In dieser Predigt über 1. Samuel 17:27-49 beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von David und Goliath. Er zeigt auf, wie David trotz der Verachtung seines Bruders Eliab und der Skepsis Sauls seinen Glauben an Gott bewahrt. Das Video ermutigt dazu, sich nicht von menschlichen Zweifeln oder scheinbar übermächtigen Problemen entmutigen zu lassen, sondern auf Gottes Gegenwart und seine bewiesene Treue zu vertrauen, um im Glauben voranzugehen und Siege zu erringen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Samuel 17:27-17:49
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 324. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater,
[0:39] im Himmel, danke für dein Wort und danke, dass du uns tiefen, echten Glauben schenken möchtest. Bitte gib, dass wir einen solchen Glauben entwickeln, wie ihn David damals gehabt hat im Kampf gegen Goliath. Bitte gib, dass wir uns nicht beeindrucken lassen von den übermächtigen Angriffen des Satans, die stärker sind als wir, aber die niemals stärker sein könnten als du. Und so möchten wir dich bitten, dass wir uns bewusst machen, dass wir auf deiner Seite stehen und du für uns kämpfen wirst und den Sieg für uns erringen wirst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:15] Wir sind in 1. Samuel 17. Goliath verhöhnt die Schlachtreihen Israels, fordert einen Kämpfer, der gegen ihn antritt. Niemand traut sich. David ist von seinem Vater gesandt worden, um seinen Brüdern und auch anderen Menschen in der Armee etwas an Lebensmitteln mitzubringen. Und er hört die höhnischen Worte des Goliath und fragt, warum niemand entsprechend eingreift. Wir lesen Vers 27:
[1:45] Da redete das Volk wieder zu ihm und sprach: "Das wird dem Mann zuteil werden, den er schlägt." Eliab, sein ältester Bruder, hörte ihn mit den Männern reden. Da entbrannte Eliabs Zorn gegen David und er sprach: "Warum bist du abgekommen? Und bei wem hast du dort in der Wüste die wenigen Schafe gelassen? Ich kenne deine Vermessenheit und die Bosheit deines Herzens wohl, denn nur um den Kampf zu sehen, bist du herabgekommen!"
[2:10] Der Mensch sieht, was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz. Eliab, als der älteste Bruder, der seinen jüngsten Bruder doch ganz gut kennen sollte, weiß überhaupt gar nicht, welche geistlichen, ja, welchen geistlichen Stand David eigentlich hatte und wie er mit Gott verbunden war.
[2:31] Er tadelte ihn für Dinge, die völlig falsch sind. Er suggeriert, dass David möglicherweise die Schafe unbeaufsichtigt gelassen hat. Wir haben das letzte Mal gesehen, dass David einen Hüter über sie gesetzt hatte. Wie oft geschieht es, dass wir anderen Menschen falsche Motive unterstellen, dass wir glauben, dass sie aus falschen Motiven sich in das Werk Gottes einbringen und wir tadeln und kritisieren und dabei Menschen kritisieren, die Gott berufen hat, Großes und Wichtiges zu tun.
[3:05] David antwortete: "Was habe ich denn jetzt getan? Es war ja nur ein Wort." Und er wandte sich von ihm ab zu einem anderen und wiederholte seine Frage. Man beantwortete ihm das Gleiche zuvor. Und als man die Worte hörte, die David sagte, meldete man es dem Saul und er ließ ihn holen. Und David sprach zu Saul: "Niemand soll deinetwegen den Mut sinken lassen. Dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister kämpfen."
[3:30] David wusste: Gott ist auf meiner Seite. Und er war entschlossen, nicht zu warten, sondern das zu tun, was getan werden musste.
[3:41] Saul aber sprach zu David: "Du kannst nicht hingehen, um gegen diesen Philister zu kämpfen, denn du bist noch ein Knabe, dieser aber ist ein Kriegsmann von Jugend auf." Es gibt Menschen, wenn wir Gottes Willen tun wollen, die uns falsche Motive unterstellen, die uns beleidigen und beschimpfen, so wie Eliab seinen jüngsten Bruder hier zusammengefaltet hatte.
[4:00] Dann gibt es andere, die uns sagen, dass das gar nicht geht, dass es unmöglich ist, dass die Umstände gegen uns sind, dass wir auch zu jung und zu unerfahren sind. Aber wenn Gott uns zeigt, dass er mit uns sein wird, sollten wir uns nicht irritieren lassen von denen, die uns falsche Motive unterstellen, die uns beleidigen, noch von denen, die uns sagen, dass es alles unmöglich ist.
[4:20] David aber sprach zu Saul: "Dein Knecht hütete die Schafe seines Vaters. Wenn da ein Löwe oder ein Bär kam und ein Schaf von der Herde hinwegtrug, dann lief ich ihm nach und schlug ihn und entriss es seinem Rachen. Und wenn er sich gegen mich ergriff, ergriff ich ihn bei seinem Bart und schlug ihn und tötete ihn. Sowohl den Löwen als auch den Bären hat dein Knecht erschlagen. Und dieser Philister, dieser Unbeschnittene, soll wie einer von denen sein, denn er hat die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt."
[4:47] David hatte Erfahrung mit Gott gemacht im Alltag. Er hatte im Alltag, dort wo Gott ihn hingestellt hatte, Erfahrung gemacht damit, dass Gott wirkt, dass er rettet, dass er den Sieg schenkt, dass er auch in Krisensituationen da ist, dass man einen Feind, einen Löwen, einen, die gefährlich sind, besiegen kann.
[5:07] David wusste aus Erfahrung, dass Gott mit ihm war, als Löwe und Bär seine Herde angegriffen haben. Jetzt, als Goliath die Herde Gottes angreift, wusste David: Gott ist auf meiner Seite, er wird mir auch wieder den Sieg schenken. Wenn wir Erfahrungen mit Gott im Alltag machen, werden wir auch Großes vollbringen können für Gott in der Zeit der Krise.
[5:29] Weiter sprach David: "Der Herr, der mich von dem Löwen und Bären gerettet hat, er wird mich auch von diesem Philister retten." Und Saul sprach zu David: "Geh hin, der Herr sei mit dir!" David wusste, das ist nicht seine eigene Kraft, seine eigene Intelligenz oder Klugheit oder Stärke. Es ist Gott, der mit ihm ist. Wenn wir wissen, dass Gott mit uns im Alltag ist, dürfen wir wissen, dass egal wie groß die Probleme sind, egal wie sehr sie uns verspotten, Gott ist auf unserer Seite und er, der uns in der Vergangenheit den Sieg geschenkt hat, wird uns auch heute den Sieg schenken.
[6:04] Und Saul legte David seine Rüstung an und setzte einen ehernen Helm auf seinen Kopf und legte ihm einen Schuppenpanzer um. Danach gürtete David sein Schwert über seine Kleider und bemühte sich zu gehen, denn er hatte es noch nicht versucht. Da sprach David zu Saul: "Ich kann darin nicht gehen, denn ich bin es nicht gewohnt." Und David legte es von sich ab.
[6:23] Wenn wir Gottes Werk tun wollen, dann gibt es viele, die vielleicht wohlmeinend uns viele menschliche Ratschläge und Tipps und Pläne und Ausbildung geben wollen. Aber manchmal ist das nur hinderlich, weil wir es gar nicht gewohnt sind. Und David brauchte die Rüstung von Saul nicht.
[6:44] Er nahm seinen Stab in die Hand und er wählte sich fünf glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er hatte, und zwar in die Schleudersteintasche. Und er nahm seine Schleuder zur Hand und näherte sich dem Philister. Und der Philister kam auch daher und näherte sich David, und sein Schildträger ging vor ihm her.
[7:05] Es waren zwei gegen eins. Als der Philister den David sah und anschaute, da verachtete er ihn, denn er war ein Knabe, rötlich und von schöner Gestalt. Und der Philister sprach zu David: "Bin ich denn ein Hund, dass du mit Stöcken zu mir kommst?" Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern. Und der Philister sprach zu David: "Komm her zu mir, ich will dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes geben!"
[7:32] David aber sprach zu dem Philister: "Du kommst zu mir mit Schwert und mit Spieß und mit Schild. Ich aber komme zu dir im Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast."
[7:44] David verweist nicht auf die fünf Steine, die er hat, nicht auf die Schleudertasche und nicht auf seine eigene Erfahrung. Er verweist auf Gott, der mit ihm ist. Der Philister in unserem Leben, wer immer das ist, was auch immer das für ein Umstand ist, mag auf alle möglichen Ressourcen verweisen können. Wenn wir Gott an unserer Seite haben, haben wir die Mehrheit im Rücken.
[8:09] "An diesem heutigen Tag wird dich der Herr in meine Hand ausliefern und ich werde dich schlagen und deinen Kopf von dir nehmen. Und ich werde die Leichname des Heeres der Philister an diesem Tag den Vögeln unter dem Himmel und den wilden Tieren der Erde geben, damit die ganze Erde erkenne, dass Israel einen Gott hat."
[8:26] David war sich sicher: Wenn der Goliath Gott verspottet, wird Gott eingreifen. Er wusste, dass es hier Teil des großen Kampfes ist und Gott ist immer der Sieger. Und er wusste sogar, Gott wird ihm nicht nur den Sieg über Goliath geben, sondern wird ihm den Sieg über die gesamte Armee der Philister geben. "Und diese ganze Gemeinde soll erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert oder Spieß errettet, denn der Kampf ist die Sache des Herrn und er wird euch in unsere Hand geben."
[8:56] Lieber Freund, liebe Freundin, jeder Sieg – sei es in unserem persönlichen Privatleben, darüber, eine Versuchung und eine Sünde, sei es in dem Werk Gottes oder einem großen Projekt – jeder Sieg hängt nicht von menschlichen Fähigkeiten, von Ressourcen, Plänen oder Talenten ab, sondern von der Gegenwart des Allmächtigen, die in unserem Herzen ist.
[9:21] Und es geschah, als sich der Philister aufmachte und herkam und sich David näherte, da eilte David und lief der Schlachtreihe entgegen auf den Philister zu. Es wäre ja schon mutig gewesen, stehen zu bleiben, wenn so ein Koloss, ein Philister, auf einen zurennt. Die meisten Israeliten, sie waren ja alle geflohen. Aber David blieb nicht nur stehen, er verteidigte nicht nur die Position, die er hatte, er lief auf das Problem zu im Glauben. Gott möchte nicht nur, dass wir stehen bleiben und die Position verteidigen, was wir bisher erreicht haben. Er möchte, dass wir vorwärts gehen im Glauben, wissend, dass er den Sieg schenkt.
[10:01] Und David streckte seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein heraus und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn, so dass der Stein in seine Stirn drang und er auf sein Angesicht zur Erde fiel.
[10:18] Der erste Stein hat bereits den Philister umgebracht. Mit Gott auf unserer Seite gibt es kein Problem, das nicht gelöst werden kann.
[10:32] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, schenk uns doch diesen Glauben, den David gehabt hat, dass wir nicht vor den Problemen zurückweichen, dass wir auch nicht einfach nur unsere Position halten, sondern wir im Glauben vorangehen, weil wir wissen aus Erfahrung, dass du uns in der Vergangenheit geführt hast, dass du bei uns gewesen bist, dass du uns gesegnet hast und dass du uns den Sieg geschenkt hast in jeder Situation, wenn wir uns auf dich verlassen. Und dafür wollen wir danke sagen von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen.
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