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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Rettung Lots aus Sodom und Gomorra sowie die folgenschwere Sünde seiner Töchter. Er analysiert Abrahams wiederholten Fehler mit Sara in Gerar und Gottes Eingreifen. Das Video zeigt auf, wie menschliche Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben und wie Gott auch durch unvollkommene Menschen wirkt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:34] Hallo Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 20.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Danke, dass du uns retten möchtest, und wenn wir jetzt dein Wort lesen, dann sprichst du zu uns. Im Namen Jesu, Amen.

[0:50] Wir sind in 1. Mose 19. Gerade ist Lot gerettet worden aus dem Untergang von Sodom und Gomorra. In Vers 28 heißt es: "Und er blickte – das ist Abraham hier – und er blickt hinab auf Sodom und Gomorra und auf das ganze Land jener Gegend und sah sich um, und siehe, ein Rauch ging auf von dem Land, wie der Rauch eines Schmelzofens."

[1:14] Es geschah, als Gott die Städte in jener Ebene verderbte, da gedachte Gott an Abraham und er führte Lot mitten aus dem Verderben, als er die Städte verderbte, in denen Lot gewohnt hatte.

[1:25] Klingt ein bisschen wie das, was wir gelesen haben bei Noah, als mitten in der Sintflut es heißt, dass Gott an Noah gedachte. Egal wie schlimm alles um uns herum sein mag, egal in welcher Entscheidung wir auch leben mögen, wie schlimm die Endzeit auch sein mag, Gott wird an uns gedenken.

[1:43] Vers 30: "Und Lot ging von Zoar hinauf und blieb mit seinen beiden Töchtern auf dem Bergland, denn er fürchtete sich, in Zoar zu bleiben, und er wohnte mit seinen Töchtern in einer Höhle."

[1:54] Es ist interessant, er hatte sich gefürchtet, in die Berge zu gehen, was Gott ihm empfohlen hatte. Dann war das so gegangen, und dann hat er doch wieder Angst gehabt in Zoar. Wenn wir eigene Pläne verfolgen, dann werden wir am Ende doch irgendwo wieder dort enden, wo Gott uns eigentlich haben wollte. Das, was wir selbst denken, was am besten für uns ist, ist in Wirklichkeit gar nicht gut für uns.

[2:15] Da sprach die ältere zu der jüngeren: "Unser Vater ist alt, und es ist kein Mann mehr auf der Erde, der zu uns kommen könnte nach der Weise aller Welt. So komm, wir wollen unseren Vater Wein zu trinken geben und bei ihm liegen, damit wir von unserem Vater Nachkommenschaft erhalten."

[2:30] So gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken derselben Nacht, und die ältere ging und legte sich zu ihrem Vater, und er erkannte es nicht, weder als sie sich legte noch als sie aufstand.

[2:39] Interessant ist, dass die beiden ein ganz ähnliches Problem hatten wie auch Abraham und Sara. Sie wollten Nachkommen, hatten scheinbar keine Möglichkeit. Aber hier verlassen sie sich auf ihre eigene Idee und beginnen dann Sünde mit schwerwiegenden Folgen, die wir sehen werden.

[2:51] Und das geschah am Morgen, da sprach die ältere zu der jüngeren: "Siehe, ich bin gestern bei meinem Vater gelegen. Wir wollen ihm auch diese Nacht Wein zu trinken geben, damit wir von unserem Vater Nachkommenschaft erhalten." So gaben sie ihrem Vater auch in jener Nacht Wein zu trinken, und die jüngere machte sich auf und legte sich zu ihm, und er merkte es nicht, weder als sie sich legte noch als sie aufstand.

[3:12] So wurden die beiden Töchter Lots schwanger von ihrem Vater. Und die ältere gebar einen Sohn, den nannte sie Moab. Der wurde der Vater der heutigen Moabiter. Und die jüngere gebar einen Sohn, den nannte sie Ben-Ammi. Der wurde der Vater der heutigen Ammoniter.

[3:31] Es waren zwei Sünden, zwei schlechte Entscheidungen. Es waren zwei Nächte, und die hatten als Resultat, dass zwei Völker entstanden sind, die über Jahrhunderte hinweg dem Volk Gottes immer wieder auch Schaden und Leid zugefügt haben. Eine schlechte Entscheidung kann unvorhergesehene, weitreichende schlechte Folgen nach sich ziehen.

[3:54] Abraham aber zog von dort in den Süden und wohnte zwischen Kadesch und Schur und hielt sich als Fremdling in Gerar auf. Und Abraham sagte von seiner Frau Sara: "Sie ist meine Schwester."

[4:05] Da ließ sich der König von Gerar, Abimelech, Sara holen. Das hatten wir schon in 1. Mose 12, aber Abraham macht denselben Fehler noch mal, obwohl diesmal ihm Gott versprochen hatte, dass er innerhalb eines Jahres genau diese Sache, ein Kind, haben würde.

[4:19] Unsere Charakterfehler, die wir so eintrainiert im Leben haben, die sind so stark, dass sie auch die Verheißung Gottes zu überlagern schienen.

[4:28] Aber Gott kam nachts im Traum zu Abimelech und sprach zu ihm: "Siehe, du bist des Todes wegen der Frau, die du genommen hast, denn sie ist die Ehefrau des Mannes."

[4:35] Abimelech aber hatte sich ihr noch nicht genähert, und er sprach: "Herr, willst du denn auch ein gerechtes Volk umbringen?"

[4:41] Ähnliche Frage wie auch in 1. Mose 18 mit Abraham und der Frage mit Lot und Sodom und Gomorra. "Hat er nicht zu mir gesagt: 'Sie ist meine Schwester'? Und auch sie selbst hat gesagt: 'Er ist mein Bruder.' Habe ich doch dies mit aufrichtigem Herzen und unschuldigen Händen getan."

[4:59] Und Gott sprach zu ihm im Traum: "Auch ich weiß, dass du dies mit aufrichtigem Herzen getan hast. Darum habe ich dich auch bewahrt, dass du nicht gegen mich sündigst, und darum habe ich es dir nicht gestattet, dass du sie berührst."

[5:13] Es war falsch von ihm, diese Frau zu nehmen, die Sara zu nehmen. Aber er wusste es nicht besser, und deswegen war es noch keine Sünde, weil er nicht gegen sein Gewissen gehandelt hat, er hat nicht gegen das Licht der Wahrheit gehandelt. Deswegen hat Gott ihn hier noch bewahrt.

[5:25] Aber er sagt: "Wenn du dich jetzt entscheidest, trotzdem bei ihr zu bleiben, dann ist es Sünde." Es ist Sünde, wenn wir wissen, was richtig ist und trotzdem das Falsche tun.

[5:35] "So gib nun den Mann seine Frau wieder, denn er ist ein Prophet, und der soll für dich bitten, so wirst du am Leben bleiben. Wenn du sie aber nicht zurückgibst, so wisse, dass du gewiss sterben musst samt allem, was dir gehört."

[5:46] Da stand Abimelech am Morgen früh auf und rief alle seine Knechte zusammen und sagte ihnen dies alles vor ihren Ohren, und die Leute fürchteten sich sehr.

[5:54] Und Abimelech rief Abraham und sprach zu ihm: "Warum hast du uns das angetan? Und was habe ich an dir gesündigt, dass du eine so große Sünde auf mich und mein Reich bringen wolltest? Du hast nicht mit mir gehandelt, wie man handeln soll."

[6:10] Und Abimelech fragte Abraham: "In welcher Absicht hast du das getan?"

[6:13] Da sprach Abraham: "Weil ich dachte, es ist gar keine Gottesfurcht an diesem Ort, darum werden sie mich wegen meiner Frau umbringen."

[6:19] Manchmal denken wir von den Menschen, auch den Menschen um uns herum in dieser Welt, schlechter als wir sollten, und lassen damit viele Gelegenheiten aus, ihnen eigentlich ein Segen zu sein. Abraham hatte ein schlechtes Bild von den Menschen sich herum und wurde zum Fluch für sie, statt zum Segen.

[6:36] Interessant ist, dass Gott ihn trotzdem als Prophet bestätigt, obwohl er diesen Fehler gemacht hat. Gott kann auch durch uns wirken, auch wenn wir noch mit Dingen zu kämpfen haben und Dinge noch überwinden müssen.

[6:47] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du mit uns arbeitest, auch wenn immer wieder bestimmte Fehler in unserem Leben auftauchen. Und danke, dass du uns nicht aufgibst, und danke, dass wir lernen dürfen aus den Fehlern, die wir gemacht haben. Gib, dass wir heute lernen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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