Dieses Video beleuchtet 1. Samuel 27 und 28 und zeigt die Konsequenzen, wenn Menschen Gottes Weg verlassen. Christopher Kramp analysiert Davids Täuschung des Königs Achisch und Sauls verzweifelte Suche nach Antworten bei einer Totenbeschwörerin in Endor. Er erklärt, warum es sich bei der Erscheinung nicht um den Propheten Samuel handeln konnte und warnt vor den Gefahren des Okkultismus und der Missachtung göttlicher Gebote.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Samuel 27:8-28:15
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 337. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken, dass du mit deinem Wort in unser Herz hineinsprichst, dass du uns auch zeigst, wo wir Fehler begangen haben und dass du Sünden uns offenbarst. Herr, ich möchte dich bitten, dass wir nicht nur kurzfristig ein Sündenbekenntnis ablegen, sondern dass du uns echte, tiefe, bleibende Reue schenkst, die dazu führt, dass durch deinen Geist sich der Kurs unseres Lebens verändert und wir wirklich in unserem Charakter verändert werden. Das bitten wir dich, dass du auch jetzt heute durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:16] Wir sind in 1. Samuel 27. David ist zu den Philistern geflohen, weil er glaubte, dort sicherer zu sein, und ihm ist die Stadt Ziklag mit seinen Männern gegeben worden. Wir lesen ab Vers 8: "David aber und seine Männer zogen hinauf und machten einen Einfall bei den Geritern und Girsitern und Amalekitern – es gab offensichtlich noch einige, es waren nicht alle umgebracht worden damals beim Feldzug, den Saul in 1. Samuel 15 angeführt hatte –, denn diese waren von alters her die Bewohner des Landes bis nach Schur hin und bis zum Land Ägypten. Als aber David das Land schlug, ließ er weder Männer noch Frauen leben und nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider und kehrte zurück und kam zu Achisch. Denn danach sprach Achisch: Habt ihr heute keinen Einfall gemacht? So sagte David: Doch, ins Südland von Juda und ins Südland der Jerachmeeliter und ins Südland der Keniter. David aber ließ weder Männer noch Frauen lebendig nachkommen, denn er sprach: Sie könnten gegen uns aussagen und sprechen: So hat David gehandelt. Und so ging er vor, solange er im Land der Philister wohnte."
[2:32] David lügt Achisch vor, gegen Juda, gegen seinen eigenen Stamm zu kämpfen. Er besiegt andere Völker, andere Stämme, und tötet dort jeden, um jeden Beweis auszurotten, dass seine Strategie, die er nur dem König Achisch vorspielt, in Wirklichkeit eine Täuschung ist. Das ist immer die Folge, wenn wir uns auf menschliche Kraft, auf unsere eigene Sicherheitsideen verlassen. Wenn wir unseren eigenen Plan gehen, dann kommen Situationen, wo wir dann weitere Fehler machen müssen, um unsere Position halten zu können. Das war nicht das, was Gott sich eigentlich für das Leben von David vorgestellt hatte. Ganz im Gegenteil. Und Achisch glaubte David und dachte: "Er hat sich bei seinem Volk Israel sehr verhasst gemacht, darum wird er für immer mein Knecht bleiben." Es war eine Täuschung und eine Illusion, der sich der König hier, oder Achisch, wissen zu können, hingegeben hat.
[3:33] Es geschah zu jener Zeit, dass die Philister ihre Heere zum Krieg zusammenzogen, um gegen Israel zu kämpfen. Und Achisch sprach zu David: "Du sollst wissen, dass du mit mir ins Kriegslager ausziehen wirst, du und deine Männer." Jetzt, wo er sich mit den Philistern verbündet hatte, musste er – so war es der Plan von Achisch – gegen sein eigenes Volk kämpfen. Da sehen wir, wenn wir meinen, kluge Schritte zu gehen, die nicht dem entsprechen, was Gott eigentlich vorgesehen hat, kommen wir plötzlich in sehr merkwürdige, schwierige Situationen, die uns sehr herausfordern.
[4:05] Er sprach David zu Achisch: "Wohl an, so sollst du doch erfahren, was dein Knecht tun wird." Und Achisch sprach zu David: "Darum will ich dich zu meinem Leibwächter machen für die ganze Zeit."
[4:16] Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte um ihn Leid getragen und ihn in seiner Stadt Rama begraben. Saul aber hatte die Wahrsager und Zeichendeuter aus dem Land vertrieben. Dieser Vers ist hier eingeschoben als Erklärung, als Hintergrundinformation für die Geschichte, die jetzt folgt. Und die Philister versammelten sich und kamen und lagerten sich bei Schur. Und Saul versammelte ganz Israel, und sie lagerten sich auf dem Berg Gilboa. Als aber Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich, und sein Herz wurde ganz verzagt. Und Saul befragte den Herrn, aber der Herr antwortete nicht, weder durch Träume noch durch die Urim – das heißt durch die Steine, die Gott eigentlich ja vorgesehen hatte, durch den Priester dem Volk Israel seinen Willen zu offenbaren – noch durch die Propheten.
[5:10] Wenn wir an Sünde festhalten und trotz all der Gelegenheiten, die Gott uns gibt, einfach uns nicht wirklich bekehren wollen, dann wird Gott irgendwann nicht mehr zu uns sprechen können. Saul wollte zwar wissen, was er tun soll, aber er wollte nicht von Gott korrigiert werden in seinen eigentlichen Sünden. Und so hat Gott auch nicht mehr zu ihm gesprochen. Wenn wir uns nicht korrigieren lassen wollen, wenn wir uns nicht unsere Sünden vergeben lassen wollen und Veränderungen wollen, wird Gott uns auch nichts sagen, was wir in der Zukunft zu tun und zu lassen haben.
[5:45] Da sprach Saul zu seinen Knechten: "Sucht mir eine Frau, die Tote beschwören kann, damit ich zu ihr gehen und sie befragen kann." Seine Knechte aber sprachen zu ihm: "Siehe, in Endor ist eine Frau, die Tote beschwören kann." Ihr könnt in dieser Nacht in Vers 19 und 20 lesen, dass Gott dann antwortet, wenn wir uns wirklich für sein Gesetz und für sein Gebot interessieren. Wenn wir das aber ignorieren, so wie Saul sein Gebot Gottes ignoriert hat, das er selbst durchgesetzt hatte, dann wird Gott auch nicht zu uns sprechen können. Und dann passiert das, was hier passiert: Dann beginnt der sündige Mensch plötzlich andere vermeintliche Quellen anzuzapfen, die in Wirklichkeit von unten, vom Bösen sind.
[6:35] Da sprach dann Saul: "Da machte sich Saul unkenntlich und legte andere Kleider an und ging hin und zwei Männer mit ihm, und sie kamen bei Nacht zu der Frau. Und er sprach: Wahrsage mir doch durch Totenbeschwörung und bringe mir den herauf, welchen ich dir nennen werde." Die Frau sprach: "Siehe, du weißt doch, was Saul getan hat, wie er die Totenbeschwörer und Wahrsager aus dem Land ausgerottet hat. Warum willst du denn meiner Seele eine Schlinge legen, dass ich getötet werde?"
[7:00] Es gab eine Zeit, da wusste Saul ganz genau, dass Okkultismus gefährlich ist. Er hat es verboten im ganzen Land. Aber jetzt, wo er sich so weit von Gott entfernt hatte, fand der Okkultismus wieder attraktiv zu sein. Er tat etwas gegen sein eigenes Wissen, in seiner puren Verzweiflung, in die ihn die Sünde hineingetrieben hatte.
[7:20] Saul aber schwor ihr bei dem Herrn und sprach: "So wahr der Herr lebt, es soll dich deshalb keine Schuld treffen." Wie krass eigentlich, dass der König Israels hier bei dem Herrn schwört, dass die Frau das Gebot des Herrn übertreten darf, ohne dass ihr eine Strafe zuteil wird. Eine totale Umdrehung dessen, was Gott eigentlich will, eine völlige Verdrehung der Wahrheit.
[7:47] Da sprach die Frau: "Wem soll ich denn heraufbringen?" Er sprach: "Bringe mir Samuel herauf." Als nun die Frau Samuel sah, da schrie sie laut und sprach zu Saul: "Warum hast du mich betrogen? Du bist der Saul!" Und der König sprach zu ihr: "Fürchte dich nicht! Was siehst du?" Die Frau sprach zu Saul: "Ich sehe ein Götterwesen aus der Erde heraufsteigen." Hier müssen wir sehr deutlich sagen, was der Text auch andeutet, nämlich, dass es sich um einen Dämon gehandelt hat. Sie sagt: "Ich sehe ein Götterwesen aus der Erde aufsteigen", das den Eindruck erweckt, sowohl in Aussehen als auch Stimme Samuel zu sein.
[8:24] Wie gesagt, sehr deutlich in Prediger 9, Vers 5 und auch Vers 10, dass die Toten nichts wissen, dass die Toten schlafen. Sehr, sehr viele Bibelstellen reden davon. Ihr könnt einige andere auch selbst dann noch suchen oder auch weitere Vorträge zu diesem Thema finden. Wenn wir heute so einen Text schreiben würden, würden wir vermutlich das Wort "Samuel" in Anführungsstriche setzen, weil hier dieses Wesen vorgibt, Samuel zu sein. Wir würden den Text immer "Samuel" in Anführungsstriche setzen und wissen, dass es diese scheinbare Samuel ist. Aber so eine Möglichkeit gab es im Hebräischen der damaligen Zeit nicht. Und es steht einfach Samuel. Aber wir wissen bereits aus Vers 6, dass Gott nicht zu Saul sprechen würde. Und Samuel war ein Prophet Gottes. Und Gott weigerte sich, durch Propheten zu sprechen, um dann plötzlich einen wahren Propheten zum Leben zu erwecken, der von einer Totenbeschwörerin auferweckt wird. Und das würde überhaupt gar keinen Sinn machen. Sondern dieses Kapitel macht sehr deutlich, dass, weil Gott nicht durch einen Propheten zu Saul spricht, es sich hierbei nicht um den Propheten Samuel handeln kann, denn der ist tot und er weiß nichts.
[9:37] Er sprach: "Wie sieht er aus?" Sie sprach: "Es kommt ein alter Mann herauf und ist mit einem Obergewand bekleidet." Da kannte Saul, dass es Samuel war, und er neigte sich mit seinem Angesicht zur Erde und verbeugte sich, denn er glaubte, anhand des Sehens ihn identifizieren zu können. Es kommt eine Zeit in dieser Welt, wo wir unseren eigenen Sinnen nicht vertrauen können. Der Satan ist in der Lage, sich als ein Engel des Lichts zu verkleiden. Er ist in der Lage, seine Dämonen zu befähigen, Verstorbene nachzuahmen. Wenn wir uns von Gott entfernt haben, uns sein Gebot ignorieren, werden wir solchen Verführungen erliegen. Wenn am Ende der Welt die Menschen das Sabbatgebot ignorieren werden, wenn sie das Gesetz Gottes beiseite setzen werden, dann werden sie solchen okkulten Verführungen schutzlos ausgeliefert sein.
[10:25] Samuel (der sogenannte Samuel) aber sprach zu Saul: "Warum hast du mich gestört, indem du mich heraufbringen lässt?" Und Saul sprach: "Ich bin hart bedrängt, denn die Philister kämpfen gegen mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht, weder durch die Propheten noch durch Träume. Darum habe ich dich rufen lassen, damit du mir zeigst, was ich tun soll." Was für ein dramatisches Bild: Der König Israels, der einst die Totenbeschwörer ausrotten lassen, sitzt jetzt bei einer Totenbeschwörerin in so einem finsteren Versteck und redet mit einem Dämon. Wie tief kann ein Mensch fallen, der Gottes Stimme ignoriert?
[11:03] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns in deinem Wort Aufklärung über die Gefahren des Okkultismus gibst. Und danke, dass du uns in deinem Wort ganz deutlich zeigst, was der Zustand der Toten ist, aber auch, dass es absolut entscheidend ist, dass wir unsere Sünden bekennen, bereuen und auf dein Gesetz achten. Denn wenn wir dein Gesetz ignorieren, haben wir keinen Schutz vor den Verführungen Satans. Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du heute durch dein Wort zu unserem Herzen sprichst, du dein Gesetz in unser Herz schreibst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[11:38] [Musik]
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