In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatische Wende in der Josefsgeschichte aus 1. Mose 44-45. Er zeigt, wie Juda sich opferbereit für Benjamin einsetzt und Josef sich seinen Brüdern offenbart. Die Botschaft betont, dass Gott selbst aus menschlichen Fehlern und Leid Gutes wirken und Leben retten kann, und dass er uns auch in den dunkelsten Stunden führt.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Mose 44:19-45:10
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 53. Lasst uns beten.
[0:42] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass gerade in den schwersten Stunden unseres Lebens, gerade in den größten Prüfungen, du dich auf eine besonders machtvolle Art und Weise offenbaren kannst und willst. So bitten wir dich auch jetzt, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:04] Wir sind in 1. Mose 44. Der Becher ist im Sack von Benjamin gefunden worden, und alle Brüder sind zurück zu Josef gekommen. Und Juda versucht nun etwas zu tun, um Benjamin zu retten.
[1:20] Wir lesen in Vers 19: "Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr noch einen Vater oder Bruder?" Da antworteten wir meinem Herrn: "Wir haben einen alten Vater und einen jungen Knaben, der ihm in seinem Alter geboren wurde, und dessen Bruder ist tot, und er ist allein übrig geblieben von seiner Mutter, und sein Vater hat ihn lieb."
[1:44] Früher hatte es Juda und seine Brüder gestört, dass der Vater einen Lieblingssohn hat. Jetzt haben sie Mitleid mit Benjamin und Mitleid mit Jakob.
[1:54] "Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringt ihn zu mir herab, damit ich ihn sehen kann." Da sprachen wir zu meinem Herrn: "Der Knabe kann seinen Vater nicht verlassen. Wenn er seinen Vater verließ, so würde dieser sterben." "Du aber sprachst zu deinen Knechten: Wenn euer jüngster Bruder nicht mit euch herabkommt, so sollt ihr mein Gesicht nicht mehr sehen."
[2:13] "Als wir nun zu deinem Knecht, unserem Vater, kamen, da verkündeten wir ihm die Worte unseres Herrn. Und als unser Vater sprach: Geht hin und kauft uns wieder etwas zu essen, da antworteten wir: Wir können nicht hinabziehen. Wenn unser jüngster Bruder bei uns ist, dann wollen wir hinabziehen, denn wir dürfen das Angesicht des Mannes nicht sehen, wenn unser jüngster Bruder nicht bei uns ist."
[2:35] "Da sprach dein Knecht, unser Vater, zu uns: Ihr wisst, dass mir meine Frau zwei Söhne geboren hat. Die eine ist von mir weggegangen, und ich musste mir sagen: Gewiss ist er zerrissen worden, und ich habe ihn bis heute nicht wieder gesehen."
[2:50] Interessanterweise zeigt diese Passage, dass Jakob tatsächlich die Rahel als seine eigentliche Frau betrachtet hat.
[3:02] "Wenn ihr nun diesen auch von mir nehmt, und es stößt ihm ein Unglück zu, so werdet ihr meine grauen Haare durch ein solches Unglück ins Totenreich hinunterbringen."
[3:12] "Wenn ich nun zu deinem Knecht, meinem Vater, käme, und der Knabe wäre nicht bei mir, an dessen Seele doch seine Seele gebunden ist, so würde es geschehen, dass er stirbt, wenn er sieht, dass der Knabe nicht da ist. Und so würden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines Knechtes, unseres Vaters, vor Kummer ins Totenreich hinunterbringen."
[3:35] Juda sieht plötzlich, welche Verantwortung er hat. Er spürt, dass er durch sein Verhalten etwas für Jakob oder gegen Jakob tun kann. Weißt du, welchen Einfluss dein Verhalten zum Positiven oder Negativen für andere Menschen hat? Denkst du auch zuerst an andere, so wie Juda hier zuerst an das Wohl seines Vaters und an das Wohl seines jüngeren Bruders Benjamin denkt?
[4:09] "Denn dein Knecht hat sich bei meinem Vater für den Knaben verbürgt und versprochen: Wenn ich ihn hier nicht wiederbringe, so will ich von meinem Vater die Schuld tragen mein ganzes Leben lang. Darum nun, darum will nun dein Knecht als Sklave meines Herrn hier bleiben anstatt des Knaben. Der Knabe aber soll mit seinen Brüdern hinaufziehen."
[4:33] Das ist vielleicht der Höhepunkt der gesamten Josefsgeschichte. Nicht Josef, sondern Juda ist der eigentliche Held in dieser Perspektive.
[4:44] Juda, der verlorene Sohn, der noch einige Zeit zuvor seine Schwiegertochter beinahe verbrannt hätte, weil er von ihr gehört hatte, dass sie Hurerei betrieben hat, obwohl er seine eigene Sünde gar nicht als solche erkannt hatte. Er ist es, der hier sein Leben für das Leben seines jüngeren Bruders anbietet. Er selbst wird zum Typus für Jesus, der sein Leben gegeben hat für mich und für dich.
[5:15] "Denn wie könnte ich zu meinem Vater hinaufziehen, ohne dass der Knabe bei mir wäre? Ich möchte das Leid nicht sehen, das meinen Vater träfe."
[5:24] Da konnte sich Josef nicht länger bezwingen vor allem, die um ihn herstanden. "Lasst jedermann von mir hinausgehen!" Und es stand keiner bei ihm, als Josef sich seinen Brüdern zu erkennen gab.
[5:36] Und er weinte, und das hörten die Ägypter und das Haus des Pharaos. Und Josef sprach zu seinen Brüdern: "Ich bin Josef. Lebt mein Vater noch?" Aber seine Brüder konnten ihm nicht antworten, so bestürzt waren sie vor ihm.
[5:48] Da sprach Josef zu seinen Brüdern: "Tretet doch herzu mir!" Als sie nun näher kamen, sprach er zu ihnen: "Ich bin Josef, euer Bruder, den ihr nach Ägypten verkauft habt. Und nun kümmert euch nicht und macht euch keine Vorwürfe darüber, dass ihr mich hierher verkauft habt, denn zur Lebensrettung hat mich Gott vor euch her gesandt."
[6:06] Selbst wenn wir gesündigt haben und wenn durch unsere falschen Entscheidungen viel Leid entstanden ist, so kann Gott doch unsere Fehler benutzen und durch seine Macht und durch seine Weisheit die Ereignisse so lenken, dass sogar noch Leben gerettet wird.
[6:27] "Denn dies ist das zweite Jahr, dass die Hungersnot im Land herrscht, und es werden noch fünf Jahre ohne Pflügen und Ernten sein. Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, um euch einen Überrest zu sichern auf Erden und euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung. Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott. Er hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über das ganze Land Ägypten."
[6:54] Josef konnte im Nachhinein sehen, wie Gott seine Hand im Spiel hatte, selbst als er Schlimmes erlebt hat, dass Gott doch bei ihm gewesen ist und alles geführt hat.
[7:05] "Zieht nun schnell zu meinem Vater hinauf und sagt ihm: So spricht dein Sohn Josef: Gott hat mich zum Herrn über ganz Ägypten gesetzt. Komm zu mir herab, zögere nicht! Und du sollst im Land Goschen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Kinder, deine Kindeskinder, deine Schafe und deine Rinder und alles, was dir gehört."
[7:27] Wir alle werden einmal sehen, wenn wir zurückschauen, dass Gott auch gerade in den dunkelsten Momenten unseres Lebens seine Hand in unserem Leben gehabt hat und uns geführt und geleitet hat, wie es zum Besten gewesen ist.
[7:42] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir sehen dürfen, dass du Pläne hast, von denen wir nichts ahnen, und dass auch in den Situationen, die wir nicht verstehen können, du nur das Beste für uns willst und dass es einmal einen Zeitpunkt geben wird, wo wir das auch erkennen können. Das danken wir im Namen Jesu. Amen.
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