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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatische Begegnung Sauls mit der Totenbeschwörerin von Endor und die trügerische Botschaft des Dämons, die Saul in tiefe Verzweiflung stürzt. Er kontrastiert Satans Strategie der Verführung und Anklage mit Gottes heilender Gnade. Zudem wird Davids schwierige Lage bei den Philistern analysiert, wo er trotz seiner Loyalität zu Gott von der Welt nicht vollständig akzeptiert wird. Die Predigt ermutigt dazu, geschlossene Türen als göttliche Führung zur Umkehr zu erkennen.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 338. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Danke sagen, dass du uns warnt vor den Verführungen Satans, so dass wir ihnen entgehen können, weil wir auf dich vertrauen, dein Wort beachten und ihm gehorsam sind. Wir möchten dich bitten, dass du deine Liebe zu deinem Gesetz, dass du dein Gesetz in unser Herz hineinschreibst, so dass wir die Schlingen Satans erkennen und treu den Weg gehen können, den du uns vorgezeichnet hast. Sprich auch heute durch dein Wort, und das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:09] Wir sind in 1. Samuel 28. Saul begibt sich bei Nacht zur Witwe von Endor, einer Totenbeschwörerin, die einen Dämon hervorholt, der sich als Samuel ausgibt und so tut, als ob er Samuel sei und entsprechend redet. Wir lesen in Vers 16: Dieser sogenannte Samuel aber sprach: „Warum willst du denn mich befragen, da doch der Herr von dir gewichen und dein Feind geworden ist?“ Hier sieht man diesen Zynismus des Dämons, der ihm sogar noch sagt: „Es ist ja nicht Gott, der durch mich redet, sondern Gott ist dein Feind. Der Herr hat so gehandelt, wie er durch mich geredet hat, und der Herr hat das Königtum deiner Hand entrissen und es David, deinem Nächsten, gegeben, weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht und seinen glühenden Zorn gegen Amalek nicht vollstreckt hast. Darum hat er dir heute dies getan.“

[2:02] Satan verführt uns zur Sünde und gibt uns den Eindruck, dass es ja gar nicht so schlimm sein wird und dass es bestimmt keine Strafe geben wird. Hat er damals gesagt: „Ihr werdet gewiss nicht sterben, keinesfalls werden wir sterben.“ Aber wenn wir dann tief in der Sünde sind, dann dreht er den Spieß um und hält uns unsere Sünde vor und versucht uns in Verzweiflung zu bringen.

[2:28] Wenn Satan uns an Sünden erinnert, dann nicht, um uns zur Reue zu führen, so wie Gott das tut, sondern um uns zur Verzweiflung zu bringen, nur um uns noch tiefer hinabzudrücken. Er hat Freude daran, grausam seinen Nachfolgern deutlich zu machen, wie verloren sie sind. Das ist ganz anders als Jesus, der uns unsere Sünden nur deswegen zeigt, damit er sie heilen und wegnehmen kann.

[2:52] „Und der Herr wird auch Israel und dich in die Hand der Philister geben, und morgen wirst du samt deinen Söhnen bei mir sein. Auch das Heer Israels wird der Herr in die Hand der Philister geben.“ Es war nicht sonderlich schwer zu ahnen, was passieren würde, denn wenn Gott nicht mit Israel kämpfen würde, war der Sieg der Philister ziemlich wahrscheinlich.

[3:14] Satan und auch seine Dämonen haben keine Möglichkeit, die Zukunft zu wissen. Das allein kann Gott, wie Jesaja immer wieder deutlich, gerade in den Kapiteln 41, 42, 43, immer wieder deutlich zeigt. Aber Satan kann die Zukunft erahnen, er kann abschätzen, er kann Vermutungen anstellen und liegt damit nicht immer, aber immer öfter auch ziemlich richtig. Und entsprechend hat er gehofft, durch diese Vorhersage, die dann auch tatsächlich im Wesentlichen erfüllt, den Eindruck zu erwecken, als ob er tatsächlich eine Autorität sei, der man vertrauen müsste, so dass diese Sünde Sauls noch über dessen Leben hinaus einen Einfluss auf das Volk Israel haben würde.

[3:58] Da fiel Saul plötzlich der Länge nach zu Boden, denn er erschrak sehr über die Worte Samuels. Auch war keine Kraft mehr in ihm, denn er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht nichts gegessen. Jetzt war er verzweifelt, jetzt war sein Leben dabei, an die Wand zu fahren, und er erkannte plötzlich, dass es keine Hoffnung für ihn gibt. Und Satan zeigte ihm nur seine Sünden, aber ohne einen Strahl der Hoffnung. Und die Frau ging zu Saul hin und sah, dass er sehr erschrocken war, und sprach zu ihm: „Siehe, deine Magd hat auf deine Stimme gehört, und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt, dass ich deinen Worten gehorcht habe, die du zu mir geredet hast. So höre doch auch auf die Stimme deiner Magd. Ich will dir einen Bissen Brot vorlegen, dass du isst, dann wieder zu Kräften kommst, wenn du deinen Weg gehst.“ Das muss wohl ein Albtraum für die Frau gewesen sein, dieser Gedanke, dass möglicherweise der König Israels bei ihrer Opfergrube hier irgendwie stirbt und dann sie entdeckt wird und das nicht erklären kann. Sie wollte unbedingt, dass er wieder zu Kräften kommt.

[4:56] Er weigerte sich und sprach: „Ich will nicht essen.“ Da nötigten ihn seine Knechte und auch die Frau. Da hörte er auf ihre Stimme. Er stand auch von der Erde und setzte sich auf das Bett. Die Frau aber hatte ein gemästetes Kalb im Haus, und sie eilte und schlachtete es und nahm Mehl und knetete es und machte daraus ungesäuerte Fladen. Sie brachte sie her vor Saul und vor seine Knechte, und als sie gegessen hatten, standen sie auf und gingen hin in derselben Nacht.

[5:21] Dieser letzte Teil der Geschichte erinnert auf eine ganz merkwürdige Weise an jene schöne Geschichte in 1. Mose 18, als auch drei Besucher bei Abraham einkehrten. Auch ein Kalb geschlachtet wird und auch Mehl genommen wird und daraus ungesäuertes Fladenbrot geknetet wird. Damals kamen drei Besucher zu dem gläubigen Abraham und dann verkündeten sie eine ganz wunderbare Heilsbotschaft, ein Evangelium: Er würde einen Sohn bekommen. Jetzt gehen hier drei Männer zu einer Totenbeschwörerin und erhalten von Satan selbst eine Botschaft der Vernichtung und Hoffnungslosigkeit. Was für ein scharfer Kontrast zwischen diesen beiden Geschichten!

[6:15] Und die Philister versammelten ihr ganzes Heer bei Aphek. Dabei lagerte sich Israel an der Quelle in Jesreel. Und die Fürsten der Philister zogen vorüber nach Hunderten und nach Tausenden. David aber und seine Männer bildeten die Nachhut mit Achisch. Da sprachen die Fürsten der Philister: „Was sollen diese Hebräer?“ Und Achisch sprach zu den Fürsten der Philister: „Das ist doch David, der Knecht des Königs von Israel, der nun schon Jahr und Tag bei mir gewesen ist, und an dem ich nicht das Geringste gefunden habe, seit der Zeit, da er von Saul abgefallen ist bis zu diesem Tag.“ Muss also offensichtlich ein längerer Zeitraum gewesen sein, in dem David sich hier bei den Philistern aufgehalten hat.

[6:49] Aber die Fürsten der Philister wurden zornig auf ihn, und die Fürsten der Philister sprachen zu Achisch: „Lass den Mann umkehren, dass er wieder an seinen Ort kommt, wohin du ihn bestellt hast, damit er nicht mit uns zum Kampf hinaufzieht und uns im Kampf zum Widersacher werde. Denn womit könnte er seinem Herrn einen größeren Gefallen tun als mit den Köpfen dieser Männer?“ Auch wenn wir versuchen, vielleicht mit der Welt uns zu arrangieren, wird die Welt doch immer erkennen, dass wir nicht gleichzeitig ein Kind Gottes sein können und die Kämpfe der Welt kämpfen können.

[7:19] „Ist das nicht derselbe David, von dem sie beim Reigen sangen und sprachen: Saul hat seine Tausend erschlagen, David aber seine Zehntausende?“

[7:28] Achisch aber sprach zu David: „So wahr der Herr lebt, ich halte dich für Aufrichtigkeit. Dein Ausgang und Eingang mit mir im Heer gefällt mir wohl, denn ich habe nichts Böses an dir gefunden, seit der Zeit, dass du zu mir gekommen bist bis zu diesem Tag. Aber in den Augen der Fürsten bist du nicht wohlgefällig.“

[7:44] Es fällt auf, dass Achisch hier bei dem Herrn, dem Gott Israels, schwört. Ist das vielleicht möglicherweise auch der Einfluss von David gewesen, der, obwohl er hier sich wider Gottes Willen bei den Philistern aufhält, doch mit seinem Verhalten einen positiven, einen missionarischen Einfluss ausgeübt hat, der hier in gewisser Weise auch ein bisschen erinnert an den Daniel später, an dem auch nichts Böses gefunden werden kann, der inmitten der Babylonier lebt, freilich dort gezwungenermaßen zu leben?

[8:18] „Und so kehre um und geh hin in Frieden, dass du nichts Böses tust in den Augen der Fürsten der Philister.“ David aber sprach zu Achisch: „Was habe ich denn getan und was hast du an deinem Knecht gefunden, seit der Zeit, da ich bei dir gewesen bin bis zu diesem Tag, dass ich nicht kommen und gegen die Feinde meines Herrn, des Königs, kämpfen soll?“ Wenn David nur gewusst hätte, was schon längst hinter seinem Rücken passiert, er hätte sich wahrscheinlich geschämt, so sehr noch darum zu buhlen, jetzt mit den Philistern kämpfen zu können. Gott hat ihm hier schon einen deutlichen Riegel vorgeschoben, aber er hat diesen Riegel noch nicht wirklich wahrhaben wollen.

[8:50] Und Achisch antwortete und sprach zu David: „Ich weiß wohl, dass du in meinen Augen wohlgefällig bist wie ein Engel Gottes. Aber die Fürsten der Philister haben gesagt, er solle nicht mit uns in den Kampf hinaufziehen. So mache dich nun am Morgen früh auf, samt den Knechten deines Herrn, die mit dir gekommen sind. Macht euch am Morgen früh auf und zieht weg, sobald es hell wird.“ So machte sich David früh auf, er und seine Männer, am Morgen, um wegzugehen und wieder in das Land der Philister zurückzukehren. Die Philister aber zogen hinauf nach Israel.

[9:22] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns Kraft schenkst und Weisheit, Augen, um zu erkennen, wenn Türen sich schließen, weil du uns davor bewahren möchtest, noch weiter falsche Wege zu gehen, die wir bereits angefangen haben zu gehen. Bitte gib, dass wir nicht gegen die geschlossene Tür rebellieren, sondern verstehen, dass jede geschlossene Tür uns zur Umkehr bringen sollte, damit wir das tun sollen, was eigentlich wichtig ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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