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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Könige 1:38-2:6. Er führt durch die Salbung Salomos zum König, Adonias gescheiterten Putschversuch und Salomos gnädige Reaktion. Der Sprecher betont Davids Vermächtnis an Salomo, welches die zentrale Rolle von Gottes Wort für wahres Gelingen im Leben hervorhebt und zur Weitergabe dieses Prinzips an die nächste Generation ermutigt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 374. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir aus wirklich eigener Erfahrung sagen dürfen, dass du uns aus aller Not errettet hast. Ich möchte dir persönlich danke sagen, dass du so gut zu mir bist und dass du jeden Tag zu meinem Herzen sprichst. Ich wünsche mir das für jeden Einzelnen, der zuschaut und zuhört, und dass wir aus deinem Wort lernen können, wie du uns Tag für Tag führst. Fülle uns mit deinem Heiligen Geist und gib, dass wir verstehen, was wir lesen, so wie du es gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in Erster Könige Kapitel 1. David ist alt, und Adonia, einer seiner Söhne, hat durch einen Putsch versucht, die Königswürde an sich zu reißen. Ein Teil der Großen im Königreich haben sich auf seine Seite geschlagen, aber der Prophet Nathan und Bathseba haben David daran erinnert, dass David selbst gesagt hatte, dass Salomo König werden sollte. Und so wird Salomo jetzt zum König gesalbt.

[1:40] Wir lesen in Vers 38: „Dagegen der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter, setzten Salomo auf das Maultier des Königs David und führten ihn zur Gihon-Quelle. Und der Priester Zadok nahm das Ölhorn aus dem Zelt und salbte Salomo. Und sie stießen das Schofarhorn, und das ganze Volk rief: Es lebe der König Salomo!“

[2:06] Die Salbung kennen wir eigentlich zunächst einmal von der Salbung des Hohenpriesters, in 2. Mose 40 zum Beispiel. Indem der König gesalbt worden ist, sollte deutlich gemacht werden, dass auch er in seiner Regierung, in seinem politischen Handeln über das Volk Gottes, in einer Regierung über das Volk Gottes, ganz entscheidend vom Wirken des Heiligen Geistes abhängig war und dass Gottes Geist ihn führen und leiten sollte.

[2:42] Das ganze Volk zog hinter ihm heraus, und das Volk blies auf Flöten und war sehr fröhlich, sodass die Erde von ihrem Geschrei zitterte. Adonia aber hörte es samt allen Gästen, die bei ihm waren, als sie eben das Mahl beendet hatten. Als aber Joab den Schall des Schofarhorns hörte, sprach er: „Was soll das Geschrei und der Tumult in der Stadt?“

[3:02] Während er aber noch redete, siehe, da kam Jonathan, der Sohn des Priesters Abjatar. Und Jonathan sprach: „Komm rein, denn du bist ein tüchtiger Mann und bringst gewiss gute Botschaft.“ Jonathan war neben Ahimaaz als einer derjenigen gewesen, die zur Zeit des Putsches von Absalom Nachrichten zum König David gebracht hatten. Jonathan aber antwortete und sprach zu Adonia: „Fürwahr, unser Herr, der König David, hat Salomo zum König gemacht. Und der König hat den Priester Zadok mit ihm gesandt und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter. Und sie haben ihn auf das Maultier des Königs gesetzt. Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan haben ihn zum König gesalbt bei der Gihon-Quelle. Und die sind mit Freuden von dort hinaufgezogen, sodass die ganze Stadt in Bewegung ist. Das ist das Geschrei, das ihr gehört habt. Dazu hat sich Salomo auf den königlichen Thron gesetzt. Und auch die Knechte des Königs sind hineingegangen, um unseren Herrn, dem König David, Glück zu wünschen, und sie haben gesagt: Dein Gott mache den Namen Salomos noch herrlicher als deinen Namen und mache seinen Thron noch größer als deinen Thron. Und der König hat aus seinem Lager angebetet und außerdem hat der König so gesprochen: „Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, der mir heute einen Thronerben gegeben hat vor meinen Augen!“

[4:16] Erschraken die Gäste, die bei Adonia waren, und sie brachen auf und gingen jeder seines Weges. Die Koalition, die Adonia geschmiedet hatte, hatte kein Rückgrat, kein Fundament. Als die erste Gefahr für ihr Königtum drohte, das sie sich ausgedacht hatten, fiel alles zusammen. Adonia aber fürchtete sich vor Salomo und machte sich auf, ging hin und ergriff die Hörner des Altars. Damit wollte er deutlich machen, dass er sozusagen Gnade erhoffte, dass er sich bei Gott Zuflucht und Schutz suchen wollte. Man meldete Salomo und sprach: „Siehe, Adonia fürchtet den König Salomo, und er hält sich an den Hörnern des Altars und sprich: Der König Salomo schwöre mir heute, dass er seinen Knecht nicht mit dem Schwert töten wolle.“ Und Salomo aber sprach: „Wenn er sich als rechtschaffener Mann erweist, so soll kein Haar von ihm auf die Erde fallen. Wird aber Böses in ihm gefunden, so muss er sterben.“ Der König Salomo sandte hin und ließ ihn vom Altar her abholen, und als er kam, fiel er vor dem König Salomo nieder. Salomo aber sprach zu ihm: „Geh hin in dein Haus!“

[5:26] Er erhält sozusagen eine Bewährungszeit, in der er jetzt zeigen kann, ob er wirklich sein Tun bereut oder ob es sich hierbei nur um ein Manöver handelt. Auch wir erhalten in unserem Leben eine Gnadenzeit, eine Bewährungszeit, in der wir zeigen können, ob wir wirklich unsere Sünden bereut haben, ob wir wirklich das Evangelium verstanden und angenommen haben, ob wir wirklich Gottes Geist im Herzen wirken lassen oder ob wir uns nur auf Gott und sein Evangelium berufen, um weiter in unseren Sünden leben zu können.

[5:59] Als nun die Zeit kam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: „Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei nun stark und sei ein Mann.“ Übrigens wird durch die Überschrift hier in der Schlachter-Bibel zumindest angedeutet, dass es seine letzten Anweisungen gewesen seien. Man könnte denken, dass es seine letzten Worte gewesen wären. Wir wissen aus 2. Samuel, dass seine letzten Worte andere gewesen sind. Also, es seien hier um Anweisungen, die er kurz vor seinem Tod gegeben hat, aber es sind nicht die allerletzten Worte, die er gesprochen hat. Das ist nur wichtig, auch im Hinterkopf zu behalten. „Und befolge die Anordnung des Herrn, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst, seine Satzungen, seine Gebote, seine Rechte und seine Zeugnisse hältst, wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, damit du Gelingen hast in allem, was du tust und wohin du dich wendest.“

[6:45] Das Erbe, das David seinem Salomo weitergeben konnte, war vielfältig, aber das Wichtigste, was er ihm mitgegeben hat, war, dass Erfolg im Leben – und zwar in jeder Hinsicht, geistlich und auch materiell, körperlich – in allen Bereichen unseres Lebens davon abhängt, ob wir Gottes Wort, Gottes Gebote beachten und von Herzen umsetzen. David hatte diesen Wunsch, dass sein Sohn das Wort Gottes beachtet und zur Richtschnur seines Lebens macht. Und wir sollten diesen Wunsch haben, dass nicht nur wir selbst dem Wort Gottes folgen, sondern dass wir es auch der nächsten Generation genau das weitergeben.

[7:34] Vielleicht gibt es heute eine Gelegenheit, jemandem, der jünger ist als wir, der zur nächsten Generation gehört, eine Ermutigung zu geben, sich an Gott zu orientieren, an seinem Wort festzuhalten und das zu tun, was er sagt, weil das der Schlüssel zu wahrem Glück und wahrem Erfolg ist. „Damit er sein Wort bestätigt, das über mich geredet hat, indem er sagte: Wenn deine Söhne auf ihre Wege achten, dass sie in Wahrheit vor mir wandeln mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, du solltest dir niemals“, sprach er, „an einem Mann fehlen auf dem Thron Israels.“

[8:04] Gott sehnt sich nicht nach Lippenbekenntnissen und formalem Gehorsam. Er sehnt sich nach Menschen, die von ganzem Herzen und von ganzer Seele sich für die Wahrheit interessieren und in der Wahrheit wandeln, mit Jesus wandeln, der die Wahrheit ist.

[8:25] „Du weißt aber auch, was Joab, der Sohn der Zeruja, getan hat, wie er an den beiden Heerführern Israels, an Abner, dem Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jeters, gehandelt hat, wie er sie umgebracht und so Kriegsblut inmitten im Frieden vergossen und Kriegsblut an seinen Gürtel gebracht hat, der um seine Lenden war, und an seine Schuhe, die an seinen Füßen waren. So handle nun nach deiner Weisheit und lass seine grauen Haare nicht in Frieden ins Totenreich fahren.“

[8:53] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte hilf uns, dass wir heute an diesem Tag von ganzem Herzen, von ganzer Seele deinen Geboten Folge leisten, dass wir in der Wahrheit wandeln, dass wir einen festen Halt an dir und an deinem Wort haben und dass wir erleben dürfen, dass du deine Gebote unserem Leben echten Segen und echten Erfolg schenkst. Dafür danken wir dir und bitten das im Namen Jesu. Amen.


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