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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Andachtsserie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von Eli und dem jungen Samuel aus 1. Samuel 2:30-3:16. Er spricht über die Konsequenzen von Ungehorsam und die Bedeutung, Gottes Wort treu weiterzugeben, auch wenn es schwerfällt. Gleichzeitig ermutigt er dazu, Gottes persönliche Stimme im eigenen Leben zu erkennen und auf sie zu hören.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit 1. Samuel 2:30-3:16.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von ganzem Herzen danke sagen, dass selbst wenn wir in ungünstigen Situationen und Umständen sind, wenn wir – ohne dass es unser eigenes Verschulden ist – es mit Menschen zu tun haben, die einen schlechten Einfluss auf uns ausüben können, dass wir wissen dürfen, dass du uns bewusst machst, dass wenn wir mit einem Heiligen Geist kooperieren, wenn wir auf dein Wort hören, dass du in der Lage bist, auch in einer immer dunkler werdenden Welt uns zu hell leuchtenden Lichtern zu machen, dass du uns rein erhältst, wenn wir unser Herz dir ergeben. Denn du allein kannst es rein halten. Und darum bitten wir dich und darum, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprichst, dass du uns persönlich in unserem Herzen ansprichst, dass wir merken, dass du persönlich ein Interesse an jedem Einzelnen von uns hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:32] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 2. Ein Mann Gottes ist zu Eli gekommen, um ihn dafür zu tadeln, dass in Silo der Heiligtumsdienst so schändlich in Misskredit gebracht wurde wegen der schrecklichen Sünden der Söhne Elis. Wir lesen in Vers 30: „Darum spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe allerdings gesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollten ewig vor mir aus- und eingehen. Aber nun spricht der HERR: Das sei ferne von mir! Sondern wer mich ehrt, den will ich wieder ehren; wer mich aber verachtet, der soll auch verachtet werden.“

[2:08] Gottes Verheißungen sind immer an die Bedingung geknüpft, dass wir sie auch für uns persönlich in Anspruch nehmen. Sie sind immer daran geknüpft, dass wir auch tatsächlich Gott die Ehre geben.

[2:21] Niemand kann die Verheißungen Gottes für sich in Anspruch nehmen und gleichzeitig die Gebote Gottes ignorieren und einfach vor sich hin sündigen. Das wird niemals funktionieren.

[2:30] Es hat selbst nicht für den Priester Israels funktioniert. Egal welche Positionen wir im Werk Gottes haben, egal welche Erfahrungen wir vielleicht schon haben in göttlichen Dingen: Wenn wir nicht wirklich von Herzen Gott an erste Stelle setzen, dann können wir seine Verheißungen auch nicht für uns persönlich in Anspruch nehmen.

[2:50] „Siehe, die Zeit wird kommen, da ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen werde, so dass in deinem Haus niemand alt werden soll. Und du wirst Not in deiner Wohnstätte sehen bei all dem Guten, was Gott Israel erweisen wird. Und es wird nie mehr einen Betagten in deinem Haus geben. Und der Mann aber, den ich dir nicht von meinem Altar vertilgen werde, der wird dazu beitragen, dass deine Augen erlöschen und deine Seele verschmachten. Und der ganze Nachwuchs deines Hauses soll im Mannesalter sterben.“

[3:20] Das waren sehr schwere Worte für Eli. Und das soll ein Zeichen sein: „Das wird deinen beiden Söhnen, Hofni und Pinhas, widerfahren. An einem Tag werden sie beide sterben.“

[3:33] „Ich aber will mir einen treuen Priester erwecken, der tun wird, was nach meinem Herzen und nach meiner Seele ist. Und ihm werde ich ein beständiges Haus bauen, und er wird alle Tage vor meinem Gesalbten aus- und eingehen.“

[3:46] Auch hier haben wir bereits die Vorhersage auf den Gesalbten, auf den kommenden König. Und hier sehen wir, dass Gott Menschen beruft, die nach seinem Herzen sind.

[4:02] Er beruft Menschen, die das dann tun, was er sich wünscht. Gott beruft niemals uns dazu, dass wir dann einfach unseren eigenen Willen durchsetzen. Er beruft Menschen dazu, dass endlich Gottes Wille auch auf dieser Erde sichtbar wird, damit deutlich wird, wie gut und wie wohlgefällig endlich Gottes Wille ist.

[4:24] „Und es soll geschehen, dass jeder, der von deinem Haus übrig ist, kommen und sich vor dir niederwerfen wird, um einen Groschen und ein Stück Brot zu finden, und sagen wird: Lass mich doch an einem Priesterdienst teilhaben, damit ich einen Bissen Brot zu essen habe.“

[4:39] Und der Knabe Samuel diente dem HERRN vor Eli. Zu jener Zeit war das Wort des HERRN selten. Es brach sich keine Offenbarung Bahn.

[4:47] Wir sehen es in der biblischen Geschichte nicht immer zu allen Zeiten gleichmäßig viele Propheten im Dienst waren. Es gab Zeiten, in denen Gott gar nicht durch Propheten sprach, später zum Beispiel nach der Zeit von Maleachi bis Johannes dem Täufer. Doch hier war eine Zeit, in der wenig bis kaum Offenbarungen Gottes bekannt waren.

[5:10] Interessanterweise haben wir gerade erst eine gelesen, nämlich die des Propheten, des Mannes Gottes, der hier das Wort an Eli gerichtet hat. Aber allgemein war es eine sehr seltene Erscheinung.

[5:20] Und es geschah eines Tages, dass Eli an seinem Schlafplatz lag. Seine Augen hatten angefangen schwach zu werden, so dass er nicht mehr sehen konnte. Aber die Lampe Gottes war noch nicht erloschen. Und Samuel schlief im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes war. Was für eine interessante Beschreibung hier!

[5:38] Der Priester, der eigentlich das Wort Gottes deutlich und klar verkündigen soll, nun, er ist auch durch die Sünden seiner eigenen Söhne in Misskredit gebracht worden.

[5:50] Aber die Lampe Gottes ist nicht erloschen. Gott sieht alles, er weiß alles, und er hat 1000 Wege, um seine Botschaft seinem Volk zu geben. Und der HERR rief den Samuel.

[6:02] Er antwortete: „Hier bin ich!“ Und er lief zu Eli und sprach: „Hier bin ich, denn du hast mich gerufen!“ Er aber sprach: „Ich habe nicht gerufen. Leg dich wieder schlafen!“ Und er ging hin und legte sich schlafen.

[6:12] Manchmal kann es sein, dass Gott sehr viel direkter zu uns spricht, als wir es für möglich halten. Da rief der HERR wiederum Samuel. Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: „Hier bin ich, denn du hast mich gerufen!“ Er aber sprach: „Ich habe nicht gerufen, mein Sohn. Leg dich wieder schlafen!“

[6:27] Samuel aber kannte den HERRN noch nicht; das Wort des HERRN war ihm noch nicht offenbart. Er hatte schon viel von Gott gehört, er kannte die Geschichten aus der Erzählung von Eli, aber er hatte noch nie erlebt, dass Gott persönlich zu ihm spricht.

[6:43] Hast du schon erlebt, dass Gott persönlich zu dir spricht? Vielleicht nicht hörbar, aber dass du gemerkt hast, dass das Wort Gottes direkt dein Leben angesprochen hat, Probleme angesprochen hat, die dich betreffen, und du gemerkt hast, dass Gott das ganz genau so meint?

[6:59] Ich habe das in meinem Leben schon öfters erlebt, und ich kann von Herzen sagen: Das ist immer dann, wenn ich Gottes Stimme in meinem Leben angenommen habe, wenn er mir viel Glück und viel Freude und tiefen Frieden geschenkt hat.

[7:15] Da rief der HERR den Samuel wieder zum dritten Mal. Und er stand auf und ging zu Eli und sprach: „Hier bin ich, ja, du hast mich gerufen!“

[7:23] Eli erkannte, dass der HERR den Knaben rief. Und Eli sprach zu Samuel: „Geh wieder hin und leg dich schlafen. Und wenn er dich rufen wird, so sprich: Rede, HERR, denn dein Knecht hört!“ Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.

[7:38] Was für ein wunderbares Gebet! Da kam der HERR und trat herzu und rief wie zuvor: „Samuel, Samuel!“ Diesmal zweimal.

[7:47] Es gibt zehn Stellen in der Bibel, in denen Gott zweimal ruft. Wir haben in dieser Andachtsserie Abraham, Abraham in 1. Mose 22 und Jakob, Jakob in 1. Mose 46 und auch Mose, Mose in 2. Mose 3 kennengelernt. Hier nun: Samuel, Samuel!

[8:09] Und Samuel sprach: „Rede, denn dein Knecht hört!“

[8:13] Der Priester Eli hatte ihm beigebracht, wie man Gottes Stimme wirklich versteht.

[8:22] Und vielleicht gibt es auch in unserem Leben Menschen, die noch ganz frisch sind im Glauben, denen wir helfen können durch praktische Tipps, wie sie Gottes Stimme zu ihrem Herzen ganz persönlich praktisch erfahren und erleben können.

[8:40] Dass wir alle, jeder einzelne von uns, diese Worte sagen kann: „Rede, HERR, denn dein Knecht oder deine Magd hört!“

[8:51] Der HERR sprach zu Samuel: „Siehe, ich will eine Sache in Israel tun, dass jedem, der es hören wird, beide Ohren gellen werden. An jenem Tag will ich an Eli alles in Erfüllung gehen lassen, was ich gegen sein Haus geredet habe. Ich will es anfangen und vollenden.“

[9:05] „Ich habe ihm gesagt, dass ich sein Haus auf ewig heimsuchen werde wegen der Sünde, von der er wusste, weil seine Söhne sich den Fluch zugezogen haben, und er hat ihnen nicht gewehrt. Gott macht uns dafür verantwortlich, wenn wir Verantwortung haben für bestimmte Menschen, seien es zum Beispiel unsere Kinder, und wir wissen, dass sie sündigen und wir tun nichts wirklich dagegen.“

[9:27] „Und darum habe ich dem Haus Elis geschworen, dass die Schuld des Hauses Elis wirklich nicht gesühnt werden soll, weder durch Schlachtopfer noch durch Speisopfer.“

[9:35] Und Samuel blieb liegen bis zum Morgen. Dann öffnete er die Tür im Haus des HERRN. Aber Samuel fürchtete sich, Eli die Offenbarung mitzuteilen. Da rief Eli den Samuel und sprach: „Samuel, mein Sohn!“ Und er antwortete: „Hier bin ich!“

[9:53] Manchmal sind die Worte Gottes schwer zu verdauen.

[9:57] Manchmal haben wir vielleicht Angst, dass wenn wir Gottes Wort so klar und deutlich sagen, wie er es uns gezeigt hat, dass wir dann vielleicht andere verletzen. Aber wenn wir Angst haben, andere zu verletzen, dann haben wir eigentlich schon die richtige Herzenseinstellung. Dann brauchen wir noch den Mut, den Gott uns schenkt, um trotzdem treu sein Wort in der richtigen Art und Weise weiterzugeben.

[10:21] Wir sollen Gottes Wort nicht als Hammer benutzen, aber wir sollten es auch nicht zurückhalten aus falsch verstandener Sympathie.

[10:26] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du persönlich zu uns sprechen möchtest. Danke, dass wir nicht abhängig sind von anderen Menschen für unsere geistliche Erfahrung. Danke, dass jeder, der jetzt auch diese Aufnahme sieht oder hört, eine persönliche Erfahrung mit dir haben kann und von keinem Video der Welt abhängig sein muss, um deine Stimme zu hören. Danke, dass wir alle, jeder von uns, sagen darf: „Rede, HERR, denn dein Knecht hört!“ Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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