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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 1. Mose 40 und 41 ein. Er beleuchtet Josefs Traumdeutungen im Gefängnis und die spätere Berufung durch den Pharao. Dabei wird eindrücklich gezeigt, wie Gott auch durch menschliches Versagen wirkt und Josef stets die Ehre Gottes in den Vordergrund stellt. Eine Ermutigung, sich auf Gottes Wege zu verlassen, auch wenn Menschen enttäuschen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Folge 47. Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater im Himmel, egal wo wir sind, du bist mitten bei uns und du willst unser Leben reich segnen. Und wir danken dir dafür, dass du auch jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:01] Wir sind in 1. Mose 40. Josef ist im Gefängnis und sagt dem Mundschenk, dass wenn er nach der Prophetie wieder frei werden sollte, er an ihn denken sollte. Vers 16: Als nun der oberste Bäcker sah, dass Josef eine gute Deutung gegeben hatte, sprach er zu ihm: "Ich in meinem Traum trug ich drei Körbe mit Weißbrot auf meinem Kopf, und im obersten Korb war allerlei Backwerk, Speise für den Pharao. Aber die Vögel fraßen es mir aus dem Korb, der auf meinem Kopf war." Da antwortete Josef und sprach: "Dies ist die Deutung: Die drei Körbe sind drei Tage. In drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben und wird dich ans Holz hängen lassen, dass die Vögel dein Fleisch fressen werden." Und es geschah am dritten Tag, dem Geburtstag des Pharao, als er für alle seine Knechte ein Mahl veranstaltete, dass er das Haupt des obersten Mundschenken und des obersten Bäckers erhob unter allen seinen Knechten. Und den obersten Mundschenk setzte er wieder in sein Amt, so dass er dem Pharao den Becher reichen durfte. Aber den obersten Bäcker ließ er hängen, so wie Josef es ihnen gedeutet hatte. Aber der oberste Mundschenk dachte nicht an Josef, sondern vergaß ihn.

[2:17] Josef hatte die Prophetie exakt ausgelegt. Er hatte das Wort Gottes so erklärt, wie Gott es selbst gemeint hatte und hatte damit zumindest einem von den beiden auch wirklich ein Segen sein konnte und hatte gehofft, dass er im Gegenzug auch etwas Positives zurückerhalten würde. Aber wie oft geschieht es, dass wir das Wort Gottes treu weitergeben, dass wir die Prophetie zum Segen für andere erklären und vielleicht hoffen, dass wir entsprechend auch ein positives Feedback bekommen und vielleicht auch menschliche Zuneigung, Freundschaft dadurch entsteht? Und vielleicht werden wir dann doch auch so vergessen wie Josef. Auf Menschen ist kein so großer Verlass wie auf das Wort Gottes.

[3:09] Es heißt weiter hier: Es geschah aber nach zwei Jahren, da hatte der Pharao einen Traum. Und siehe, er stand am Nil, und siehe, aus dem Nil stiegen sieben schöne und wohlgenährte Kühe herauf, die im Nilgras weideten. Und siehe, nach diesen stiegen sieben andere Kühe aus dem Nil herauf, von hässlicher Gestalt und magerem Leib. Die traten neben jene Kühe am Ufer des Nils. Und die sieben hässlichen, mageren Kühe fraßen die sieben schönen, wohlgenährten Kühe. Da erwachte der Pharao.

[3:38] Jetzt schlief er aber wieder ein und träumte zum zweiten Mal. Und siehe, da wuchsen sieben Ähren auf einem einzigen Halm, die waren voll und gut. Und siehe, danach sprossen sieben Ähren, die waren dünn und vom Ostwind versengt. Und die dünnen Ähren verschlangen die sieben schweren und vollen Ähren. Da erwachte der Pharao, und siehe, es war ein Traum.

[4:00] Es geschah am Morgen, da war sein Geist beunruhigt, und er sandte hin und ließ alle Wahrsager zu rufen und alle seine Weisen. Und der Pharao erzählte ihnen seinen Traum, aber da war keiner, der ihn dem Pharao deuten konnte. Wenn ihr etwas Interessantes machen wollt, dann könnt ihr einmal zu Hause in eurer eigenen Zeit diesen Traum und diese Geschichten in 1. Mose 41 vergleichen mit Daniel 2 – ein Kapitel, über das es sich lohnt, sehr intensiv nachzudenken und es zu studieren, mit vielen interessanten Parallelen, die man hier entdecken kann.

[4:34] Vers 9: Da sprach der oberste Mundschenk zum Pharao: "Ich erinnere mich heute an meine Sünde. Als der Pharao zornig war über seine Knechte und mich in Haft setzte im Haus des Obersten der Leibwache, mich und den obersten Bäcker, da hatten wir ein und denselben Traum in ein und derselben Nacht. Einen Traum, er und ich, jeder hatte einen Traum von besonderer Bedeutung. Und dort war ein hebräischer junger Mann bei uns, ein Knecht des Obersten der Leibwache. Dem erzählten wir es, und er deutete unsere Träume. Jedem deutete er seinen Traum besonders. Und so wie er es uns deutete, so ist es gekommen: Mich hat man wieder in mein Amt eingesetzt und ihn hat man gehängt."

[5:13] Da sandte der Pharao hin und ließ Josef rufen, und sie entließen ihn schnell aus dem Loch. Aber er ließ sich scheren und wechselte seine Kleider und ging zum Pharao hinein. Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Hätte man sich alleine auf das Gedächtnis dieses Mundschenken verlassen, dann wäre Josef vielleicht nie aus dem Gefängnis gekommen. Gott sendet einen Traum dem Pharao, und das bewirkt, dass der Mundschenk sich wieder erinnert. Gott hat interessante Wege, für uns zu sorgen und uns zu retten.

[5:42] Und der Pharao sprach zu Josef: "Ich habe einen Traum gehabt, aber es kann ihn niemand deuten. Nun habe ich über dich vernommen, dass du einen Traum zu deuten vermagst, wenn du ihn hörst." Josef antwortete dem Pharao und sprach: "Das steht nicht bei mir. Gott wird verkündigen, was dem Pharao zum Heil dient." Immer wieder sehen wir, wie Josef ganz deutlich nicht sich selbst, sondern Gott die Ehre gibt. Gott ist es, der uns unterweisen möchte. Gott kennt die Zukunft, und Gott möchte zu jedem Einzelnen von uns sprechen. Sein Wort verstehen wir am besten, wenn wir ihn selbst um Rat fragen.

[6:22] Da sprach der Pharao zu Josef: "Siehe, in meinem Traum stand ich am Ufer des Nils, und siehe, da stiegen aus dem Nil sieben wohlgenährte Kühe von schöner Gestalt auf, die auf dem Nilgras weideten. Und siehe, nach ihnen stiegen sieben andere Kühe herauf, dürftig und von sehr hässlicher Gestalt und magerem Leib. Im ganzen Land Ägypten habe ich keine so hässlichen gesehen."

[6:42] Wir können uns auf Gott verlassen, auch wenn Menschen uns enttäuschen. Lasst uns beten: Lieber Vater im Himmel, dein Wort ist vertrauenswürdig, die Prophetie ist sicher. Wir können uns darauf verlassen. Gib, dass wir uns nicht auf Menschen verlassen, sondern auf dich allein, und dass wir erleben, dass du uns rettest in deiner Zeit, so wie du es versprochen hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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