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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Samuel 12:6-13:1. Er analysiert Samuels Abschiedsrede, die Israels wiederkehrenden Zyklus von Abfall und Gottes treuer Rettung durch Richter aufzeigt. Der Sprecher betont Gottes Gnade und die Aufforderung, ihm auch nach Fehlern von ganzem Herzen zu folgen, und ermutigt zur spezifischen Sündenbekenntnis und zum Vertrauen auf Gottes unveränderliche Liebe.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 316.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir ein Wort haben. Danke, dass wir dir vertrauen dürfen und dass du jeden Tag durch dein Wort zu uns sprichst. Wir möchten dich bitten, dass du uns auch offenbarst, wenn in unserem Leben irgendetwas noch ist, wo wir mit anderen Menschen im Streit liegen, wo wir etwas Falsches getan oder gesagt haben, was uns vielleicht auch gar nicht bewusst ist, dass du uns das offenbarst, dass wir rein vor dir und vor anderen Menschen stehen können durch die Gnade, die du uns schenkst, durch das Blut, das Jesus für uns am Kreuz vergossen hat. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:11] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 12. Samuel legt sein Richteramt nieder, nachdem jetzt Saul tatsächlich auch im Königtum bestätigt worden ist. Und er lässt sich noch einmal von dem Volk versichern, dass er niemanden übervorteilt hat.

[1:30] Wir lesen ab Vers 6: "Und Samuel sprach zum Volk: Der Herr ist es, der Mose und Aaron eingesetzt und eure Väter aus dem Land Ägypten geführt hat." Samuel beginnt jetzt eine historische Rede, die dem Volk zeigen soll, wie Gott sie in der Vergangenheit geführt hat. Nicht Aaron und Mose waren es, die sich selbst zu Herrschern aufgespielt haben, sondern Gott hatte sie eingesetzt. Denn das Thema, und das ist ja darum, dass das Denken der Israeliten kreiste, war die Idee eines Königs. "So tretet nun her, dass ich mit euch rechte vor dem Herrn wegen aller gerechten Taten, die der Herr an euch und an euren Vätern getan hat."

[2:10] Samuel ist es ein Anliegen zu zeigen, wie gerecht Gott ist und wie wunderbar er in der Vergangenheit und in der Gegenwart mit seinem Volk umgeht. Wir sollten uns mehr Gedanken machen, wie Gott sein Volk geführt hat in der Vergangenheit und in der Gegenwart. "Als Jakob nach Ägypten gekommen war, da schrien eure Väter zum Herrn, und der Herr sandte Mose und Aaron, und sie führten eure Väter aus Ägypten und ließen sie an diesem Ort wohnen." Sie hatten zu Gott gebetet und Gott hatte geholfen, hatte einen Retter gesandt und hatte sie aus der Herrschaft Ägyptens geführt.

[2:44] "Aber sie vergaßen den Herrn, ihren Gott, und verkaufte sie unter die Hand Sisaras, des Heerführers von Hazor, und unter die Hand der Philister, und unter die Hand des Königs von Moab. Die kämpften gegen sie." Und hier fasst jetzt Samuel die Begebenheiten der Jahrhunderte zur Zeit der Richter zusammen. Immer wieder fiel das Volk ab und geriet unter Fremdherrschaft. "Sie schrien zum Herrn und sprachen: Wir haben gesündigt, dass wir den Herrn verlassen und den Baalen und den Aschtarot gedient haben. Nun aber rette uns aus der Hand unserer Feinde, so wollen wir dir dienen." Diesen Zyklus von Abfall und Umkehr zu Gott und Sündenbekenntnis und Rettung und dann wieder Abfall, den haben wir im Buch Richter immer wieder gesehen.

[3:26] "Da sandte der Herr Jerubbaal (das ist Gideon) und Bedan und Jephta und Samuel, und da rettete euch aus den Händen eurer Feinde ringsum und ließ euch sicher wohnen." Bedan ist ein Richter, den wir so offensichtlich wahrscheinlich im Buch der Richter gar nicht verzeichnet haben, wenn hier nicht ein anderer Name für einen uns bekannten Richter vorliegt. Was Samuel sagen möchte, ist klar: Sie waren in Ägypten in der Bedrängnis, und Gott sandte Mose und Aaron. Sie waren in Bedrängnis von den Midianitern und Ammonitern und Moabitern und wie sie alle hießen, und Gott sandte Jephta und Samuel und Gideon und Barak und all die verschiedenen Richter. Gott hat sich immer um sein Volk gekümmert. Er hatte immer Männer und Frauen, die er senden konnte, die dem Volk geholfen haben.

[4:17] "Als ihr besagt, dass Nahasch, der König der Ammoniter, gegen euch heranzog, da sprach ihr zu mir: Nein, sondern ein König soll über uns herrschen, obwohl doch der Herr, euer König ist." Hier erfahren wir jetzt den wahren politischen Hintergrund, warum in Kapitel 8 die Israeliten unbedingt einen König haben wollten: die ammonitische Gefahr, die wir in Kapitel 11 gesehen haben durch die Belagerung von Jabesch im Osten, die war wohl so stark und so groß, dass auch im Kerngebiet Israels man sich bedroht sah und man offensichtlich plötzlich nicht mehr davon überzeugt war, dass Gott einfach wieder einen Retter senden würde. Man glaubte, dass man jetzt durch eigenes politisches Handeln mit einem König, wie ihn die Heiden haben, endlich der Sache Herr werden konnte. Vielleicht hat man auch gedacht, dass wenn man an Gott festhält oder wenn man sich auf Gott verlässt, es immer diesen Wechsel hin und her gibt, es immer wieder neue Bedrohungen kommen, wobei dieses Problem der Bedrohung ja nicht an Gott lag, sondern an dem ständigen Abfall.

[5:22] Das Problem, dass wir zu Gott kommen, wieder abfallen und zu Gott kommen und zum Abfallen, wird nicht dadurch gelöst, dass wir uns von Gott abwenden. Ganz im Gegenteil. Die Geschichte hat ja gelehrt, dass auch Saul, den sie dann zum König der Welt haben, letztendlich nur dadurch helfen konnte, dass er wie ein Richter vom Geist Gottes erfüllt worden ist.

[5:42] "Und seht, da ist euer König, den ihr begehrt habt. Denn siehe, der Herr hat einen König über euch gesetzt. Wenn ihr nun den Herrn fürchtet und ihm dient und seiner Stimme gehorcht und gegen den Befehl des Herrn nicht widerspenstig seid, und wenn nun ihr und euer König, der über euch herrscht, dem Herrn, eurem Gott, nachfolgt." Gott wünscht sich, dass trotz dieser suboptimalen Situation, die nicht dem entspricht, was Gott eigentlich vorgehabt hatte, dass sie dann jetzt doch Gott nachfolgen. Auch wenn wir Fehler gemacht haben, verlässt uns Gott nicht, sondern er fordert uns auf, dann aus der Situation heraus, in der wir uns jetzt befinden, uns neu zu Gott zu wenden und mit ihm zu gehen. Wir können vielleicht bestimmte Situationen nicht mehr rückgängig machen, wir können uns vornehmen, ab heute jetzt mit Jesus zu gehen.

[6:34] "Wenn ihr aber der Stimme des Herrn nicht gehorcht, sondern gegen den Befehl des Herrn widerspenstig seid, so wird die Hand des Herrn gegen euch sein, wie gegen eure Väter." So wie wir das in der Geschichte der Richter immer und immer wieder gesehen haben.

[6:47] "Jetzt aber tretet dazu und seht, was für eine große Sache der Herr vor euren Augen tun wird. Ist nicht jetzt die Weizenernte, eine Zeit, wo es so gut wie keinen Niederschlag in Israel gab, Spätfrühling, Frühsommer des Jahres? Ich aber will den Herrn anrufen, dass er es donnern und regnen lässt, damit ihr erkennt und einseht, dass eure Bosheit groß ist, die ihr vor den Augen des Herrn begangen habt, indem ihr für euch einen König begehrt habt."

[7:12] Manchmal sind Dinge, und uns ist gar nicht bewusst, wie böse diese Dinge in Gottes Augen sind. Gott muss uns manchmal durch Wunder und durch sein mächtiges Eingreifen zeigen, wie er wirklich unsere Handlungen und Gedanken bewertet. "Da rief Samuel den Herrn an, und der Herr ließ es donnern und regnen an jenem Tag. Da fürchtete das ganze Volk den Herrn und Samuel sehr. Und das ganze Volk sprach zu Samuel: Bitte den Herrn, deinen Gott, für seine Knechte, damit wir nicht sterben; denn zu all unseren Sünden haben wir noch die Bosheit hinzugefügt, dass wir für uns einen König begehrten." Jetzt bekennen sie ihre Sünde, und zwar nicht einfach allgemein und vage, sondern auf den Punkt spezifisch, ohne lange drum herum geredet zu haben. Auch wir sollten unsere Sünden so bekennen, genau die Sünden beim Namen nennen, derer wir uns schuldig gemacht haben.

[8:06] "Samuel aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Böse getan, doch weicht nicht von der Nachfolge des Herrn ab, sondern dient dem Herrn von ganzem Herzen." Wir müssen uns nicht fürchten, auch wenn wir Böses getan haben. Wenn wir uns jetzt entscheiden, dem Herrn nachzufolgen von ganzem Herzen, denn bei ihm ist Gnade mehr als genug. Er hat die Fähigkeit, uns Sünden zu vergeben und zu reinigen von aller Schuld und uns die Kraft zu geben, jetzt mit ihm zu gehen. "Und weicht nicht ab zu den nichtigen Götzen; sie nützen euch nichts und können euch nicht erretten, denn sie sind nichtig. Der Herr aber wird um seines großen Namens willen sein Volk nicht verstoßen, denn es hat dem Herrn gefallen, euch zu seinem Volk zu machen."

[8:54] Auch wenn wir einen Fehler gemacht haben, auch wenn wir gegen Gott gesündigt haben, bedeutet es nicht gleich, dass er uns so von sich wegstößt, dass er nichts mit uns zu tun haben. Nein, er liebt uns, er hat uns berufen, und wenn wir Fehler machen, dann zieht er uns zu sich. Dann macht er uns diese Fehler deutlich, auch wenn es schmerzhaft ist, dann nur deswegen, um uns zu retten, weil er uns nicht aufgeben möchte. Lieber Freund, liebe Freundin, er liebt dich und möchte dich nicht aufgeben.

[9:22] "Es sei aber auch ferne von mir, mich an dem Herrn zu versündigen, dass ich aufhören sollte, für euch zu beten und euch den guten und richtigen Weg zu lehren." Samuel hatte zwar kein offizielles Amt mehr, da alles in der Hand des Königs lag, aber Samuel wusste, man kann als ein Mann Gottes nicht einfach in den Ruhestand gehen und dann einfach das Leben genießen. Wer ein Mann Gottes ist, wer berufen ist für Gott zu wirken, der kennt keinen Renteneintritt in diesem Sinne. Er wird weiter beten für das Volk Gottes. Er wird weiter in seinem Einflussgebiet das Wort Gottes weitergeben, auch wenn er keine Verantwortung hat, keine Rechenschaft ablegen muss, kann er doch für Gott wirken. Wir würden uns versündigen an Gott, wenn wir aufhören würden, für Gottes Volk zu beteten und anderen das Wort weiterzugeben, was Gott uns offenbart hat in seinem Wort.

[10:13] "So fürchtet nun den Herrn und dient ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen; denn seht, wie mächtig er sich an euch erwiesen hat. Wenn ihr aber dennoch Böses tut, so werdet ihr samt eurem König weggerafft werden." Wir haben die Entscheidung, ob wir Gott von ganzem Herzen nachfolgen oder ob wir widerspenstig sein. Was heute? Egal, was in der Vergangenheit geschehen ist, egal welche falschen Entscheidungen getroffen haben, egal was und wie oft. Er kündigt an: Wenn wir uns heute vor Gott entscheiden und ihm erneut nachfolgen wollen von ganzem Herzen, kann er uns an die Hand nehmen, wird er uns an die Hand nehmen, unser Herz transformieren, damit wir echte Kinder Gottes sind. Ich wünsche mir das von ganzem Herzen.

[10:55] Wie steht es mit ihm? Saul war ein Jahr König gewesen, und nachdem er zwei Jahre über Israel regiert hatte... Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Danke sagen, dass auch wenn wir gesündigt haben, du uns nicht schnell verwirfst, sondern dass du deine Hand ausgestreckt hast und dass es uns verzeiht, dass du uns berufen hast, deinem Namen Ehre zu geben, und dass auch wenn wir falsch gehandelt haben, wenn wir uns heute entscheiden, zu dir zurückzukehren, dass du mehr als genügend Kraft und Gnade hast, dass deine Rettung für uns da ist und dass du unser König sein möchtest. Herr, darum bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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