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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatische Freundschaft zwischen David und Jonathan aus 1. Samuel 20. Er zeigt, wie Jonathans bedingungslose Loyalität zu David auch angesichts des irrationalen Zorns und der Eifersucht seines Vaters Saul bestehen bleibt. Der Sprecher betont die zerstörerische Kraft der Sünde und ermutigt dazu, für die Wahrheit einzustehen und Nächstenliebe zu praktizieren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Teil 328. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen bitten, dass du uns hilfst, täglich mit dir zu leben. Wir haben gesehen, dass ein Mensch auch vom Heiligen Geist für einen kurzen Moment erfüllt sein kann, aber trotzdem auf dem falschen Weg ist, das Beispiel Saul haben wir gesehen. Wir wünschen uns nicht ein plötzliches, kurzzeitiges Erfülltsein mit dem Heiligen Geist, sondern ein tägliches Gehen mit dir und ein Geführtwerden von deinem Heiligen Geist in alle Wahrheit. Und darum bitten wir dich jetzt auch, dass du uns hilfst, dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast, und dass wir dir folgen im Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 20. Obwohl Saul kurzzeitig geweissagt hat, als er zu Samuel kam, erfüllt vom Heiligen Geist, war er trotzdem auf dem falschen Weg. Er wollte nämlich David eigentlich umbringen, und daran hat sich auch nichts geändert. Er macht weiter, und Jonathan glaubt zuerst nicht, dass Saul immer noch diese bösen Gedanken hat, aber David weiß es und spricht mit seinem Freund Jonathan darüber. Wir lesen in Vers 10:

[1:57] David aber sprach zu Jonathan: Wenn mir nur jemand berichten würde, ob dein Vater dir eine harte Antwort gibt. Und Jonathan sprach zu David: Komm, wir wollen aufs Feld hinausgehen! Da gingen die beiden aufs Feld hinaus. Und Jonathan sprach zu David: Bei dem HERRN, dem Gott Israels, wenn ich morgen um diese Zeit oder übermorgen meinen Vater ausforsche und sehe, er ist David wohlgesonnen, und ich dann nicht zu dir hinsende und es vor deinen Ohren offenbare, so tue der HERR dem Jonathan dies und das! Wenn aber mein Vater Böses gegen dich im Sinn hat, so will ich es auch vor deinen Ohren offenbaren und dich wegschicken, damit du in Frieden hinziehen kannst, und der HERR sei mit dir, wie mit meinem Vater gewesen ist. Und er zeige die Gnade des HERRN nicht nur, solange ich noch lebe, nicht nur an mir, damit ich nicht sterbe, sondern entziehe auch meinem Haus niemals deine Gnade, auch dann nicht, wenn der HERR die Feinde Davids allesamt vom Erdboden ausrotten wird!

[3:01] Jonathan möchte damit deutlich sagen: Auch wenn mein Vater dich bekämpft, ich möchte dein Freund sein. Manchmal ist es gar nicht so einfach, so eine Freundschaft aufrechtzuerhalten, weil Menschen, die uns nahestehen, ganz andere Ansichten haben bezüglich unseres Freundes und ihn vielleicht sogar bekämpfen.

[3:22] Es ist echte Freundschaft, die sich nicht von den Eindrücken und Emotionen und Meinungen auch Nahestehender beeinflussen lässt, sondern die einen Menschen wirklich so schätzt, wie er ist, und im Glauben so eine Freundschaft festhält. So schloss Jonathan einen Bund mit dem Haus Davids und sprach: Der HERR fordere es von der Hand der Feinde Davids! Und Jonathan ließ David nochmals bei seiner Liebe schwören, denn er liebte ihn wie seine eigene Seele.

[3:56] Hier haben wir ein Bild dafür, was sich wünscht, wenn es heißt, dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst, das, was Jesus als eines der wichtigsten Prinzipien im Gesetz Gottes überhaupt bezeichnet hat. Das könnt ihr in Matthäus 22 nachlesen, dort den Vers finden. Sowie Jonathan zu David hält, auch obwohl David von anderen verleumdet und angegriffen wird, so sollten wir eigentlich zu jedem Menschen halten und für ihn einstehen, soweit wir das natürlich mit unserem Gewissen vereinbaren können. Also sollten wir für jeden Menschen Liebe und Nächstenliebe empfinden. Und Jonathan sprach zu ihm:

[4:44] Morgen ist Neumond, da wird man dich vermissen, denn dein Sitz bleibt leer. Am dritten Tag aber komm rasch ab und begib dich an den Ort, wo du dich am Tag der Tat verborgen hattest, und bleibe neben dem Stein Esel. Ich aber will drei Pfeile daran vorbeischießen, als ob ich nach einem Ziel schießen würde. Und siehe, dann werde ich den Burschen schicken: Suche die Pfeile! Rufe ich dann dem Burschen zu: Siehe, die Pfeile liegen diesseits von dir, hole sie! So komm, denn das bedeutet Frieden für dich und keine Gefahr. So wahr der HERR lebt! Wenn ich aber zu dem jungen Mann sage: Siehe, die Pfeile liegen jenseits von dir, so gehe dann, denn dann sendet dich der HERR fort. Von dem aber, was wir beredet haben, ich und du, siehe, davon ist der HERR Zeuge zwischen dir und mir.

[5:31] So verbarg sich David auf dem Feld. Als aber der Neumond kam, setzte sich der König Saul, um zu essen. Und zwar saß der König an seinem gewohnten Platz an der Wand. Jonathan aber stand auf, und Abner setzte sich neben Saul, und Davids Platz blieb leer. Saul aber sagte an diesem Tag nichts, denn er dachte: Das ist ein Zufall. Er ist nicht rein, gewiss ist er nicht rein. Es geschah aber am Tag nach dem Neumond, als Davids Platz wieder leer blieb, da fragte Saul seinen Sohn Jonathan: Warum ist der Sohn Isais weder gestern noch heute zu essen gekommen? Da antwortete Jonathan dem Saul: David hat mich dringend gebeten, nach Bethlehem gehen zu dürfen, und er sagte: Lass mich doch hingehen, denn wir halten ein Familienopfer in der Stadt, und mein Bruder selbst hat es mir geboten. Habe ich nun Gnade vor deinen Augen gefunden, so gib mir doch Urlaub, dass ich meine Brüder sehen kann. Darum ist er nicht an den Tisch des Königs gekommen. Da entbrannte Sauls Zorn gegen Jonathan. Er sprach zu ihm: Du missratener, widerspenstiger Sohn! Meinst du, ich wüsste nicht, dass du den Sohn Isais erwählt hast, zu deiner Schande und zur Scham und Schande deiner Mutter? Denn solange der Sohn Isais auf Erden lebt, kannst weder du bestehen noch ein Königtum. So sende nun hin und lasse ihn herbringen zu mir, denn er ist ein Kind des Todes! Und Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er sterben? Was hat er getan?

[6:52] Das ist Mut, für die Wahrheit einzustehen, auch wenn Zorn und irrationale Angst und Eifersucht und all diese Dinge in einem anderen Menschen regieren. Für seinen Freund einstehen, auch wenn das selbst eine Gefahr bringt. Saul warf den Speer nach ihm, um ihn zu durchbohren. Da erkannte Jonathan, dass es bei seinem Vater fest beschlossen war, David zu töten. Sauls Sünde frisst sich so tief in ihn ein, dass er mittlerweile bereit ist, seinen eigenen Sohn umzubringen, nur um damit auch sicherstellen zu können, dass er David umbringt. Sünde ist destruktiv, die zerstört unseren Frieden, sie zerstört Freundschaften, sie zerstört unsere eigene Familie. Lasst uns die Sünde nicht in unserem Herzen behalten. Und Jonathan stand vom Tisch auf in glühendem Zorn und aß an diesem zweiten Tag des Neumonds keine Speise, denn es kränkte ihn um Davids willen, weil sein Vater ihn beschimpft hatte. Und das geschah am Morgen: Da ging Jonathan aufs Feld hinaus zu der mit David verabredeten Zeit, und ein junger Bursche war mit ihm.

[8:07] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du allein siehst, wie katastrophal die Sünde unser Leben zerstört. Wir sehen, dass Saul es am Anfang nicht gesehen hat, wohin ihn seine Eifersucht führen würde, zu irgendwann seinen eigenen Sohn umbringen würde. Und wir sehen auch im Leben von Saul, dass sein eigener Stolz und sein Verlangen nach Autorität ihn jetzt schon zum zweiten Mal dazu bringen, beinahe seinen Sohn umzubringen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir uns selbst besser verstehen, dass wir durch deinen Heiligen Geist und dein Wort erkennen, wie wir wirklich sind, damit wir nicht anderen Menschen Schaden zufügen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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