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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 1. Samuel Kapitel 2 ein. Er beleuchtet Hannas prophetisches Lied über den kommenden Messias und kontrastiert dies mit dem verderbten Verhalten von Elis Söhnen, die den Heiligtumsdienst verachteten. Die Predigt mahnt eindringlich davor, menschliche Beziehungen über Gottes Wort zu stellen, und zeigt, wie Samuel trotz widriger Umstände im Glauben wuchs. Eine wichtige Lektion über Konsequenz, Gottes Treue und die Auswirkungen unseres Handelns auf den Glauben anderer.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 306. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du alles weißt. Du kennst die Zukunft, du kennst unsere Herzen, du weißt viel mehr als wir, und du lädst uns ein, dass wir unser Leben in deine Hand legen, damit du es so führen kannst, dass wir am Ende sagen können: "Genauso wollten wir eigentlich unser Leben gelebt haben."
[0:58] Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst, durch deinen Heiligen Geist, dass er unsere Herzen erfüllt. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns starb. Amen.

[1:12] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 2, im Lied der Hanna, die Gott dafür lobt und preist, dass er so gut ist, so viel Kraft hat und ihr Gebet erhört hat.
[1:23] In Vers 10 heißt es: "Die Widersacher des Herrn werden zerschmettert werden. Er wird über sie donnern im Himmel. Der Herr wird die Enden der Erde richten und wird seinem König Macht verleihen und das Horn seines Gesalbten erhöhen."
[1:38] Was für ein interessanter Vers, vor allem deshalb, weil es ja zu dieser Zeit noch gar keinen König gab, sondern nur Richter, wie zum Beispiel Eli.
[1:50] Aber hier sehen wir, wie Gottes Geist durch diese Hanna wirkt und die bereits prophetisch von dem Messias, dem Gesalbten, spricht, der einmal als König Macht haben würde, was sich zunächst einmal natürlich im begrenzten Maße auf die Könige Israels, auf David zum Beispiel, bezieht, aber dann eigentlich in der letztendlichen Erfüllung auf unseren Erlöser Jesus Christus, den Messias schlechthin, den Gesalbten, den König aller Könige.
[2:23] Sein Horn, seine Macht ist sehr erhöht, denn bei ihm ist alle Macht und Gewalt im Himmel gegeben und auf Erden.

[2:33] Und Elkana ging hin nach Rama zu seinem Haus. Der Knabe aber diente dem Herrn vor dem Priester Eli.
[2:39] Aber die Söhne Elis waren Söhne Belials. Sie kannten den Herrn nicht.
[2:43] Wir haben das letzte Mal davon gesprochen, dass Hanna sagt, dass sie keine Tochter Belials ist, aber die Söhne Elis selbst waren von schlimmem Charakter, und die Priester verloren somit dem Volk.
[2:55] Wenn jemand eine Schlachtopfergabe brachte, so kam der Diener des Priesters, während das Fleisch kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zinken in seiner Hand. Und er stieß damit in den Topf oder Kessel, in die Pfanne oder Schüssel. Alles, was er mit der Gabel rauszog, das nahm der Priester für sich. So machten sie es bei allen Israeliten, die dorthin nach Silo kamen.
[3:14] Ebenso kam der Diener des Priesters, ehe man das Fett in Rauch aufgehen ließ, und sprach zu dem, der opferte: "Gib das Fleisch her, damit man es für den Priester braten kann. Der will es nicht gekocht, sondern roh."
[3:24] Wenn dann der Betreffende zu ihm sagte: "Man soll doch zuerst das Fett in Rauch aufgehen lassen, dann nimm, was dein Herz begehrt", so sprach er zu ihm: "Du sollst mir jetzt geben, wenn nicht, so werde ich es mit Gewalt nehmen."
[3:37] Es war die Sünde der jungen Männer sehr groß vor dem Herrn, denn die Leute verachteten die Opfergabe des Herrn.
[3:44] Die Opfer sollten den Erlösungsplan illustrieren, und hier waren Menschen, die eigentlich beauftragt waren, als Priester am Heiligtum in besonderer Weise den Erlösungsplan noch zu verdeutlichen, zu erklären, aber die im Gegensatz dazu durch ihr Verhalten dazu geführt haben, dass aufrichtige Menschen dazu gebracht wurden, den Heiligtumsdienst zu verachten.
[4:10] Wehe uns, wenn wir durch unser sündiges Verhalten und eigennütziges Tun dazu führen, dass andere Menschen das Evangelium und das Christentum und den Glauben an Jesus verachten.

[4:26] Samuel aber diente vor dem Herrn, und der Knabe war mit einem kleinen Efod umgürtet.
[4:32] Das ist interessant, dass der kleine Samuel in einer so schlechten Umgebung weite Teile seiner Kindheit und Jugend verbracht hat und dass seine Mutter so sehr zu dem Eid stand, den sie geschworen hatte, dass sie trotz dieser Umstände ihr Kind trotzdem dort zum Heiligtum brachte, darauf vertrauend, dass Gott dieses Kind auch in schlimmsten Umständen bewahren könnte.
[5:01] Interessanterweise möglicherweise auch eine deutliche Typologie auf unseren Erlöser Jesus, der in einem sprichwörtlich bösen Ort in Nazareth von Kindheit an aufgewachsen ist.
[5:15] Samuel aber diente vor dem Herrn, und der Knabe war mit einem leinenen Efod umgürtet. Dazu machte ihm seine Mutter ein kleines Obergewand und brachte es ihm Jahr für Jahr mit, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, um das jährliche Opfer darzubringen.
[5:26] Was war das für eine Freude, wenn sie jedes Jahr Samuel sehen konnte!
[5:31] Und Eli segnete Elkana und seine Frau und sprach: "Der Herr gebe dir Nachkommen von dieser Frau anstelle des gegebenen, den du dem Herrn mit übergeben hast."
[5:40] Und sie kehrte nach Hause zurück, und der Herr suchte Hanna heim, und sie wurde schwanger, und sie gebar noch drei Söhne und zwei Töchter.
[5:47] Der Knabe Samuel aber wuchs bei dem Herrn. Gott ist in der Lage, uns weit mehr zu geben, als wir uns bitten und erträumen können.
[5:54] Er erfüllt nicht nur unsere Bitten, unser Becher, er kann überfließen. Gott hat mehr Gnade und mehr Freude für uns, als wir in diesem Leben überhaupt aufsaugen können.

[6:09] Eli aber war sehr alt, und er hörte alles, was seine Söhne ganz Israel taten, und was sie taten, dass sie bei den Frauen lagen, die vor dem Eingang der Stiftshütte den Dienst verrichteten.
[6:21] Sehr schlimme und gräuliche Sünden, die diese Männer hier verübt haben.
[6:24] Und er sprach zu ihnen: "Warum tut ihr dies? Denn ich höre von dem ganzen Volk ein böses Handeln, nicht auch meine Söhne? Denn das ist kein gutes Gerücht, dass ich höre. Ihr bringt das Volk dazu, dass es Sünde begeht. Wenn jemand gegen einen Menschen sündigt, so wird Gott Schiedsrichter sein. Wenn aber jemand gegen den Herrn sündigt, wer wird für ihn Fürsprecher sein?"
[6:43] Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn der Herr hatte beschlossen, sie zu töten.
[6:49] Eli hat zwar immer wieder wohl auf sie eingeredet, aber er hat keine Konsequenzen gezogen.
[6:55] Wir sehen an der Geschichte von seinen Söhnen, dass eine inkonsequente Erziehung, die keine Regeln und keine Konsequenzen kennt, zu ganz katastrophalen, dramatischen, schlimmen Ergebnissen führt.
[7:11] Aber der Knabe Samuel nahm immer mehr zu an Alter und an Gunst, sowohl bei dem Herrn als auch bei den Menschen.
[7:18] Ihr könnt in Lukas 2 Vers 52 die ganz ähnlich von unserem Herrn Jesus sprechen, wie er als kleines Kind aufgewachsen ist.

[7:27] Es kam aber ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: "So spricht der Herr: Habe ich mich nicht dem Haus deines Vaters deutlich offenbart, als sie noch beim Haus des Pharao in Ägypten waren? Ja, ihn habe ich mir dort vor allen Stämmen Israels als meinen Priester erwählt, damit er auf meinem Altarwerk anzünde und das Efod vor mir trage. Und ich habe dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Kinder Israel gegeben."
[7:51] Gott sagt: "Ihr kennt doch den Plan der Erlösung. Sehr deutlich habe ich das nicht irgendwie unklar gemacht. Kein anderes Thema in der Bibel war bis dahin so deutlich erklärt worden und so minutiös aufgezeichnet worden wie der Heiligtumsdienst."
[8:05] "Warum tretet ihr denn meine Schlachtopfer und Speisopfer, die ich für meine Wohnung angeordnet habe, mit Füßen? Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, so dass ihr euch gemästet von den Erstlingen als Opfer meines Volkes Israel."
[8:19] Wehe uns, wenn wir Menschen und unsere engsten Verwandten, unsere Kinder, mehr ehren als Gott. Das hat wirklich schlimme Konsequenzen, nicht nur für uns persönlich, sondern auch für die Verbreitung des Evangeliums, für die Gemeinden, wo immer wir sind.
[8:30] Lasst uns heute fest vornehmen, dass wir natürlich liebevoll und in voller, voller Mitgefühl zu allen unseren anderen Menschen, insbesondere unseren Familienmitgliedern, sein wollen, aber dass Gott mit seinem Wort an der aller obersten Stelle steht.

[8:46] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich um Vergebung bitten, wenn wir in unserem Leben das Verhalten von nahen Verwandten entschuldigt haben, obwohl wir wussten, dass es gegen dein Wort gerichtet ist.
[8:58] Wir möchten dich bitten, dass wir zwar liebevoll und taktvoll sind, erfüllt von deinem Heiligen Geist, aber dass wir gleichzeitig auch nicht die Sünde einfach tolerieren, sondern dass wir auch konsequent für dein Wort eintreten auf die Art und Weise, wie es richtig ist und wie wir auch Verantwortung haben für Menschen, die vielleicht auch ja unter unserer Hand sind und für die wir Verantwortung tragen.
[9:22] Helfe uns, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, auch wirklich konsequent zu sein und dass wir dich an die oberste Stelle setzen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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