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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 1. Korinther 1, 1-17 spricht Christopher Kramp über die Bedeutung der Einheit in der Gemeinde und die Gefahr von Spaltungen. Er beleuchtet, wie Paulus die Korinther ermahnt, sich nicht auf Menschen, sondern auf Christus zu konzentrieren. Die Predigt betont, dass wahre geistliche Einheit durch die Kraft des Evangeliums und die Fokussierung auf das Kreuz Christi entsteht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1, 1. Korinther 1, 1 bis 1, 17. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du uns durch die gute Nachricht, durch das Evangelium, im Glauben festigst, dass wir gestärkt werden, wenn wir uns mit dem beschäftigen, was Jesus für uns getan hat, wenn wir uns damit beschäftigen, wie sehr Jesus uns liebt und uns vergegenwärtigen, was Jesus jetzt für uns tut und was er alles mit uns noch erreichen möchte und welche großen Ziele mit uns hat. Herr, wir möchten heute auch in dein Evangelium hineintauchen, wir möchten verstehen, was du uns heute zu sagen hast. Wir möchten dir danke sagen, dass du es bist, der uns Kraft und Stärke und Zuversicht schenkt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:30] Amen. Wir beginnen heute den ersten Korintherbrief. Paulus war in Ephesus, er schreibt dann die Gemeinde in Korinth, die er ja selbst gegründet hat, als auf seiner zweiten Missionsreise auch nach Korinth in im südlichen Griechenland, in der Provinz Achaja, gekommen war. Wir fangen direkt an in Vers 1 und dort Vers 1: „Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen.“ Da bezieht er sich natürlich auf die besondere Erfahrung auf dem Weg nach Damaskus. Und Sosthenes, der Bruder, an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist. Paulus schreibt diesen Brief mit jemand anderem, der hier ihm an seiner Seite ist, nämlich Sosthenes. Und er schreibt den Brief an die Gemeinde in Korinth. Korinth war damals eine große und wichtige Hafenstadt in Griechenland und damit im römischen Imperium, die auch gerade wegen ihrer Unmoral, wie das große Hafenstadt, auf besonders an sich haben berüchtigt gewesen ist. Er schreibt in die Gemeinde Gottes, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die Berufenen, Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. Das erinnert uns sehr an die Einleitung auch im Römerbrief, hier etwas kürzer gefasst, ohne eine schon Zusammenfassung des Evangeliums, wie das im Römerbrief der Fall gewesen ist. Aber auch hier wird die Gemeinde beschrieben als Geheiligte. Und wir werden im Laufe des Korintherbriefes sehen, dass das nicht bedeutet, dass die alle schon sündlos gewesen sind, sondern die sind durch die Gegenwart Gottes in ihrem Leben, durch die durch die Tatsache, dass die Gemeinde Gottes, Volk Gottes sind, geheiligt und brauchen noch eine fortwährende Heiligung in ihrem Leben. Das ist einer der Punkte, die Paulus in diesem Korintherbrief auch deutlich ansprechen wird. Und es wird deutlich, dass dieser Brief nicht nur an die Gemeinde an Korinth gedacht gewesen ist, sondern dass das, was er dort anspricht, auch vielen anderen zum Segen sein soll. Wir werden noch sehen, dass Paulus durchaus die Angewohnheit hatte, dass Briefe, die an eine bestimmte Gemeinde geschrieben worden sind, auch woanders gelesen werden sollten. Es handelt sich also durchaus um einen Brief, der, obwohl er sich speziell an die Gemeinde Korinth richtet und auch bestimmte Situationen dort aufgreift, wie wir sehen werden, von allgemeinem Interesse ist und für alle Menschen aller Zeitalter gilt, die Jesus nachfolgen, wie auch der Römerbrief.

[4:17] Handelt es sich um einen Brief und deswegen haben wir diese typische Briefformel in Vers 3, wie sie so gut wie in allen Briefen des Neuen Testamentes vorkommt, in der einen oder anderen Form: „Ich danke meinem Gott alle Zeit euren wegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus gegeben ist.“ Wieder, wie im Römerbrief, fängt Paulus an, obwohl er eine ganze Reihe von Dingen hat, die ihm wirklich auf dem Herzen liegen, wie wir gleich noch sehen werden oder wie wir dann im Laufe der nächsten Tage sehen werden. Er fängt trotzdem damit an, Gott zu danken, dass ihr in allem reich gemacht worden seid in ihm, in allem Wort und in aller Erkenntnis, wie denn das Zeugnis von Christus in euch gefestigt worden ist, sodass ihr kein Mangel habt an irgendeiner Gnadengabe, während ihr die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet, der euch auch fest machen wird bis ans Ende, so dass ihr unverklagbar seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

[5:22] Obwohl Paulus wirklich, und das werden wir gleich noch sehen, wichtige Anliegen hat, die ihm auf dem Herzen brennen, versäumt er es nicht, Gott zuerst zu danken. Und das sollte uns auch eine Lehre sein, die wir uns vornehmen wollen: Gott zuerst zu danken, dass das auch dann gilt, wenn wir wirklich ernste Anliegen haben, die uns auf der Seele brennen. Und wir lernen etwas über die Gemeinde hier, die tatsächlich das Wort Gottes verstanden hat, die geistliche Erkenntnis bekommen hat. Wir lernen hier, dass sie gestärkt und gefestigt worden sind in Christus, dass sie also nicht mehr nur in den Anfangsgründen sich bewegen, sondern dass ihre geistliche Erkenntnis vertieft worden ist, dass die geistlichen Gaben bei ihnen in Fülle vorhanden sind, dass es nicht eine Gnadengabe gibt, die ihnen fehlt. Und Paulus spricht an verschiedenen Orten auch von diesen Gnadengaben. Wir werden dazu auch noch mehr lesen. Und es ist eine Gemeinde, die tatsächlich an die Wiederkunft Jesu glaubt. Das übrigens auch ein interessanter Punkt, dass wenn uns die Wiederkunft Jesu nähern, wir auch erwarten sollten, dass die Gemeinde Gottes auch die Gnadengaben des Heiligen Geistes in ihrer Mitte hat und diese Gaben vorhanden sind. Er, Jesus, wird uns festmachen und nicht nur das, er wird uns sogar unverklagbar machen, sodass wir im Gericht keine Verurteilung mehr befürchten müssen, weil Jesus uns mit seiner zugerechneten und verliehenen Gerechtigkeit unsere Vergangenheit reingewaschen hat und uns ein neues Herz geschenkt hat, den Charakter verändert hat. Es ist Gottes Treue, die er lobt und die die Grundlage unserer Erlösung ist.

[7:14] Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, Kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltung unter euch zulässt, sondern vollkommen in euch, vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung. Hier spricht Paulus das erste Kernthema an, das ihm hier in diesem Korintherbrief, diesem ersten Korintherbrief, sehr wichtig ist: Die Gemeinde darf sich nicht spalten. Es braucht eine echte geistliche Einheit, so wie sie Jesus in Johannes 17 doch so deutlich gebetet hat. Die das Erkennungsmerkmal der wahren Gemeinde Gottes ist. Mir ist nämlich, meine Brüder, durch die Leute der Chloe bekannt geworden, dass Streitigkeiten unter euch sind. Ich rede aber davon, dass jeder von euch sagt: Ich gehöre zu Paulus, ich hab zu Apollos, ich hab zu Kephas, ich hab zu Christus. Man hat also, weil man von verschiedenen Evangelisten besonders geprägt worden ist, weil man vielleicht einen besonderen Lieblingsprediger gehabt hat, die einen mochten den Apollos besonders, der so brennend dem Geist mit großer Rhetorik das Evangelium predigte. Andere mochten den Paulus vielleicht aufgrund seiner tiefen theologischen Erkenntnis. Andere vielleicht den Kephas, der so lebendig und kraftvoll erzählen konnte, was er mit Jesus persönlich erlebt hat. Und so gab es verschiedene Präferenzen. Das führte zu Spaltung in der Gemeinde. Ist Christus denn zerteilt? Etwa Paulus vor euch gekreuzigt worden? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?

[8:43] Interessant ist, wie Paulus das Ganze hier angeht. Er macht ganz deutlich: Jesus ist nicht auf derselben Stufe wie Paulus, Johannes, Apollos. Jesus ist nicht nur einer von vielen, sondern es ist Jesus allein. Und wir finden, wir sehen das Taktgefühl von Paulus, indem er nicht sagt: Ist Petrus vor euch gestorben? Oder Apollos vor euch gekreuzigt worden? Sondern er verwendet hier an dieser Stelle immer wieder Paulus, und um damit ganz besonders den seinen eigenen Fans entgegenzutreten. Ich danke Gott, dass ich niemand von euch getauft habe, außer Christus und Gaius. Den Gaius, wahrscheinlich derselbe Gaius, den wir im Römerbrief kennengelernt haben, der derjenige war, der die Gemeinde und auch Paulus beherbergt hat. So kann doch niemand sagen, ich hätte auf meinen Namen getauft. Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft. Sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemand getauft habe. Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen. Und zwar nicht in Redeweisheit, also nicht mit rhetorischen Tricks und Raffinessen, die damals in der Zeit der Griechen und Römer so hoch angesehen waren, die die Rhetorik, damit nicht das Kreuz des Christus entkräftet wird.

[10:00] Paulus sagt ganz deutlich: Meine Aufgabe ist es nicht, Menschen zu mir zu ziehen. Es ist nicht meine Aufgabe, einen Club zu gründen von Leuten, die mich mehr mögen als andere. Apostel ist nicht meine Aufgabe, mit besonderer Rhetorik Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen, sondern er sagt: Meine Aufgabe ist es, das Kreuz des Christus emporzuheben, damit die Kraft des Evangeliums sich entfaltet. Und hier sehen wir, dass wenn wir uns selbst vor das Kreuz stellen und Leute auf uns hinweisen, dann nehmen wir dem Evangelium die Kraft. Möge Gott uns davor bewahren, dass wir das in unserem Leben tun.

[10:32] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte vergib uns, wo wir zu sehr auf Menschen geschaut haben, wo wir uns vielleicht an Menschen gestoßen haben oder andere zu sehr erhoben haben, dass wir Jesus aus den Augen verloren haben. Gibt, dass es in unseren Gemeinden keine Spaltung gibt, dass wir nicht menschlichen Meinungen folgen, dass wir nicht Lieblingsprediger haben und uns in menschlichen Gruppierungen aufteilen, so dass wir zueinander halten, erfüllt von deinem Heiligen Geist und echte geistliche Einheit in unseren Familien und unseren Gemeinden erleben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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