In dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ wird 1. Samuel 22 behandelt, das Davids Flucht und die tragischen Folgen von König Sauls Paranoia beleuchtet. Der Sprecher schildert, wie David eine Gruppe von Außenseitern um sich sammelt und wie Sauls Wut, angefacht durch Doegs tendenziöse Aussage, zur Ermordung der Priester von Nob führt. Die Episode mahnt zur Vorsicht bei der Beurteilung anderer und betont die Bedeutung von Loyalität und Gottes Führung.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Samuel 22:1-22:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 330.
[0:36] Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir wissen, dass all unser Versagen immer ein Mangel an Glauben ist. Und so möchten wir dich bitten, dass du uns heute an diesem Tag ganz aufs Neue in besonderer Weise echten Glauben schenkst. Glauben an deine Führung, Glauben an dein Wort, an deine Macht, uns zu bewahren in jeder Situation. Sprich du durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:11] Wir beginnen heute mit 1. Samuel 22. David ist auf der Flucht. Er war bei den Priestern von Nob, hat sich dort allerdings mit einer Notlüge geholfen. Und dann war er in Gat bei den Philistern. Dann hat er sich auch dort verstellt. Es heißt in 1. Samuel 22 Vers 1: "Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam. Als das seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters hörten, kamen sie dorthin zu ihm."
[1:43] Einige seiner Brüder waren ja zuvor noch recht kritisch ihm gegenüber gewesen, als es darum ging, den Goliath zu besiegen. Aber jetzt halten sie hier als Familie alle zusammen. Es ist ein Segen, wenn wir in besonderen Krisensituationen uns auf unsere Familie verlassen können. Und es versammelten sich zu ihm allerlei Männer, die in Not und Schulden waren und alle, die ein bitteres Herz hatten. Und er wurde ihr Oberster, und sie hielten es mit ihm, etwa 400 Mann.
[2:15] Und David ging von dort nach Mizpe in Moab und sprach zum König von Moab: "Lass doch meinen Vater und meine Mutter herkommen und bei euch bleiben, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird." David stammte ja auch von der Ruth ab, die ja eine Moabiterin gewesen war. Und er führte sie vor den König von Moab, und sie blieben bei ihm, solange David auf der Bergfeste war.
[2:40] Für die Familie Davids war es damit im Land Moab sicherer als in ihrem eigenen Heimatland. So gefährlich war es jetzt, einen König zu haben, der außer Rand und Band war. Aber der Prophet Gad sprach zu David: "Bleib nicht auf der Bergfeste, sondern geh ins Land Juda." Und David ging weg und kam in den Wald Heret.
[3:00] Auch wenn wir Fehler gemacht haben, wenn wir in solchen Situationen sind, hat Gott versprochen, uns durch sein prophetisches Wort zu führen.
[3:12] Wir dürfen heute den Geist der Weissagung, das prophetische Wort, in Anspruch nehmen, damit Gott uns zeigen kann, welchen Schritt wir gehen sollen.
[3:24] Und als Saul hörte, dass David und die Männer, die bei ihm waren, entdeckt worden seien, saß Saul gerade in Gibea unter der Tamariske auf der Anhöhe, den Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen vor ihm. Da sprach Saul zu seinen Knechten, die vor ihm standen: "Hört doch, ihr Benjaminiter! Wird euch auch der Sohn Isais euch alle Äcker und Weinberge geben? Wird er euch alle zu Obersten über Tausend, zu Obersten über Hundert machen, dass ihr euch alle gegen mich verschworen habt und niemand es meinen Ohren offenbarte, als mein Sohn einen Bund mit dem Sohn Isais gemacht hat? Und ist niemand unter euch, dem es um meinetwillen leidtat und der es meinen Ohren offenbarte, dass mein eigener Sohn einen Knecht gegen mich aufgewiegelt hat und mir nachstellt, wie es heute offenbar ist?" Saul hat nicht nur einmal mit einem Speer nach seinem Sohn geworfen. Er redet hier auch vor seinen eigenen Knechten schlecht über seinen Sohn Jonathan. Jonathan hätte allen Grund gehabt, schon lange seinen Vater zu verlassen. Wir werden aber sehen, Jonathan blieb treu zu seinem Vater und kämpfte an seiner Seite bis zum bitteren Ende.
[4:36] Der Name Jonathans wird im Himmel wertgeschätzt.
[4:47] Da antwortete Doeg, der Edomiter, der neben Sauls Knechten stand, und sprach: "Ich sah den Sohn Isais, als er nach Nob kam, zu Ahimelech, dem Sohn Ahitubs. Der befragte den Herrn für ihn und gab ihm Brot und das Schwert Goliaths."
[5:00] Nach diesen Worten von Saul muss sich Doeg bewusst gewesen sein, dass er mit einer solchen Schilderung, die tendenziös ist und den Eindruck erweckt, als hätten die Priester für David jetzt hier den Herrn befragt und sozusagen wären Teil dieser vermuteten Verschwörungen, die der Saul hier sich ausdenkt. Doeg muss gewusst haben, dass er mit diesen Worten die Priester in Gefahr bringt. Wir sollten uns sehr genau überlegen, wie wir Dinge berichten und schildern und ob wir damit nicht unschuldige Menschen in ein falsches Licht rücken.
[5:44] Da sandte der König hin und ließ Ahimelech rufen, den Sohn Ahitubs, den Priester, und das ganze Haus seines Vaters, die Priester in Nob. Und sie kamen alle zum König. Und er sprach: "Höre doch, du Sohn Ahitubs!" Und er antwortete: "Ich bin hier, mein Herr." Und Saul sprach zu ihm: "Warum habt ihr einen Bund gegen mich gemacht, du und der Sohn Isais, dass du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt hast, sodass er sich gegen mich auflehnt und mir nachstellt, wie es heute offenbar ist?"
[6:11] Hier sieht man, wie eine Verschwörungstheorie funktioniert. Der Saul hat den Gedanken, diesen paranoiden Gedanken, dass er verfolgt wird, und er hat jetzt einen Beweis in Form der Zeugenaussage von Doeg. Und Saul ist nicht mehr bereit, differenziert zu denken, ist nicht mehr bereit, anzunehmen, dass David Ahimelech nichts Böses will, sondern er sieht seine Er verbindet seine eigenen paranoiden Gedanken mit dieser Zeugenaussage des Doeg und nimmt das jetzt als eine bewiesene Tatsache an, dass der Priester sich gegen ihn verschworen hat.
[6:48] Da antwortete Ahimelech dem König und sprach: "Und wer ist unter allen deinen Knechten so treu wie David, der dazu noch der Schwiegersohn des Königs ist, der Zutritt zu deinem geheimen Rat hat und in deinem Haus so hoch angesehen ist? Habe ich dann erst heute angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei ferne von dir! Der König lege dies weder seinem Knecht noch dem ganzen Haus meines Vaters zur Last. Denn dein Knecht hat von alledem nichts gewusst, weder Kleines noch Großes."
[7:13] Ahimelech macht deutlich: "Ich habe mich nicht gegen dich verschworen. Das ist doch ganz natürlich, dass ich auch für David den Herrn befrage. Er ist doch selbst ein geehrter Mann in deinem Haus."
[7:22] Aber der König sprach: "Du musst gewiss nicht sterben, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters!" Und der König sprach zu den Läufern, die vor ihm standen: "Tretet dazu und tötet die Priester des Herrn! Denn ihre Hand ist auch mit David, und obgleich sie wussten, dass er floh, haben sie es mir doch nicht eröffnet!"
[7:38] Aber die Knechte des Königs wollten ihre Hand nicht an die Priester des Herrn legen, um sie zu erschlagen.
[7:44] Da sprach der König zu Doeg: "Tritt zu und erschlage die Priester!" Und Doeg, der Edomiter, trat dazu und fiel über die Priester her und tötete an jenem Tag 85 Männer, die das leinene Ephod trugen.
[7:57] Derselbe Saul, der Mitleid hatte mit einigen der Amalekiter, besser behandelt hatte und der den König der Amalekiter am Leben ließ, der will hier die Priester Gottes vollständig ausrotten.
[8:16] Es heißt, dass Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schärfe des Schwertes, vom Mann bis zur Frau, vom Kind bis zum Säugling, sowie Rinder, Esel und Schafe mit der Schärfe des Schwertes.
[8:28] Als ob es keine Amalekiter gewesen wären, so hätte er die Amalekiter behandeln sollen. Stattdessen behandelt er so die Priester des Herrn.
[8:37] Er sollte in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes die Amalekiter ausrotten. Stattdessen gehorchte er nicht und endete dann dort, dass er die Priester des Herrn ausrottete, weil er gegen Gott rebellierte. Lasst uns gemeinsam beten.
[8:53] Lieber Vater im Himmel, bitte hilf uns, dass wir nicht andere Menschen in ein falsches Licht rücken und hilf uns, dass wir immer davon ausgehen, dass Menschen, die vielleicht auch Dinge getan haben, die wir nicht verstehen, es immer aus besten Motivationen getan haben. Bewahre uns davor, dass wir anderen Menschen schlechte Motive unterstellen. Das bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.
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