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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Reaktion Sauls auf Davids Großmut in der Höhle von En-Gedi und Davids Prinzip, die Rache Gott zu überlassen. Anschließend wird der Tod Samuels und die Einführung des reichen, aber boshaften Nabal und seiner klugen Frau Abigajil behandelt. Der Sprecher reflektiert über Nabals undankbare und herablassende Haltung gegenüber Davids Männern und zieht daraus Lehren für unser eigenes Verhalten.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 333. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns lieb hast, danke, dass du für uns da bist und dass du jeden Tag für uns sorgst. Und danke, dass wir auch heute wieder aus deinem Wort lesen dürfen und dass du versprochen hast, dass das durch den Heiligen Geist zu uns sprechen möchtest. Herr, bitte gib auch, dass wir eine ganz tiefe Liebe auch für die Menschen entwickeln, die uns nicht wohlgesonnen sind und dass wir lernen, sie so zu behandeln, wie du sie behandeln würdest. Wir möchten, dass wir auch heute in dieser Hinsicht etwas lernen dürfen aus deinem Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:19] Wir sind in Erstes Samuel Kapitel 24. David hat das Leben von Saul in der Höhle von En-Gedi verschont und zeigt ihm jetzt, dass er es aufrichtig meint. In Vers 13 lesen wir: „Der Herr sei Richter zwischen mir und dir, und der Herr rechne mich an dich, aber meine Hand soll nicht über dir sein.“ David verstand ein wesentliches, fundamentales Prinzip: Die Rache gehört dem Herrn. Gott wird jede Sünde bestrafen, die nicht vergeben worden ist durch das Blut am Kreuz von Golgatha. Jede Sünde, für die Jesus zwar gestorben ist, aber die nicht, wo die Erlösung nicht in Anspruch genommen worden ist, Gott wird dafür sorgen, dass es eine Gerechtigkeit geben wird, die für die ganze Ewigkeit anhält. Nur er kann ohne zu sündigen Sünde strafen, und zwar so, dass es absolut gerecht ist.

[2:26] David hat darauf vertraut. Wenn wir darauf nicht vertrauen, fangen wir an, uns selbst zu verteidigen, selbst das in die Hand zu nehmen. Das geht in der Regel immer schief. Aber David hat gelernt, darauf zu vertrauen, dass Gott sich um Gerechtigkeit kümmern wird, und das dürfen auch wir heute glauben. Wie man nach dem alten Sprichwort sagt: „Von den Gottlosen kommt Gottlosigkeit, aber meine Hand soll nicht gegen dich sein.“ „Wen verfolgst du, König von Israel? Wem jagst du nach? Einem toten Hund, einem Floh? Der Herr sei Richter und entscheide zwischen mir und dir, und er sehe danach und führe meine Sache und verschaffe mir Recht von deiner Hand.“

[3:08] David fühlt das nicht in seiner Ehre gekränkt und meint, er müsste jetzt selbst etwas gegen Saul unternehmen. Er vertraut darauf, dass Gott ihn kämpfen wird. Gott hat ihn berufen, König zu sein. Gott hatte ihn berufen, das Volk zu regieren und dafür gesorgt, dass er gesalbt worden ist. Es war Gottes Angelegenheit. Er selbst sah sich nur als unbedeutenden Floh, als einen toten Hund. Er wollte keine Gottlosigkeit begehen, nur um seine eigenen Ansprüche durchzusetzen.

[3:41] Und es geschah, als David aufgehört hatte, diese Worte zu Saul zu reden, da sprach Saul: „Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David?“ Und Saul erhob seine Stimme und weinte. Und er sprach zu David: „Du bist gerechter als ich, denn du hast mir mit Gutem vergolten, ich aber habe dir mit Bösem vergolten. Und du hast heute bewiesen, dass du Gutes getan hast, weil der Herr mich in deine Hand gegeben hat, und du hast mich doch nicht umgebracht.“ Weil wir schon gesehen haben, in den letzten Malen hat Saul immer geglaubt, dass Gott den David in seine Hand gibt, um ihn umzubringen. Aber hier sehen wir, dass jetzt versteht er selbst, so wie David gesagt hat, dass der Herr hat dich in meine Hand gegeben, und ich habe dich nicht umgebracht. Er versteht, dass David viel gerechter ist als er selbst.

[4:28] Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die wir in unserem Leben haben können, ist, dass andere Menschen offensichtlich eine geistliche Erfahrung haben als wir, und wir sie höher schätzen sollen als uns selbst. „Und wie sollte jemand seinen Feind finden und ihn friedlich seines Weges ziehen lassen? Der Herr vergelte dir Gutes für das, was du heute an mir getan hast.“ Dass Saul selbst weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, nicht menschlich, was David hier getan hat, sondern hier hat Gott durch David gewirkt. Selbst sein Feind Saul muss eingestehen, dass dies eine wirklich gute Tat gewesen ist. Wenn wir mit Gott zusammenleben und unsere Feinde so behandeln, wie Jesus sie behandelt, dann werden auch viele unserer Feinde eingestehen, dass Gott mit uns gewesen ist.

[5:23] „Und nun, siehe, ich weiß, dass du gewiss König werden wirst und dass das Königreich Israels in deiner Hand bestehen wird.“ Dem Einfluss des Wirkens Gottes ist Saul bereit, der Wahrheit ins Auge zu blicken und im tiefsten Herzen weiß er auch, dass das die Wahrheit ist. „So schwöre mir nun bei dem Herrn, dass du meinen Samen nach mir nicht ausrotten und meinen Namen nicht vertilgen wirst aus dem Haus meines Vaters.“ Und David schwor dem Saul. Bezog Saul heim. David aber und seine Männer stiegen auf die Bergfeste hinauf.

[6:00] Und Samuel starb, und ganz Israel versammelte sich und klagte ihn und begrub ihn bei seinem Haus in Rama. David aber machte sich auf und zog hin ab in die Wüste Paran. Übrigens kann man hier sehr schön sehen, dass offensichtlich das Buch Samuel zumindestens nicht komplett, die beiden Bücher Samuel, sagen wir, nicht von Samuel selbst geschrieben worden sind, sondern dass sie eher wohl den Namen tragen, weil Samuel zu Beginn des ersten Buches einen wesentlichen Teil der Geschichte ausmacht, vielleicht begonnen hat, dieses Buch zu schreiben oder in seinem Umfeld begonnen worden ist, dieses Buch zu schreiben. Aber das ist über den Tod von Samuel natürlich weitergeführt worden ist und diese ganze Frühkönigsgeschichte enthält.

[6:41] Es war ein Mann in Maon, der hatte sein Gewerbe in Karmel, und dieser Mann hatte ein sehr großes Vermögen, und der besaß 3000 Schafe und 1000 Ziegen. Er war gerade seine Schafe in Karmel zu scheren. Das war eine besondere Angelegenheit, denn besonders das Fest der Freude, wo man traditionellerweise in Israel eine besondere Gastfreundschaft an den Tag legte. Und der Name dieses Mannes war Nabal. Der Name seiner Frau aber war Abigajil, und sie war eine Frau von gesundem Verstand und von schöner Gestalt. Der Mann aber war hart und boshaft in seinem Tun und war ein Kalebiter, stammte also eigentlich von Kaleb. Aber er hatte einen schlechten Charakter. Wir haben eine Frau, sehr edel und nobel gewesen ist.

[7:25] Als nun David in der Wüste hörte, dass Nabal seine Schafe scheren ließ, sandte er zehn Burschen aus und sprach zu ihnen: „Geht hinauf nach Karmel, und wenn ihr zu Nabal kommt, so grüßt ihn freundlich in meinem Namen und sagt: ‚Mögest du lange leben! Friede sei mit dir und Friede sei mit deinem Haus und Friede mit allem, was du hast! Ich habe eben gehört, dass du Schafscherer bei dir hast. Nun, deine Hirten sind bei uns gewesen. Wir haben ihnen nichts zuleide getan, und nicht das Geringste haben sie vermisst, solange sie in Karmel waren. Frage deine Burschen deswegen, die werden das sagen. Und mögen meine Burschen vor deinen Augen Gnade finden, denn wir sind an einem guten Tag gekommen. Gib doch deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet.‘“

[8:09] Und die Burschen Davids kamen hin und redeten im Namen Davids nach allen diesen Worten mit Nabal. Dann warteten sie schweigend. Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: „Wer ist David, und wer ist der Sohn Isais? Heutzutage gibt es immer mehr Knechte, die ihren Herren davonlaufen. Sollte ich mein Brot und mein Wasser nehmen und mein Fleisch, das ich für meine Scherer geschlachtet habe, und es Leuten geben, von denen ich nicht weiß, woher sie sind?“ Dann kehrten die Burschen Davids wieder um auf ihren Weg, und als sie heimkamen, berichtete man es ihm alle diese Worte. Was für eine Boshaftigkeit, eine undankbare, herablassende Haltung, die der Nabal hier an den Tag legt.

[8:53] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns zu freundlichen und höflichen Menschen machst, dass wir nicht so herablassend und geringschätzig sind, wie es der Nabal gewesen ist, sondern dass wir Taktgefühl haben, so wie David es hatte, als er gegen Saul zu tun hatte. Wir möchten dich bitten, dass du uns bewahrst vor schlechten Gedanken und unchristlichem Verhalten heute an diesem Tag. Das bitten wir im Namen Jesu.


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