In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Kapitel 26 und 27 des 1. Buches Mose. Er spricht über Isaaks Vertrauen auf Gott inmitten von Konflikten mit den Philistern und die Bedeutung von Vergebung. Zudem analysiert er die problematische Familiendynamik um Isaak, Rebekka, Esau und Jakob, die durch Täuschung und menschliche Fehler geprägt ist, und mahnt dazu, Gottes Willen über familiäre Ratschläge zu stellen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 26:24-27:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Mose, Bibel, BibelstudiumPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:34] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 29. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, Du bist immer treu und immer für uns da. Sprich jetzt durch Dein Wort zu uns im Namen Jesu. Amen.
[0:53] Wir sind gerade in 1. Mose 26 und haben gesehen, wie die Philister gar nicht mehr wirklich zu dem Bund standen in der Zeit von Isaak, den sie mit Abraham gemacht hatten, aber [Isaak hat sich] auf Gott verlassen. In Vers 24 lesen wir: „Und der HERR erschien ihm in jener Nacht und sprach: Ich bin der Gott deines Vaters Abraham; fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir und ich will dich segnen und deinen Samen mehren um Abrahams, meines Knechtes, willen.“ Da baute er dort einen Altar und rief den Namen des HERRN an. Und er schlug dort sein Zelt auf, und Isaaks Knechte gruben dort einen Brunnen.
[1:32] Auch wenn Menschen uns übel mitspielen, Gott ist immer für uns da. Sein Bund bleibt bestehen.
[1:39] Und Abimelech kam zu ihm von Gerar, und Ahuzzath, seinem Freund, und Pichol, seinem Heerführer. Aber Isaak sprach zu ihnen: „Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich doch hasst und mich von euch weggetrieben habt?“ Sie sprachen: „Wir haben deutlich gesehen, dass der HERR mit dir ist. Darum haben wir uns gesagt: Es soll ein Bund zwischen uns sein, zwischen uns und dir, und wir wollen einen Bund mit dir machen, dass du uns keinen Schaden zufügst, wie wir auch dich nicht angetastet haben und dir nur Gutes taten und dich im Frieden haben ziehen lassen. Du bist nun einmal der Gesegnete des HERRN.“
[2:18] Gott kann uns so sehr segnen, dass sogar unsere Feinde zugeben müssen, dass es uns gut geht und dass sie lieber sich mit uns wieder vertragen möchten. Da bereitete er ihnen ein Mahl, und sie aßen und tranken. Isaak hat nicht darauf bestanden, Recht zu haben, sondern er hat hier so gehandelt, wie Gott es sich wünscht, dass wir handeln sollten, und eine Brücke geschlagen.
[2:41] Da morgens früh standen sie auf und schworen einander mit Eide. Isaak ließ sie gehen, und sie zogen in Frieden von ihm weg. Das geschah am selben Tag: Da kamen Isaaks Knechte und sagten ihm von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: „Wir haben Wasser gefunden!“ Und er nannte ihn Scheba. Daher heißt der Ort Beerscheba bis zum heutigen Tag.
[3:05] Als aber Esau 40 Jahre alt war, nahm er Judit zur Frau, die Tochter Beeris, des Hethiters, und Basemat, die Tochter Elons, des Hethiters. Die bereiteten Isaak und Rebekka viel Herzensleid. Wir haben schon über die Wichtigkeit der Partnerwahl gesprochen. Hier sehen wir, dass falsche Entscheidungen auch unseren direkten Verwandten enorm viel Leid zufügen können.
[3:34] Und es geschah, als Isaak alt war und seine Augen dunkel wurden, dass er nicht mehr sehen konnte, da rief er seinen älteren Sohn Esau und sprach zu ihm: „Mein Sohn!“ Er antwortete: „Hier bin ich.“ Und er sprach: „Siehe, ich bin alt und weiß nicht, wann ich sterbe. Wenn doch Isaak gewusst hätte, dass er noch Jahrzehnte leben würde, vielleicht wäre alles anders ausgegangen. Aber er wusste es nicht. Nimm nun dein Jagdgerät, deinen Köcher, deinen Bogen, und geh aufs Feld und jage mir ein Wildbret. Und bereite mir ein schmackhaftes Essen, wie ich es gern habe, und bringe es mir herein, dass ich esse, damit meine Seele dich segne, bevor ich sterbe.“
[4:15] Dem Isaak war das Essen ziemlich wichtig, und wenn das etwas anders gewesen wäre, dann wäre vielleicht auch diese Familiengeschichte anders ausgegangen. Wir sollten darauf achten, dass auch für uns das Essen nicht einen allzu hohen Stellenwert einnimmt im Leben.
[4:29] Rebekka aber hörte zu, als Isaak diese Worte seinem Sohn Esau sagte. Und Esau ging aufs Feld, um ein Wildbret zu jagen und das heimzubringen. Da redete Rebekka mit ihrem Sohn Jakob und sprach: „Siehe, ich habe gehört, wie dein Vater mit deinem Bruder Esau redete und sagte: ‚Bringe mir ein Wildbret und bereite mir ein schmackhaftes Gericht, dass ich esse und dich segne vor dem Angesicht des HERRN, ehe ich sterbe.‘ So gehorche nun, mein Sohn, meiner Stimme und tue, was ich dir sage. Geh hin zur Herde und hole mir von dort zwei gute Ziegenböcklein, dass ich dann deinem Vater ein schmackhaftes Gericht davon bereite, wie er es gern hat. Das sollst du deinem Vater hineintragen, damit er es isst und dich vor seinem Tod segnet.“
[5:13] Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: „Siehe, mein Bruder Esau ist rau, und ich bin glatt. Vielleicht könnte mein Vater mich betasten, dann würde ich in seinen Augen als ein Betrüger erscheinen. So brächte ich einen Fluch über mich und nicht einen Segen.“
[5:29] Leider hat Jakob an dieser Stelle mehr Angst davor gehabt, als Lügner dazustehen, als ein Lügner zu sein. Wir sollten das Böse hassen, egal ob wir dabei ertappt werden oder nicht.
[5:43] Da sprach seine Mutter zu ihm: „Dein Fluch sei auf mir, mein Sohn. Gehorche nur meiner Stimme und hole es mir.“
[5:50] Es gibt Momente im Leben, da sollten wir nicht auf unsere engsten Verwandten hören, wenn sie uns Dinge raten, die gegen Gottes Willen sind. Und wenn sie unsere Eltern sind, Vater, Mutter, dann ist es nur schlecht, wenn wir einem solchen schlechten Rat folgen.
[6:05] Da ging er hin und holte es und brachte es seiner Mutter. Und seine Mutter machte ein schmackhaftes Essen, wie es sein Vater gern hatte. Rebekka nahm auch die guten Kleider Esaus, ihres älteren Sohnes, die sie bei sich im Haus hatte, und zog sie Jakob, ihrem jüngeren Sohn, an.
[6:23] Lasst uns heute so leben, dass unsere Feinde gerne sich mit uns vertragen, aber dass wir unter keinen Umständen einen falschen Rat hören. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du immer treu bist. Wir möchten dich bitten, dass wir auch dann zu dir stehen, wenn andere uns beeinflussen wollen, gegen dich zu handeln. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[6:50] [Musik]
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