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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Samuel 30 und Davids tiefe Krise in Ziklag. Nachdem seine Stadt verbrannt und seine Familie entführt wurde, zeigt sich, wie Gottes scheinbar geschlossene Tür – die Verhinderung des Kampfes mit den Philistern – David letztlich zur Rettung seiner Liebsten führte. Die Predigt ermutigt dazu, Gottes Führung auch in schwierigen Situationen zu vertrauen und sich in ihm zu stärken, selbst wenn eigene Pläne scheitern.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 339.

[0:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du versprochen hast, uns jeden einzelnen Tag zu führen. Wir verstehen nicht immer, was passiert in unserem Leben, aber wir können im Nachhinein immer sehen, dass du uns richtig geführt hast, wenn wir dir vertraut haben. Und darum bitten wir dich auch jetzt heute, dass du durch dein Wort uns zeigst, wie du uns persönlich an diesem heutigen Tag im Alltag führen möchtest. Und wir bitten dich, dass du mit deinem Heiligen Geist durch uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in 1. Samuel 30. Wir beginnen dieses Kapitel heute. Das letzte Mal haben wir gesehen, wie David eigentlich mit den Philistern in den Krieg ziehen wollte, wie die Philister ihm das verwehrt hatten. Wir lesen dann 1. Samuel 30 und dort Vers 1:

[1:35] „Als nun David samt seinen Männern am dritten Tag nach Ziklag kam, da waren die Amalekiter in das Südland und in Ziklag eingefallen, und sie hatten Ziklag geschlagen und es mit Feuer verbrannt. Und sie hatten die Frauen und alles, was dort war, weggeführt, vom Kleinsten bis zum Größten. Sie hatten aber niemand getötet, sondern sie weggetrieben und waren ihres Weges gezogen. Als nun David samt seinen Männern zur Stadt kam, siehe, da war sie mit Feuer verbrannt, und ihre Frauen, ihre Söhne und Töchter waren gefangen weggeführt worden. Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten. Auch die beiden Frauen Davids, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigail, die Frau Nabals, das waren gefangen weggeführt worden.“

[2:24] David dachte, er kann seine Loyalität zu den Philistern beweisen, indem er jetzt gegen Saul, dessen Armee, kämpft und ahnte nicht, dass in Wirklichkeit seine eigene Familie, seine eigenen Leute in seiner eigenen Stadt in größter Not gewesen sind.

[2:42] Vielleicht hat er sich einen Moment darüber geärgert, dass die Philister ihn nicht hatten mit ihnen in den Krieg ziehen lassen. Vielleicht hat er gedacht, dass es ungerecht sei. Er habe sich so treu und loyal verhalten, und jetzt misstrauen sie ihm. Jetzt war er dankbar, dass er nicht mitgezogen ist in den Kampf, während gleichzeitig seiner eigenen Familie es schlecht ging.

[3:02] Die geschlossene Tür, die Gott ihn hat laufen lassen, war in Wirklichkeit die Möglichkeit, jetzt noch etwas zur Rettung seiner Familie zu tun.

[3:13] Das Ganze wäre ja gar nicht erst passiert, wenn er gleich dort geblieben wäre, wenn er gar nicht erst diesen Entschluss gefasst hätte, mit den Philistern in den Kampf zu ziehen. Dann hätte er seine Familie gleich beschützen können. Unsere eigenen Pläne führen oft dazu, dass wir in Schwierigkeiten kommen. Aber selbst dann wird Gott uns immer noch gerne helfen und uns zurückweisen wollen. Und dazu gebraucht er manchmal geschlossene Türen, nicht um uns zu ärgern, sondern um uns zu zeigen, wo wirklich es brennt in unserem Leben.

[3:45] Und David war sehr bedrängt, denn das Volk wollte ihn steinigen, weil die Seele des ganzen Volkes erbittert war, jeder wegen seiner Söhne und wegen seiner Töchter. Er hatte die Verantwortung, er hatte das Ganze zu verantworten, denn er hatte gesagt: „Wir ziehen mit in den Krieg.“ Er hatte die Stadt alleine gelassen, und jetzt waren seine treuen Mitstreiter so sehr böse auf ihn, dass sie ihn umbringen wollten.

[4:13] David aber stärkte sich in dem Herrn, seinem Gott. Was für ein Satz!

[4:19] Mitten in der größten Krise. Alles scheint verloren. Die Stadt verbrannt, die Menschen alle weg. Seine eigenen Mitstreiter wollen ihn umbringen. Ist ihm wirklich niemand mehr übrig? Sein eigener König wollte schon längst sein Verderben. Sein bester Freund mittlerweile schon tot, wie wir noch sehen werden. Seine besten Mitarbeiter gegen ihn eingestellt. Alle Hoffnung, die man menschlich haben konnte, war verloren, aber David gab nicht auf.

[4:50] David wusste, es gibt einen Felsen, auf den er bauen kann, einen, auf den er sich immer verlassen kann, dass in der größten Krise, wenn alles kaputt zu gehen scheint, einen, auf den er sich verlassen kann. Und das ist, liebe Freunde, unser Jesus, unser Heiland, unser Erlöser, unser Herr und Gott. Wir können uns in ihm stärken.

[5:12] Er sagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.“ Paulus wusste, dass er alles vermag durch den, der ihn stark macht, Jesus Christus.

[5:22] Egal wie es dir heute geht, egal welche Katastrophen vielleicht heute in deinem Leben sich ereignet haben und noch ereignen werden, egal wie sehr du bedrängt sein wirst durch andere Menschen, die sauer auf dich sind – du darfst dich heute in Jesus stärken.

[5:42] Und David sprach zu Abjatar, dem Priester, dem Sohn Ahimelechs: „Bring mir doch das Efod!“ Und als Abjatar das Efod zu David gebracht hatte, da fragte David den Herrn und sprach: „Soll ich dieser Horde nachjagen? Werde ich sie einholen?“ Er sprach: „Zieh ihnen nach, denn du wirst sie gewiss einholen und wirst gewiss Rettung schaffen.“

[6:01] David hat wiederum gelernt, dass er Gott fragen soll. Er hatte nicht Gott gefragt, ob er mit den Philistern in den Krieg ziehen sollte. Das war seine eigene Idee. Aber jetzt weiß er: Es bringt nur dann etwas zu tun, wenn ich weiß, dass Gott mit mir ist. Wenn ich auf eigene Faust losgehe, wird es Probleme geben. Aber mit Gott kann ich retten und wird mir Rettung schaffen, zwar ganz gewiss.

[6:21] Da zog David samt den 600 Mann, die bei ihm waren. Und als sie an den Bach Besor kamen, blieben die Zurückgebliebenen stehen. Und David jagte nach, er und 400 Mann. Und 200 Mann, die zu ermattet waren, um über den Bach Besor zu gehen, blieben zurück. Und sie fanden einen ägyptischen Mann auf dem Feld, den führten sie zu David und gaben ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken. Und sie gaben ihm ein Stück vom Kuchen und zwei Rosinenkuchen. Und als er gegessen hatte, kam er wieder zu sich selbst, denn er hatte während drei Tagen und drei Nächten kein Brot gegessen und kein Wasser getrunken.

[6:54] David sprach zu ihm: „Wem gehörst du und woher bist du?“ Er sprach: „Ich bin ein ägyptischer Bursche, der Knecht eines Amalekiterischen Mannes, und mein Herr hat mich verlassen, weil ich vor drei Tagen krank wurde.“ Was für ein dramatisches Schicksal! Er wäre gestorben hier in der Steppe. „Wir sind eingefallen in das Südland der Kreter und in das Südgebiet von Juda, das Südland von Kaleb, und haben Ziklag mit Feuer verbrannt.“ David sprach zu ihm: „Willst du mich zu dieser Horde hinführen?“ Er antwortete: „Schwöre mir bei Gott, dass du mich nicht töten noch in die Hand meines Herrn ausliefern wirst, so will ich dich zu dieser Horde hinführen.“

[7:28] So führte er ihn hinab, und siehe, sie lagen über das ganze Land verstreut, aßen und tranken und feierten wegen all der großen Beute, die sie aus dem Land der Philister und aus dem Land Juda geraubt hatten.

[7:38] Und David schlug sie von der Morgendämmerung an bis zum Abend des folgenden Tages, dass keiner von ihnen entkam, außer 400 Burschen, die auf Kamele stiegen und entflohen. So rettete David alles, was die Amalekiter genommen hatten, und seine beiden Frauen rettete David auch.

[7:59] Auch Gottes geschlossene Tür, die es ihm verhindert hat, mit den Philistern in den Krieg zu ziehen, war in Wirklichkeit die offene Tür, um seine eigene Familie zu retten.

[8:07] Manchmal, wenn Gott uns in unserem Beruf, in unserem Alltag, in unserem Hobby eine geschlossene Tür zeigt, dann müssen wir alle, ich und du, lernen, dass es nicht ist, um uns zu ärgern, sondern damit wir unsere Familie retten können.

[8:24] Und es fehlte ihnen nichts, vom Kleinsten bis zum Größten, weder Söhne noch Töchter, noch von der Beute irgendetwas, das sie ihnen weggenommen hatten. David brachte alles zurück. Und David nahm alle Schafe und Rinder. Sie trieben sie vor dem anderen Vieh her und sie sprachen:

[8:37] „Das ist Davids Beute.“ Und als David zu den 200 Männern kam, die so ermattet gewesen waren, dass sie David nicht nachfolgen konnten und am Bach Besor geblieben waren, da zogen sie David und dem Volk, das mit ihm war, entgegen. Und David trat zum Volk und grüßte sie freundlich. Da griffen alle Männer Belials unter denen, die mit David gezogen waren, das Wort an und sprachen: „Weil sie nicht mit uns gezogen sind, wollen wir nichts von der Beute geben, die wir gerettet haben, außer jedem seine Frau und seine Kinder. Die sollen sie wegführen und gehen.“

[9:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du uns niemals ärgern möchtest. Du möchtest uns niemals in die Irre führen, niemals in die Sackgasse, sondern die geschlossenen Türen zeigen uns nur, dass wir einen Weg eingeschlagen haben, der gar nicht von dir kommt. Und dass es viel dringendere, wichtigere Dinge gibt, die wir tun müssen, die uns eigentlich auch wirklich am Herzen liegen, wenn wir nur sehen würden, wie es wirklich um die Sachen steht. Danke, Herr, dass du uns noch mal an geschlossene Türen bringst, damit wir erkennen, wo wir am allermeisten gebraucht werden. Das möchte ich dich für mich bitten und für jeden, der jetzt zuhört und zuschaut. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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