In dieser Predigt über 1. Samuel 14 beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von Jonathan, der mit nur einem Waffenträger mutig gegen die Philister zieht. Er betont, dass Gott nicht auf große Zahlen oder menschliche Strategien angewiesen ist, sondern auf den Glauben weniger. Die Botschaft ermutigt dazu, im Vertrauen auf Gott voranzugehen, um Erweckung und Reformation zu erleben, selbst wenn die Umstände menschlich unmöglich erscheinen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Samuel 14:1-14:23
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 318. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du jeden Tag durch dein Wort zu uns sprichst und dass wir darauf vertrauen dürfen, dass du nie zu spät kommst, dass du uns niemals im Stich lassen wirst. Und Herr, wenn es manchmal so auszusehen scheint in unserem Leben, dann hilft uns, dass wir uns daran erinnern, dass du niemanden, der auf dich vertraut, im Stich lässt, sondern dass du ein Fels bist.
[1:07] Das haben wir so oft in unserem Leben erlebt. Bitte, gib, dass wir es jetzt ganz fest in unserem Herzen bewahren und darauf auch heute vertrauen, jetzt, wenn du sprichst durch deinen Heiligen Geist, durch dein Wort. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:22] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 14 und fangen heute dort mit Vers 1 an. Die Israeliten sind im Krieg mit den Philistern, und Saul hat nur noch eine kleine Armee. Die allermeisten haben desertiert und sind weggelaufen.
[1:43] Es heißt da Vers 1: "Und das geschah eines Tages, dass Jonathan, der Sohn Sauls, zu seinem Waffenträger sprach: Komm, lasst uns hinübergehen zu dem Vorposten der Philister, der dort drüben ist. Seinem Vater aber sagte er es nicht. Saul aber saß an der Grenze von Gibea an einem Granatbaum, der bei Migron ist, und die Leute bei ihm waren etwa 600 Mann."
[2:04] Saul sollte ja als König die Schlachten führen, das Volk in den Kampf hineinführen. Im Kapitel zuvor haben wir gesehen, dass er nicht warten wollte mit dem Opfer, aber hier wartet und wartet und wartet er. Er ist nicht bereit, die Schlacht zu beginnen. Er weiß ja auch, dass man mit 600 Mann nicht viel erreichen kann, menschlich gesehen.
[2:30] Und auch hier, der Sohn Ahitubs, der Sohn des Priesters, der den Efod trug. Das Volk aber wusste nicht, dass Jonathan weggegangen war. Man glaubte, man ist zu gering, zu schwach, das Volk ist zu klein, um etwas wirklich bewirken zu können in dieser Schlacht. Aber Jonathan, der Sohn Sauls, sah das anders.
[2:58] Nun gab es zwischen den Pässen, wo Jonathan zum Vorposten der Philister zu gehen suchte, eine Felszacke diesseits und eine Felszacke jenseits. Der Name der einen war Bozez und der Name der anderen Seneh. Die eine Zacke erhebt sich nördlich gegenüber Michmas, die andere südlich gegenüber Gibea.
[3:16] Und Jonathan sprach zu seinem Waffenträger: "Komm, lass uns zu dem Posten dieser Unbeschnittenen hinübergehen. Vielleicht wird der Herr durch uns wirken, denn es ist dem Herrn nicht schwer, durch viele oder durch wenige zu retten."
[3:27] Während das Volk und Saul dachten, dass Zahlen den entscheidenden Unterschied im Krieg machen, sagt Jonathan: "Das ist überhaupt nicht der Fall." Gott kann alleine kämpfen. Er wusste ja wahrscheinlich noch, dass Gott allein durch die Bundeslade, ohne einen einzigen Israeliten, die Philister besiegt hatte. Jonathan wusste, dass wenn Gott auf unserer Seite ist, dann reichen zwei Mann. Dann braucht man nicht mal 600.
[3:53] Auch das Buch der Richter hatte solche Geschichten geliefert, als 300 Mann ausreichend waren, um diese riesige Armee der Midianiter zu besiegen. Zurzeit geht es uns manchmal, glauben wir, wir können den Auftrag Gottes nicht erfüllen, weil wir zu wenig und zu gering, zu klein, zu schwach sind. Zu viele haben uns verlassen, wir haben Probleme, die Menschen zu halten. Aber Jonathan wusste, wenn wir mutig sind und nur eine kleine Gruppe sind, können wir Großes bewirken für den Herrn.
[4:18] Wenn wir vorwärts gehen im Glauben. Der antwortete ihm sein Waffenträger: "Tue alles, was in deinem Herzen ist, geh nur hin. Siehe, ich bin mit dir, wie dein Herz es will."
[4:28] Wo sind die Männer und Frauen heute, die wie dieser Waffenträger sind, deren Namen wir vielleicht nicht einmal kennen, aber die bereit sind, jemand zu unterstützen im Vorwärtsgehen im Werk Gottes? Die nicht Bedenken tragen und erst warten, bis alle irgendwie zusammengekommen sind, sondern die etwas vorwärtsbringen wollen, die reformfreudig sind, die einen Sieg für den Herrn wollen, in welcher Sache auch immer.
[4:54] Er sprach, Jonathan: "Siehe, wir werden zu den Leuten überkommen und wollen uns ihnen zeigen. Wenn sie dann zu uns sagen: 'Bleibt stehen, bis wir zurückkommen', so wollen wir an unserem Ort stehen bleiben und nicht hinaufsteigen. Wenn sie aber sagen: 'Kommt zu uns herauf!', so wollen wir zu ihnen hinaufsteigen, denn der Herr hat sie in unsere Hand gegeben, und das soll uns als Zeichen dienen."
[5:14] Als sie sich nun beide dem Posten der Philister zeigten, sprachen die Philister: "Siehe, die Hebräer kommen aus den Löchern heraus, in denen sie sich verkrochen hatten." Die Philister verachteten die Hebräer und schauten auf sie herab. Und die Männer, die auf Posten standen, riefen Jonathan und seinem Waffenträger und sprachen: "Kommt heraus zu uns, so wollen wir euch etwas lehren!" Da sprach Jonathan zu seinem Waffenträger: "Steigen wir nach, denn der Herr hat sie in die Hand Israels gegeben!"
[5:39] Was war das für ein Glaube, eine Felsplatte hochzusteigen, während die Feinde oben sind? Das ist militärisch, selbst wenn sie die gleiche Anzahl hätten, militärisch ein Himmelfahrtskommando. Jonathan dachte nicht menschlich, Jonathan dachte nicht militärisch-strategisch. Er dachte, dass Gott auf seiner Seite ist, und wer das denkt, kann große Dinge vollbringen.
[6:03] Könnte es sein, dass wir heute in unserem Leben so selten große Wunder sehen, dass wir mit unseren Gemeinden so wenig erreichen, weil wir so oft politisch-strategisch, menschlich denken und die Kraft Gottes, die durch allerwenigste Menschen Großes bewirken kann, nicht mehr so vor Augen haben?
[6:20] Und Jonathan kletterte auf Händen und Füßen hinauf, und sein Waffenträger ihm nach. Und jene fielen vor Jonathan, und sein Waffenträger hinter ihm tötete sie, so dass Jonathan und sein Waffenträger in diesem ersten Gefecht auf ungefähr einer halben Länge eines Joch Ackerland an die 20 Mann erschlugen.
[6:38] Sie konnten nicht Hunderte und Tausende schlagen. Sie haben 20 erschlagen. Aber dieser erste Erfolg ist ein Signal. Und es entstand ein Schrecken im Heerlager auf dem Feld und unter dem ganzen Volk, sogar die, welche auf Posten standen und der Verheerungszug und der Räuberzug. Und die Erde erbebte, und so entstand ein Schrecken Gottes.
[7:00] Die Erde bebt nicht, weil Jonathan und sein Waffenträger auf einer Felskuppe kämpfen. Die Erde bebt, weil Gott sich freut, dass zwei Menschen ihn beim Wort nehmen und er jetzt mit ihnen kämpfen kann.
[7:16] Erinnert das vielleicht ein bisschen auch daran, dass als Johannes der Täufer auf Jesus Christus hingewiesen hat, die allermeisten gar nicht zu ihm gekommen sind, sondern zwei junge Männer, nämlich Johannes und Andreas, sich aufgemacht haben, um diesen Jesus kennenzulernen? Gott braucht nicht viele, er braucht nur ein oder zwei oder drei, eine kleine Gruppe von Menschen, die es wirklich ernst meinen, die sich aufmachen, die gehen, die Jesus kennenlernen wollen, die seine Kraft entdecken wollen, die vorwärtsgehen im Glauben.
[7:50] Und Gott wird Mächtiges durch sie wirken. Und die Wächter Sauls in Gibea-Benjamin schauten aus und siehe, das Getümmel wogte hin und her. Da sprach Saul zu dem Volk, das bei ihm war: "Zählt doch und seht, wer von uns weggegangen ist!" Und als sie zählten, siehe, da fehlten Jonathan und sein Waffenträger. Da sprach Saul zu Ahija:
[8:07] "Bringe den Efod Gottes herbei!" Denn die Lade Gottes war zu der Zeit bei den Kindern Israels. Und während Saul noch mit dem Priester redete, wurde das Getümmel im Heerlager der Philister immerfort größer. Da sagte er zu dem Priester: "Bleib stehen!" Und Saul und das ganze Volk, das bei ihm war, wurden aufgeboten, und als sie zum Kampf hinzukamen, siehe, da war das Schwert eines jeden gegen den anderen. Es herrschte die größte Verwirrung, so wie damals bei Gideon, als die Midianiter sich gegenseitig umgebracht haben.
[8:33] Gott brauchte nur 300 Mann, um die Midianiter zu besiegen. Da brauchte man, um diesen Sieg hier gegen die Philister zu initiieren, wie viele Männer, wie Frauen braucht Gott heute, um das Werk zum Abschluss zu bringen?
[8:56] Auch die Hebräer, die zuvor aber bei den Philistern gewesen und mit ihnen von ringsumher ins Lager hinaufgezogen waren, wandten sich zu den Israeliten, die mit Saul und Jonathan waren.
[9:06] Da gibt es einige im Volk Gottes, die abgefallen sind, die zur Welt hinübergegangen sind, die es nicht mehr geglaubt haben, dass man das Werk vollenden kann oder sollte. Aber wenn sie sehen werden, was in der Gemeinde Gottes durch den Geist Gottes geschieht, werden viele auch zurückkommen und sich bekehren.
[9:25] Auch alle Männer von Israel, die sich auf dem Berg daneben verkrochen hatten, hörten, dass die Philister flohen, und sie setzten jenen im Kampf nach. So rettete der Herr an jenem Tag Israel. Der Kampf tobte bis hinüber.
[9:37] Wenn einige wenige im Glauben vorangehen und Gott durch sie wirken kann, dann wird das dazu führen, dass andere, die bisher geschlafen haben, die unzufrieden gewesen, die zaghaft gewesen sind, die sich zurückgezogen haben, die sich verkrochen haben in den Gemeinden, dass sie aufstehen werden. Es wird eine Erweckung geben, und sehr viel mehr werden sich an dem Kampf, den Gott in dieser letzten Zeit zu kämpfen hat, beteiligen. Wenn wir erst warten, bis alle zusammenkommen, dann wird es uns nicht gelingen.
[10:06] Aber wenn wir im Glauben vorangehen und das tun, was Gott uns gesagt hat, dann wird es dazu führen, dass viele andere auch wieder zu Gott und zu seinem Werk zurückfinden.
[10:18] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass es in deinem Werk nicht auf Zahlen ankommt, nicht auf Talente und Fähigkeiten und politisch-strategische Überlegungen, sondern darauf, dass es jemanden gibt, der dich beim Wort nimmt und dir folgt, koste es, was es wolle.
[10:33] Wir möchten heute solche Jonathan und Waffenträger sein. Wir möchten einfach, auch wenn es menschlich unmöglich erscheint und unsinnig, dich beim Wort nehmen und vorangehen, koste es, was es wolle.
[10:45] Und wir danken, dass du versprochen hast, dass wenn wir dich beim Wort nehmen und vorangehen, dass du für uns kämpfen wirst und dass du uns benutzen wirst, um eine große Erweckung und Reformation auch im Volk Gottes durchzuführen. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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