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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Mose 49:27-50:17. Er beginnt mit Jakobs prophetischem Segen für Benjamin und betont die individuelle Beziehung jedes Menschen zu Gott. Der Hauptteil widmet sich Jakobs Tod, seinen detaillierten Bestattungsanweisungen und der beeindruckenden Trauerprozession unter Josefs Führung nach Kanaan. Abschließend geht es um die Angst von Josefs Brüdern nach Jakobs Tod und die tiefgreifende Bedeutung wahrer Vergebung.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 59. Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass es Hoffnung für jeden von uns gibt und dass du uns deutlich machst, dass unsere Lebensentscheidungen einen Einfluss darauf haben, wie sich unser Charakter entwickelt. Wir möchten dich bitten, dass du auch jetzt durch dein Wort zu uns sprichst. Im Namen Jesu, Amen.

[1:01] Wir sind in 1. Mose 49. Jakob segnet kurz vor seinem Tod seine Söhne und zeigt prophetisch, was ihre Nachkommen erleben werden und verbindet das auch mit dem Charakter, den die einzelnen Patriarchen, die einzelnen Söhne Jakobs in ihrem Leben entwickelt haben. Vers 27: „Benjamin ist ein reißender Wolf. Am Morgen zerreißt er Raub und bis zum Abend verteilt er Beute.“ Diese alle sind die zwölf Stämme Israels, und das ist es, was ihr Vater zu ihnen geredet und womit er sie gesegnet hat. Und zwar segnet er jeden mit einem besonderen Segen. Wir werden nicht kollektiv errettet oder kollektiv verdammt, sondern Gott schaut jeden Menschen einzeln an, beurteilt unser Verhalten, unser Leben, unser Wirken gemäß den ganz besonderen Umständen, die wir gehabt haben. Jeder Mensch hat einen eigenen Stand vor Gott, einen eigenen Charakter, den er mit der Hilfe Gottes entwickeln kann. Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen:

[2:15] „Ich werde zu meinem Volk versammelt werden. Begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle auf dem Acker Efrons des Hethiters.“ Diesen Acker kennt ihr schon aus 1. Mose 23, in der Höhle auf dem Acker Machpela, Mamre gegenüber, im Land Kanaan, wo Abraham den Acker als Erbbegräbnis gekauft hat von Efron, dem Hethiter. Dort hat man Abraham und seine Frau Sara begraben. Dort hat man Isaak begraben und seine Frau Rebekka, und dort habe ich auch Lea begraben. Der Acker und seine Höhle wurde den Hethitern abgekauft.“

[2:51] Als aber Jakob seine Befehle an seine Söhne vollendet hatte, zog er seine Füße aufs Bett zurück, verschied und wurde zu seinem Volk versammelt. Da fiel Josef auf das Angesicht seines Vaters und weinte über ihn und küsste ihn. Danach befahl Josef seinen Dienern, den Ärzten, dass sie seinen Vater einbalsamierten. Und die Ärzte balsamierte Israel ein, und sie verwendeten darauf volle 40 Tage, denn so lange dauert die Einbalsamierung. Und es weinten die Ägypter 70 Tage lang. Jakob war so eine eindruckende geistliche Persönlichkeit, dass auch die heidnischen Ägypter seinen Tod als einen echten Verlust erlebt haben. Als aber die Tage der Trauer vorüber waren, redete Josef mit dem Haus des Pharao und sprach: „Wenn ich Gnade gefunden habe in euren Augen, so redet doch vor den Ohren des Pharao und sprecht: Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und zu mir gesagt: Siehe, ich sterbe. Begrabe mich in meinem Grab, das ich mir im Land Kanaan angelegt habe. So lass mich nun hinaufziehen, dass ich meinen Vater begraben und danach wiederkomme.“ Der Pharao sprach: „Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie er dich hat schwören lassen.“

[4:20] Da zog Josef hinauf, um seinen Vater zu begraben. Und mit ihm zogen alle Knechte des Pharao hinauf, alle Ältesten seines Hauses und alle Ältesten des Landes Ägypten. Was für eine Versammlung von bedeutenden Männern dieses großen Reiches! Dazu das ganze Haus Josef und seine Brüder und das Haus seines Vaters. Nur ihre Kinder, Schafe und Rinder ließen sie im Land Goschen zurück. Es begleiteten ihn auch Wagen und Reiter, und es war ein großer Heereszug. Als er nun zur Tenne Atad kamen, die jenseits des Jordan liegt, hielten sie dort eine große und feierliche Totenklage, denn Josef veranstaltete für seinen Vater eine siebentägige Trauer. Als aber die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, die Trauer bei der Tenne Atad sahen, sprachen sie: „Die Ägypter halten da eine große Klage.“ Daher wurde der Ort, der jenseits des Jordan liegt, die Klage der Ägypter genannt. Seine Söhne aber handelten so, wie er ihnen befohlen hatte. Sie führten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der Höhle des Ackers Machpela, die Abraham samt dem Acker als Begräbnis gekauft hatte von Efron, dem Hethiter, gegenüber von Mamre. Josef aber kehrte nach dem Begräbnis seines Vaters wieder nach Ägypten zurück, er und seine Brüder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, um seinen Vater zu begraben.

[5:42] Als nun Josefs Brüder sahen, dass ihr Vater gestorben war, sprachen sie: „Josef könnte gegen uns feindselig werden und uns all die Bosheit vergelten, die wir an ihm verübt haben.“ Darum ließen sie Josef sagen: „Dein Vater befahl vor seinem Tod und sprach: So sollt ihr jetzt zu Josef sagen: Bitte vergib doch deinen Brüdern die Schuld und ihre Sünde, dass sie so Böses an dir getan haben. So vergib nun den Knechten des Gottes deines Vaters ihre Schuld.“ Da weinte Josef, als ihm das gesagt wurde.

[6:18] Manchmal fällt es uns schwer, Vergebung wirklich anzunehmen, sowohl von Menschen als auch von Gott. Wir glauben nach einiger Zeit, dass vielleicht diese Sünde immer noch zwischen uns steht. Wir müssen lernen, dass Vergebung wirklich echte Vergebung bedeutet und dass dann die Sache vergeben und vergessen ist.

[6:38] Lasst uns beten. Lieber Vater im Himmel, hilf uns zu lernen, dass, wenn du uns vergibst, du wirklich vergeben hast und lass uns auch lernen, Vergebung von anderen Menschen anzunehmen und nicht in Zweifel zu ziehen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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