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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblischen Ereignisse aus 1. Samuel 25:34-26:11. Er zeigt, wie Abigail David durch ihr beherztes Eingreifen davon abhält, sich an Nabal zu rächen, und wie David später erneut der Versuchung widersteht, Saul zu töten. Die Predigt betont die Wichtigkeit, Gott die Gerechtigkeit zu überlassen und nicht selbst Rache zu üben, auch wenn dies schwerfällt.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 335. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie oft wir uns unseren eigenen Emotionen hingeben und wie oft wir wütend sind, ärgerlich sind, weil uns Unrecht geschieht und wir auch sogar beweisen können, dass wir im Recht sind. Herr, lass uns lernen von David, dass wir uns von deiner Stimme korrigieren lassen, dass wir uns aufhalten lassen, dass wir nicht unbedachte Dinge tun, sondern dass wir von deinem Geist erfüllt werden. Und Herr, schenk uns dieses Taktgefühl, diese Weisheit, die die Abigail gehabt hat, dass wir dein Wesen, deinen Charakter, deine Liebe offenbaren in allem, was wir sagen und damit viel Leid und Sünde verhindern, sowie Abigail Sünde verhindert hat durch ihr beherztes und liebevolles Eintreten. Sprich auch heute durch dein Wort und so erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:36] Wir sind in 1. Samuel 25, ab Vers 34. Die Frau von Nabal hat mit einem beherzten und sehr Christus-ähnlichen Verhalten den David davon abgehalten, eine schwere Sünde zu begehen und sich selbst zu rächen. David hört auf sie und versteht, dass er gerade dabei gewesen war, nicht für Gott zu handeln, sondern sich selbst zu rächen, und ist dankbar, dass sie ihn aufgehalten hat und wünscht, dass sie gesegnet sei. In Vers 30 heißt es: "So wahr der Herr lebt, der Gott Israels, der mich daran gehindert hat, dir Böses zu tun, wenn du mir nicht so schnell entgegengekommen wärst, so wäre dem Nabal bis zum hellen Morgen nicht einer übrig geblieben, der männlich ist." Er versteht, dass es Gottes Eingreifen war durch diese Frau. Gott kann mächtig wirken im Leben von Menschen durch jeden einzelnen, der sich ihm zur Verfügung stellt und der für die Wahrheit eintritt und gegen die Sünde kämpft und dabei Christus-Charakter offenbart. Viele Menschen haben ihr Leben gerettet, weil Abigail sich auf den Weg gemacht hat. Viele Menschen sind vor Sünde bewahrt worden, weil Abigail Christus widergespiegelt hat. Wie viele Menschen können wir vor der Sünde bewahren? Wie viele Menschen können wir retten, wenn wir tatsächlich aktiv Jesus widerspiegeln?

[3:06] So nahm David von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und sprach zu ihr: "Zieh wieder in Frieden in dein Haus hinauf. Siehe, ich habe auf deine Stimme gehört und deine Person angesehen." Als aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hielt er in seinem Haus ein Mahl wie das eines Königs, und das Herz Nabals war guter Dinge, und er war schwer betrunken. Abigail sagte ihm nichts, weder Kleines noch Großes, bis zum hellen Morgen. Er hatte keine Ahnung, dachte, er ist der King, der König, und er wusste nicht, dass sein Leben in größter Gefahr war und dass nur seine kluge Frau ihm das Leben bewahrt hatte. Als es aber Tag geworden und der Weinrausch von Nabal gewichen war, da berichtete ihm seine Frau diese Dinge. Da starb sein Herz in seinem Innern und wurde wie ein Stein. Vielleicht hat er einen Schlaganfall gehabt vor Schreck und Entsetzen. Und es geschah nach zehn Tagen, da schlug der Herr den Nabal, dass er starb. Als nun David hörte, dass Nabal tot war, sprach er: "Gelobt sei der Herr, der meine Schmach am Nabal gerächt und seinen Knecht vom Bösen abgehalten hat. Und der Herr hat Nabals Unrecht auf seinen Kopf vergeltet." Und David sandte hin und ließ Abigail zu sich zur Frau nehmen.

[4:15] Hier sehen wir ganz praktisch, dass Gott tatsächlich in der Lage ist, zu seiner Zeit und mit seinen Mitteln für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen, ohne dass wir das selbst vorzeitig und vorschnell in die Hand nehmen müssen. David hatte genau diesen Gedanken gegenüber Saul geäußert und sozusagen gepredigt, und zwar ganz richtig, aber dann hat er danach selbst nicht genau danach gehandelt, was er eigentlich schon dem Saul richtig gesagt hat. Wie oft passiert es, dass wir anderen gegenüber, bereits erfüllt vom Geist, die Wahrheit präsentieren und dann später doch nicht selbst danach handeln? Mir persönlich ist das schon oft so gegangen, vielleicht dir auch. Da, was für eine Ermutigung, dass wir sehen, dass Gott dem David hier Schritt für Schritt die Dinge auch persönlich noch mal ganz deutlich vor Augen führt in seinem eigenen Leben, das, was er vorher schon dem Saul richtig gepredigt hat. Möge Gott uns helfen, dass wir nicht nur die Wahrheit anderen sagen, sondern das mit seinem eigenen Leben dann auch erleben, wie wir, wenn wir tatsächlich selbst solche Fehler machen, von Gott korrigiert werden und lernen dürfen, dass das, was wir gesagt haben, auch nicht nur die Wahrheit ist, sondern in unserem Leben wirklich wirkt.

[5:27] Als die Knechte Davids zu Abigail nach Karmel kamen, redeten sie mit ihr und sprachen: "David hat uns zu dir gesandt, um dich zu seiner Frau zu nehmen." Da stand sie auf und verneigte sich in ihrem Angesicht zur Erde und sprach: "Siehe, hier ist deine Magd, dass sie diene und den Knechten meines Herrn die Füße waschen." Sie war eine sehr demütige Frau. Und Abigail machte sich auf und ritt auf einem Esel und mit ihr fünf Mägde, die ihr nachfolgten, und sie zog David nach und wurde seine Frau. David hatte aber auch Ahinoam aus Jesreel zur Frau genommen. So wurden die beiden seine Frauen. Saul aber hatte Michal, seine Tochter, die Frau Davids, Palti, dem Sohn des Lajisch aus Gallim gegeben.

[6:11] David hat hier nicht so gehandelt, wie Gott es sich eigentlich gewünscht hat. Polygamie war zu keiner Zeit von Gott erlaubt. Aber Gott wirkt mit Menschen, die auch tief im Irrtum verstrickt sind, die Gewohnheiten angenommen haben, die um sie herum geschehen, und er schenkt ihnen seinen Geist und führt sie Schritt für Schritt. Aber dass sie in Fehlern leben, darf uns nicht dazu führen, diese Sünden als Gerechtigkeit darzustellen.

[6:51] Aber die Siphiter kamen zusammen nach Gibea und sprachen: "Hält sich nicht David verborgen auf dem Hügel Hachila von der Wildnis?" Dann machte sich Saul auf und zog zur Wüste Siph hinab und mit ihm 3000 auserlesene Männer aus Israel, um David in der Wüste zu suchen. Saul fällt immer wieder zurück. Es gibt zwar Situationen, wo er konfrontiert mit der Gerechtigkeit Davids eingesteht, dass er fehlschlägt, eingesteht, dass er ihn nicht verfolgen sollte, eingesteht, dass David König werden wird. Aber weil er seine Sünde nicht eigentlich wirklich Gott übergibt, fällt er immer wieder und immer wieder in dasselbe Muster zurück. So wird es auch mit uns sein, wenn wir unsere Sünde nicht wirklich Gott übergeben. Dann werden wir zwar ab und zu in der Gegenwart des Wortes Gottes feststellen, dass wir falsch gelegen haben und uns schämen, aber dann irgendwann wieder zurückfallen.

[7:43] Und Saul lagerte sich auf dem Hügel Hachila, der vor der Wildnis liegt, am Weg. David aber blieb in der Wüste, und als er sah, dass seine Nachfolger in die Wüste sandte, David Kundschafter aus, und erfuhr mit Gewissheit, dass Saul gekommen war. Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul lagerte, und fand den Ort, wo Saul mit seinem Heerführer Abner, dem Sohn Ners, lag in der Wagenburg, und das Volk lagerte um ihn her. Da redete David und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs: "Wer will mit mir zusammen in das Lager hinabsteigen?" Und Abischai sprach: "Ich will mit dir hinabsteigen."

[8:24] So kamen David und Abischai zum Volk bei Nacht, und siehe, Saul lag da und schlief in der Wagenburg, und sein Speer steckte in der Erde bei seinem Kopfende. Abner aber und das Volk lagerte um ihn her. Da sprach Abischai zu David: "Gott hat deinen Feind heute deine Hand ausgeliefert. Und nun will ich ihn doch mit dem Speer an den Boden stoßen, nur einmal, dass ich es jetzt zum zweiten Mal nicht nötig habe." Nicht nur fällt Saul wieder in das alte Muster zurück, auch David wird erneut an dem selben Punkt geprüft. Die Tatsache, Saul wieder einmal einen Sieg errungen hat in einer Versuchung, bedeutet nicht, dass diese Versuchung nie wieder kommen wird.

[9:04] Wieder wird David versucht, selbst sich zu rächen, und wieder durch einen Freund, auch der sogar wirklich Beweis dafür gibt, dass er sehr loyal ist, der sein Leben riskiert, um mit David zu gehen. David aber sprach zu Abischai: "Verdirb ihn nicht! Denn wer könnte seine Hand an den Gesalbten des Herrn legen und unschuldig bleiben?" Nicht nur will er selbst nicht umbringen, er will auch nicht, dass jemand anders ihn umbringt. Endlich hindert er den Abischai, der zwar mutig ist und der zwar treu zu David ist, aber noch nicht das Prinzip völlig durchdrungen hat. Er hindert ihn daran, eine Sünde zu begehen.

[9:44] Weiter sprach David: "So wahr der Herr lebt, sicherlich wird er ihn schlagen, oder seine Zeit wird kommen, dass er stirbt, oder er in den Krieg zieht und umkommt." Genauso wie wir es gerade auch beinahe erlebt haben. Gott wird sich darum kümmern. "Der Herr bewahre, dass es fern von mir sei, dass ich meine Hand an den Gesalbten des Herrn lege. So nimm nun den Speer an seinem Kopfende und den Wasserkrug und lass uns gehen."

[10:13] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, schenk uns doch dieses feste Vertrauen, dass du dich um uns kümmerst, dass du für Gerechtigkeit sorgst, dass du nichts zulassen wirst, dass uns auf ewig Ungerechtigkeit geschieht, sondern dass du zur richtigen Zeit, auf die richtige Art und Weise, die wir nicht immer abschätzen können, weil wir nicht alles sehen, so wie du siehst, zur Gerechtigkeit sorgen wirst, sodass wir später mal sagen: "Genau so hätten wir auch entschieden, wenn wir alles gewusst hätten, was du weißt." Dafür danken wir, dass wir darauf vertrauen dürfen, dass du das tust. Im Namen Jesu. Amen.


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