Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ die Kapitel 1. Mose 43 und 44. Er analysiert Josefs emotionales Wiedersehen mit seinen Brüdern und die subtilen Tests, denen er sie unterzieht, um ihre Herzen zu prüfen. Besonders im Fokus steht Judas Bereitschaft, für Benjamin einzustehen, was als Beispiel für die transformative Kraft Gottes in unserem Leben dient.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 43:28-44:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Folge 52.
[0:41] Lasst uns gemeinsam beten. Manchmal sieht die Zukunft so düster aus und wir wissen nicht, was passieren wird. Aber du lädst uns ein, dir ganz zu vertrauen, und darauf wollen wir bauen. Und möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:00] In 1. Mose 43: Die Söhne Jakobs, die Brüder von Josef, sind wieder in Ägypten und sind jetzt eingeladen, mit Josef, den sie noch nicht erkannt haben, gemeinsam Mittag zu essen.
[1:14] Auf die Frage von Josef, wie es dem Vater geht, antworten sie in Vers 28: Sie antworteten: „Es geht deinem Knecht, unserem Vater, gut. Er lebt noch.“ Und sie verneigten sich und warfen sich vor ihm nieder.
[1:30] Das ist jetzt schon das dritte Mal, dass Josef – so wie es die Prophezeiung in 1. Mose 37 zwei Mal gesagt hatte – sieht, wie seine Brüder sich vor ihm verbeugen.
[1:45] Als er aber seine Augen erhob und seinen Bruder Benjamin sah, den Sohn seiner Mutter, fragte er: „Ist das euer jüngster Bruder, von dem ihr mir gesprochen habt?“ Und er sprach: „Gott sei dir gnädig, mein Sohn!“ Danach aber zog sich Josef zurück, denn sein Innerstes war aufgewühlt wegen seines Bruders, und er suchte einen Ort auf, wo er weinen konnte, und ging in sein Gemach und weinte dort.
[2:13] Emotionen können so stark sein, auch im Leben eines gläubigen Menschen, so sehr, dass man ab und zu fast die Fassung verlieren möchte. Gott hat uns Emotionen geschenkt, sie sind Teil seines Planes auch. Und wenn wir mit Gott leben, dann werden auch unsere Emotionen so sein, dass sie uns näher zu Gott führen. Josef jedenfalls hat etwas über die Liebe, die Gott uns geschenkt hat, hier auch verstanden.
[2:43] Dann dabei wusch er sein Angesicht, ging hinaus, überwand sich und sprach: „Tragt das Essen auf!“ Und man trug ihm besonders auf, und ihnen, und ebenso den Ägyptern, die mit ihm aßen. Denn die Ägypter dürfen nicht mit den Hebräern zusammen essen, denn das ist für die Ägypter ein Gräuel.
[3:02] Und sie saßen vor ihm, der Erstgeborene zuoberst und der Jüngste zuunterst, und die Männer schauten einander verwundert an. Und man trug ihnen besondere Gerichte von dem auf, was vor seinem Gesicht gestanden hatte. Das besondere Gericht für Benjamin aber war fünfmal größer als die besonderen Gerichte von ihnen allen. Und sie tranken und wurden fröhlich mit ihm.
[3:24] Die Brüder hatten das Problem, dass sie neidisch gewesen waren auf Josef viele Jahre zuvor, und Josef möchte sie genau an diesem Punkt testen.
[3:37] Wenn wir mit Gott leben und unser Herz ihm geben und der Meinung sind, dass wir ein neues Herz haben, dann wird Gott uns auch testen, gerade an den Punkten, in denen wir früher immer wieder versagt haben. Nicht, um uns erneut in die Sünde zu treiben, sondern um uns zu zeigen, ob wir wirklich mit ihm leben und dass, wenn das der Fall ist, wir sehen können, welche Kraft sein Wort in unserem Leben gehabt hat.
[4:10] Und Josef befahl seinem Verwalter und sprach: „Fülle den Männern die Säcke mit Speise, so viel sie tragen können, und lege das Geld eines jeden oben in seinen Sack. Meinen Becher aber, den silbernen Becher, lege oben in den Sack des Jüngsten samt dem Geld für das Korn.“ Und der handelte nach dem Wort Josefs, das er gesprochen hatte. Und als der Morgen anbrach, ließ man die Männer ziehen samt ihren Eseln.
[4:30] Als sie aber zur Stadt hinaus gekommen waren und noch nicht weit entfernt waren, sprach Josef zu seinem Verwalter: „Mache dich auf, jage den Männern nach! Und wenn du sie eingeholt hast, sprich zu ihnen: ‚Warum habt ihr Gutes mit Bösem vergolten? Ist das nicht derjenige, aus dem mein Herr trinkt, aus dem er wahrsagen pflegt? Da habt ihr Böses getan!‘“ Als er sie nun eingeholt hatte, redete er mit ihnen diese Worte.
[4:52] Sie sprachen: „Warum redet mein Herr solche Worte? Das ist ferne von deinen Knechten, so etwas zu tun! Wir haben das Geld, das wir oben in unseren Säcken fanden, aus dem Land Kanaan wieder zurückgebracht. Wie sollten wir denn aus dem Haus deines Herrn Silber oder Gold gestohlen haben?“
[5:11] „Bei welchem von deinen Knechten aber etwas gefunden wird, der soll sterben, und wir anderen wollen die Knechte deines Herrn sein.“ Er aber sprach: „Nach eurem Wort so soll es sein! Bei wem er gefunden wird, der sei mein Knecht, die anderen aber sollen ungestraft bleiben.“
[5:30] Da ließ sogleich jeder seinen Sack zur Erde gleiten und jeder öffnete seinen Sack. Er aber fing an zu suchen beim Ältesten und kam bis zum Jüngsten, da fand sich der Becher in Benjamins Sack. Da zerrissen sie ihre Kleider und jeder lud seine Last auf seinen Esel, und sie kehrten wieder in die Stadt zurück. Und Juda ging mit seinen Brüdern in das Haus Josefs, denn er war noch dort, und sie fielen vor ihm auf die Erde nieder.
[5:56] Das vierte Mal. Und hier zeigt sich, dass Juda gegenüber seinem Vater nicht nur Worte gesagt hat, sondern dass er wirklich von Herzen einstehen wollte für seinen jüngeren Bruder Benjamin.
[6:11] Josef aber sprach zu ihnen: „Was ist das für eine Tat, die ihr begangen habt? Wusstet ihr nicht, dass ein solcher Mann wie ich wahrsagen kann?“
[6:21] Juda antwortete: „Was sollen wir meinem Herrn sagen? Was sollen wir reden und wie sollen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Schuld deiner Knechte gefunden. Siehe, wir sind die Knechte unseres Herrn, wir und der, in dessen Hand der Becher gefunden worden ist.“ Er aber sprach: „Das ist ferne von mir, so etwas zu tun!“
[6:36] „Der Mann, in dessen Hand der Becher gefunden worden ist, soll mein Knecht sein. Ihr aber zieht in Frieden zu eurem Vater hinauf.“ Da trat Juda näher zu ihm hin.
[6:45] Und sprach: „Bitte, mein Herr, lass deinen Knecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn entbrenne nicht über deine Knechte, denn du bist wie der Pharao.“
[6:59] Prüfungen sind unangenehm, aber in ihnen lernen wir etwas über die Veränderung, die Gott in unserem Herzen vorgenommen hat. Lasst uns beten.
[7:09] Vater im Himmel, wir fühlen uns oft nicht gut, wenn du uns in Prüfungen bringst. Du tust es, um zu zeigen, was du in unserem Herzen verändert hast und verändern kannst. Und so möchten wir dir auch für Prüfungen danken. Im Namen Jesu. Amen.
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