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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von König Saul und seinem Ungehorsam gegenüber Gottes Befehl bezüglich der Amalekiter aus 1. Samuel 14:46-15:15. Er zeigt auf, wie Sauls teilweiser Gehorsam und sein Streben nach persönlichem Ruhm zu seiner Ablehnung als König führten. Die Botschaft warnt vor Selbsttäuschung und betont, dass wahre Leiterschaft und Glaube eine vollständige und aufrichtige Hingabe an Gottes Wort erfordern.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute 320.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du unser wahrer König bist und danke, dass du deine Autorität nie einsetzt, um uns zu schaden, sondern immer für unser Bestes hergibst. Dass wir jeden Tag, auch heute, uns daran erinnern, dass es niemand Besseren gibt, über unser Leben regieren kann, als du es bist. Sprich durch dein Wort heute zu uns und erfülle nach deiner Verheißung mit deinem guten Geist. Im Namen Jesu. Amen.

[1:07] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 14. Nach einem großen Sieg über die Philister hat Saul einen sehr unbedachten Schwur und eine unbedachte Regel aufgestellt, und aufgrund derer er seinen eigenen Sohn Jonathan umgebracht. Nur das Volk hat es verhindert, dass dies geschehen ist. Wir lesen weiterhin Vers 46: „Und so ließ Saul von der Verfolgung der Philister ab und zog hinauf. Und die Philister zogen in ihr Land. Als aber Saul die Herrschaft über Israel bekommen hatte, kämpfte er gegen alle seine Feinde ringsumher: gegen die Moabiter, gegen die Ammoniter, gegen die Edomiter, gegen die Könige von Zoba und gegen die Philister. Und wohin er sich wandte, da war er siegreich. Und er vollbrachte Taten und schlug Amalek und rettete Israel aus der Hand derer, die sie beraubten. Und die Söhne Sauls waren Jonathan, Jischwi und Malkischua. Und von seinen zwei Töchtern hieß die Erstgeborene Merab und die jüngere Michal. Und die Frau Sauls hieß Ahinoam. Sie war eine Tochter des Ahimaaz. Und sein Heerführer hieß Abner, einen Sohn Ners, des Onkels Sauls. Aber der Vater Sauls und Ner, der Vater Abners, waren Söhne Abiels. Der Krieg gegen die Philister war heftig, solange Saul lebte. Und wenn Saul einen starken und tapferen Mann sah, nahm er ihn zu sich.“

[2:36] Samuel aber sprach zu Saul: „Der Herr hat mich gesandt, um dich zum König über Israel zu salben. So höre nun auf die Stimme der Worte des Herrn.“ Saul hatte eine wichtige Aufgabe erhalten, und diese Aufgabe beinhaltet, dass er die Worte Gottes ernst nimmt.

[3:00] „So spricht der Herr der Heerscharen: Ich will strafen, was Amalek Israel tat, indem er sich ihm in den Weg stellte, als es aus Ägypten herauszog.“ Das bezieht sich auf die Geschichte im 2. Mose, die wir vor einigen Monaten hier gelesen haben, bei der Amalek die die die hinteren Teile des Volkes Israel auf dem Weg aus Ägypten heraus in der Wüste angegriffen hat. Als damals Josua dann gegen Amalek gekämpft hat, während Mose auf dem Berg die Arme hochhielt und für das Volk betete. Das war ja Hunderte von Jahren zurück, und jetzt sollte diese Sache endgültig gelöst werden. Damals hatte Mose schon dem Josua sagen lassen, dass diese Schuld Amaleks noch endgültig gesühnt werden sollte. „So zieh nun hin und schlage Amalek und vollstrecke den Bann an allem, was er hat, und schone ihn nicht, sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel.“ Genauso wie es auch mit den anderen Kanaanitern dann im Land Kanaan hätte geschehen sollen. Saul bot das Volk auf und musterte sie bei Telaim, etwa 200.000 Mann Fußvolk und 10.000 Mann aus Juda. Und Saul kam zu der Stadt Amalek und legte einen Hinterhalt im Tal. Und Saul ließ den Kenitern sagen: „Geht fort, weicht, zieht weg aus der Mitte der Amalekiter, damit ich euch nicht mit ihnen wegraffe! Denn ihr habt Gnade an allen Kindern Israels erwiesen, als sie aus Ägypten heraufzogen.“ So zogen die Keniter aus der Mitte von Amalek weg.

[4:36] Gott pauschalisiert nicht. Die Amalekiter werden bestraft wegen ihrer schweren Sünde, aber die Keniter, die mitten unter ihnen sind, erhalten die Chance, sich von den Amalekitern zu distanzieren. Bevor Gott Babylon straft am Ende der Zeit, gibt er allen seinen Kindern die Gelegenheit, sich von Babylon zu distanzieren, indem er sagt: „Kommt heraus aus Babylon!“

[5:01] Und Saul schlug Amalek von Hawila an bis nach Schur, das östlich von Ägypten liegt. Und er nahm Agag, den König von Amalek, lebendig gefangen. Dagegen vollstreckte er den Bann an dem ganzen Volk mit der Schärfe des Schwertes. Aber Saul und das Volk verschonten Agag und die besten Schafe und Rinder und das Mastvieh und die Lämmer und alles, was wertvoll war, und sie wollten den Bann an ihnen nicht vollstrecken. Alles aber, was wertlos und schlecht war, an dem vollstreckten sie den Bann. Ja, sie erfüllten Gottes Wort, aber nur teilweise. Sie wollten gleichzeitig persönlichen Gewinn aus dieser Sache ziehen und profitieren.

[5:44] Daher erging das Wort des Herrn an Samuel folgendermaßen: „Es reut mich, dass ich Saul zum König gemacht habe, denn er hat sich von mir abgewandt und meine Worte nicht erfüllt.“ Darüber entbrannte Samuel, und er schrie zum Herrn die ganze Nacht.

[6:02] Ein König, der nicht mehr mit Gott zusammenarbeitet, ein König, bei dem Gott sagt: „Ich kann durch ihn nicht wirken“, ist eine Katastrophe für das Volk Gottes. Einer, der Verantwortung und Autorität hat, aber nicht das tut, was Gott befohlen hat, wird zu einer schweren Belastung für das gesamte Volk.

[6:32] Samuel betete intensiv die ganze Nacht wegen dieser dramatischen Lage.

[6:37] Samuel traf Saul. Saul hatte auch diesen letzten Test nicht bestanden. Und Samuel machte sich früh auf, um Saul am Morgen zu begegnen. Und es wurde dem Samuel berichtet: „Saul ist nach Karmel gekommen, und siehe, er hat sich ein Denkmal aufgerichtet. Danach ist er weitergezogen und nach Gilgal hinabgestiegen.“

[7:00] Er sollte die Amalekiter vernichten, um eine Prophezeiung aus dem Buch 2. Mose zu erfüllen, in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes. Stattdessen wollte er sich selbst erhöhen, selbst rühmen. Wir hatten schon gesehen in 1. Samuel 14, wie es ihm wichtig war, dass er sich persönlich an seinen Feinden rächt, als der Jonathan eigentlich den Sieg erringt mit seinem Waffenträger. Er hat diesen Krieg nicht gesehen als bloße Pflichterfüllung, weil Gott es ihm befohlen hatte, sondern als ein Mittel, sich selbst zu rühmen.

[7:35] Wenn wir in Gottes Gemeinde arbeiten, um uns selbst zu rühmen, um uns selbst zu erheben, um selbst zu profitieren und daraus Gewinn zu schlagen, dann kann Gott nicht mit uns zusammenarbeiten.

[7:48] Als Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: „Gesegnet seist du vom Herrn! Ich habe das Wort des Herrn erfüllt.“ Menschen können glauben, dass sie gehorsam sind, und sie sind es in Gottes Augen gar nicht. Was für eine schreckliche Selbsttäuschung, wenn wir denken, wir erfüllen Gottes Wort, wenn wir in Wirklichkeit Gottes Wort gar nicht ernst nehmen und nur das tun, was uns in den Kram passt und das, was unserem eigenen Stolz entgegensteht, ignorieren.

[8:17] Samuel aber antwortete: „Und was ist das für ein Blöken von Schafen in meinen Ohren und Brüllen von Rindern, das ich da höre?“ Da sprach Saul: „Man hat sie von den Amalekitern hergebracht, denn das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder, um sie dem Herrn, deinem Gott, zu opfern. An den übrigen haben wir den Bann vollstreckt.“

[8:36] Interessant ist hier wieder, wie sehr deutlich wird, dass ein schwacher Leiter, der das Wort Gottes übertritt, dann das Volk sozusagen in die Verantwortung nimmt und sagt: „Ja, das das Volk ist es gewesen.“ So etwas Ähnliches bei Aaron gesehen, der auch nicht treu gewesen war in der Geschichte vom Goldenen Kalb, aber dann sozusagen die Aufmerksamkeit auf das Volk gelenkt hat. Interessant ist, dass derselbe Saul, der so auf Autorität und seinen eigenen Ruhm pochte, nicht bereit war, Versagen auf seine eigene Kappe zu nehmen. Aber genau das ist ein Kennzeichen echter Leiterschaft, dass man nicht sich selbst rühmt, sondern das Versagen anderer vielleicht auf seine eigene Schulter nimmt und dafür geradesteht.

[9:24] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte bewahre uns vor dieser Selbsttäuschung, dass wir glauben, deinen Willen erfüllt zu haben, in Wirklichkeit wir das gar nicht getan haben. Gib, dass wir lernen, nicht nur halbherzig deine Befehle auszuführen, sondern von ganzem Herzen das tun, was du dir wünschst, und dass wir aus dieser Geschichte lernen, jeder von uns ganz persönlich. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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