Veröffentlicht am
437 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die komplexe Beziehung zwischen Jakob und Laban in 1. Mose 31. Er analysiert Labans Heuchelei und Jakobs Misstrauen, die durch Rahels Diebstahl der Teraphim noch verstärkt werden. Der Sprecher betont, wie Gottes Wirken Jakob in schwierigen familiären Situationen bewahrt und segnet, und ermutigt dazu, auf Gottes verlässlichen Bund zu vertrauen, selbst wenn menschliche Bündnisse scheitern. Die Episode schließt mit der Errichtung eines Gedenksteins und der Bedeutung des Namens Mizpa.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 36. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du trotz unserer Schwachheit immer für uns da bist und uns helfen möchtest und dass du auch heute zu uns sprechen wirst durch dein Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[0:54] Wir sind in 1. Mose 31. Jakob ist gerade auf der Flucht vor Laban, mitsamt seiner Familie. Und Laban sprach, in Vers 26 lesen wir: „Und Laban sprach zu Jakob: Was hast du getan? Hast du mich getäuscht und meine Töchter entführt hast, als wären sie Kriegsgefangene?“ Ist das interessant? Es war der Mann, der den Jakob ständig getäuscht hatte. Jetzt beschwert er sich, dass er getäuscht worden ist. Wir sehen immer die Fehler bei den anderen und merken nicht, dass sie oft dieselben Dinge auch getan haben. „Warum bist du heimlich geflohen und hast mich hintergangen und hast es mir nicht mitgeteilt? Ich hätte dich mit Freuden begleitet, mit Gesang, mit Tamburin und Lautenspiel.“ Als ob das so geschehen wäre. Da lässt sich wahrscheinlich etwas daran zweifeln. „Du hast mich nicht einmal meine Enkel und Töchter küssen lassen. Da hast du töricht gehandelt. Es stünde in meiner Macht, euch Schlimmes anzutun, aber der Gott eures Vaters hat gestern zu mir gesagt: Hüte dich, dass du mit Jakob anders als freundlich redest. Und nun bist du ja gegangen, weil du dich so sehr sehnst nach dem Haus deines Vaters. Warum hast du aber meine Götter gestohlen?“

[2:10] Da antwortete Jakob und sprach zu Laban: „Ich fürchtete mich, denn ich sagte mir, du könntest mir deine Töchter entreißen.“ Wenn man immer und immer wieder jemand betrügt, dann verliert man das Vertrauen. Jakob hat überhaupt kein Vertrauen mehr in die Verlässlichkeit von Laban. „Was aber deine Götter betrifft, derjenige, bei dem du sie findest, soll nicht am Leben bleiben. In Gegenwart unserer Brüder, sieh dir alles an, was bei mir ist.“ Und das wusste Jakob nämlich nicht, dass Rahel gestohlen hatte. Manchmal können wir uns gar nicht vorstellen, was auch unsere engsten Freunde oder Familienmitglieder für Sünden begehen. Und manchmal sollten wir vielleicht nicht allzu sicher sein, dass nicht auch bei unserer Partei in so einem Streit manchmal wirklich vieles im Argen liegt.

[3:06] Laban ging in Jakobs Zelt und in Leas Zelt und in das Zelt der beiden Mägde, fand aber nichts. Und von Leas Zelt ging er in Rahels Zelt. Rahel aber hatte die Teraphim genommen und sie in den Kamelsattel gelegt und sich draufgesetzt. Und Laban durchsuchte das ganze Zelt, fand sie aber nicht. Da sprach sie zu ihrem Vater: „Mein Herr möge nicht so grimmig dreinschauen, weil ich vor dir nicht aufstehen kann. Es geht mir eben nach der Weise der Frauen.“ Er suchte eifrig und fand die Teraphim nicht. Wir haben schon gesehen, dieses Thema der Täuschung zieht sich durch 1. Mose. Jetzt täuscht die Rahel ihren Vater.

[3:46] Da wurde Jakob zornig und stritt mit Laban. Und Jakob antwortete und sprach zu ihm: „Was habe ich verbrochen? Was habe ich gesündigt, dass du mir so hitzig nachgejagt bist?“ Hier entsteht ein Streit zwischen zwei Männern wegen der Sünde einer anderen Frau. Und wir sehen, wie sehr unsere falschen Entscheidungen oft auch Streit innerhalb der größeren Familie hervorbringen kann. „Da du nun allen meinen Hausrat durchstöbert hast, was hast du von all deinem Hausrat gefunden? Lege es hier vor meine und deine Brüder, damit sie schlichten zwischen uns. Diese 20 Jahre bin ich bei dir gewesen. Deine Mutterschafe und Ziegen wurden nie ihrer Jungen beraubt, und die Widder deiner Herde habe ich nicht gegessen. Was zerrissen wurde, habe ich dir nicht gebracht. Ich musste es ersetzen. Du hast es von meiner Hand gefordert, ob es bei Tag oder bei Nacht geraubt war. Es ging mir so: Am Tag verzehrte mich die Hitze und in der Nacht der Frost, und der Schlaf floh vor meinen Augen. Diese 20 Jahre lang habe ich dir in meinem Haus gedient: 14 Jahre um deine beiden Töchter und sechs Jahre um deine Schafe. Und du hast meinen Lohn zehnmal verändert. Wenn nicht der Gott meines Vaters für mich gewesen wäre, der Gott Abrahams und der, den Isaak fürchtet, du hättest mich jetzt nicht leer ziehen lassen. Aber Gott hat mein Elend und die Arbeit meiner Hände angesehen und hat gestern Nacht recht gesprochen.“

[5:13] Jakob wusste, dass er all diese 20 Jahre in dieser schwierigen Familiensituation überlebt hatte und dass er nicht untergegangen war, war das Wirken Gottes. Gott hat ihn nicht aus dieser Familie einfach herausgeholt. Er hatte ihm Kraft gegeben und ihn immer wieder gesegnet. Das möchte Gott auch für dich und für mich tun, ganz egal, welche Schwierigkeiten wir gerade vielleicht auch in unserem Privatleben zu bewältigen haben.

[5:36] Laban antwortete und sprach zu Jakob: „Die Töchter sind meine Töchter, und die Kinder sind meine Kinder, und die Herden sind meine Herden, und alles, was du siehst, gehört mir. Doch was kann ich heute diesen beiden Töchtern oder ihren Kindern tun, die diese geboren haben? Komm, wir wollen nun einen Bund machen, ich und du, der soll ein Zeuge sein zwischen mir und dir.“ Ist interessant, dass der Mann zwar Gottes Wort akzeptiert, aber trotzdem eigentlich immer recht behalten will. Er sagt, dass er im Recht ist. Dann nahm Jakob einen Stein und stellte ihn als Denkmal auf. Und Jakob sprach zu seinen Brüdern: „Sammelt Steine!“ Da nahmen sie Steine und errichteten einen Steinhaufen und aßen dort auf dem Steinhaufen. Und Laban nannte ihn Jegar-Sahaduta. Jakob aber nannte ihn Gal-Ed. Und Laban sprach: „Dieser Steinhaufen sei heute Zeuge zwischen mir und dir.“

[6:30] Darum wird er Mizpa genannt, weil er sprach: „Der Herr wache zwischen mir und dir, wenn wir einander nicht mehr sehen.“ Wir sehen in 1. Mose nicht nur immer wieder Bündnisse zwischen Gott und den Menschen, sondern immer wieder auch zwischen den Einzelnen, zwischen Jakob, Abrahams und Isaaks und anderen Männern. Und ein großes Thema ist, dass diese Bündnisse nie so halten wie der Bund, den Gott mit ihnen eingeht. Lasst uns darauf vertrauen, dass Gottes Bund immer hält, auch wenn Menschen uns enttäuschen.

[7:08] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du auf unser Elend schaust und wenn Menschen schlecht uns behandeln, dass du für uns sorgst. Und wir danken dir auch, dass durch dein Eingreifen wir auch mit anderen Menschen in Frieden leben können und dass du auch Beziehungen wieder heilst oder zumindest besserst. Aber Herr, wir wollen nicht darauf vertrauen, sondern darauf, dass du wirkst in unserem Leben. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2024 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.