In diesem Teil der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp zwei zentrale Geschichten aus 1. Mose 38 und 39. Er beginnt mit der komplexen Erzählung von Juda und Tamar, die die unerwartete Gnade Gottes in der Heilslinie des Messias offenbart. Anschließend widmet er sich Josefs Zeit in Potifars Haus, wo dessen unerschütterliche Treue zu Gott inmitten von Versuchungen hervorgehoben wird. Das Video ermutigt dazu, auch in schwierigen Umständen auf Gottes Segen zu vertrauen und der Sünde aus Liebe zu ihm zu widerstehen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 38:21-39:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer SeitePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Teil 45. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns nachgehst, auch wenn wir ganz krumme Wege gegangen sind. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst, in Jesu Namen. Amen.
[0:57] Wir sind in 1. Mose 38. Gerade hat Juda vermeintlich den Dienst einer Hure in Anspruch genommen. In Wirklichkeit war es seine Schwiegertochter Tamar.
[1:10] Wir lesen in Vers 21 über seinen Freund, der das Pfand zurückholen möchte. Da fragt er die Leute an jenem Ort und sprach: „Wo ist die Tempelhure, die bei Enaim am Weg saß?“ Sie antworteten: „Es ist keine Tempelhure hier gewesen.“ Und er kam wieder zu Juda und sprach: „Ich habe sie nicht gefunden. Dazu sagen die Leute an jenem Ort, es sei keine Tempelhure dort gewesen.“ Juda sprach: „So soll sie das Pfand für sich behalten, damit wir nicht in Verruf geraten. Siehe, ich habe den Bock geschickt, aber du hast sie nicht gefunden.“
[1:43] Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde dem Juda berichtet: „Deine Schwiegertochter Tamar hat Hurerei getrieben, und siehe, sie ist von der Hurerei auch schwanger geworden.“ Da sprach Juda: „Führt sie hinaus, damit sie verbrannt werde!“
[2:03] Es ist interessant, dass wir die Sünden bei anderen Menschen immer sehr viel klarer sehen und viel schärfer verurteilen, obwohl wir vielleicht genau dieselben Sünden auch getan haben.
[2:14] Und als man sie hinausführte, schickte sie zu ihrem Schwiegervater und ließ ihm sagen: „Von dem Mann bin ich schwanger geworden, dem das gehört.“ Und sie sprach: „Erkenne doch, wem gehört dieser Siegelring und die Schnur und der Stab?“ Da erkannte es Juda und sprach: „Sie ist gerechter als ich, denn ich habe sie nicht meinem Sohn Schela gegeben.“ Und er hatte hinfort keinen geschlechtlichen Umgang mehr mit ihr.
[2:40] Es geschah, als sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leib. Und es geschah, als sie gebar, da kam eine Hand heraus. Da nahm die Hebamme einen roten Faden und band ihn darum und sprach: „Der ist zuerst herausgekommen.“ Als dieser aber seine Hand wieder hineinzog, siehe, da kam sein Bruder heraus, und sie sprach: „Warum hast du dir einen solchen Riss gemacht?“ Und man gab ihm den Namen Perez. Danach kam sein Bruder heraus, der den roten Faden um die Hand hatte, und man gab ihm den Namen Serach.
[3:16] Juda erkennt, dass die Tamar gerechter ist als er selbst. Er erkennt seine eigene Ungerechtigkeit. Und niemand, der das zum ersten Mal hier lesen würde, würde vermuten, dass ausgerechnet aus dieser Geschichte die Heilslinie, die auf den Messias hinführt, hier weitergehen würde. Mit diesem Vers, in dieser Geschichte des verlorenen Sohnes, steckt schon hier ganz viel von der Vergebung und Gnade Gottes.
[3:48] Josef aber war nach Ägypten abgeführt worden, und Potifar, ein Kämmerer des Pharao, der Oberste der Leibwache, ein Ägypter, hatte ihn aus der Hand der Israeliten erworben, die ihn dorthin gebracht hatten. Und der Herr war mit Josef, und er war ein Mann, dem alles gelang, und so durfte er im Haus seines ägyptischen Herrn bleiben. Und als sein Gebieter sah, dass der Herr mit ihm war und dass der Herr in seiner Hand alles gelingen ließ, was er unternahm, da fand Josef Gnade in seinen Augen und durfte ihn bedienen. Und er setzte ihn zum Aufseher über sein Haus und gab alles, was er hatte, in seine Hand.
[4:23] Wir mögen in den allerschlimmsten Umständen sein, weit weg von zu Hause, verraten, verkauft, in dem Fall vielleicht sogar versklavt. Gott kann dort, wo wir sind, uns segnen, wenn wir mit ihm leben.
[4:40] Und von der Zeit an, da er ihn über sein Haus und über alle seine Güter gesetzt hatte, segnete der Herr das Haus des Ägypters um Josefs willen, und der Segen des Herrn war auf allem, was er hatte, im Haus und auf dem Feld. Wir sehen bei Abram, wir sehen bei Isaak, wir sehen bei Jakob, wir sehen bei Josef, dass der Segen Gottes immer so spürbar und deutlich war, dass auch andere es deutlich sehen konnten.
[5:02] Darüber ließ er alles, was er hatte, der Hand Josefs und kümmerte sich um gar nichts mehr, als um das Brot, das er aß. Josef aber war von schöner Gestalt und gutem Aussehen.
[5:11] Es geschah aber nach diesen Begebenheiten, dass die Frau seines Herrn ihre Augen auf Josef warf und zu ihm sprach: „Lege dich zu mir!“
[5:22] Erfolg im Leben und Segen von Gott sind keine Garantie gegen Versuchung. Die trifft uns trotzdem, egal wie sehr wir auch vom Herrn gesegnet sind.
[5:32] Er aber weigerte sich und sprach zu der Frau seines Herrn: „Siehe, mein Herr verlässt sich auf mich und kümmert sich um nichts, was im Haus vorgeht, und hat alles in meine Hand gegeben, was ihm gehört. Es ist niemand größer in diesem Haus als ich, und es gibt nichts, das er mir vorenthalten hätte, ausgenommen dich, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich nun eine so große Missetat beginnen und gegen Gott sündigen?“
[5:57] Er sagt nicht, wie wir manchmal, wenn wir zur Sünde versucht werden: „Ich darf leider nicht“ oder „Das ist mir verboten.“ Josef hatte das Gesetz Gottes so tief im Herzen, dass, obwohl ihn niemand beobachtete, er von keinem Prediger, Gemeindeleiter oder Familienangehörigen beaufsichtigt wurde, er sich nicht vorstellen konnte, gegen seinen Gott, den er so lieb hatte, zu sündigen. Möge Gott uns doch auch so ein Herz schenken und uns mit seinem Heiligen Geist erfüllen!
[6:27] Und obwohl sie ihm Tag für Tag zuredete, hörte er doch nicht auf sie, dass er sich zu ihr legte oder sich an ihr vergangen hätte. Versuchungen kommen nicht einmal schnell und sind dann so schnell wieder weg, dass sie nie wieder kommen. Nein, Versuchungen kommen immer wieder. Der Satan versucht es immer und immer wieder. Wir brauchen nicht nur einmal Kraft, wir brauchen Ausdauer in der Liebe zu Gott und Ausdauer im Festhalten an seiner Hand.
[6:52] Es geschah an einem solchen Tag, als er ins Haus kam, um seine Arbeit zu tun, und niemand von den Leuten des Hauses anwesend war, dass sie ihn bei seinem Obergewand ergriff und zu ihm sprach: „Lege dich zu mir!“ Er aber ließ das Obergewand in ihrer Hand und floh und lief hinaus.
[7:06] Als sie nun sah, dass er das Obergewand in ihrer Hand gelassen hatte und entflohen war, da rief sie die Leute ihres Hauses herbei und sprach zu ihnen: „Seht, er hat uns den Hebräer ins Haus gebracht, damit er Mutwillen mit uns treibt! Er kam zu mir herein, um bei mir zu liegen, und ich habe aus Leibeskräften geschrien!“
[7:25] Lieber rennen wir um unser Leben, als in die Sünde einzuwilligen. Möge Gott uns solch eine Treue zu ihm, zu seinem Wort schenken.
[7:39] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns überreichst, wo wir auch immer noch sind, und dass du uns auch Kraft schenken möchtest, aus Liebe zu dir der Sünde zu widerstehen, so wie Josef. Das bitten wir in deinem Namen, Jesus. Amen.
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