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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ werden die letzten Kapitel von 1. Samuel behandelt. Der Sprecher beleuchtet Davids gerechte Entscheidungen bei der Beuteverteilung und seine Weitsicht als zukünftiger König. Der Hauptteil widmet sich dem tragischen Ende von König Saul, dessen Leben als warnendes Beispiel für die selbstzerstörerische Kraft der Sünde dient, im Gegensatz zu Davids Bereitschaft zur Umkehr.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 340. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass egal, was uns passiert, egal wie andere über uns denken, egal welche Fehler wir auch gemacht haben in der Vergangenheit, dass wir heute zu dir kommen können und uns in dir stärken können. Danke, dass bei dir Kraft und Weisheit und Liebe und Gnade genug ist, um uns in jeder Situation aufrechtzuerhalten und neue Kraft zu geben. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns stärkst durch dein Wort, das du verheißen hast, dass es nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Darum bitten wir dich heute, dass du zu uns sprichst durch dein Wort, durch den Heiligen Geist, im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 30. David konnte seine eigene Familie und alle Frauen und Kinder aus Ziklag, die von den Amalekitern weggeführt worden waren, wieder retten, die Amalekiter besiegen und eine große Beute mitbringen. Die 400 Krieger, die mit ihm gekämpft hatten, unter ihnen kamen einige jetzt auf die Idee, den anderen 200, die zurückgeblieben waren am Bach Besor, nichts abzugeben von der Beute, weil sie nicht mitgekämpft hatten. Wir lesen in Vers 23: „Da sprach David: Ihr sollt nicht so handeln, meine Brüder, mit dem, was uns der Herr gegeben hat, der uns behütet und diese Horde, die gegen uns gekommen war, in unsere Hand gegeben hat.“

[2:15] Etwas, was auffällt an David, ist, dass er sich nie wirklich von Gruppendruck hat leiten lassen. Ganz egal, ob seine Männer ihm gesagt haben: „Töte den Saul, jetzt ist die Gelegenheit!“, oder ob seine Männer gesagt haben: „Wir wollen die Beute für uns behalten, wir haben doch alleine gekämpft!“ David hat diese ganz bemerkenswerte Eigenschaft, sich nicht von der Meinung der Masse leiten zu lassen und vertritt oft eine Position, die abweicht, auch von der großen Mehrheit derer, die ganz nah bei ihm sind. Würde Gott uns auch geben, dass wir für das Recht und die Wahrheit einstehen, selbst wenn unsere besten Freunde in der Menge, in der Mehrheit, anderer Meinung sind. „Wer könnte auf euren Vorschlag hören? Sondern wie der Anteil dessen ist, der in den Kampf gezogen ist, so soll auch der Anteil dessen sein, wer bei dem Gerät geblieben ist. Die sollen miteinander teilen.“

[3:06] Im Werk Gottes ist jeder Dienst wertvoll. Derjenige, der an vorderster Front die Hitze des Kampfes trägt, der sich mit allem einsetzt, aber auch derjenige, der vielleicht unscheinbar im Hintergrund wirkt, Dinge organisiert und auf Dinge aufpasst und Dinge, die man vielleicht nicht so wahrnimmt, die dabei ganz entscheidend sind für den Gesamterfolg der Mission. Gott beurteilt unser Wirken für sein Werk nicht, wie Menschen es beurteilen, sondern Gott sieht das Herz an.

[3:39] Und so geschah es weiterhin von jedem Tag an, und er machte es in Israel zum Brauch und Recht bis zu diesem Tag. Was David entschied, war nicht einfach nur aus dem Impuls heraus, sondern es basierte auf ganz klaren, einsichtigen, gerechten Prinzipien, so sehr, dass diese Entscheidung Grundlage der Rechtsprechung werden konnten, dass sie zu Gesetzen wurden, zu gerechten Verordnungen, die im Volk galten.

[4:11] Und so geschah es weiterhin von jedem Tag an, und er machte es in Israel Brauch und Recht bis zu diesem Tag. Als aber David nach Ziklag kam, sandte er von der Beute den Ältesten in Juda, seinen Freunden, und sprach: „Seht, da habt ihr ein Geschenk von der Beute der Feinde des Herrn“, nämlich denen in Bethel und denen in Ramot im Negev, und denen in Jattir und denen in Aroër und denen in Siphot und denen in Eshtemoa und denen in Rachal und denen in den Städten der Jerachmeeliter und denen in den Städten der Keniter und denen in Horma und denen in Borshaschan und denen in Athach und denen in Hebron und an allen Orten, wo David mit seinen Männern umhergezogen war.

[4:46] David möchte deutlich machen: „Ich stehe noch auf eurer Seite.“ Vielleicht haben sie die Nachricht gehört, dass David mit den Philistern in den Kampf hatte ziehen wollen, und David versteht jetzt, dass es wichtig ist, zu seinem eigenen Volk zu stehen. Er soll ja selbst einmal König über sie werden, und das darf er nicht aus den Augen verlieren. Und so sendet er einen Teil dieser Beute als Geschenk an sie, um deutlich zu machen: „Ich bin für euch.“

[5:11] Die Philister aber kämpften gegen Israel, und die Männer von Israel flohen vor den Philistern und fielen erschlagen auf dem Bergland von Gilboa. Und die Philister drangen auf Saul und seine Söhne ein, und die Philister erschlugen Jonathan und Abinadab und Malkischua, die Söhne Sauls.

[5:34] Der treue Freund Davids blieb auch treu an der Seite seines Vaters bis zum bitteren Ende. Obwohl er wusste, dass sein Vater viele Fehler hatte, obwohl er wusste, dass sein Vater gesündigt hatte, war er trotzdem bereit, für seinen Vater zu kämpfen. Der Name Jonathans wird hoch geschätzt im Himmel.

[5:55] Und der Kampf wurde hart gegen Saul, und die Bogenschützen erreichten ihn, und er zitterte vor den Schützen. Da sprach Saul zu seinem Waffenträger: „Zieh dein Schwert und durchbohre mich damit, damit nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich abstechen und misshandeln!“ Aber sein Waffenträger wollte nicht, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich hinein. Und so endet das Leben des Gesalbten des Herrn, das so verheißungsvoll begann und jetzt so schmählich durch Selbstmord endet.

[6:28] Als nun sein Waffenträger sah, dass Saul tot war, stürzte er sich in sein Schwert und starb mit ihm. So starb Saul samt seinen drei Söhnen, seinem Waffenträger und allen seinen Männern an jenem Tag.

[6:40] Als aber die Männer von Israel, die jenseits der Ebene und jenseits des Jordan waren, sahen, dass die Männer Israels geflohen und dass Saul und seine Söhne tot waren, da verließen sie die Städte und flohen, und die Philister kamen und wohnten darin. Ihre Katastrophe, ein Rückschlag für das Volk Sauls.

[6:59] Und das geschah am folgenden Tag: Da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszuplündern, und sie fanden Saul und seine drei Söhne auf dem Bergland von Gilboa liegen. Da schlugen sie ihm den Kopf ab und zogen ihm seine Waffenrüstung aus und sandten Boten in das Land der Philister ringsumher, um diese Freudenbotschaft im Haus ihrer Götzen und unter dem Volk zu verkündigen. Und sie legten seine Waffen in das Haus der Aschtaroth, aber seinen Leichnam hängten sie an die Mauer von Beth-Schean, an die Stadt, die ganz in der Nähe des Gebirges von Gilboa ist.

[7:33] Als aber die Einwohner von Jabesch in Gilead hörten, was die Philister Saul getan hatten, dann machten sich alle tapferen Männer auf und gingen die ganze Nacht hindurch und nahmen den Leichnam Sauls und die Leichname seiner Söhne von der Mauer von Beth-Schean und sie kamen nach Jabesch und verbrannten sie dort. Und nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter der Tamariske von Jabesch und fasteten sieben Tage. Hier schließt sich ein interessanter Kreis. Ganz am Anfang seines Dienstes als König hatte Saul, als er noch mit Gott eng zusammenarbeitete, als er erfüllt war vom Heiligen Geist, die Stadt Jabesch in Gilead vor den Ammonitern befreit und ihr Leben gerettet. Und obwohl er seitdem so tief gefallen war, waren die Männer von Jabesch in Gilead ihm immer noch dankbar dafür, dass er damals ihr Leben gerettet hatte und geben ihm hier die letzte Ehre in einem sehr dunklen, traurigen, katastrophalen Kapitel. Ein interessantes Beispiel für tiefe Dankbarkeit.

[8:40] Hier endet 1. Samuel. Das Buch geht ja noch weiter, 1. und 2. Samuel sind im Ursprung im Hebräischen ein Buch gewesen. Und es lohnt sich vielleicht, kurz innezuhalten und zu sehen, wie in diesem Buch das Leben von Saul so interessant und so tragisch beschrieben wird.

[8:57] Er war von Samuel zum König Israels gesalbt worden, war vom Heiligen Geist erfüllt worden, so demütig, dass er sich bei seiner Königswahl nicht einmal öffentlich gezeigt hat, also Taten vollbracht, erfüllt vom Geist, die denen ähnlich waren, wie sie die Richter in alter Zeit vollbracht hatten. Aber dann hat er sich nicht korrigieren lassen, kleine Fehler nicht eingesehen, und diese wurden immer größer und größer. Die Sünde fraß sein Herz auf. Aus Ungehorsam entwickelte sich Neid und Eifersucht, irgendwann blinder Hass. Er hat mehrfach versucht, selbst Menschen, die ihm sehr nahestehen, umzubringen.

[9:42] Jedes Sündenbekenntnis, das er zwischenzeitlich einmal dargebracht hat, als er Gelegenheiten bekam zu sehen, wo er eigentlich wirklich steht, war nur ein Impuls, der sofort wieder verschwand.

[9:56] Gott gab ihm so viele Gelegenheiten umzukehren, er hat keine genutzt, und am Ende versank er in der Verzweiflung, die ihn nur noch in die Hoffnungslosigkeit stürzte, bis das Ganze mit Selbstmord endete. Das Leben von Saul ist ein tragisches Beispiel, eine Illustration dafür, wie selbstzerstörerisch die Sünde ist und dass niemand, egal wie demütig er bisher gewesen ist, wie erfüllt mit dem Heiligen Geist, egal welche Position er gehabt hat, niemand an der Sünde festhalten kann, ohne von ihr zerstört zu werden.

[10:41] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns im Leben von Saul ein so wichtiges Beispiel hast aufschreiben lassen, um uns zu zeigen, wie selbstzerstörerisch die Sünde ist. Und danke, dass wir auch die Geschichte von David haben, der zwar viel auch gesündigt hat, viele falsche Entscheidungen getroffen hat, der immer wieder zurückgekehrt ist, sich hat korrigieren lassen, der seine Erlösung angenommen hat und am Ende im Triumph des Glaubens gestorben ist. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass wir verstehen, dass wenn du uns korrigierst, dann nicht, um uns zu ärgern, sondern um uns vor so einem Schicksal zu bewahren, das Saul gehabt hat. Deswegen bitten wir dich: Zeig uns heute, wo wir falsch liegen, damit wir zu dir kommen können und von deinem Geist erfüllt deinen Willen tun dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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