In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in die Geschichte Josefs aus 1. Mose 39-40 ein. Er beleuchtet, wie Josef trotz ungerechter Anschuldigungen und Gefangenschaft Gottes Segen erfährt und seine Gaben im Kerker einsetzt. Das Video ermutigt dazu, zu erkennen, dass Gott auch in widrigen Umständen bei uns ist und uns zu einem Segen machen kann.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 39:5-40:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Mose, Bibel, BibelstudiumPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 46. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du überall bei uns bist, wo immer wir auch sind, und dass du uns immer Kraft schenken möchtest, der Sünde zu widerstehen. Sprich auch heute durch dein Wort zu uns. Im Namen Jesu, Amen.
[0:53] Wir sind in 1. Mose 39. Josef hat gerade den Avancen der Frau des Potifar treu widerstanden, und sie hat ihn jetzt beschuldigt. In Vers 15 heißt es: „Als er nun hörte, dass ich meine Stimme erhob und schrie, ließ er sein Obergewand neben mir liegen und floh hinaus.“ Und sie ließ das Obergewand neben sich liegen, bis ihr Herr nach Hause kam. Dem erzählte sie die gleiche Geschichte und sprach: „Der hebräische Knecht, den du uns gebracht hast, ist zu mir hereingekommen, um Mutwillen mit mir zu treiben. Als ich aber meine Stimme erhob und schrie, ließ er sein Obergewand neben mir liegen und entfloh nach draußen.“
[1:43] Der Satan hat diese Eigenschaft, dass er die Dinge, die er selbst tut, anderen zur Last legt. Und so sehen wir ganz oft auch in unserem Leben, dass Menschen anderen das vorwerfen, was sie selbst eigentlich tun und denken. Und vielleicht hast du es auch schon in deinem Leben beobachtet. Wir sollten uns dagegen wirklich durch Gebet schützen, dass wir so eine Einstellung nicht an den Tag legen.
[2:10] Da heißt es in Vers 19: „Als nun ihr Herr die Rede seiner Frau hörte, als sie sprach: ‚So und so hat mir dein Knecht getan‘, da entbrannte sein Zorn. Und der Herr nahm Josef und warf ihn ins Gefängnis, dorthin, wo die Gefangenen des Königs gefangen lagen. So war er dort im Gefängnis.“ Und man kann davon ausgehen, dass wenn Potifar die Geschichte wirklich vollständig geglaubt hätte, dass er wahrscheinlich den Josef umgebracht hätte. Wahrscheinlich hat er selbst geahnt, dass es gar nicht so gewesen ist, aber hat aus familienpolitischen Gründen den Josef hier über die Klinge springen lassen und ihn als Bauernopfer geopfert. Und das passiert uns auch mal im Leben, dass wir leiden müssen, weil andere schlecht handeln und uns beschuldigen.
[2:58] Aber der Herr war mit Josef und verschaffte ihm Gunst und schenkte ihm Gnade vor den Augen des Kerkermeisters. Und der Kerkermeister gab alle Gefangenen, die im Kerker waren, in Josefs Hand, und alles, was es dort zu tun gab, geschah durch ihn. Der Kerkermeister kümmerte sich nicht im Geringsten um irgendetwas, das Josef in die Hand nahm, denn der Herr war mit ihm, und der Herr ließ alles gelingen, was er tat. Ganz egal, in welche Situation wir kommen, sind wir ins Gefängnis gekommen, Gott kann auch dort für uns wirken und auch dort uns zu einem Segen machen. Wenn wir ungerechterweise leiden, weil andere uns völlig unschuldig – also trotz unserer Unschuld – beschuldigen und uns in negative Situationen bringen, dürfen wir wissen: Gott hört nicht auf, uns zu segnen. Negative Umstände sind kein Beweis dafür, dass Gott aufgehört hat, uns zu segnen.
[3:51] Nach diesen Begebenheiten geschah es, dass der Mundschenk des Königs von Ägypten und der oberste Bäcker sich gegen ihren Herrn, den König von Ägypten, vergingen. Da wurde der Pharao zornig über seine beiden Hofbeamten, den obersten Mundschenk und den obersten Bäcker, und die sich in Haft setzen im Haus des Obersten der Leibwache, in den Kerker, in dem Josef gefangen war. Und der Oberste der Leibwache übertrug Josef die Sorge für sie, und er diente ihnen. Und sie waren längere Zeit im Gefängnis. Dieser Oberste der Leibwache ist Potifar. Gott hatte den Josef so sehr gesegnet, dass auch, als er im Gefängnis war, selbst Potifar dann merkte, dass man dem Josef vertrauen kann.
[4:34] Und sie hatten beide einen Traum in derselben Nacht, jeder eine Form von besonderer Bedeutung, der Mundschenk und der Bäcker des Königs von Ägypten, die in den Kerker gefangen lagen. Als nun Josef am Morgen zu ihnen kam, sah sie an und siehe, sie waren bedrückt. Da fragte er die Höflinge, die mit ihm im Gefängnis seines Herrn waren, und sprach: „Warum macht ihr heute ein so finsteres Gesicht?“
[4:57] Es lohnt sich, den Gesichtsausdruck unserer Mitmenschen mal ein bisschen genauer zu studieren und zu schauen, wer vielleicht traurig und bedrückt aussieht, und zu fragen, was der Grund ist. Sie antworteten ihm: „Wir haben einen Traum gehabt, und keiner ist da, der ihn deuten kann.“ Da sprach Josef zu ihnen: „Kommen die Deutungen nicht von Gott? Erzählt es mir.“
[5:16] Noch ein wichtiges Prinzip: Die Auslegung der Prophetie, wenn es auch um Zukunft geht, ist es keine menschliche Sache, sondern die Auslegung kommt immer von Gott. Auch die Bibel legt sich selbst aus. Da erzählte der oberste Mundschenk dem Josef seinen Traum und sprach: „In meinem Traum, siehe, da war ein Weinstock vor mir, und an dem Weinstock waren drei Ranken. Als er knospte, gingen die Blüten auf, und seine Trauben bekamen reife Beeren. Ich aber hatte den Becher des Pharao in der Hand, und ich nahm die Weintrauben, die Weintrauben, und presste sie aus in den Becher des Pharao, und reichte den Becher dem Pharao.“
[5:54] Da sprach Josef zu ihm: „Dies ist die Deutung: Die drei Ranken sind drei Tage. In drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben und dich wieder in sein Amt einsetzen, sodass du dem Pharao den Becher reichen wirst, wie du es früher zu tun pflegtest, als du noch sein Mundschenk warst. Solltest du dann etwa an mich denken, wenn es dir gut geht, so erweise mir doch Herzlichkeit und erwähne mich bei dem Pharao und bringe mich aus diesem Haus heraus. Denn ich bin aus dem Land der Hebräer geraubt worden, und habe auch hier gar nichts getan, weswegen man mich einkerkern müsste.“
[6:29] Halten wir fest: Egal, wo wir sind, Gott ist mit uns und zeigt durch seinen Segen noch anderen, dass er unser Leben führt. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, manchmal haben wir den Eindruck, dass es sehr ungerecht in unserem Leben zugeht und dass wir vielleicht auch tatsächlich ungerecht leiden. Aber egal, wie es uns geht, du willst bei uns sein und du willst uns segnen. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. [Musik]
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