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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video, Teil der Serie „Gott auf (m)einer Seite“, beleuchtet 1. Samuel 15:16-16:3. Christopher Kramp analysiert König Sauls Ungehorsam gegenüber Gottes Befehl bezüglich der Amalekiter und seine oberflächliche Reue. Die Botschaft betont die Wichtigkeit echten Gehorsams über äußere religiöse Handlungen. Es wird aufgezeigt, wie Gott trotz menschlichen Versagens stets einen Plan hat, um seine Ziele zu erreichen, selbst wenn dies die Wahl eines neuen Anführers bedeutet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 321.

[0:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dich haben und dass du uns nah bist und dass du unsere Sorgen und Nöte kennst und uns hilfst. Und danke, dass du mit deinem Heiligen Geist jetzt durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Und Herr, bitte hilf uns, dass wir ein Herz haben, das bereit ist, dir völlig zu folgen, alles zu tun, was du sagst. Wir wissen, dass es das Beste für uns ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:04] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 15. Saul hatte den Auftrag von Gott durch Samuel erhalten, die Amalekiter auszurotten. Aber anstatt das zu tun, was eine Erfüllung der Prophezeiung in 2. Mose sein sollte, hat er viele umgebracht, aber einige, den König Agag, und viele Tiere auch am Leben gelassen, um davon persönlich zu profitieren und sich selbst zu rühmen.

[1:32] Wir lesen in Vers 16: Samuel aber antwortete dem Saul: "Halt still, und ich will dir sagen, was der Herr diese Nacht zu mir geredet hat." Da sprach er zu ihm: "Rede!" Und Samuel sprach: "Ist es nicht so: Als du klein warst in deinen Augen, wurdest du das Haupt der Stämme Israels, und der Herr salbte dich zum König über Israel?"

[1:56] Es gab einen Moment im Leben von Saul, da er sich selbst für unwichtig erachtete. Das hat sich geändert. Wir haben das letzte Mal gesehen, dass er sich ein Denkmal hat bauen lassen, damit alle Welt wusste, was für einen tollen Sieg er über die Amalekiter errungen hat. Diese Selbsterhöhung und das Drehen um das eigene Ich waren letztendlich die Ursache dafür, dass Saul es auch nicht für so notwendig erachtete, alles exakt genauso zu tun, wie Gott es befohlen hatte. Wenn wir uns selbst erhöhen, wenn wir uns für besser halten, als wir sind, dann werden wir auch echten Gehorsam für unwichtig halten.

[2:34] Aber Gott sieht die Sache ganz anders. "Und der Herr sandte dich auf den Weg und sprach: 'Geh hin und vollstrecke den Bann an den Sündern, den Amalekitern. Kämpfe sie, bis du sie ausgerottet hast.' Hier sehen wir sehr schön, wie Amalek, ähnlich wie auch die Kanaaniter in den Geschichten von Josua, zum Symbol, zur Personifizierung sozusagen der Sünde geworden sind. Der Kampf gegen Amalek sollte zeigen, wie sehr der König Israels gegen Sünde kämpfen sollte. 'Warum hast du denn der Stimme des Herrn nicht gehorcht, sondern bist über die Beute hergefallen und hast getan, was böse ist in den Augen des Herrn?'"

[3:23] Warum, mit anderen Worten, hast du toleriert in deinem eigenen Herzen und bei dem Verhalten deines Volkes, dass Gottes Wille nicht vollständig umgesetzt worden ist? Gott stellt mir und dir die Frage: Warum tolerierst du, dass Sünde im Leben sich breitmachen kann? Und Saul antwortete dem Samuel: "Ich habe doch der Stimme des Herrn gehorcht und bin den Weg gezogen, den mich der Herr sandte, und habe Agag, den König der Amalekiter, gebracht und an den Amalekitern den Bann vollstreckt."

[3:56] Selbst getadelt sieht Saul nicht, dass er einen Fehler gemacht hat. Hierin unterscheidet er sich von anderen Männern in der Bibel, die zum Teil sehr viel schwerwiegendere Sünden begangen haben, aber die ihren Fehler gesehen, eingesehen, bereut haben und denen Gott vergeben konnte. Das Problem von Saul war nicht die Schwere seiner Sünde im Vergleich zu anderen vielleicht, sondern dass er nicht bereit war, einen Fehler einzugestehen, und so wurde seine Schuld immer größer, immer größer.

[4:29] "Aber das Volk hat von der Beute genommen, Schafe und Rinder, das Beste des Gebannten, um es dem Herrn, deinem Gott, in Gilgal zu opfern." Hier sehen wir wieder, wie sehr er die Schuld auf das Volk schiebt und dann gleichzeitig das Ganze auch in ein besonders gutes Licht taucht. "Es ist ja für Gott! Wir haben das ja getan, damit es einen Sinn hat für den Gottesdienst." Mit anderen Worten, was er sagt: "Wir haben Gott zwar nicht gehorcht, aber das soll ja ganz zur Ehre Gottes gewesen sein. Wir haben es anders gemacht, als Gott gesagt hat, weil wir Gott einen Gefallen tun wollen." Wie oft denken wir, dass wir Gottes Gebot übertreten können, das begründen können, dass wir trotzdem etwas für Gott tun damit und dass wir Gott eine Freude machen? "Das ist ja für den Gottesdienst!"

[5:10] Samuel sprach zu Saul: "Hat der Herr dasselbe Wohlgefallen an Schlachtopfern und Brandopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht? Siehe, Gehorsam ist besser als Schlachtopfer und Folgsamkeit besser als das Fett von Widdern." Saul dachte, Gott wird Ungehorsam schon übersehen, wenn einfach nur der Gottesdienst stimmt, wenn die Opfer gut und schön sind. Aber Samuel stellt die Frage: Glaubst du ernsthaft, dass Gott zufrieden ist, wenn du ungehorsam bist, Hauptsache du opferst dann richtige Opfer? Ist Gott zufrieden, wenn wir am richtigen Tag in die richtige Gemeinde gehen und dort Gottesdienst feiern und ihn anbeten, während wir gleichzeitig Sünde in unserem Leben tolerieren und uns dann sagen: "Na ja, nicht so schlimm, Hauptsache wir beten Gott an und wir tun ihn loben und preisen. Dieses bisschen Ungehorsam, das wird ihn nicht so sehr stören." Wenn wir so denken, denken wir wie Saul und sind auf einem tödlichen Weg.

[6:16] "Denn Ungehorsam ist wie die Sünde der Wahrsagerei, und Widerspenstigkeit ist wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du nun das Wort des Herrn verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst." Sein Königtum oder die Berechtigung, aus Gottes Sicht König zu sein, ging direkt davon ab, Gottes Willen zu tun.

[6:39] Da sprach Saul zu Samuel: "Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl des Herrn und deine Worte übertreten habe, denn ich fürchte das Volk und gehorchte seiner Stimme." Jetzt bekennt er seine Sünde, aber ist nach wie vor nicht bereit, tatsächlich sie wirklich auf sich selbst zu nehmen, sondern schiebt sie wieder auf das Volk. "Nun aber vergib mir doch meine Sünde und kehre mit mir um, damit ich den Herrn anbete."

[7:04] Samuel sprach zu Saul: "Ich will nicht mit dir umkehren, denn du hast das Wort des Herrn verworfen, und der Herr hat dich verworfen, dass du nicht mehr König über Israel sein sollst." Und Samuel wandte sich ab und wollte gehen. Er griff ihn beim Zipfel des Obergewandes, so dass dieser abriss. Da sprach Samuel: "Der Herr hat heute das Königreich Israel von dir abgerissen und es deinem Nächsten gegeben, der besser ist als du. Auch lügt der Ruhm Israels nicht, es reut ihn auch nicht; denn er ist kein Mensch, dass er etwas bereuen müsste."

[7:32] Wir haben gegen Anfang des Kapitels gesehen, dass es heißt, Gott reute es, dass er Saul zum König gemacht hat. Aber hier sehen wir, dass dieses Reuen Gottes nicht ein menschliches Reuen ist. Wenn Gott bereut, dann nicht, weil er einen Fehler gemacht hat und umkehrt, sondern Gott bereut in dem Sinne, dass aufgrund der falschen Entscheidung der Menschen ein geplantes Szenario, was er sich gewünscht hat, nicht mehr umgesetzt werden kann und er jetzt, entsprechend der falschen Entscheidung der Menschen, einen Plan B, einen Plan C oder so weiter dann umsetzen muss.

[8:09] Saul sprach: "Ich habe gesündigt. Nun aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir, damit ich den Herrn, deinen Gott, anbete." Er sagt zwar, dass er gesündigt hat, aber wenn er wirklich verstanden hätte, was Sünde bedeutet und was Sünde in seinem Leben bewirkt, dann hätte er darum gebetet, dass Samuel ihm zeigt, wie er wirklich Frieden mit Gott findet, wie er wirklich echte Erlösung findet, Vergebung seiner Schuld, dass er wieder Gott treu dienen kann. Alles, was ihn aber wirklich interessierte, war, wie er vor anderen dasteht, dass er jetzt sein Gesicht nicht verliert, wieder in der Gesellschaft dasteht. Wenn das unsere einzige Sorge ist, werden wir echte Bekehrung nicht erleben können.

[8:52] Da kehrte Samuel um und folgte Saul, und Saul betete den Herrn an. Samuel aber sprach: "Bringt den König Agag von Amalek zu mir her!" Und Agag kam zitternd zu ihm. Und Agag sprach: "Fürwahr, die Bitterkeit des Todes ist gewichen." Samuel sprach: "Wie dein Schwert Frauen ihrer Kinder beraubt hat, so soll auch deine Mutter ihrer Kinder beraubt werden vor allen Frauen!" Und Samuel zerhieb Agag in Stücke vor dem Herrn in Gilgal. Und Samuel ging nach Rama. Saul aber zog in sein Haus hinauf nach Gibea Sauls. Und Samuel sah Saul nicht mehr bis zum Tag seines Todes. Samuel trauerte um Saul.

[9:56] Denn den Herrn aber reute es, dass er Saul zum König über Israel gemacht hatte. Samuel trauerte über jemanden, der abgefallen war. Vielleicht sehen wir Menschen in Verantwortung, die Gottes Willen ignorieren und auch nach Tadel und Korrektur nicht bereit sind, umzusetzen. Aber statt sie zu beschimpfen, sollten wir für sie beten und wirklich von Herzen traurig sein. Und der Herr sprach zu Samuel: "Bis wann trägst du noch Leid um Saul, da ich ihn doch verworfen habe, dass er nicht mehr König sein sollte über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und geh hin! Ich will dich zu Isai, dem Bethlehemiter, senden, denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ersehen."

[10:13] Wir sollen traurig sein über die Sünde, traurig sein darüber, dass Leiter im Volk Gottes nicht das tun, was sie tun sollten. Aber wir sollten nicht in Depression versinken. Wir sollen nicht glauben, dass nur an einzelnen Personen alles hängt. Wir dürfen wissen, dass Gott einen Plan hat, dass Gott seine Gemeinde nicht aufgibt, dass er andere Personen hat, die das ausführen und tun können, was er vorgesehen hat. Und wir sollen proaktiv mit Gott zusammenwirken, dass Probleme gelöst werden und nicht nur über sie trauern.

[10:42] Samuel sprach: "Wie soll ich hingehen? Wenn Saul es erfährt, so wird er mich töten." Und der Herr sprach: "Nimm eine junge Kuh mit dir und sprich: 'Ich bin gekommen, um dem Herrn zu opfern.' Und du sollst Isai zum Schlachtopfer einladen. Ich will dir zeigen, was du tun sollst, sodass du mir den selbst die Namen nennen werde."

[11:00] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du siehst, dass es manchmal Situationen gibt in unserem Leben, in der Familie, in der Gemeinde, die wirklich zum Weinen sind. Aber gib, dass wir nicht nur traurig sind und dass wir dann nicht verzweifeln, sondern dass wir wissen, dass wenn du eine Person verwirfst, du eine andere berufst, und wenn du einen Plan A ändern musst, dass du einen Plan B hast, der immer noch zum gleichen Ziel führen kann. Und dass wir proaktiv uns einsetzen nach deinem Wort und in Übereinstimmung mit deiner Prophetie für die Menschen, die sich tatsächlich dem ganzen Gehorsam gegenüber verschrieben haben, die von deinem Geist erfüllt das tun werden, was du sagst. Hilf uns, dass wir selbst solche Menschen werden. Das bitten wir im Namen Jesu.


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