In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatischen Ereignisse in 1. Mose 30, Verse 16 bis 40. Er analysiert den erbitterten Wettkampf zwischen Rahel und Lea um Jakob und die Geburt weiterer Söhne, darunter Josef. Der Sprecher reflektiert darüber, wie Menschen Gottes Wirken oft missdeuten und es als Rechtfertigung für eigene falsche Entscheidungen heranziehen. Abschließend wird Jakobs cleverer Plan thematisiert, wie er Labans Betrug mit Gottes Hilfe überwindet, und die Zuhörer werden ermutigt, Gottes wahres Wirken zu erkennen und dankbar anzunehmen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 30:16-30:40
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer SeitePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:34] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 34. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, Du möchtest zu uns sprechen, und wir möchten dich bitten, dass wir deine Stimme vernehmen, dass wir nicht glauben, dass du zu uns, dass du etwas mit unserem Leben tust, wenn es nur unsere eigenen Pläne sind, sondern dass wir wirklich wissen, dass du unser Leben bestimmst und das in unserem Leben wirkt und dass wir unser Leben dir ganz zur Verfügung stellen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:05] Wir sind gerade in 1. Mose 30 und sehen diesen katastrophalen Wettkampf zwischen Rahel und Lea um Jakob, wo auch ihre Mägde noch eingebunden werden und ein Kind nach dem anderen geboren wird und die Eifersucht eigentlich das treibende Motiv ist. Und jetzt zum Schluss auch noch Jakob gekauft worden ist durch Früchte. In 1. Mose 30, Vers 16 heißt es: „Als nun Jakob am Abend vom Feld kam, ging ihm Lea entgegen und sprach: ‚Du sollst zu mir kommen, denn ich habe dich erkauft um die Alraunenfrüchte meines Sohnes.‘ Und er schlief in jener Nacht bei ihr. Und Gott erhörte Lea, und sie wurde schwanger und gebar dem Jakob den fünften Sohn. Da sprach Lea: ‚Gott hat es mir gelohnt, dass ich meinen Mann meiner Magd gegeben habe.‘ Und sie gab ihm den Namen Issachar.“
[1:51] Interessant. Gott bewirkt hier etwas. Er greift in das Leben von Lea ein. Und dann glaubt sie, dass damit das ist ein Lohn oder eine Belohnung dafür ist, dass sie eine falsche Entscheidung getroffen hat. Wie oft missdeuten wir das Wirken Gottes in unserem Leben und glauben, dass damit falsche Entscheidungen gerechtfertigt sind? Nur weil Gott in unserem Leben wirkt, heißt es nicht, dass unsere falschen Entscheidungen, die gegen sein Wort sind, auch richtig gewesen sind.
[2:19] Und Lea wurde noch einmal schwanger und gebar dem Jakob den sechsten Sohn. Und Lea sprach: „Gott hat mich mit einer guten Gabe beschenkt. Nun wird mein Mann wieder bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Söhne geboren.“ Und sie gab ihm den Namen Sebulon. Danach gebar sie eine Tochter, der sie den Namen Dina gab. Aber Gott gedachte an Rahel, und Gott erhörte sie und öffnete ihren Mutterschoß, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn und sprach: „Gott hat meine Schmach von mir genommen.“ Als sie mit Hilfe ihrer Magd zu Söhnen kam, hatte sie schon gedacht, dass das Gottes Weg gewesen sei und hatte gedacht: „Gott hat Kämpfe für mich gekämpft.“ Aber jetzt, wo Gott wirklich eingegriffen hat, hat sie gemerkt: „Das ist Gott gewesen!“ Und sie gab ihm den Namen Josef und sprach: „Der Herr wolle mir noch einen Sohn dazu geben.“
[3:10] Interessant. Gott wirkt für uns, und dann wollen wir gleich noch mehr haben, sind gar nicht zufrieden. So ging es der Rahel hier zumindest.
[3:18] Und es geschah, als Rahel den Josef geboren hatte, da sprach Jakob zu Laban: „Entlass mich, dass ich an meinen Ort und in mein Land ziehen. Gib mir meine Frauen und Kinder, um die ich dir gedient habe, dass ich gehen kann. Denn du weißt, welche Dienste ich dir geleistet habe.“
[3:34] Laban forderte auch: „Dass ich doch in deinen Augen Gnade finde! Ich habe erfahren, dass der Herr mich um deinetwillen gesegnet hat.“
[3:46] Interessant, dass wenn Gott in unserem Leben wirkt, auch unsere Umgebung das immer wieder bemerken wird. Und er sprach: „Bestimme mir deinen Lohn, so will ich ihn dir geben.“
[3:56] Jakob sprach: „Du weißt, wie ich dir gedient habe und was aus deinem Vieh unter meiner Pflege geworden ist. Denn es war wenig, was du vor meiner Ankunft hattest. Nun aber hat es sich gewaltig vermehrt, und der Herr hat dich gesegnet, seit ich hergekommen bin. Und nun, wann soll ich auch für mein Haus sorgen?“ Er sprach: „Was soll ich dir denn geben?“ Jakob sprach: „Du brauchst mir gar nichts zu geben. Wenn du mir nur das tun willst, so will ich deine Herden wieder weiden und hüten. Ich will heute durch alle deine Herden gehen, und du sollst daraus alle gesprenkelten und gefleckten Schafe absondern, auch alle schwarzbraunen Schafe unter den Schafen und alle gefleckten und gesprenkelten Ziegen. Und das soll mein Lohn sein. So wird dann meine Gerechtigkeit für mich sprechen am künftigen Tag vor deinen Augen, wenn du wegen meines Lohnes kommst. Alles, was weder gesprenkelt noch gefleckt ist unter den Ziegen und was nicht schwarz ist unter den Schafen, das soll als gestohlen gelten.“
[4:52] Da sprach Laban: „Gut, es sei so, wie du gesagt hast.“ Und er sonderte noch am gleichen Tag die gestreiften und gefleckten Böcke aus und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen, alles, woran etwas Weißes war, und alles, was schwarz war unter den Schafen. Und er gab sie unter die Hand seiner Söhne. Und er machte einen Abstand von drei Tagesreisen zwischen sich und Jakob. Jakob aber weidete die übrige Herde Labans.
[5:21] Der Laban wollte den Jakob wirklich übers Ohr hauen. Da nahm Jakob frische Ruten von Pappeln, Mandel- und Platanenbäumen. Und er schälte weiße Streifen daran, indem er das Weiße an den Ruten bloßlegte. Und er legte die Ruten, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, in die Wassertränken, wohin die Herde zum Trinken kam, gerade vor die Tiere hin. Sie waren aber brünstig, als sie zur Tränke kamen. So empfingen die Herden angesichts der Ruten, und sie warfen gestreifte, gesprenkelte und gefleckte Lämmer. Aber Jakob sonderte die ab und richtete die Tiere gegen die gefleckten und schwarzen in der Herde Labans aus. Er machte sich besondere Herden und tat sie nicht zu den Labans Tieren.
[6:02] Wir wollen heute lernen, dass wir darauf achten, wann Gott wirklich in unserem Leben wirkt und wann wir nur den Eindruck haben, dass er gewirkt hat, oder dass wir Gottes Wirken auch nicht als Rechtfertigung nehmen für falsche Entscheidungen. Lasst uns darum bitten. Lieber Vater im Himmel, du wirkst ständig in unserem Leben. Lass uns verstehen, dass du das tust trotz unserer falschen Entscheidungen und trotz unserer Sünden und ja, unseren vielen Dingen, die wir falsch getan haben. Und nicht deswegen. Lass uns aus Dankbarkeit mit dir leben und auch zufrieden sein mit dem, was in unserem Leben wirkt. Das bitten wir im Namen Jesu.
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