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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte Josefs aus 1. Mose 37. Er spricht über Josefs prophetische Träume, die tief verwurzelte Eifersucht seiner Brüder und den schockierenden Verrat, der zu Josefs Verkauf in die Sklaverei führt. Kramp zieht dabei eindringliche Parallelen zwischen Josefs Schicksal und der Sendung und dem Leiden Jesu Christi, um die allgegenwärtigen Spuren des Evangeliums in der gesamten Bibel aufzuzeigen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 43. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du kümmerst dich um unsere engsten Familienbande, und du wünschst dir, dass sie geheilt werden. Sprich du auch heute durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[0:59] Wir sind in 1. Mose 37, in der Geschichte mit Josef und seinen Brüdern, die eifersüchtig sind auf ihren jüngeren Bruder, weil der vom Vater bevorzugt wird. In Vers 8 lesen wir, da sprachen seine Brüder zu ihm: "Willst du etwa unser König werden? Willst du bei uns herrschen?" Darum hassten sie ihn noch mehr wegen seiner Träume und wegen seiner Reden. Er hatte aber noch einen anderen Traum, den er seinen Brüdern auch erzählte und sprach: "Seht, ich habe wieder geträumt, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder." Als er aber das seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, tadelte ihn sein Vater und sprach zu ihm: "Was ist das für ein Traum, den du geträumt hast? Sollen etwa ich und deine Mutter und deine Brüder kommen und uns vor dir bis zur Erde niederbeugen?" Und seine Brüder waren eifersüchtig auf ihn. Sein Vater aber bewahrte das Wort im Gedächtnis.

[2:01] Als aber seine Brüder nach Sichem gegangen waren, um die Schafe ihres Vaters zu weiden, da sprach Israel zu Josef: "Weiden nicht deine Brüder die Herde in Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden." Josef sprach: "Hier bin ich." Da sprach Israel zu ihm: "Geh doch und sieh, ob es gut steht um deine Brüder und ob es gut steht um die Herde, und bring mir Bescheid." So sandte er ihn aus dem Tal Hebron, und er wanderte nach Sichem.

[2:27] Wusstest du, so leicht und gerne gegangen, diese Brüder zu suchen, von denen du wusstest, dass sie dich hassen, war wahrscheinlich kein einfacher Auftrag, den Josef hier angenommen hat.

[2:42] Vers 15: Er traf aber einen Mann, als er auf dem Feld war. Der fragte ihn und sprach: "Was suchst du?" Er antwortete: "Ich suche meine Brüder. Sage mir doch, wo sie weiden." Der Mann antwortete: "Sie sind von hier fortgezogen, denn ich hörte sie sagen: 'Lasst uns nach Dotan ziehen!'" Da ging Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan.

[3:04] Vielleicht hätte er sagen können: "Ich hab sie nicht gefunden" und wäre nach Hause gegangen. Aber Josef hatte den Sinn dieser Mission verstanden, hat sie nicht nur äußerlich erfüllt. Er wollte nicht seine eigene Sicherheit und seinen eigenen Komfort als oberste Priorität haben. Er wollte wirklich seine Brüder finden und ist die Extra Mile gegangen, um sie dann aufzusuchen.

[3:27] Als sie ihn nun von Ferne sahen und er in ihre Nähe kam, beschlossen sie, ihn heimlich umzubringen, und sie sprachen zueinander: "Seht, da kommt der Träumer daher! Und kommt und lasst uns ihn töten und in eine Zisterne werfen und sagen: 'Ein böses Tier habe ihn gefressen.' Dann wollen wir sehen, was aus seinen Träumen wird!"

[3:50] Schon wieder so ein heimlicher Mordanschlag, den wir schon in 1. Mose 34 gesehen haben. Als Ruben dies hörte, rettete er ihn aus ihren Händen, indem er sprach: "Wir wollen ihn nicht ums Leben bringen." Und weiter sprach Ruben zu ihnen: "Vergießt kein Blut! Werft ihn in die Zisterne dort in der Wüste, aber legt keine Hand an ihn!" Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten und ihn wieder zu seinem Vater bringen.

[4:18] Und es geschah, als Josef zu seinen Brüdern kam, da zogen sie ihm das Gewand aus, den bunten Leibrock, den er trug. Und sie ergriffen ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne aber war leer, und es war kein Wasser darin.

[4:30] Darauf setzten sie sich nieder, um zu essen. Als sie aber ihre Augen erhoben und sich umsahen, siehe, da kam eine Karawane von Ismaelitern von Gilead daher, deren Kamele trugen Tragakant, Balsam und Ladanum, und die zogen hinab, um es nach Ägypten zu bringen.

[4:47] Da sprach Juda zu seinen Brüdern: "Was gewinnen wir damit, dass wir unseren Bruder töten und sein Blut verbergen? Kommt, wir wollen ihn den Ismaelitern verkaufen und nicht selbst Hand an ihn legen, denn er ist unser Bruder, unser Fleisch." Und seine Brüder stimmten zu.

[5:05] Als nun die midianitischen Kaufleute vorbeikamen, zogen sie Josef aus der Zisterne herauf und verkauften ihn den Ismaelitern für 20 Silberlinge. Und diese brachten Josef nach Ägypten.

[5:19] Hier haben wir einen geliebten Sohn, der von seinem Vater gesandt wird, um nach den Brüdern zu sehen, die weit vom Vater entfernt sind. Und dieser geliebte Sohn will sie wirklich finden, aber sie wollen ihn umbringen. Und einer mit dem Namen Juda hat die Idee, ihn für Silberlinge zu verkaufen. Erinnert sich das nicht auch an Jesus?

[5:52] Auf jeder Seite der Bibel, jeder Geschichte, mal mehr, mal weniger deutlich, finden wir Hinweise, Schatten sozusagen, von unserem Erlöser, der überall in der Bibel seine Fußstapfen hinterlassen hat. In der Geschichte von Josef erkennen wir die Geschichte unseres Erlösers.

[6:15] Als nun Ruben zur Zisterne zurückkam, siehe, da war Josef nicht mehr in der Zisterne. Da zerriss er sein Gewand. Menschliche Hilfe kommt oft zu spät. Er wollte ihn retten, aber konnte es nicht. Er hat sich vielleicht auch nicht stark genug durchgesetzt, hat eine Kompromisslösung mitgetragen und damit den Verkauf letztlich auch möglich gemacht.

[6:42] Er kehrte zu seinen Brüdern zurück und sprach: "Der Knabe ist verschwunden, und wo soll ich hin?" Sie aber nahmen Josefs Leibrock und schlachteten einen Ziegenbock, tauchten den Leibrock in das Blut und schickten den bunten Leibrock ihrem Vater und ließen ihm sagen: "Das haben wir gefunden. Sieh doch, ob es der Leibrock deines Sohnes ist oder nicht."

[7:02] Schon wieder Täuschung. Das Thema, das wie ein roter Faden durch dieses Buch hindurchgeht: Die Söhne Jakobs täuschen jetzt ihren Vater.

[7:11] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir auf jeder Seite Spuren des Evangeliums sehen können. Gedanken, die uns näher zu dir bringen und die uns zeigen, was Jesus für uns getan und gelitten hat. Herr, gib, dass wir das nie vergessen, sondern immer wieder in unserem Herzen bewahren. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.


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