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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 1. Mose 48 und 49 ein. Er beleuchtet Jakobs letzte Segnungen und Prophezeiungen für seine Söhne, die das Schicksal ihrer Stämme prägen sollten. Besonders hervorgehoben wird Judas wundersame Errettung und seine Rolle als Ahnherr des Messias, des „Silo“, der Segen für alle Völker bringt. Die Botschaft unterstreicht, wie persönliche Entscheidungen weitreichende Konsequenzen haben, aber auch, dass Gottes Gnade selbst tief gefallene Menschen zu außergewöhnlichem Segen führen kann.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Seite 58. Lasst uns beten: Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns mehr schenkst, als wir bitten oder überhaupt zu bitten wagen. Danke, dass du unser Allerbestes willst und dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:02] Wir sind in 1. Mose 48. Jakob hat gerade die beiden Söhne von Josef, Ephraim und Manasse, gesegnet und dabei die Hände überkreuzt. Vers 20: So segnete er sie an jenem Tag und sprach: Mit dir wird man sich in Israel segnen und sagen: Gott mache dich wie Ephraim und Manasse. So setzte er ihm den Manasse voran. Und Israel sprach zu Josef: Siehe, ich sterbe, aber Gott wird mit euch sein und wird euch zurückbringen in das Land eurer Väter. Patriarchen sterben, Männer Gottes gehen ins Grab, aber Gott führt sein Werk bis ans Ende. Und ich schenke dir einen Bergrücken, den du vor deinen Brüdern voraus haben sollst. Ich habe ihn den Amoriter mit meinem Schwert und meinem Bogen aus der Hand genommen.

[1:55] Und Jakob rief seine Söhne zu sich und sprach: Kommt zusammen, damit ich euch verkünde, was euch in künftigen Tagen begegnen wird. Versammelt euch und horcht auf, ihr Söhne Jakobs, hört auf Israel, euren Vater!

[2:13] Ruben, du bist mein Erstgeborener, meine Kraft und der Erste in meiner Stärke, von hervorragender Würde und vorzüglicher Kraft. Du warst wie brodelndes Wasser, du sollst nicht den Vorzug haben, denn du bist auf das Bett deines Vaters gestiegen, du hast es dort entweiht. Er stieg auf mein Lager.

[2:38] Wir können noch so viel Kraft und Stärke haben und nach menschlichem Ermessen die Pole Position, die Eliteposition einnehmen. Wenn wir uns nicht zügeln, unsere Leidenschaften nicht im Griff haben, werden wir nicht den Segen erben können, der uns eigentlich zusteht.

[2:54] Simeon und Levi sind Brüder, Waffen der Gewalt sind ihre Schwerter. Meine Seele, komm nicht in ihre Heirat, und meine Ehre, vereinige dich nicht mit ihrer Versammlung! Denn sie haben Männer gemordet in ihrem Zorn und die Rinder verstümmelt in ihrer Willkür. Verflucht sei ihr Zorn, weil er so heftig, und ihr Grimm, weil er so hart ist. Ich will sie verteilen unter Jakob und zerstreuen unter Israel.

[3:20] Das waren die beiden, die insbesondere solch ein Blutvergießen angerichtet haben. Sie waren besonders grausam. Gewalt ist schlimm und führt dazu, dass wir nicht den Segen erben können, den wir eigentlich haben könnten. Aber es lohnt sich einmal zu studieren, was insbesondere aus dem Stamm Levi geworden ist, der zerstreut worden ist, aber durch spätere Bekehrung eine besondere Rolle in Israel empfangen hat.

[3:48] Dich, Juda, werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein. Vor dir werden sich die Söhne deines Vaters beugen. Juda ist ein junger Löwe. Mit Beute beladen steigst du, mein Sohn, empor. Er hat sich gekehrt und gelagert wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer will ihn aufwecken? Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Silo kommt, und ihm werden die Völker gehorsam sein. Er wird sein Füllen an den Weinstock binden und das Junge seiner Eselin an die Edelrebe. Er wird sein Kleid im Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut. Seine Augen sind dunkel als Wein und seine Zähne weißer als Milch.

[4:35] Wenn es Ruben und Simeon und Levi so ergeht, warum ist Juda, der ja noch schlimmer gesündigt hatte als die anderen drei zusammen, mit solch einem Segen bedacht worden? Die Antwort ist: Juda ist der verlorene Sohn, der zurückgekehrt ist. Er hat das Evangelium verstanden und er wird zum Ahnherrn des Messias. Aus seiner Familie wird der Silo kommen, der den Segen für alle Völker bringt. Juda ist der Gesegnete.

[5:10] Sebulon wird an der Küste des Meeres wohnen, am Anlegeplatz der Schiffe, und er lehnt sich an Sidon an. Issachar ist ein knochiger Esel, der zwischen den Hürden liegt. Und weil er sieht, dass die Ruhe gut und das Land lieblich ist, so neigt er seine Schultern zum Tragen und wird ein frondienstpflichtiger Knecht. Dan wird sein Volk richten als einer der Stämme Israels. Dan wird eine Schlange am Weg sein, eine Otter auf dem Pfad, die das Ross in die Fersen beißt, sodass der Reiter rückwärts stürzt. Auf dein Heil warte ich, Herr!

[5:41] Es lohnt sich einmal zu schauen, wie die einzelnen Stämme Israels später diese Prophezeiung auch erfüllt haben. Zum Beispiel kann man mal über Dan studieren, welche Rolle der Stamm Dan in der Einführung des Götzendienstes in Israel gespielt hat. Das ist sehr interessant zu studieren.

[5:59] Gad, den drängt eine Schar, aber er drängt sie zurück. Asser, fettes ist sein Brot, und er gibt königliche Leckerbissen. Naftali ist eine losgelassene Hirschkuh, er kann schöne Worte machen.

[6:14] Interessant, wie die Taten und Charaktereigenschaften dieser einzelnen Söhne dann später das Schicksal ganzer Völker mitbestimmt haben. Das, was wir tun, hat Einfluss auf die Zukunft.

[6:29] Josef ist ein junger Fruchtbaum, ein junger Fruchtbaum an der Quelle, seine Zweige klettern über die Mauer hinaus. Zwar reizen ihn die Bogenschützen und beschießen und bekämpfen ihn, aber sein Bogen bleibt unerschütterlich und gelenkig sind die Arme seiner Hände von den Händen des Mächtigen Jakobs. Von dorther wurde er Hirte, der Fels Israels. Eine schöne Bezeichnung für unseren Erlöser, eine Bezeichnung, die später auch auf Jesus direkt angewendet werden wird: Der Hirte, der Fels. Von dem Gott deines Vaters – er wird dir beistehen – von dem Allmächtigen – er wird dich segnen mit Segnung vom Himmel herab, mit Segnung der Tiefe, die unten liegt, mit Segnung der Brüste und des Mutterschoßes. Die Segnungen deines Vaters übertreffen die Segnungen meiner Voreltern. Sie reichen bis an die Köstlichkeit der ewigen Hügel. Sie sollen auf das Haupt Josefs kommen, auf den Schädel des Geweihten unter seinen Brüdern.

[7:28] Unsere Entscheidungen für oder gegen Gott werden darüber entscheiden, ob wir Segen erleben oder nicht. Lasst uns beten: Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir diese wunderbare Verheißung und diese wunderbaren Beispiele von Juda haben, der so tief gefallen ist und der durch das Evangelium eine so gewaltige Rolle gespielt hat in dieser Geschichte und als Ahnherr sogar für den Messias. Herr, hilf uns zu verstehen, dass egal wie tief wir gefallen sind, du uns über alle Maßen segnen kannst und dass wir das im Glauben annehmen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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