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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte Josefs aus 1. Mose 41-42. Er zeigt, wie Josefs Glaube an die Prophetie ihn befähigte, Ägypten und die umliegenden Länder vor der Hungersnot zu retten. Gleichzeitig erfüllt sich Josefs persönlicher Traum, als seine Brüder vor ihm erscheinen. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Plänen und Verheißungen sowohl im globalen als auch im persönlichen Leben zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 49. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du möchtest uns so sehr zum Licht der Welt machen und hast viel Größeres in unserem Leben vor, als wir uns vorstellen können. Herr, erleuchte uns auch heute durch dein Wort und sprich zu uns und ermutige uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[0:59] Wir sind gerade in 1. Mose 41. Josef ist gerade zum Großwesir von Ägypten, zum zweiten Mann hinter dem Pharao, gemacht worden. Wir lesen in Vers 47: „Und das Land trug in den sieben Jahren reichen Überfluss. Und er, das ist Josef, sammelte allen Ertrag der sieben Jahre, welche im Land Ägypten waren, und schaffte die Nahrungsmittel in die Städte. Den Ertrag der umliegenden Felder brachte er in die Städte. Und Josef speicherte Getreide auf wie Sand am Meer, über die Maßen viel, bis man es nicht mehr messen konnte, denn es war unermesslich viel.“ Josef glaubte an die Prophetie, und das führte dazu, dass er sich gründlich vorbereitete, nicht nur ein bisschen, so wie es vielleicht gerade gelegen war, nein, mit großer Systematik. Bereiten auch wir uns systematisch auf die Krise vor, von der wir glauben, dass sie kommen wird. Bevor das Jahr der Hungersnot kam, wurden dem Josef zwei Söhne geboren. Asenat, die Tochter Potiferas, des Priesters von On. Und Josef gab dem Erstgeborenen den Namen Manasse, denn er sprach: „Gott hat mich all meine Mühsal vergessen lassen und das ganze Haus meines Vaters.“ Dem zweiten aber gab er den Namen Ephraim, denn er sprach: „Gott hat mich fruchtbar gemacht im Land meines Elends.“ Halten wir fest: Gott hat ihn nicht aus diesem Land herausgeführt, sondern ihn dort gesegnet, wo er war. Gottes Pläne sind für uns nicht immer ganz zu verstehen, aber eins ist sicher: Wir können mit Gott leben, jeden Tag, auch wenn wir vielleicht die Umstände unseres Lebens uns anders wünschen würden.

[2:58] Als nun die sieben Jahre des Überflusses im Land Ägypten zu Ende gegangen waren, da brachen die sieben Jahre der Hungersnot an, wie Josef es vorausgesagt hatte. Es entstand eine Hungersnot in allen Ländern, aber im ganzen Land Ägypten gab es Brot. Und als das ganze Land Ägypten Hunger litt und das Volk zum Pharao um Brot schrie, da sprach der Pharao zu allen Ägyptern: „Geht hin zu Josef! Was er euch sagt, das tut!“ Und als die Hungersnot im ganzen Land herrschte, eröffnete Josef alle Speicher und verkaufte den Ägyptern Getreide, denn die Hungersnot nahm überhand im Land Ägypten. Und alle Welt kam nach Ägypten, um bei Josef Korn zu kaufen, denn es herrschte große Hungersnot auf der ganzen Erde. Durch seine korrekte Interpretation der Prophetie konnte Josef nicht nur der mächtigsten Nation seiner Zeit helfen, er konnte buchstäblich für die ganze Welt, die damals unter Hunger litt, ein Licht sein und ihnen helfen. Wenn wir die Prophetie richtig verstehen, dann kann unser Licht die ganze Welt erleuchten.

[4:08] Und Jakob sah, dass es in Ägypten Korn gab. Da sprach Jakob zu seinen Söhnen: „Was seht ihr dann an? Siehe, ich höre, dass es in Ägypten Korn gibt. Zieht hin, davon kauft uns dort Getreide, damit wir leben und nicht sterben.“ Es ist ganz interessant: Bei Abraham war es so gewesen, dass er bei der Hungersnot nach Ägypten zog. Bei Isaak war es so gewesen, dass Gott ihm gesagt hatte bei einer anderen Hungersnot: „Zieht nicht nach Ägypten.“ Aber hier sind wir wieder in einem anderen Fall. Und wir sehen daran, dass Gottes Wege auch unterschiedlich sind, je nachdem wie die Umstände sind. Denn Gott wollte ja, dass die Brüder jetzt Josef auch wieder treffen. Das heißt, was Gott einem Menschen sagt, ist nicht in allen Details immer hundertprozentig übertragbar auf jemand anderes. Unsere Umstände variieren, und Gott hat viele Wege. Wichtig ist, dass wir darauf achten, dass wir uns sein Leben persönlich Gott übergeben, und er wird dann alles Weitere führen.

[5:03] So machten sich zehn der Brüder Josefs auf den Weg, um in Ägypten Getreide zu kaufen. Benjamin aber, den Bruder Josefs, ließ Jakob nicht mit den Brüdern, denn er sprach: „Es könnte ihm ein Unfall begegnen.“ Das Thema der Angst, das wir schon seit Abraham verfolgen können. Hier so kamen nun die Söhne Israels, um Getreide zu kaufen, mit anderen, die auch hingingen, weil im Land Kanaan eine Hungersnot herrschte. Josef aber war der Regent über das Land. Er allein verkaufte dem ganzen Volk des Landes Korn. Darum kamen die Brüder Josefs und beugten sich voll nieder, das Angesicht zur Erde gewandt.

[5:43] Man konnte wahrscheinlich in den Augen von Josef dieses Erstaunen sehen. Die Prophetie, die er in 1. Mose 37 im Traum gesehen hatte, erfüllte sich vor seinen Augen. Sie verbeugten sich. Er hatte die nationale, die weltweite prophetische Aussage, die Hungersnot, in der Erfüllung gesehen, aber jetzt erfüllte sich auch eine Prophetie, die persönlich ihn und seine Familie betraf. Als er nun seine Brüder sah, erkannte er sie, aber sie kannten ihn nicht. Und Josef dachte an die Träume, die er von ihnen geträumt hatte, und sprach zu ihnen: „Ihr seid Kundschafter! Ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land offen ist.“ Sie antworteten ihm: „Nein, mein Herr, deine Knechte sind gekommen, um Nahrung zu kaufen. Wir sind alle Söhne eines Mannes. Wir sind aufrichtig. Deine Knechte sind niemals Kundschafter gewesen.“ Er aber sprach: „Nein, sondern ihr seid gekommen, um zu sehen, wo das Land offen ist.“ Wenn etwas Interessantes: Dann studiert mal die Parallele dieser Geschichte zu der Geschichte von Jesus und der syrophönizischen Frau in Markus 7 und Matthäus 15. Das ist ganz interessant, das miteinander zu vergleichen. Sie antworteten: „Wir sind deine Knechte, sind zwölf Brüder, die Söhne eines einzigen Mannes im Land Kanaan. Und siehe, der jüngste ist gegenwärtig bei unserem Vater, und der eine ist nicht mehr.“ Josef sprach zu ihnen: „Es ist so, wie ich euch gesagt habe: Ihr seid Kundschafter! Daran will ich euch prüfen. So wahr der Pharao lebt, ihr sollt von hier nicht fortgehen, es sei denn, euer jüngster Bruder kommt.“

[7:30] Wir können Gott dankbar sein, dass sich nicht nur die große, weltweite Prophetie erfüllt, sondern auch das prophetische Wort in unser persönliches Familienleben hineinsprechen möchte. Lasst uns beten. Lieber Vater, wenn wir denken, dass es keine Hoffnung mehr gibt und wir vielleicht niemals mehr unsere Lieben sehen werden oder eine Einheit in unserer Familie nicht mehr hergestellt werden kann, dann sagt dein prophetisches Wort doch, dass du ja die Herzen der Väter zu den Söhnen und umgekehrt vereinen möchtest und kehren möchtest. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir deinen Verheißungen glauben, nicht nur wenn es um die Weltpolitik geht, sondern auch um unser persönliches Familienleben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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