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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Samuel Kapitel 10. Er analysiert Samuels Salbung Sauls zum König und die prophetischen Zeichen, die Gottes detailliertes Wissen und seine transformative Kraft offenbaren. Das Video ermutigt dazu, Gott in allen Lebenslagen zu vertrauen und lehrt Demut, indem es Sauls Reaktion auf Verachtung und Israels Wunsch nach einem weltlichen König thematisiert.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik]
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 314. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten innehalten, stillstehen und deine Worte hören. Wir möchten nicht einfach durch den Tag rennen, sondern uns bewusst machen, dass wir nur mit deiner Kraft, erfüllt von dem Heiligen Geist, echten Frieden und wahre Freude finden und dann ein echter Segen sind für andere Menschen. Herr, darum bitten wir dich, dass du jetzt bist, mit deinem Geist erfüllst und durch dein Wort zu uns sprichst, damit wir auch anderen Menschen heute das sagen können, was gut für sie ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:17] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 10. Samuel hat Saul zum König gesalbt und sagt ihm jetzt, was er auf dem weiteren Weg erleben wird, den er nach Hause zurückziehen wird. Das heißt in Vers 3: "Und wenn du von dort weitergehst, wirst du zur Terebinthe Tabor kommen. Dort werden sich drei Männer antreffen, die zu Gott nach Bethel hinaufgehen. Einer trägt drei Ziegenböcklein, der andere drei Laibe Brot, der dritte einen Schlauch mit Wein. Sie werden dich mit dem Friedensgruß begrüßen und dir zwei Brote geben, die sollst du aus ihrer Hand annehmen. Danach wirst du auf den Hügel Gottes kommen, wo der Posten der Philister steht. Sobald du aber dort in die Stadt kommst, wird dir eine Schar Propheten begegnen, die von der Höhe herabkommen und vor ihnen her Psalter und Handpauken und Flöte und Harfe und sie werden weissagen. Da wird der Geist des Herrn über dich kommen, so dass du mit ihnen weissagst und du wirst in einen anderen Mann verwandelt werden. Wenn dann diese Zeichen für dich eingetroffen sind, so tue, was deine Hand vorfindet, denn Gott ist mit dir."

[2:32] Wenn Gott uns eine Aufgabe gibt, dann zeigt er uns auch, dass er bis ins Detail selbst weiß, was auf uns zukommt. Vielleicht offenbart er uns nicht jedes Detail immer so präzise, wie er jetzt hier dem Saul einige Dinge der Zukunft sehr präzise offenbart hat. Er macht damit deutlich, dass er sich auf ihn verlassen kann. Nichts, was uns heute an diesem Tag noch begegnen wird, ist Gott jetzt schon unbekannt. Und wenn wir ihm vertrauen und mit ihm leben und unsere Herzen öffnen, dürfen wir wissen, dass egal in welcher Situation wir kommen, Gott nicht überrascht ist und er mit uns ist und uns in jeder Situation retten kann.

[3:17] "Du sollst aber vor mir nach Gilgal hinabgehen, und siehe, dort will ich zu dir abkommen, um Brandopfer zu opfern und Friedensopfer zu schlachten. Sieben Tage lang sollst du warten, bis ich zu dir komme und dir zeige, was du tun sollst." Hier haben wir erneut diese Idee, dass Saul warten soll, Gilgal. Und dieser Punkt wird noch wichtig werden in einer späteren Geschichte. Wir wollen das hier im Hinterkopf behalten.

[3:49] "Und es geschah, als er sich umwandte, um von Samuel wegzugehen, da verwandelte Gott sein Herz, und alle diese Zeichen trafen an jenem Tag ein." Es waren nicht die Zeichen, die sein Herz verwandelten. Die Zeichen bezeugten nur, dass sein Herz verwandelt wurde durch Gott. Niemals sind es äußere Umstände, seien sie uns günstig oder ungünstig gestimmt, sind es Situationen, die wir eingehen, die unser Herz verwandeln. Es ist Gott, der unser Herz verwandeln kann, und er benutzt oft viele Alltagssituationen, um uns zu zeigen und zu beweisen, dass er tatsächlich buchstäblich in unserem Herzen wirkt.

[4:34] "Denn als sie dort an den Hügel kamen, siehe, da begegnete ihm eine Schar Propheten, und der Geist Gottes kam über ihn, so dass er in ihrer Mitte weissagte. Aber alle, die welche ihn zuvor gekannt hatten, sahen, dass er mit den Propheten weissagte. Da fragte das Volk untereinander: 'Was ist denn mit dem Sohn des Kisch geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten?'" Offensichtlich hat er vorher kein besonders großes Interesse an religiösen Dingen gehabt. Er kannte den Samuel nicht. Er musste von seinem Burschen darauf aufmerksam gemacht werden, dass überhaupt ein Seher Gottes in der Stadt ist. Und die Menschen ihn jetzt und den Propheten sehen, die wundern sich: "Was ist denn mit dem los?"

[5:14] Gott kann Menschen, die vorher wenig Interesse und überhaupt kein Interesse an religiösen Dingen gehabt haben, völlig verändern. Gott kann uns geistliches Interesse schenken. Wenn wir Menschen kennen, die scheinbar völlig uninteressiert sind in geistlichen Dingen, heißt das nicht, dass Gott nicht ihnen geistliches Interesse schenken kann. Lasst uns für sie beten, damit Gott auch ihr Herz verwandelt, so wie er das Herz von Saul verwandelt hat.

[5:46] "Da antwortete ein Mann von dort und sprach: 'Und wer ist der Vater?' Daher kommt das Sprichwort: 'Ist Saul auch unter den Propheten?'" Und als er aufgehört hatte zu weissagen, kam er auf die Höhe. "Und Sauls Onkel sprach zu ihm und seinen Burschen: 'Wo seid ihr hingegangen?' Sie antworteten: 'Die Eselinnen zu suchen. Und als wir sahen, dass sie nicht da waren, gingen wir zu Samuel.' Da sprach sein Onkel: 'Teile mir doch mit, was euch Samuel sagte.' Saul antwortete seinem Onkel: 'Er sagte uns, dass wir die Eselinnen gefunden seien.' Was aber Samuel von dem Königtum gesagt hatte, das verriet er ihm nicht. Mit einem verwandelten Herzen zeigt sich eine Demut, die das Kennzeichen eines jeden, der wirklich mit Jesus lebt.

[6:32] Samuel aber berief das Volk zum Herrn nach Mizpa und sprach zu den Kindern Israels: 'So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe Israel aus Ägypten geführt und euch aus der Hand der Ägypter errettet und aus der Hand aller Könige, die euch bedrängten. Ihr aber habt heute euren Gott verworfen, der euch aus all euren Nöten, aus euren Ängsten errettet hat und habt ihm gesagt: 'Setzt einen König über uns!' Wohlan, so tretet nun vor dem Herrn nach euren Stämmen und nach euren Tausendschaften."

[7:00] Hier wird sehr deutlich, es war nicht Gottes Wille, denn Gott hatte über die Jahrhunderte hinweg gezeigt, dass wenn sie ihm gehorchen und im Glauben, er mehr als in der Lage ist, selbst die größten Armeen fast immer im Alleingang sogar zu vernichten. Wir denken an den Durchzug durchs Rote Meer zum Beispiel. Aber statt dankbar zu sein und zu glauben, dass Gott auch in der Zukunft immer für sie da sein würde, wollten sie lieber weltliche Sicherheit und einen menschlichen König, der für sie kämpft.

[7:27] "Und Samuel ließ alle Stämme Israels eintreten. Da wurde der Stamm Benjamin durchs Los gezogen." Das war eine Glaubensentscheidung, denn der Sieger stand ja schon eigentlich fest, der Anführungsstrichen der König. Samuel ist sich aber sicher, dass Gott in diesem Saul gezeigt hat, dass er jetzt durch das Los diesen König bestimmen lässt, weil er fest überzeugt ist, dass Gott alles in der Hand hat. Hat es auch das Los so, dass auf jeden Fall der Richtige getroffen werden wird, den Gott vorherbestimmt hat.

[8:00] "Und als er den Stamm Benjamin nach seinen Familien hinzutreten ließ, wurde das Geschlecht Matri durchs Los getroffen, und dann wurde Saul getroffen, der Sohn des Kisch. Und sie suchten ihn, wurde nicht gefunden." So demütig war er geworden, dass er sich nicht einmal hier zeigte. "Es heißt, da fragten sie noch den Herrn: 'Ist der Mann noch hierher gekommen?' Da antwortete der Herr: 'Siehe, er hat sich bei den Geräten versteckt.' Da liefen sie hin und holten ihn von dort. Und als er unter das Volk trat, überragte er alles Volk um Haupteslänge."

[8:37] In körperlicher Gestalt, in gewisser Weise auch ein Typus auf Jesus, der in alle Ewigkeit unser König sein wird. "Und Samuel sprach zu dem ganzen Volk: 'Da seht ihr den, welchen der Herr erwählt hat? Denn ihm ist keiner gleich im ganzen Volk!' Da jauchzte das ganze Volk und sie sprachen: 'Es lebe der König!'"

[8:58] "Samuel aber verkündigte dem Volk das Recht des Königtums und schrieb es in ein Buch und legte es vor dem Herrn nieder. Danach entließ Samuel alles Volk, jeden in sein Haus. Auch Saul ging zu seinem Haus nach Gibea."

[9:11] Und mit ihm gingen die Tapferen, deren Herz Gott angerührt hatte. Diejenigen, die von Gott angesprochen worden waren, die seinen Geist in ihr Herz aufgenommen haben, die haben auch den neuen König, diesen demütigen Saul, unterstützt. "Etliche Söhne Belials aber sprachen: 'Wie sollte der uns retten?' Und sie verachteten ihn und brachten ihm keine Geschenke. Er tat, als hörte er es nicht."

[9:36] Doch das ist etwas, was wir uns vornehmen können, dass wenn wir verachtet werden, wir merken, dass hintenrum über uns gesprochen wird, wenn Leute schlecht über uns denken, dass wir uns nicht dagegen wehren, sondern so tun, als hätten wir es gar nicht gehört. Es ist manchmal schwer, aber es ist genau das, was Gott hier auch eigentlich uns vorlebt, indem er bereit ist, auch diesen Wunsch Israels anzunehmen und versucht ihnen hiermit zu zeigen, dass das Königtum, dass Gott sich wünscht, eben nicht auf körperlicher Kraft und auf militärischer Stärke basiert, sondern auf den Charaktereigenschaften, die Gott selbst ausmachen.

[10:17] Gerade diejenigen, die am lautesten nach einem König geschrien haben, waren jetzt unzufrieden. Stämme wie Juda und Ephraim, die besonders große Mächte waren, haben sich bestimmt gewünscht, selbst den König stellen zu können. Stattdessen kam der König aus dem kleinen, scheinbar so unbedeutenden Benjamin, aus dem Stamm der beinahe schon ausgerottet worden war. Und das zeigt, dass Gott, auch indem er einen König erlaubte, nicht die Prinzipien gutheißt, auf denen das Ganze bei einigen gedanklich aufgebaut hat.

[10:53] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du unser Herz veränderst, dass du uns geistliches Interesse schenkst, entweder aufs ganz Neue oder aufs Neue oder viel tiefer noch, und dass du uns solch eine Demut schenkst, wie sie Saul hier in diesem Kapitel intakt hat, dass wir es ignorieren, wenn Menschen schlecht über uns reden und dass wir uns nicht in den Vordergrund drängen, selbst wenn wir ein Recht dazu hätten, sondern dass wir demütig abwarten, was du tun wirst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[11:33] [Musik]


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