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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 1. Samuel 25:13-33 beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von Davids Zorn auf Nabal und die weise Intervention Abigajils. Er zeigt auf, wie David trotz seiner anfänglichen Fehlreaktion bereit war, sich korrigieren zu lassen, selbst von der Frau seines Feindes. Die Botschaft ermutigt dazu, Gottes Gerechtigkeit zu vertrauen und sich von Liebe und Taktgefühl leiten zu lassen, statt impulsiv Rache zu üben.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit 1. Samuel 25:13-25:33.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Danke sagen, dass wir wissen dürfen, dass du für Gerechtigkeit sorgen wirst und dass wir glauben können, dass wir uns nicht selbst verteidigen müssen, sondern dass du unsere Gerechtigkeit bist, du für uns einstehst und dass wir alle Rache oder Vergeltung dir übergeben können, denn du weißt, wie man Rache und Vergeltung übt, ohne dabei zu sündigen und es gerecht zu tun. Das möchten wir auch in unserem persönlichen Leben erleben. Und ich bitte, dass du uns alle schlechten Gedanken über andere Menschen nimmst und dass wir doch vertrauen dürfen, dass du Gerechtigkeit schaffst und dass wir dich lieber handeln lassen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt auch durch dein Wort zu uns sprichst und dass wir vom Heiligen Geist erfüllt werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:30] Wir sind in 1. Samuel 25. Nabal hat gerade Schafscherer bei sich und David weiß, dass das eine Gelegenheit ist, wo normalerweise Menschen in Israel große Gastfreundschaft zeigen. Er hatte die Herden Nabals behütet mit seinen Männern und hofft jetzt etwas an Lebensmitteln erhalten zu können als Dankbarkeit. Aber Nabal verachtet ihn und diese Worte erreichen David. Wir lesen weiterhin Vers 13:

[2:02] "Da sprach David zu seinen Männern: Jeder gürte sein Schwert um! Und jeder gürte sein Schwert um!" Und auch David gürtete sein Schwert um. Und es zogen etwa 400 Mann hinauf, dem David nach; 200 blieben bei dem Gepäck.

[2:16] Interessanterweise handelt David hier anders als bei Saul. Saul wollte sein Leben nehmen und er hat sich geweigert, ihn anzugreifen. Aber hier verhält sich David falsch. Und das zeigt uns, dass wir an einem Tag wirklich vom Geist erfüllt Jesu Charakter offenbaren können und dann doch wieder in alte Muster oder schlechte Gewohnheiten zurückverfallen können. Er hat hier plötzlich seine eigene Ehre angegriffen gesehen und meinte jetzt tatsächlich mit Waffengewalt für das eigene Recht sorgen zu können.

[2:56] "Aber einer der Burschen sagte zu Abigajil, der Frau Nabals, und sprach: Siehe, David hat Boten aus der Wüste gesandt, um unseren Herrn freundlich zu begrüßen. Er aber schalt sie an. Und doch sind die Leute sehr gut zu uns gewesen. Sie haben uns nichts zuleide getan. Wir haben nicht das Geringste vermisst, solange wir bei ihnen umherzogen, umhergezogen sind, als wir auf dem Feld waren, sondern sie sind eine Mauer uns gewesen bei Tag und bei Nacht die ganze Zeit, in der wir bei ihnen die Schafe gehütet haben."

[3:23] Also objektiv kann man sagen, die Männer von David waren tatsächlich ein Segen für Nabal. David hatte also in gewisser Weise, von einem moralischen Standpunkt her gesehen, durchaus recht, dass er sich gekränkt gefühlt hat. Er hätte es verdient gehabt, etwas Unterstützung zu bekommen von Nabal. Er hätte Dankbarkeit verdient gehabt. Dass er so schlecht behandelt worden ist, war wirklich eine Ungerechtigkeit. Aber rechtfertigt das jetzt einen militärischen Zug gegen Nabal? "Nun bedenke nun und sieh, was du tun kannst, denn es ist gewiss ein Unglück beschlossen über unseren Herrn und über sein ganzes Haus. Und er ist ein solcher Sohn Belials, dass ihm niemand etwas sagen kann."

[4:02] Wer beratungsresistent ist, wer sich nicht etwas sagen lässt, wer nicht bereit ist, auch einmal einen Irrtum einzugestehen, der endet im Verderben. Das war mit Nabal so und das war auch mit Saul so. David hat sich raten lassen, nicht nur in dieser Geschichte gleich, sondern auch später in seinem Leben und das hat den Unterschied ausgemacht. Niemand von uns ist davor gefeit, nicht mal auch schwere Fehler zu machen. Aber entscheidend ist, ob wir bereit sind, uns korrigieren zu lassen und ob wir bereit sind, uns raten zu lassen, ob wir bereit sind, den Rat eines anderen, einen guten Rat, wirklich auch anzunehmen, wenn sich zeigt, dass er von Gott kommt.

[4:46] Da eilte Abigajil und nahm 200 Brote und zwei Schläuche Wein und fünf zubereitete Schafe und fünf Scheffel gedörrtes Korn und 100 Rosinenkuchen und 200 Feigenkuchen und lud sie auf Esel. Und sie sprach zu ihren Burschen: "Geht vor mir her! Siehe, ich will euch nachkommen." Sie sagte aber ihrem Mann nichts davon.

[5:04] Und es geschah, als sie auf dem Esel ritt und im Schutz des Berges hinabzog, da kamen David und seine Männer herab ihr entgegen, und sie begegnete ihnen. Diese Frau war klug und sie wusste: Es gibt Situationen, da muss man handeln, da kann man sich nicht erst noch langwierig absprechen und eine Erlaubnis einholen von einem Mann, der vielleicht völlig irrational denkt und vielleicht noch einen völlig falschen Rat gibt. Sie musste handeln zugunsten ihres ganzen Hauses, auch wenn sie das jetzt alleine tat.

[5:35] David aber hatte gesagt: "Fürwahr, ich habe alles, was diesem Mann in der Wüste gehört, umsonst behütet, so dass nicht das Geringste verloren gegangen ist von allem, was ihm gehört. Und er vergilt mir Gutes mit Bösem. Gott tue es solches und füge noch mehr den Feinden Davids hinzu, wenn ich von allem, was dieser hat, bis zum hellen Morgen auch nur einen übrig lasse, der männlich ist." Hier sehen wir den Zorn von David und er hat ja objektiv gesehen ja durchaus recht, dass man ihm Unrecht getan hat. Aber es war nicht Gottes Wille, jetzt mit einer solchen brachialen Gewalt für das eigene Recht zu sorgen.

[6:13] Als Abigajil David sah, stieg sie rasch vom Esel, fiel vor David auf das Angesicht und neigte sich zur Erde. Und sie fiel ihm zu Füßen und sprach: "Ach, mein Herr, auf mir sei diese Schuld und lass doch deine Magd vor deinen Ohren reden und höre die Worte deiner Magd."

[6:32] Was für eine Herzenseinstellung! "Auf mir sei diese Schuld!" Das erinnert uns an Juda, der einsteht für seinen kleinen Sohn Benjamin in 1. Mose vor dem Josef. Es erinnert uns an Jesus, der unsere Schuld auf sich nahm, obwohl er gar nichts getan hat.

[6:57] Ist interessant, dass hier in der Geschichte die Abigajil gegenüber David den Charakter Jesu offenbart. "Mein Herr, achte doch nicht auf diesen Mann Belial, den Nabal, denn er ist, wie sein Name heißt: Nabal ist sein Name und Narrheit ist auf ihm." Der Name heißt tatsächlich wörtlich 'Törichter' oder 'Narr'. "Aber deine Magd hat die Burschen meines Herrn, die du gesandt hast, nichts gesehen. Nun aber, mein Herr, so wahr der Herr lebt und so wahr deine Seele lebt: Der Herr hat dich daran gehindert, zu kommen und Blut zu vergießen und dir mit eigener Hand zu helfen. So sollen es denn nun deine Feinde, die meinem Herrn übel wollen, werden wie Nabal. Gott hat dich gehindert, deiner eigenen Hand zu helfen."

[7:39] Ein ganz feiner, taktvoller Ton, den die Abigajil hieraus spricht und sagt: "Kämpf nicht für dich selbst, sondern tue das, was du vorher wohl auch getan hast, nämlich die ganze Sache Gott zu übergeben."

[7:51] Wie gut ist es, wenn wir manchmal vom Weg abweichen und dann jemand anderes, sein Bruder, eine Schwester im Glauben, uns taktvoll zeigt, dass wir gerade uns selbst verteidigen und nicht auf Gottes Seite, Gottes Hilfe hoffen.

[8:05] "Hier ist nun die Gabe, die deine Magd meinem Herrn hergebracht hat. Gib sie den Burschen, die meinem Herrn nachfolgen. Vergib auch deiner Magd Übertretung, denn der Herr wird gewiss meinem Herrn ein beständiges Haus bauen, weil mein Herr die Kriege des Herrn führt und nichts Böses an dir gefunden werden dein Leben lang. Und wenn sich ein Mensch erheben wird, um dich zu verfolgen und nach deinem Leben zu trachten, so sei das Leben meines Herrn eingebunden in das Bündel der Lebendigen bei dem Herrn, deinem Gott. Aber das Leben deiner Feinde schleudere er mitten aus der Schleuder heraus."

[8:42] Sie erinnert daran, dass wenn David verfolgt wird, es auch Gott ist, der ihn bewahrt. Gott sorgt für ihn und bewahrt sein Leben. Er muss sich nicht selbst verteidigen. "Und das wird geschehen, wenn der Herr an meinem Herrn handeln wird nach all dem Guten, das er versprochen hat und dich zum Fürsten über Israel stellen wird, so wird es dir nicht zum Anstoß sein noch zum Herzensvorwurf meinem Herrn, dass er ohne Ursache Blut vergossen und dass mein Herr sich selbst geholfen hat. Wenn der Herr meinem Herrn Wohltun wird, so gedenke an deine Magd."

[9:12] Was sie sagt, in anderen Worten ist: "Wenn du jetzt das tust, was du vorhast, dann wirst du später Gewissensbisse haben. Du wirst dich selbst ärgern, dass du damals aus der Haut gefahren bist."

[9:20] Dass es mehr Menschen geben in unseren Gemeinden, die mit einem solchen Taktgefühl, mit einer solchen Liebe uns gegenseitig daran hindern, falsche Dinge zu tun.

[9:31] "Da sprach David zu Abigajil: Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, der dich am heutigen Tag mir entgegen gesandt hat! Und gesegnet sei dein Verstand und gesegnet seist du, dass du mich heute davon zurückgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und dir mit eigener Hand zu helfen."

[9:49] David macht zwar einen Fehler, David reagiert über, David lässt sich von seinen Emotionen leiten, aber David ist bereit, sich korrigieren zu lassen. Von der Frau seines Feindes. Das ist für die damalige Zeit außergewöhnlich, denn er hört in den Worten Abigajils die Stimme seines Herrn. Erkennt: Mögen wir die Stimme Gottes hören, die zu uns spricht, auch wenn uns ein Freund liebevoll und taktvoll zurechtweist.

[10:16] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, schenk du uns doch diese Liebe und dieses Taktgefühl, diese Freundlichkeit, diese Aufrichtigkeit, die die Abigajil gehabt hat, die deinen Charakter hier in dieser Geschichte so wunderbar offenbart, die David tadelt, so wie du uns tadelt und sie zeigt genau das, was Jesus am Kreuz von Golgatha für uns getan hat. Und Herr, lass uns sein wie David, dass sich korrigieren lässt, dass sich aufhalten lässt und seinem Zorn, der angesichts deines Charakters innehält und erkennt, dass er nicht seinen eigenen Gefühlen, in deinem Wort nachgeben muss. Das beten wir, dass du das in uns tust. Im Namen Jesu. Amen.

[11:06] [Musik]


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