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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp die Bedeutung der Geistesgaben im Lichte von 1. Korinther 12. Er betont, dass alle Gaben vom Heiligen Geist kommen und dem Aufbau der Gemeinde dienen. Dabei wird die Einheit im Leib Christi hervorgehoben, wo jedes Glied seine spezifische Rolle hat und für die anderen sorgt. Die Predigt ermutigt dazu, die Vielfalt der Gaben wertzuschätzen und Spaltungen zu vermeiden, um gemeinsam Christus zu ehren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit 1. Korinther Kapitel 12. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir dankbar sein, danke sagen, dass Jesus für uns gestorben ist und dass wir jeden Tag uns daran erinnern dürfen, dass dein Heiliger Geist uns immer wieder die Wahrheit des Evangeliums vor Augen führt und uns ausrüstet, um diese Dinge auch anderen Menschen weiterzugeben. Wir möchten dich bitten, dass du auch heute uns unterrichtest, dass du unser Lehrer bist, dass du uns zeigst, was wir verstehen müssen. Wir wollen dir danke sagen für alles, was wir verstehen dürfen und ich bitte dich, dass du nach deiner Verheißung dein Wort nicht leer zurückkehren lässt, sondern ausführen wirst, wozu du es gesandt hast. Sprich durch den Heiligen Geist heute zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:27] Wir sind in Korinther Kapitel 12. Paulus möchte den Korinthern, die früher einmal Götzendiener gewesen sind, etwas mehr erklären über das Wirken des Heiligen Geistes, insbesondere die Geistesgaben, die durch die Verleihung mit des Heiligen Geistes der Gemeinde gegeben sind. Er macht zunächst deutlich, dass es allein im Heiligen Geist möglich ist, Jesus wirklich als Herrn zu erkennen. Und wer vom Heiligen Geist erfüllt ist, der wird nicht gegen Jesus sein und nicht Jesus verfluchen. Es ist also ganz wichtig zu verstehen: Der Heilige Geist und Jesus sind eine untrennbare Einheit. Alles, was vom Geist kommt, ist auch für Jesus. Und alles, was gegen Jesus, sein Wort, sein Wirken ist, ist nicht vom Heiligen Geist. Und daran kann man auch heute erkennen, wenn Leute behaupten, im Heiligen Geist zu wirken oder zu reden, aber Dinge sagen, die gegen das sind, was Jesus gesagt hat, dürfen wir wissen, dass es nicht vom Heiligen Geist ist.

[2:31] Vers 4 in 1. Korinther 12: „Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch es ist derselbe Geist. Es gibt verschiedene geistliche Gaben, aber sie kommen alle vom Heiligen Geist. Auch gibt es unterschiedliche Dienste, doch es ist derselbe Herr, so wie es auch in der Gemeinde verschiedene Aufgaben gibt, die doch alle von Jesus gelenkt und geleitet werden. Und auch die Kraftwirkungen sind unterschiedlich, doch es ist derselbe Gott, der alles in allen wirkt.“ Hier haben wir auch dreimal denselben Gedanken: Einmal mit dem Heiligen Geist, einmal mit Jesus, einmal mit Gott dem Vater. Auch das ein trinitarischer Vers, der die Dreieinigkeit beschreibt, wie sie biblisch gedacht ist.

[3:07] Jedem wird aber das offensichtliche Wirken des Geistes zum Nutzen verliehen. Wenn der Heilige Geist wirkt in einem Menschen, dann immer, damit andere auch etwas davon haben. Der Heilige Geist erfüllt einen Menschen niemals, damit er sich selbst einfach nur einen Nutzen ist und für sich selbst irgendetwas dann kann oder hat, sondern immer zum Segen für andere. Daran kann man auch das ein ganz wesentliches Merkmal des Heiligen Geistes: Es führt immer dazu, dass anderen auch geholfen wird.

[3:37] Dem einen nämlich wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber ein Wort der Erkenntnis gemäß demselben Geist. Es ist der Heilige Geist, der uns wirklich Weisheit schenkt, kluge Entscheidungen fällen zu können und anderen vielleicht auch einen guten Rat zu geben. Es ist der Heilige Geist, der uns theologische Erkenntnis schenkt, Einsichten, die unser Bild von Gott, unser Verständnis von Gott vertiefen, den Erlösungsplan klarer machen.

[4:00] Einem anderen Glauben in demselben Geist. Wenn jemand mit besonderem Glauben vorangeht und besondere Erfahrung macht, dann ist es nur möglich durch den Heiligen Geist. Einem anderen Gnadengaben der Heilung in demselben Geist. Wenn jemand anderen in Krankheiten und Gebrechen, die jemand hat, helfen kann, dann geschieht das durch den Heiligen Geist. Einem anderen Wirkung von Wundern, einem anderen Weissagung, einem anderen Geister zu unterscheiden, einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen die Auslegung der Sprachen.

[4:28] Der Heilige Geist gibt viele Gaben, die in der Gemeinde in Korinth alle auch gegenwärtig gewesen sind, wie wir im ersten Kapitel lesen konnten. Darunter war auch die Gabe der Weissagung, der Geist der Weissagung, die Gabe der Prophetie. Da war auch die Gabe, in verschiedenen Sprachen zu sprechen, um nämlich anderen Menschen, die kein Griechisch konnten oder kein Aramäisch, das Evangelium weiterzugeben. Es war auch die Fähigkeit vorhanden, Sprachen dann übersetzen zu können.

[5:00] Somit, äh, genau diese Kommunikationshindernisse, die durch die vielen Sprachen ja bestanden, überwunden werden konnten. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der jedem persönlich zuteilt, wie er will. Hier sehen wir auch, dass der Heilige Geist eine Persönlichkeit hat, er ist eine Person. Ansonsten könnte er nicht persönlich zuteilen, wie er die Gaben verteilen möchte.

[5:23] Welche Geistesgaben du und ich erhalten haben, das ist die Entscheidung des Heiligen Geistes gewesen. Er hat uns Gaben gegeben, und das sollte uns äh auch demütig stimmen und auch dankbar machen. Und das sollte uns zeigen, dass auch wichtig ist, dass die Persönlichkeit des Heiligen Geistes von uns geglaubt wird, weil es ja dieser Heilige Geist ist, der uns persönlich die verschiedenen Gaben gegeben hat.

[5:47] Denn gleich wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des einen Leibes aber, obwohl es viele sind, als Leib eins sind, so auch der Christus. Paulus gebraucht ein Bild, das an verschiedenen Stellen verwendet, nämlich dass die Gemeinde ein Körper ist, verschiedene Körperteile haben, aber doch ein gemeinsames, einigendes Band, und das ist Jesus. Die Gemeinde wird durch Jesus zusammengehalten, denn wir sind ja alle durch einen Geist in einen Leib hineingetauft worden, ob wir Juden oder Griechen, Knecht oder Freie, und wir sind alle getränkt worden zu einem Geist.

[6:28] Derselbe Heilige Geist, derselbe Jesus, egal aus welcher Kultur wir kommen. Wir sind alle Teil einer Gemeinde, denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Wir sehen an unserem Körper, dass nicht alle Körperteile gleich groß sind, die gleichen Aufgaben haben. Wenn der Fuß spricht: „Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib“, gehört er deswegen etwa nicht zum Leib? Und wenn das Ohr spricht: „Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib“, gehört es deswegen etwa nicht zum Leib?

[6:57] Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn der ganz Ohr wäre, wo bliebe der Geruch? Paulus zeigt dir also ganz plastisch etwas Offensichtliches: Wir brauchen die verschiedenen Körperteile, verschiedenen Organe, damit der Mensch ein Ganzes ist. Alles ist aufeinander angewiesen.

[7:16] Nun aber hat Gott die Glieder, jedes Einzelne von ihnen, so im Leib eingefügt, wie er gewollt hat. Es ist so, wie Gott den menschlichen Körper geschaffen hat und überlegt hat, warum wir zehn Finger haben, aber nur zwei Ohren. So gibt Gott auch verschiedene geistliche Gaben in der Gemeinde.

[7:32] Aber alles ein Glied wäre, wo bliebe der Leib? Nun aber gibt es zwar viele Glieder, doch nur einen Leib. Die verschiedenen geistlichen Gaben dürfen nicht dazu führen, dass die Gemeinde gespalten wird. Die Vielfalt der Fähigkeiten, die Vielfalt der Aufgaben in der Gemeinde darf niemals dazu führen, dass die Einheit verloren geht.

[7:52] Und das Auge kann nicht zur Hand sagen: „Ich brauche dich nicht“, oder das Haupt zu den Füßen: „Ich brauche euch nicht.“ Viel mehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig, und die Glieder am Leib, die wir für weniger ehren halten, umgeben wir mit desto größerer Ehre. Und umso weniger und unsere weniger anständigen erhalten umso größere Anständigkeit, denn unsere anständigen brauchen es nicht.

[8:15] Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem geringeren Glied umso größere Ehre gab. Paulus möchte deutlich machen: Wir brauchen einander. Und gerade die Körperteile, die wir vielleicht für, die uns vielleicht ein bisschen mit Scham erfüllen, um die kümmern wir uns ganz besonders. Und genau das ist der Punkt, den Paulus machen möchte: Gerade die Geschwister in der Gemeinde, die vielleicht nicht so hervorstechende, großartige Fähigkeiten haben, gerade sie sind besonders wichtig in der Gemeinde. Und gerade sie hat Gott mit besonderer Ehre umgeben, damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichermaßen füreinander sorgen.

[8:59] Das ist das große Anliegen von Paulus: Kein Streit. Seit dem ersten Kapitel möchte er von verschiedenen Seiten beleuchtet, immer wieder kommt er darauf zurück, diesen Punkt deutlich zu machen: Es soll keine Spaltung geben. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit. Und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. In einer gesunden Gemeinde leiden alle mit dem Leidenden und freuen sich alle mit dem, der geehrt wird.

[9:22] Ihr aber seid der Leib des Christus und jeder ist ein Glied daran nach seinem Teil. Lieber Freund, liebe Freundin, du bist auch Teil des Leibes Christi, wenn du durch Glauben und Taufe Teil der Gemeinde geworden bist. Hast du eine Aufgabe. Sie ist vielleicht anders als die, die ein anderer hat. Und wir dürfen niemals auf andere herabschauen und sagen: „Aber meine Aufgabe ist wichtiger. Was braucht man schon diese Aufgabe?“ In Wirklichkeit sind alle Aufgaben entscheidend.

[9:51] Wir neigen dazu als Menschen, dass wir unsere eigenen Fähigkeiten immer als besonders wichtig achten und die von anderen als eher vernachlässigt. Aber genau das führt dann zu Tung, das führt dann zu Trennung. Genau das ist das fleischliche Denken, das Paulus hier in dem Korintherbrief immer wieder anspricht und korrigieren möchte, durch einen Hinweis auf das Wirken des Heiligen Geistes, der nämlich Einheit bewirkt.

[10:15] Ihr aber seid der Leib des Christus und jeder ist ein Glied daran nach seinem Teil. Und Gott hat in der Gemeinde etliche eingesetzt. Jetzt wird er ganz konkret und gibt verschiedene geistliche Gaben: Erstens als Apostel, zweitens als Propheten, drittens als Lehrer, so dann Wunderkräfte, dann Gnadengaben der Heilung, der Hilfeleistung, also auch Diakonie ist eine Gnadengabe, die notwendig ist und die einige ganz besonders bekommen haben, der Leitung, verschiedene Sprachen, Gemeindeleitung ist eine geistliche Gabe und soll auch geistlich ausgeführt werden.

[10:49] Und so weiter. Sind etwa alle Apostel? Sind etwa alle Propheten? Sind etwa alle Lehrer? Haben etwa alle Wunderkräfte? Haben alle Gnadengaben der Heilung? Reden alle Sprachen? Können alle auslegen? Das zeigt auch, dass niemand eine geistliche Gabe als Test des Glaubens gemacht werden kann.

[11:03] In der charismatischen Bewegung gibt es die sogenannte Zungenrede, die keine biblische Zungen, also keine biblische Sache ist. Das werden wir auch noch mal dann in 1. Korinther 14 deutlicher sehen. Die biblische Zungengabe war es ja, die Fähigkeit, andere reale Sprachen zu sprechen, um des Evangeliums willen. Aber dort in der charismatischen Bewegung gibt es oft diese Idee, dass erst wenn jemand eine bestimmte vermeintliche geistliche Gabe hat, dass er dann überhaupt erst das ein Beweis des Glaubens. Und das widerspricht so deutlich dem dem Evangelium hier in Korinther, dass man schon daran sehen kann, dass das ganze Konzept dort nicht dem neutestamentlichen Evangelium entspricht.

[11:41] Strebt aber eifrig nach den vorzüglicheren Gnadengaben, und ich will euch einen noch weit vortrefflicheren Weg zeigen. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir durch deine Gnade und durch deine Güte Teil der Gemeinde Gottes sein dürfen. Und Herr, vergib uns, wo ich und wo wir als Teil dieses Leibes uns über andere hoben haben, wo wir unsere Fähigkeiten, unsere Aufgaben, unsere Beiträge für wichtiger geachtet haben als die von anderen und nicht verstanden haben, dass wir alle notwendig sind.

[12:22] Und dass wir nur in der vom Geist geführten Einheit wirklich unsere Aufgaben überhaupt richtig erfüllen können. Herr, schenk uns einen Blick dafür, wie wertvoll und wichtig die geistlichen Gaben von anderen sind, dass wir mit ihnen so zusammenarbeiten, dass wir alles zusammenführen, dass Gott, dass du alles zusammenführen kannst durch deinen Heiligen Geist, dass Christus geehrt wird durch unser Leben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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