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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Samuel 18:17-19:10, wo König Sauls Eifersucht auf David immer gefährlicher wird. Trotz Davids Demut und Erfolgen versucht Saul wiederholt, ihn zu töten, während Jonathans tiefe Freundschaft zu David als Gegenpol dient. Die Predigt ermutigt dazu, die zerstörerische Kraft von Neid zu erkennen und sich für Versöhnung einzusetzen, ganz nach dem Vorbild Jonathans.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ heute mit 1. Samuel 18, Verse 17 bis 19, Vers 10. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprechen möchtest, dass du uns Kraft schenken möchtest für jede Schwierigkeit, die uns heute im Alltag noch begegnen wird, und dass wir wissen dürfen, dass wir dich an unserer Seite die Sieger sein dürfen. Bitte, sprich durch den Heiligen Geist, durch dein Wort jetzt zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:02] Wir sind in 1. Samuel 18. David und Jonathan haben einen Freundschaftsbund geschlossen, aber Saul hat angefangen, neidisch und eifersüchtig auf den erfolgreichen jungen David zu werden. Wir lesen in Vers 17: „Und Saul sprach zu David: Meine ältere Tochter Merab, die will ich dir zur Frau geben. Sei mir nur ein tapferer Held und führe die Kriege des Herrn.“ Denn Saul dachte: „Ich selbst will nicht Hand anlegen, sondern die Philister sollen Hand anlegen.“ Es kommt öfter vor, dass Menschen böse Hintergedanken haben bei dem, was sie uns scheinbar positiv sagen. Wir können nicht wissen aus den Worten eines Menschen, was er wirklich im Herzen trägt. David aber antwortete Saul: „Wer bin ich und was ist meine Herkunft, das Geschlecht meines Vaters in Israel, dass ich Schwiegersohn des Königs werden soll?“

[2:05] Als aber die Zeit kam, dass Merab, die Tochter Sauls, dem David gegeben werden sollte, da wurde sie Adriel, dem Meholatiter, zur Frau gegeben. David hatte eine sehr geringe Meinung von sich selbst. Er hat sich nicht selbst erhoben, sondern war demütig, und das war eine wesentliche Eigenschaft, die ihn befähigt hat, später auch König zu werden. Aber Michal, die Tochter Sauls, hatte David lieb. Als Saul das berichtet wurde, war die Sache recht in seinen Augen und er sprach: „Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zum Fallstrick wird und die Hand der Philister über ihn kommt.“ Und Saul sprach zu David: „Mit der zweiten sollst du heute mein Schwiegersohn werden.“ Es ist erschreckend, wie sehr Saul hier sogar seine eigene Tochter als Instrument sieht, um einen anderen Menschen zu verderben.

[2:51] Eifersucht und Neid fressen unser Herz auf und führen dazu, dass wir Menschen nur noch als Schachfiguren sehen in einem bösen Spiel, das wir spielen. Und Saul gebot seinen Knechten: „Redet heimlich mit David und sprecht: Siehe, der König hat Gefallen an dir, und alle seine Knechte lieben dich. So sollst du nun Schwiegersohn des Königs werden.“ Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids. David aber sprach: „Ist es etwa in euren Augen etwas Geringes, Schwiegersohn des Königs zu werden? Ich bin doch nur ein armer und geringer Mann.“ Und die Knechte Sauls sagten es ihm wieder und sprachen: „Solche Worte hat David geredet.“ Saul sprach: „So sagt zu David: Der König begehrt keine Heiratsgabe, sondern nur hundert Vorhäute von Philistern, um sich an den Feinden des Königs zu rächen.“ Aber Saul dachte, David durch die Hand der Philister zu Fall zu bringen. Alles, was er sagt und alles, was er tut, dient nur diesem einen Ziel, dass David hoffentlich stirbt. Wie böse muss ein Mensch sein, um so zu denken!

[4:00] Wir haben im Laufe der letzten Kapitel gesehen, dass Saul eine Entwicklung durchgemacht hat und dass der Ungehorsam gegenüber Gott so sein Herz verfinstert hat, dass er jetzt auf diese Art und Weise handelt. Und seine Knechte sagten David diese Worte, und es war recht in Davids Augen, Schwiegersohn des Königs zu werden. Und ehe die Tage vollendet waren, da machte sich David auf und zog mit seinen Männern hin und schlug zweihundert Mann von den Philistern. Und David brachte ihre Vorhäute, und man legte sie dem König vollzählig vor, damit er Schwiegersohn des Königs werde. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zur Frau.

[4:41] Obwohl Saul ihn so beneidet und eifersüchtig ist, geht David gar nicht davon aus, dass das der Fall sein könnte, sondern übererfüllt noch die Forderung seines Königs. Und Saul erkannte, dass der Herr mit David war, und Michal, Sauls Tochter, hatte ihn lieb. David lebte so, dass selbst sein Feind erkennen konnte, dass Gott mit ihm ist. Möge unser Leben heute so sein, dass selbst die, die in unserem Umfeld in ihrem Herzen Böses wollen, dass sie erkennen, dass Gott mit uns ist.

[5:18] Da fürchtete sich Saul noch mehr vor David, und Saul wurde David feind sein Leben lang. Und die Fürsten der Philister zogen in den Krieg. Und es geschah, sooft sie in den Krieg zogen, hatte David mehr Gelingen als alle Knechte Sauls, so dass sein Name hoch geachtet wurde. Saul aber redete zu seinem Sohn Jonathan und zu allen seinen Knechten, dass sie David töten sollten. Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte großes Wohlgefallen an David. Saul wollte erst, dass David durch die Philister fällt, aber das misslang, weil David durch Gottes Hilfe immer Sieger blieb. Jetzt versuchte er auf eine andere Art und Weise, sein Ziel zu erreichen.

[5:57] Darum berichtete Jonathan dies dem David und sprach: „Mein Vater Saul trachtet danach, dich zu töten. So nimm dich nun morgen in Acht und bleibe verborgen und verstecke dich.“ Was für eine Freundschaft, die Jonathan und David hier gehabt haben! Für Jonathan war David so wichtig, wichtiger als sein eigener Vater.

[6:19] Hier sehen wir vorgezeichnet etwas von der Freundschaft, die wir zu Jesus haben sollen, dass Jesus für uns wichtiger ist als unsere eigenen engsten Familienangehörigen.

[6:31] „Ich aber will hinausgehen und neben meinem Vater auf dem Feld stehen, wo du bist, und ich will mit meinem Vater deinetwegen reden, und was ich sehe, das will ich dir berichten.“ Und Jonathan redete Gutes über David zu seinem Vater Saul und sprach zu ihm: „Der König versündige sich nicht an seinem Knecht David, denn er hat keine Sünde gegen dich getan, und seine Taten sind dir sehr nützlich. Denn er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und der HERR hat ganz Israel eine große Rettung bereitet. Das hast du gesehen und dich darüber gefreut. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut versündigen, indem du David ohne Ursache tötest?“

[7:05] Kennst du Menschen, die einem anderen Menschen feind sind, obwohl es dafür keinen Grund gibt? Hast du gemerkt, wie Menschen in deinem Umfeld einem anderen Menschen eifersüchtig verhalten? Dann nutze doch die Gelegenheiten, die Gott dir schenkt, um dagegen einzuwirken, um Positives zu reden über den Nächsten, um Menschen zusammenzubringen, statt sie zu entzweien. Vielleicht gibt es heute eine Gelegenheit für dich, ein positives Wort für jemanden einzulegen, so dass Streit gemindert oder ganz gelöst werden kann.

[7:38] Da hörte Saul auf die Stimme Jonathans, und Saul schwor: „So wahr der HERR lebt, er soll nicht sterben!“ Da rief Jonathan den David, und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonathan brachte David zu Saul, und er war wieder vor ihm wie zuvor. Es brach aber wieder ein Krieg aus, und David zog aus und kämpfte gegen die Philister und brachte ihnen eine schwere Niederlage bei, so dass sie vor ihm flohen. Und der böse Geist vom Herrn kam über Saul, als er in seinem Haus saß und den Speer in seiner Hand hatte. David aber spielte mit der Hand auf den Saiten. Er versucht ihm zu helfen in dieser offensichtlich okkulten Ursprung habenden Depression. Und Saul versuchte David mit dem Speer an die Wand zu spießen. David wich Saul aus, und er stieß den Speer in die Wand. Und David floh und entkam in jener Nacht.

[8:38] Gott bewahrt den David. Saul hat versucht, David umzubringen, und als das nicht geklappt hat, hat er selbst zum Speer gegriffen. Und das zeigt uns, wie stark die Sünde in seinem Herzen war, dass er, auch wenn das eine nicht gelungen ist, einen anderen Weg gesucht hat. Wenn wir in unserem Herzen Sünde hegen, wird sie irgendwann ganz deutlich ausbrechen, durchbrechen, auch wenn vielleicht zunächst einmal durch Umstände sie verhindert worden ist. Der einzige Weg, damit wir nicht in die Katastrophe schlittern, ist, dass wir die Sünde aufgeben und sie Gott geben und Jesus unser Herz lassen.

[9:21] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Hilf uns doch, dass wir heute eine Gelegenheit finden, wo wir zerstrittene Menschen wieder näher zueinander bringen, indem wir Positives über einen anderen sagen und nicht noch Streit und Missgunst vertiefen, indem wir nicht lästern, sondern indem wir jemandem zeigen, dass er zu Unrecht schlecht über jemand anders denkt. Herr, segne uns dabei. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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