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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp in die letzten Tage Jakobs in 1. Mose 47 und 48 ein. Der 147-jährige Jakob bittet seinen Sohn Josef um ein besonderes Begräbnis und segnet dessen Söhne Ephraim und Manasse. Dabei offenbart sich Gottes souveräner Plan, der menschliche Erwartungen übersteigt. Eine ermutigende Botschaft über Gottes Treue und seine Wege, die immer die besten sind.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 57. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass selbst wenn uns selbst unser Leben mühsam und anstrengend vorkommt, wir doch ein großer Segen für andere sein dürfen. Durch dich und so bitten wir dich, dass du auch jetzt heute durch dein Wort zu uns sprichst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:02] Wir sind in 1. Mose 47. Jakob ist mittlerweile 147 Jahre alt in Ägypten, und die Zeit kommt, dass er sterben wird. Vers 29: „Als nun die Zeit kam, dass Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Josef und sprach zu ihm: Wenn ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, so lege doch deine Hand unter meine Hüfte und erweise mir Liebe und Treue. Begrabe mich doch ja nicht in Ägypten.“ Wir erinnern uns dann an 1. Mose 24, wo der Knecht von Abraham ein ganz Ähnliches leisten sollte. „Sondern ich will bei meinen Vätern liegen. Darum sollst du mich aus Ägypten wegführen und mich in ihrem Grab begraben.“ Er sprach: „Ich will es machen, wie du gesagt hast.“ Er aber sprach: „Schwöre mir das!“ Und er schwur ihm. Und Israel betete an am Kopfende des Bettes.

[2:05] Und es geschah nach diesen Begebenheiten, da wurde dem Josef gesagt: „Siehe, dein Vater ist krank!“ Und er nahm seine zwei Söhne, Manasse und Ephraim, mit sich. Und dann berichtete man dem Jakob und sagte: „Siehe, dein Sohn Josef kommt zu dir!“ Und Israel machte sich stark und setzte sich auf im Bett.

[2:25] Und Jakob sprach zu Josef: „Gott, der Allmächtige, erschien mir in Lus im Land Kanaan und segnete mich und sprach zu mir: „Siehe, ich will dich fruchtbar machen und dich mehren und dich zu einer Menge von Völkern machen, und ich will deinem Samen nach dir dieses Land zum ewigen Besitz geben.““

[2:45] Noch Jahrzehnte später hat sich Jakob daran erinnert, wie Gott ihm in der vielleicht dunkelsten Stunde seines Lebens Hoffnung und Trost geschenkt hat. Es lohnt sich, sich immer wieder daran zu erinnern, was wir schon mit Gott erlebt haben und wie er zu uns gerade in unseren finsteren Momenten gesprochen hat.

[3:08] „So sollen nun deine beiden Söhne, die dir im Land Ägypten geboren wurden, ehe ich zu dir nach Ägypten gekommen bin, mir angehören. Ephraim und Manasse sollen mir angehören wie Ruben und Simeon. Die Kinder aber, die du nach ihnen zeugst, sollen dir angehören und sollen in ihrem Erbteil nach dem Namen ihrer Brüder genannt werden.“

[3:30] „Und als ich aus Paddan kam, starb Rahel bei mir im Land Kanaan auf dem Weg, als wir nur ein Stück Weges von Efrat entfernt waren, und ich begrub sie dort am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem.“

[3:47] Rahel war wirklich seine Frau. Das wird an vielen Details deutlich. Und hier am Ende seines Lebens ist sie eines der letzten Dinge, die er sich noch wirklich gut erinnern kann und die ihm hier erwähnenswert erscheinen.

[4:02] Als aber Israel die Söhne Josefs sah, fragte er: „Wer sind diese?“ Josef antwortete: „Es sind meine Söhne, die mir Gott hier geschenkt hat.“ Er sprach: „Bring sie doch her zu mir, dass ich sie segnen kann.“ Israels Augen waren vom Alter kurzsichtig geworden, dass er nicht mehr gut sehen konnte. Und als er sie nun zu ihm brachte, küsste und umarmte er sie.

[4:28] Wir denken fast unwillkürlich an die Geschichte in 1. Mose 27, als Isaak blind geworden war und es ebenfalls um den Segen ging.

[4:40] Und Israel sprach zu Josef: „Dass ich dein Angesicht noch sehen darf, darum hätte ich nicht zu bitten gewagt. Und siehe, hat mich Gott sogar deine Nachkommen sehen lassen.“

[4:51] Gott gibt uns mehr, als wir erbitten. Er gibt uns mehr, als wir zu hoffen wünschen. Es gibt nichts Gutes, das für uns zum Besten ist, was er uns vorenthalten möchte.

[5:04] Und Josef nahm sie von seinen Knien und warf sich auf sein Angesicht zur Erde nieder. Danach nahm Josef sie beide, Ephraim in seine Rechte zur Linken Israels und Manasse in seine Linke zur Rechten Israels und brachte sie zu ihm.

[5:20] Da streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf Ephraims Haupt, obwohl er der Jüngere war, und seine Linke aber auf Manasses Haupt, indem er so seine Hände kreuzte, obwohl Manasse der Erstgeborene war.

[5:34] Und er segnete Josef und sprach: „Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter Abraham und Isaak gewandelt haben, der Gott, der mich behütet hat, seitdem ich bin bis zu diesem Tag, der Engel, der mich erlöst hat aus allem Bösen, der segne die Knaben, und durch sie werde mein Name genannt und der Name meiner Väter Abraham und Isaak, und sie sollen zu einer großen Menge werden auf Erden.“

[5:57] Kannst du heute sagen, dass bis zu diesem Tag Gott dich behütet hat und dich erlöst hat aus allem Bösen?

[6:11] Das war die Erfahrung von Jakob, der ein so bewegtes Leben erlebt hat und der am Ende sagen konnte: „Gott ist mit mir gewesen und hat mich von jedem Bösen erlöst.“

[6:21] Als aber Josef sah, dass sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt gelegt hatte, missfiel es ihm. Darum ergriff er die Hand seines Vaters, um sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt zu wenden. Dabei sprach Josef zu seinem Vater: „Nicht so, mein Vater, denn dieser ist der Erstgeborene. Lege deine Rechte auf sein Haupt.“

[6:42] Aber sein Vater weigerte sich und sprach: „Ich weiß, mein Sohn, ich weiß es wohl. Auch er soll zu einem Volk werden, und auch er soll groß sein. Aber doch soll sein jüngerer Bruder größer werden, und sein Same wird eine Menge von Völkern sein.“

[6:58] Denn das Recht des Erstgeborenen ist in 1. Mose so interessant. Nicht Ismael, sondern Isaak, nicht Esau, sondern Jakob, später auch nicht Ruben, wie wir noch sehen werden. Und auch hier nicht Manasse, sondern Ephraim. Gottes Wege sind immer anders, als wir denken, und unsere menschlichen Planungen scheitern immer wieder an dem, was Gott für uns vorgesehen hat. Sein Weg ist immer der Beste.

[7:28] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, was für ein Zeugnis von Jakob, der am Ende seines Lebens nach 147 bewegten Jahren sagen konnte, dass du ihn aus allem Bösen erlöst hast. Und so bitten wir dich auch heute, dass du uns behütest und uns von allem Bösen befreist. Im Namen Jesu. Amen.


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