In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp anhand von 1. Korinther 2:14-3:21, wie wichtig die geistliche Perspektive im Leben eines Christen ist. Er beleuchtet, dass wahre Weisheit von Gott kommt und nicht durch menschliche Intelligenz erlangt werden kann. Die Predigt betont, dass alle Gläubigen Gottes Tempel sind und sich nicht von Menschen abhängig machen, sondern sich auf Jesus Christus als einzigem Fundament konzentrieren sollen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Korinther 2:14-3:21
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. KorintherPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite.
[0:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass jeder von uns verstehen kann, wie du bist und wie deine Regierung funktioniert und was dein größter Wunsch ist, nämlich uns zu retten. Danke, Herr, dass du deinen Heiligen Geist gesandt hast, um uns das zu zeigen. Und wir bitten dich von ganzem Herzen, dass du auch heute durch den Heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast und dass wir geistliches in einem geistlichen Auge erkennen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:17] Wir sind in Korinther 2. Paulus macht deutlich, dass er und implizit natürlich auch die anderen Apostel und Missionare ihr Evangelium nicht durch menschliche Weisheit, nicht durch Rhetorik gepredigt haben, sondern durch Gottes Geist. Es ist Gottes Geist allein, der uns befähigt, das Evangelium überhaupt zu verstehen. Es ist nicht etwas, was man angelernt hat, etwas, was man einfach nur durch kluges Nachdenken kombinieren konnte, sondern es ist etwas, das der Heilige Geist uns offenbaren musste. Nur er kennt Gott wirklich. Und geführt vom Heiligen Geist können wir dann geistliche Dinge auch geistlich verstehen.
[2:02] Wir lesen weiter in Vers 14: „Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.“ Nur jemand, der den Heiligen Geist auch hat, kann auch geistliche Dinge wirklich verstehen. Ein Mensch, der das Evangelium ablehnt, dem erscheint das Evangelium auch nicht besonders sinnvoll. Wir haben gesehen schon in Kapitel 1, dass die Weltmenschen die Botschaft von der Kreuzigung Jesu als der Rettung der Welt für eine Dummheit gehalten haben, für eine Torheit. Sie konnten nicht vorstellen, wie ein Mensch, der als Verbrecher gekreuzigt worden ist, Menschen vom Tod erlösen könnte. Aber tatsächlich ist genau das der Fall. Und jemand, der mit geistlichen Augen auf den Tod Jesu blickt, der erkennt die ganze Kraft, die Gott in diese Botschaft hineingelegt hat.
[2:57] Der geistliche Mensch dagegen beurteilt zwar alles, er selbst jedoch wird von niemand beurteilt. Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, dass sie ihn belehre? Wir aber haben den Sinn des Christus. Wer eine geistliche Perspektive hat, der hat die entscheidende Perspektive in diesem Leben. Wer eine geistliche Perspektive hat, die von Gott geführt und geleitet wird, und dem entgeht dann nichts, was für seine Erlösung und für sein ewiges Leben notwendig wäre.
[3:34] Wer eine geistliche Perspektive hat, der muss nicht bei ungeistlichen Quellen sich belehren lassen, sondern er kann sich vom Geist führen lassen in dem, was vom Heiligen Geist inspiriert worden ist. Und ich meine, Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu geistlichen, sondern als zu fleischlichen Menschen, als zu unmündigen in Christus. Paulus sagt, als er dort in Korinth die Gemeinde gründet hat, waren viele in der Gemeinde eben noch nicht bereit, geistliche Dinge so richtig geistig zu verstehen. Und das ist das Problem, das die Korinther haben, dass sie oft noch als fleischliche Menschen eben zu solchen fleischlichen Gedankengängen neigen. Nämlich: „Das ist mein Lieblingsprediger, das ist der Paulus, dem folge ich. Du folgst aber dem Apollos.“ Und so entstehen diese Spaltungen, weil das unter Menschen, die nicht geistlich denken, ganz typisch ist.
[4:24] „Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht feste Speise, denn ihr konntet sie nicht vertragen. Ja, ihr könnt sie auch jetzt noch nicht vertragen.“ Er sagt also, er hat mit einfachen Dingen angefangen und selbst jetzt nach einiger Zeit gibt es noch großen Nachholbedarf bei den Korinthern. Denn ihr seid noch fleischlich. Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise? Nun, wir sollten diesen Vers genau lesen und nachdenken: Wenn es in unseren Gemeinden Eifersucht, Streit und Zwietracht gibt, sind wir dann wirklich geistlich oder sind wir nicht genauso fleischlich wie die Korinther und wandeln wir dann nicht genauso wie der Rest der Welt, auch nur, dass wir eine widerspruchsfreie Theologie haben, die aus der Bibel kommt? Lass uns darüber nachdenken, ob wir fleischliche Christen sind, die die Theorie des Evangeliums bejahen, oder für geistliche Christen sind, die geistlich denken und sich nicht mehr in Spaltungen und Gruppen einteilen und die nicht mehr in Streit und Zwietracht leben.
[5:32] Denn wenn einer sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, der andere aber: „Ich zu Apollos“, seid ihr da nicht fleischlich? Genau das ist ja das, was Menschen heute auch tun. Wer ist denn Paulus und wer Apollos? Was sind sie anders als Diener, durch die ihr gläubig geworden seid? Und zwar, wie es der Herr jedem gegeben hat. Es ist Gottes Geschenk, und sie sind Gott verantwortlich. „Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Gedeihen gegeben.“
[5:57] Wir haben gesehen, dass Paulus in der zweiten Missionsreise in der Apostelgeschichte haben wir das gesehen, in der zweiten Missionsreise in Korinth die Gemeinde gegründet hat. Wir haben gesehen, wie dann Paulus auf dem Rückweg in Ephesus kurz Stopp gemacht hat, dort Priskilla und Aquila zurückgelassen hat und dort Apollos dann in Ephesus gewirkt hat, unterrichtet von den beiden, um dann nach Achaia zu gehen und offensichtlich dann auch in Korinth einen guten und wichtigen Dienst zu vollbringen, über den Paulus hier spricht. Aber letztendlich ist jeder Paulus, Apollos, nur ein Rad im großen Getriebe, das allein Gott unter Kontrolle hat.
[6:37] So ist auch heute so jeder im Werk Gottes, sei ein Prediger, ein Evangelist, sei ein Diakon in seiner Gemeinde, einer, der Musik macht, in welcher Form auch immer wir uns einbringen. Jeder von uns hat eine Aufgabe und niemand ist so entscheidend, dass wir uns an ihn hängen und kleben sollten, sondern wir gehören Gott. Es ist Gott, der uns den Glauben geschenkt hat. So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher begießt, so, sondern Gott, der das Gedeihen gibt. Der aber, welcher pflanzt, und der, welcher begießt, sind eins. Jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen, entsprechend seiner eigenen Arbeit. Gott wird jeden einzelnen auch belohnen für das, was er getan hat.
[7:15] Aber aus der Perspektive der Gemeinde muss es keine Spaltung geben, denn sie haben zusammen gearbeitet. Vielleicht haben sie zu unterschiedlichen Zeiten gearbeitet, vielleicht haben sie unterschiedliche Persönlichkeiten, vielleicht fühlt man sich dem einen menschlich gesehen näher als dem anderen. Aber geistlich gesehen ist es wichtig zu verstehen, dass jeder menschliche Mitarbeiter im Werk Gottes nur ein Diener ist und dass Jesus Christus der Herr in der Gemeinde ist.
[7:38] Wir dürfen uns niemals an einen Menschen hängen, denn wir sind Gottes Mitarbeiter. Ihr aber seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. Paulus verwendet zwei Bilder: das Bild eines Hausbaus und das Bild eines Ackers. Und jeder Missionar beackert den Acker und baut am Haus. Aber der Besitzer ist immer Gott. Gemäß der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt. Ein anderer aber baut darauf. Jeder aber gebe acht, wie er darauf aufbaut.
[8:08] Er sagt: „Ich habe mit Gottes Gnade das Fundament gelegt“, denn Paulus war derjenige, der die Gemeinde gegründet hat. Er war der erste, er war der Pionier sozusagen in Korinth, und andere bauen darauf auf. Andere Mitarbeiter kommen und gehen, und sie bauen auf diesem Fundament auf. Und Paulus sagt, es ist wichtig, wie wir darauf bauen, denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
[8:30] Paulus war der in Korinth und Paulus hat ganz deutlich gemacht durch sein Verhalten: Es ist nicht meine Person, es ist nicht die Gemeinde des Paulus, es ist die Gemeinde Jesu Christi. Deswegen sagt er ganz deutlich: „Ich habe als weiser Baumeister den Grund gelegt, den niemand anders legen kann, keinen anderen Grund, als man. Ich habe einen Grund gelegt, der so ist, dass man keinen anderen Grund legen kann.“ Wollte ich sagen, nämlich Jesus Christus. Er ist der Grund.
[8:54] Und deswegen ist es wichtig, wie wir auf diesen Grund weiter aufbauen. Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welche Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. Die Gemeinde wird weitergebaut, auch wenn Paulus nicht mehr da ist, und jeder bringt etwas dazu. Manche bringen wertvolle Gegenstände, manche wertlose oder weniger wertvolle. Und es das Gericht Gottes wird zeigen, was Bestand hat und was keinen Bestand hat.
[9:29] Nicht alle, die an der Gemeinde mitbauen, tun vielleicht der Gemeinde etwas Gutes, aber das Gericht Gottes offenbart, dass, wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemand das Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.
[9:48] Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass der Geist Gottes in euch wohnt? Es ist also nicht nur irgendein Haus, das dort gebaut wird, es ist der Tempel Gottes, die Gemeinde Gottes, ist der geistliche Tempel und Gottes Geist möchte in der Gemeinde wohnen. Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig und der seid ihr.
[10:16] Wenn also ein Mitarbeiter, wenn jemand kommt und an der Gemeinde bauen will, der die Gemeinde in der Gemeinde wirkt und dabei aber schlechte Dinge tut und den Tempel Gottes verdirbt, dann ist das etwas, das Gott rächen wird. Er wird dafür sorgen, dass so jemand dann verloren geht, oder er wird bestraft.
[10:39] Niemand betrüge sich selbst. Wenn jemand unter euch sich für weise hält in dieser Weltzeit, so werde er töricht, damit er weise werde. Wenn jemand denkt: „Meine intellektuellen Fähigkeiten sorgen dafür, dass ich mich über die anderen der Gemeinde erhebe“, sagt Paulus, das ist gefährlich. Wenn du wirklich weise werden willst, werde nach menschlichem, weltlichem Ermessen töricht, glaube wie ein Kind, und dann bist du wirklich weise.
[11:09] Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. Denn es steht geschrieben: „Er fängt die Weisen in ihrer List.“ Und wiederum: „Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.“ Vor Gott ist alle menschliche Intelligenz, alle menschliche Philosophie, alle menschliche Wissenschaft, so sie nicht auf Gottes Wort und seinen Prinzipien beruht, nichts.
[11:32] Und deswegen sollten wir uns nicht einbilden, weil wir vielleicht intellektuell oder akademisch einen bestimmten Grad haben, eine bestimmte Bildung haben, dass wir in der Gemeinde ein größeres Sagen haben sollen, dass wir größeren Einfluss haben sollten. Es geht um Gottes Geist, und den kann jeder haben, egal wie groß ein IQ ist und egal wie viel er studiert hat.
[12:00] Mag so rühme sich nun niemand irgendwelche Menschen, denn alles gehört euch. Paulus bringt die Schlussfolgerung: Niemand soll sich rühmen, einem Menschen anzugehören. Denn das, was Paulus den Korinthern gepredigt hat, das, was Apollos ihnen gezeigt hat, was man von Petrus erfahren konnte, all das konnte man auch selbst von Jesus bekommen. Man ist niemals im wahren Evangelium abhängig von einem anderen Menschen.
[12:29] 11 Vers 99 sagt: „Ich bin verständiger geworden als alle meine Lehrer, denn über deine Zeugnisse sinne ich nach.“ Und das wollen auch wir tun. Wir wollen dankbar sein für jeden, für jeden Paulus, jeden Apollos in unserem Leben, aber niemals vergessen, dass es Jesus allein ist, der uns zum Glauben geführt hat.
[12:47] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, vergib, wenn wir in unserem eigenen Glaubensleben zu sehr auf einzelne Menschen geschaut haben, denen wir über die Maßen vertraut haben und wo wir gedacht haben, dass ohne sie wir vielleicht nie zum Glauben gekommen wären. Aber Herr, du hast tausend Wege, von denen wir nichts wissen, und wir sind dankbar für jeden Diener, den du in dein Werk gestellt hast. Wir sind dankbar für jeden, der das Wort Gottes erklärt, wir sind dankbar für jeden, der sich einsetzt für den Bau der Gemeinde Gottes, an den Tempel, dem Geistlichen, den wir gelesen haben. Wollen uns niemals von Menschen abhängig machen. Wir wissen, dass alles, was uns Menschen zeigen, du uns auch zeigen kannst. Und wir wollen uns von anderen Menschen zu dir führen lassen und bei dir bleiben und uns nicht von Menschen abhängig machen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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