Dieses Video ist der Abschluss der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ und behandelt die letzten Verse des 1. Petrusbriefes (4:12-5:14). Sprecher Christopher Kramp ermutigt Christen, in Zeiten der Verfolgung standhaft zu bleiben und Leiden als Teil des Glaubens anzunehmen. Er betont die Wichtigkeit von Demut, gegenseitiger Unterordnung und dem Vertrauen auf Gott, der für seine Kinder sorgt und sie stärkt.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Petrus 4:12-5:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. PetrusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit 1. Petrus 4:12-5:14.
[0:38] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir auch heute zu dir kommen können und dass du mit deinem Wort uns erquicken und stärken und beleben möchtest.
[0:50] Danke, dass du uns immer wieder vor Augen führst, wie wichtig Jesus und sein Tod am Kreuz für uns ist, dass wir immer wieder uns daran erinnern, aus welcher Gnade wir leben dürfen.
[1:03] Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir jetzt diese letzten Verse des ersten Petrusbriefes studieren, dass du zu uns sprichst durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:19] Wir sind in 1. Petrus Kapitel 4. Petrus hat dazu aufgefordert, dass wir in der Gemeinde einander dienen und dass wir in allem, was wir tun, in unserem Reden, in unseren Taten, Gottes Ehre als oberste Priorität haben und für ihn und mit ihm wirken.
[1:46] Wir lesen weiter in 1. Petrus 4, Vers 12: "Geliebte, lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als widerführe euch etwas Fremdartiges."
[1:58] Wir haben schon am Anfang gesehen, dass der Glaube der Christen dort geprüft worden ist, wie Gold, das im Feuer erprobt wird. Der Glaube ist noch viel kostbarer, damit die Bewährung offenbar wird.
[2:14] "Sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt."
[2:24] Und das bringt den Gedanken von Kapitel 1 wieder ganz deutlich hier uns vor Augen: Wenn wir jetzt mit ihm mitleiden, dann werden wir auch mit ihm regieren, denn Jesus kommt und wir haben ein unverwelkliches, unvergängliches Erbe im Himmel.
[2:40] Dieser ganze Petrusbrief ist also eine Ermutigung an Christen in Verfolgung, standhaft zu sein und standhaft zu bleiben.
[2:50] "Glückselig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens des Christus willen, denn der Geist der Herrlichkeit, der Geist Gottes, ruht auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, bei euch aber verherrlicht."
[3:06] Es ist – und das ist ein Gedanke hier, den wir aus der Bergpredigt kennen, als Jesus gesagt hat: "Freut euch und jubelt, denn so sind sie auch mit den Propheten umgegangen."
[3:15] Wenn wir verfolgt werden um des Glaubens willen, dann dürfen wir wissen, dass wir auf der richtigen Seite sind, denn alle wahren Propheten oder viele wahre Propheten sind verfolgt worden um ihres Glaubens willen.
[3:31] Wir dürfen wissen, dass, wenn wir für Jesus und für die Wahrheit der Bibel leiden, dass das bei Gott sehr kostbar ist.
[3:42] "Keiner von euch soll daher als Mörder oder Dieb oder Übeltäter leiden oder weil er sich in fremde Dinge einmischt. Wenn er aber als Christ leidet, so soll er sich nicht schämen, sondern er soll Gott verherrlichen in dieser Sache."
[3:53] Immer wieder kommt Petrus auf denselben Punkt zurück: Wenn ihr leidet, dann deswegen wegen dem Evangelium, nicht wegen Sünden, nicht wegen Rebellion, nicht wegen krimineller Aktivitäten, sondern wenn leiden, dann nur deswegen, weil wir Jesus folgen und deswegen verabscheut werden.
[4:12] "Denn die Zeit ist da, dass das Gericht beginnt beim Haus Gottes. Wenn aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich weigern, dem Evangelium Gottes zu glauben?"
[4:24] "Und wenn der Gerechte nur mit Not gerettet wird, wo wird sich der Gottlose und Sünder wiederfinden?"
[4:31] "Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, ihre Seelen ihm als dem treuen Schöpfer anvertrauen und dabei das Gute tun."
[4:39] Das ist die Quintessenz all dessen, was Petrus in diesem Brief deutlich macht: Wenn wir leiden müssen, weil es sich nicht vermeiden lässt, dann wollen wir auf Gott vertrauen, ihm ganz unser Leben geben, darauf vertrauen, dass er gerecht richten wird, nicht zurückschlagen, sondern trotzdem Gutes tun.
[5:04] Und das zeigt den Geist von Jesus, der nicht zurückgeschlagen hat, als er ans Kreuz genagelt worden ist, sondern der noch für seine Mörder und Peiniger gebetet hat.
[5:15] "Die Ältesten, die unter euch sind, ermahne ich als Mitältester und Zeuge der Leiden des Christus, aber auch als Teilhaber der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll. Hütet die Herde Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern mit Hingabe; nicht als solche, die über das ihnen zugewiesene herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde seid."
[5:43] Hier finden wir sehr wertvolle Hinweise, wie die Gemeinde Gottes zu führen ist: nicht indem man Menschen dort hineindrängt, sondern Menschen, die freiwillig diesem Ruf Gottes folgen.
[5:53] Menschen, die nicht sich dadurch einen Vorteil erwirtschaften wollen, sondern die sich hingeben, die also den Vorteil anderer suchen und bereit sind zu opfern, damit es anderen gut geht.
[6:06] Nicht solche, die herrschen wollen, die aus Macht, aus einer Machtposition alles unter sich haben wollen, sondern die Vorbilder sein wollen, die durch Vorbild leiten.
[6:19] "Dann werdet ihr auch, wenn der oberste Hirte offenbar wird, den unverwelklichen Ehrenkranz empfangen."
[6:26] Gemeindeleiter sind Unterhirten, die immer den obersten Hirten über sich selbst haben müssen.
[6:32] "Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter." Es gibt also auch innerhalb der Gemeinde eine Unterordnung, nicht nur in der Familie, nicht nur im Bezug auf den Staat, nicht nur im Arbeitsleben, mit Bezug von Knecht auf den Herrn, sondern auch in der Gemeinde.
[6:51] "Ihr alle sollt euch gegenseitig unterordnen und mit Demut bekleidet, denn Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade."
[7:06] Das ist das allerwichtigste Prinzip, dass wir auch bei Paulus finden. All die verschiedenen Bereiche sind ja nur Beispiele einer grundsätzlichen Einstellung, die jeder Christ, egal welchen Geschlechts und welchen Alters, haben sollte: die Bereitschaft, sich unterzuordnen und mit Demut zu leben.
[7:10] Auch die Ältesten sollen ja eben nicht durch Herrschsucht auffallen, sondern als Vorbilder mit Sanftmut, und denen sollen sich dann die Jüngeren wiederum unterordnen.
[7:20] "So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit."
[7:30] Das hatten wir schon bei Jakobus zitiert gefunden. So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit.
[7:40] Das hatte Jakobus in Jakobus 4 auch empfohlen und uns allen geraten, dass wir uns vor Gott demütigen, weil er uns erhöht. Wenn wir uns selbst erhöhen wollen, so wie Luzifer das tun wollte und zu Satan wurde, werden wir hinabgeworfen werden.
[7:56] "Werft alle eure Sorge auf ihn, denn er sorgt für euch."
[8:00] Lieber Freund, liebe Freundin, hast du heute Sorgen, mit denen du zu kämpfen hast? Erzähle Gott nicht nur deine Sorgen – ja, das darfst du tun –, aber erzähle sie nicht nur. Werft sie auf ihn, werft sie auf ihn und lasst sie bei ihm, denn er sorgt für dich, für dich und für mich.
[8:18] Wir dürfen unsere Sorgen auf ihn werfen, darauf vertrauen, dass er das trägt, was wir nicht tragen können, ja, dass er uns trägt, die wir uns nicht selbst tragen können.
[8:29] "Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann." Immer wieder werden wir ermutigt in der Bibel, nüchtern zu sein.
[8:39] Der Satan will uns vom Glauben wegziehen, will uns von Jesus wegführen, deswegen müssen wir nüchtern sein, dürfen uns nicht in Schwärmereien ergehen, sondern wachsam sein.
[8:48] "Dem widersteht, fest im Glauben, in dem Wissen, dass sich die gleichen Leiden erfüllen an eurer Bruderschaft, die in der Welt ist."
[9:01] Mit anderen Worten: Was den Gläubigen hier in Kleinasien widerfuhr, das widerfuhr auch vielen anderen zur selben Zeit.
[9:11] Man denkt fast unwillkürlich an die große, erste Christenverfolgung, die unter Nero stattgefunden hat.
[9:20] "Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen."
[9:37] Und hier sehen wir, das Leid ist da, die Verfolgung ist da, aber sie wird nicht ewig werden. So wie das Leid bei Hiob nicht ewig währte, wird es auch hier nicht ewig dauern.
[9:46] Und der Gott der Gnade wird uns zubereiten, festigen, stärken, gründen. Das möchte er auch in deinem und meinem Leben tun.
[9:53] "Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."
[10:00] Übrigens ein ganz ähnlicher Schluss dieses Gedankens, wie wir schon in Kapitel 4, Vers 11 gesehen haben.
[10:07] "Durch Silvanus, der euch, wie ich überzeugt bin, ein treuer Bruder ist, habe ich euch in Kürze geschrieben, um euch zu ermahnen und zu bezeugen, dass dies die wahre Gnade Gottes ist, in der ihr steht."
[10:21] "Es grüßt euch die Mitauserwählte in Babylon und Markus, mein Sohn."
[10:28] Hier dürfte es wahrscheinlich um Johannes Markus handeln, der auch das Evangelium dann geschrieben hat, von dem wir ausgehen, dass er bei der Abfassung des Evangeliums auf wesentliches Material von Petrus zurückgegriffen hat.
[10:43] Markus hat in späteren Jahren sehr viel mit Petrus zusammengearbeitet.
[10:47] "Grüßt einander mit dem Kuss der Liebe. Friede sei mit euch allen, die in Christus Jesus sind. Amen."
[10:55] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du auch heute durch dein Wort zu uns gesprochen hast, und wir wollen heute alle unsere Sorgen auf dich werfen.
[11:11] Wir wollen dir all das übergeben, was uns zu groß und zu schwer ist, weil du versprochen hast, für uns zu sorgen, und dafür danken wir dir von ganzem Herzen.
[11:27] Amen.
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