die Brandopfer, Speisopfer und das Fett der Friedensopfer.“ So feierte Salomo zu jeder Zeit das Fest und ganz Israel mit ihm, eine große Versammlung des Volkes, von Lebo-Hamat bis zum Bach Ägyptens, vor dem HERRN, unserem Gott, sieben Tage und nochmals sieben Tage lang, das waren 14 Tage. Das Laubhüttenfest wurde also doppelt gefeiert, wie ursprünglich eigentlich von Gott vorgesehen.

[7:48] Am achten Tag entließ er das Volk, und sie segneten den König und gingen hin zu ihren Zelten fröhlich und guten Mutes wegen des Guten, das der HERR an seinem Knecht David und an seinem Volk Israel getan hatte. Wenn wir von ganzem Herzen Gott suchen, werden wir von ganzem Herzen von ihm gesegnet werden und das wird uns echte Freude bereiten und wir werden mit Freude und erfüllt von seinem Geist an die Dinge des Alltags gehen, weil wir aufgetankt haben von seiner geistlichen Kraft, die er uns schenken möchte.

[8:19] „Und es geschah, als Salomo das Haus des HERRN und das Haus des Königs vollendet hatte – also nach ungefähr 20 Jahren, mehr als 20 Jahre nach seiner Regierungszeit, in der Mitte seiner Regierungszeit – und alles, was er zu machen begehrte und wozu er Lust hatte, da erschien ihm der HERR zum zweiten Mal, wie er ihm entgegen erschienen war, als Gott ihm am Anfang seiner Regierungszeit erschien. Und der HERR sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und dein Flehen gehört, das du vor mir gebetet hast. Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, geheiligt, um meinen Namen dort wohnen zu lassen ewiglich. Meine Augen und mein Herz sollen allezeit dort sein. Und dich betrifft, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, mit lauterem Herzen und aufrichtig, und du alles tust, was ich dir geboten habe, und meine Satzungen und meine Rechte befolgst, so will ich den Thron deines Königtums über Israel auf ewig befestigen, wie ich es seinem Vater David gesprochen habe, indem ich sagte: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels.“

[9:19] Gott wusste, was kommen würde, und er warnt hiermit Salomo vor dem Unheil, in dem Salomo sich bald schon befinden wird. Und erinnert ihn noch einmal an das, was Salomo selbst gebetet hat und das, was Salomo sich selbst gewünscht hat, und legt noch einmal die Bedingungen des Bundes sehr deutlich dar.

[9:39] „Wenn ihr euch aber von mir abwendet, ihr und eure Söhne, und meine Gebote und meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht befolgt, sondern hingeht und anderen Göttern dient und sie anbetet, so werde ich Israel ausrotten aus dem Land, das ich ihnen gegeben habe. Das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen, und Israel soll zum Sprichwort und zum Spott werden unter allen Völkern. Und über dieses Haus, so hoch es auch sein wird, wird dann jeder, der an ihm vorübergeht, sich entsetzen und spotten und sagen: Warum hat der HERR diesem Land und diesem Haus so etwas angetan?“

[10:14] Gott wird traurig gewesen sein, als er diese Dinge Salomo gezeigt hat, denn er wusste, dass genau diese Dinge passieren würden. Israel würde aus dem Land vertrieben werden. Dieses Heiligtum, das gerade mit solch einer Pracht zu einem geistlichen Fest eingeweiht worden ist, würde tatsächlich zerstört und verlassen sein werden. Gott wünscht sich nicht nur, dass wir mit Freuden zu ihm kommen und nicht, dass es überhaupt so weit kommt, dass wir mit Freuden dann von ihm gesegnet werden. Er wünscht sich, dass wir diesen Segen auch festhalten. „Halte die Krone fest, die du hast, damit sie dir niemand nimmt“, so ähnlich steht es ja in der Offenbarung.

[10:56] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind ja so dankbar, dass wir so oft von dir gesegnet worden sind schon in unserem Leben, mehr als wir jemals aufzählen können. Aber Herr, so oft haben wir auch den Segen wieder verlassen. Wir möchten dich von Herzen bitten, dass wir lernen, den Segen, den du uns schenkst, festzuhalten. Bei dir jetzt zu bleiben, unter deinem Joch zu gehen, wohin du uns auch führst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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