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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblische Erzählung von David nach seinem Sieg über Goliath, basierend auf 1. Samuel 17 und 18. Er analysiert Sauls aufkeimenden Neid und Jonathans tiefe Freundschaft zu David, die sich in einem Bund manifestiert. Der Sprecher zieht Parallelen zu egozentrischem Denken und Gottes Wunsch nach einem Bund aus Liebe, während er Davids Loyalität und Gottes ständige Begleitung hervorhebt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 325.

[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns befähigen möchtest, durch deine Kraft Sieger zu sein in den kleinen und großen Konflikten des Alltages und auch am Ende der Endzeit. Herr, gib, dass wir doch heute Erfahrungen mit dir machen, die uns gewiss machen und stärken darin, dass du uns in jeder Situation helfen kannst, dass wir bereit sind, im Glauben voranzugehen, so wie dein Geist uns führt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:14] Wir sind in 1. Samuel, Kapitel 17. David hat Goliath besiegt. Wir lesen in Vers 50: „So überwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein, und er schlug den Philister und tötete ihn. Und weil David kein Schwert in seiner Hand hatte, lief er weg und trat auf den Philister und nahm dessen Schwert und zog es aus der Scheide und tötete ihn und schlug ihm damit den Kopf ab. Als aber die Philister sahen, dass ihr Held tot war, flohen sie. Und die Männer von Israel und Juda machten sich auf und erhoben ein Kriegsgeschrei und jagten den Philistern danach, bis man in die Ebene kommt und bis zu den Toren Ekrons. Und die erschlagenen Philister lagen auf dem Weg von Schaarajim bis nach Gat und bis nach Ekron. Und die Söhne Israels kehrten von der Verfolgung der Philister zurück und plünderten ihr Lager. David aber nahm den Kopf des Philisters und brachte ihn nach Jerusalem. Seine Waffen aber legte er in sein Zelt.“

[2:16] Als aber Saul sah, wie David gegen den Philister aussprach, sagte er zu Abner: „Herr, für dessen Sohn ist dieser Bursche?“ Abner sprach: „So wahr deine Seele lebt, o König, ich weiß es nicht.“ Der König sprach: „So erfrage doch, wessen Sohn dieser junge Mann ist.“ Daran sieht man einmal, wie sehr der David, obwohl er bereits ab und zu für Saul gewesen ist und am Hof als Musikant, immer noch relativ unbeachtet geblieben war. Dass Saul trotz der vielen positiven Dinge, die er von David durch die Musik schon erfahren hatte, ihn nicht wirklich ernst genommen hatte. Wie viele Menschen gibt es in unserem Umfeld, die uns Gutes tun, die wir aber kaum wirklich wahrnehmen, die Person ja so vielleicht am Rande bemerken, aber die uns gar nicht wirklich interessieren und wo wir gar nicht ahnen, was für ein Segen diese Menschen in unserem Leben sind.

[3:13] Sobald nun David nach der Erledigung des Philisters zurückkehrte, nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul. Und der Kopf des Philisters war in seiner Hand. Und Saul sprach zu ihm: „Knabe, dessen Sohn bist du?“ David sprach: „Ich bin der Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiter.“ Und es geschah, als er aufgehört hatte, mit Saul zu reden, da verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids, und Jonathan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele.

[3:42] Sie hatten ja auch eine gewisse, ähnliche Herangehensweise an solche Probleme. Wir lesen uns in 1. Samuel 14, was Jonathan gewesen, der nicht einfach warten wollte oder im Granatapfelbaum so wie sein Vater, sondern der mit seinem Waffenträger alleine auf die Philister-Zacke gestiegen war. Da hat Jonathan das Herz geschlagen haben vor Freude, als er David gesehen hat. Er muss gedacht haben: „Ja, genauso, genau so sollte man das machen!“

[4:10] Und so nahm ihn Saul an jenem Tag zu sich und ließ ihn nicht wieder in das Haus seines Vaters zurückkehren. Zuvor hatte er ja schon für Saul ab und zu gedient, aber dann war er wieder zurückgekehrt, um als Hirte in Bethlehem zu dienen. Jetzt sollte er dauerhaft für Saul wirken. Jonathan aber und David machten einen Bund miteinander, denn er hatte ihn lieb wie seine eigene Seele. Zweimal wird gesagt, dass Jonathan ihn lieb hatte wie seine eigene Seele. Und jetzt steht hier, dass sie deswegen einen Bund machen. Gott wünscht sich, lieber Freund, liebe Freundin, dass auch wir einen Bund mit ihm machen, und zwar aus diesem Grund, dass wir einen Bund mit ihm machen, nicht weil wir Angst vor allem haben, nicht dass das jemand sagt, nicht weil das langweilig ist, sondern dass wir einen Bund mit ihm machen, weil wir ihn wie unsere eigene Seele lieben, dass wir ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele, ja, ihn noch mehr lieben als uns selbst. Dann wird der Bund halten.

[5:10] Und Jonathan zog das Obergewand aus, das er anhatte, und gab es David, dazu seinen Waffenrock, sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel. Ist das nicht ein schönes Bild auch auf das, was Jesus für uns tut? Der uns sein Kleid der Gerechtigkeit schenken möchte, der uns sein Schwert des Geistes, das Wort Gottes, gibt, der uns seinen Gürtel der Wahrheit gibt. Und wir können diese ganze Waffenrüstung Gottes uns überlegen. Das sind ja alles Attribute, Eigenschaften, die Jesus hat, der uns schenken möchte.

[5:44] Und David zog zum Kampf aus. Überall, wohin Saul ihn sandte, hatte er Gelingen, sodass Saul ihn über die Kriegsbeute setzte. Und es gefiel dem ganzen Volk wohl, auch den Knechten Sauls. Es geschah aber, als sie heimkamen, als David von der Schlacht der Philister zurückkehrte, dass die Frauen aus allen Städten Israels mit Gesang und Reigen dem König Saul entgegen gingen, mit Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln. Und die Frauen sangen im Reigen und riefen: „Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende!“ Da vergrämte es Saul sehr, und dieses Wort missfiel ihm. Er sprach: „Sie haben dem David Zehntausende gegeben und mir Tausende. Es fehlt ihm nur noch das Königreich!“ Und Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an und forthin.

[6:30] Wer sich selbst erhöht, wird unweigerlich neidisch werden, wenn jemand anders mehr Erfolg hat als wir. Wenn wir uns selbst um uns drehen, wenn wir immer nur darüber denken, wie denken andere über mich und wie kann ich möglichst geehrt sein, dann fangen wir an, es anderen nicht zu gönnen, wenn sie Erfolg haben und wenn sie im Mittelpunkt stehen. Ein egozentrisches Denken – und an dieser Stelle ist Saul auch ein Typus auf den Luzifer, der zu Satan wurde – ein egozentrisches Denken führte dazu, dass er dann David missgünstig anschaute. Wenn wir neidisch auf andere sind, wenn wir schlecht über andere denken, dann sollten wir unser eigenes Herz erforschen, ob nicht tatsächlich auch in unserem Herzen die Selbstsucht die Wurzel des Problems ist.

[7:23] Und es geschah, dass am folgenden Tag der böse Geist von Gott über Saul kam, dass er im Haus drinnen raste. David spielte mit seiner Hand auf den Saiten, wie er es täglich zu tun pflegte, und Saul hatte einen Speer in der Hand. Wir haben schon gesehen, dass dieser böse Geist nicht direkt Gottes ist, bei Gott seinen Ursprung hat, sondern dass Gottes Geist zuletzt, weil er seinen eigenen Geist zurückzieht, dass Saul jetzt so geplagt wird. Und Saul warf den Speer und dachte: „Ich will David damit an die Wand spießen!“ David aber wich ihm zweimal aus. Was muss das für ein Gefühl gewesen sein, weiter für den König Musik zu machen, der einen bereits einmal umbringen wollte? David war auch loyal. Er war nicht nur vom Geist erfüllt, sondern auch loyal, soweit es mit seinem Gewissen vereinbar war. Er machte auch weiter Musik für einen König, der ihn umbringen wollte.

[8:21] Und Saul fürchtete sich vor David, denn der Herr war mit ihm, von Saul aber war er gewichen. Darum entfernte ihn Saul aus seiner Umgebung und setzte ihn zum Obersten über Tausend. Und er ging vor dem Volk aus und ein. Und David hatte auf allen seinen Wegen Gelingen, und der Herr war mit ihm.

[8:40] Möge das von uns gesagt werden, dass in dem, was wir tun im Alltag, Menschen sagen können: „Der Herr war mit ihr“ oder „mit ihm“.

[8:54] Als Saul das sah, dass ihm alles gelang, scheute er sich vor ihm. Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb, denn er zog aus und ein vor ihnen her.

[9:03] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, das wünschen wir uns im allermeisten, dass in unserem Alltag sichtbar wird durch unser Leben, dass du mit uns bist. Ja, das bitten wir für den heutigen Tag und für jeden weiteren, dass wir unser Herz dir öffnen und dass du uns mit deinem Geist erfüllst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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