In dieser Folge der Serie „Gott auf meiner Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Samuel 8:10-9:9. Er spricht über Israels Wunsch nach einem König und Gottes eindringliche Warnungen vor den Konsequenzen weltlicher Führung. Trotz menschlicher Fehlentscheidungen zeigt sich Gottes Treue, indem er den Menschen die freie Wahl lässt und sie dennoch immer wieder zu sich zurückziehen möchte, wie die Geschichte von Saul und den verlorenen Eselinnen illustriert.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Samuel 8:10-9:9
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. SamuelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 312. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und möchten dir von ganzem Herzen sagen, dass wir dich in unserem Leben haben möchten. Wir möchten alles, was uns hindert, ganz mit dir zu leben, aus unserem Leben entfernen. Ich möchte dich bitten, dass du uns hilfst, alle Sünden, alles, was sich an Götzen in unserem Leben angesammelt hat, dass du uns das wegnimmst und dass wir von ganzem Herzen auf deine Stimme hören und dass du uns erfüllst mit deinem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:14] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 8. Israel wünscht sich einen König. Samuel ist nicht begeistert und er betet zu Gott. Aber Gott sagt ihm: "Lass sie gewähren, denn sie lehnen ja nicht dich ab, sie verwerfen mich als ihren König." Aber Gott sagt Samuel, er soll ihnen sehr ausdrücklich warnend sagen, was das für Konsequenzen haben würde, wenn Israel einen König hat. Wir lesen ab Vers 10: "Und Samuel sagte dem Volk, das einen König von ihm begehrte, alle Worte des Herrn. Und er sprach: Das wird das Recht des Königs sein, der über euch herrschen wird: Eure Söhne wird er nehmen und sie für sich einsetzen auf seinen Streitwagen und bei seiner Reiterei, und damit sie vor seinem Wagen herlaufen, und um sie sich als Oberste über Tausend und als Oberste über Fünfzig zu bestellen, und damit sie sein Ackerland pflügen und seine Ernte einbringen, und damit sie ihm seine Kriegswaffen und seine Wagen-Geräte anfertigen. Eure Töchter wird er nehmen und sie zu Salbenmischerinnen, Köchinnen und Bäckerinnen machen. Auch eure besten Äcker, Weinberge und Ölbäume wird er nehmen und seinen Knechten geben. Dazu wird er den Zehnten von eurem Saatgut und von euren Weinbergen nehmen und ihn seinen Hofbeamten und Knechten geben. Und er wird eure besten Knechte und Mägde und Burschen und eure Esel nehmen und sie für seine Geschäfte verwenden. Er wird den Zehnten eurer Schafe nehmen, und ihr müsst seine Knechte sein. Wenn ihr dann zu jener Zeit schreien werdet über euren König, den ihr euch erwählt habt, so wird euch der Herr zu jener Zeit nicht erhören." Mit anderen Worten: Überlegt es euch sehr gut, ob ihr das wirklich wollt.
[3:00] Eine Entscheidung für weltliche Politik, für weltliche Maßstäbe, bringt immer einen Rattenschwanz an Implikationen mit sich, an weiteren Dingen, die plötzlich dann das Leben negativ beeinflussen. Gott wollte, dass die Israeliten genau wissen, wohin ihre Entscheidung führen wird. Gott gibt uns Entscheidungsfreiheit, diktiert uns nicht das Leben. Er zeigt uns, was gut für uns ist, bietet uns an, dass wir ihn als König haben wollen, aber er zeigt uns auch, was die Konsequenzen sind, falls wir uns anders entscheiden, aber lässt uns die freie Wahl.
[3:43] Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören, und sprach: "Das macht nichts! Es soll dennoch ein König über uns sein, damit auch wir seien wie alle Heidenvölker. Unser König soll uns richten und vor uns herziehen und unsere Kriege führen." Dabei hatten sie genügend Beweise in der jüngsten und auch älteren Geschichte, dass Gott sehr wohl in der Lage ist, jeden Feind zu besiegen. Seit den Tagen Moses und Josuas hat er es immer wieder bewiesen, in dem Buch der Richter, jetzt auch in dem Buch Samuel, so weit, dass Gott alleine, sogar ohne irgendeinen weiteren politischen Soldaten, Kämpfe gewinnt, solange die Israeliten auf seiner Seite stehen. Aber offensichtlich war ihnen das kein gutes Fundament. Sie wollten lieber eine weltliche Sicherheit haben, eine Sicherheit, die scheinbar sicherer gewesen ist, weil sie eben nicht von ihrer eigenen Treue und Liebe zu Gott abhängt, sondern von reinen politischen Erwägungen, wie sich zeigen wird im Laufe dieses und der nächsten Bücher, weil das natürlich letztendlich eine große Fehlentscheidung war.
[4:56] Wie oft gibt es heute noch den Wunsch, dass wir so sein wollen wie alle um uns herum? Dass wir in unserem Leben die Welt imitieren wollen? Dass wir in unseren Familien die Gewohnheiten weltlicher Familien nachahmen? Dass wir als Gemeinde versuchen, der Welt ähnlich zu werden? All das führt immer zu negativen Konsequenzen. Dann, als Samuel alle Worte des Volkes gehört hatte, redete er sie vor den Ohren des Herrn. Der Herr sprach zu Samuel: "Höre auf ihre Stimme und setze einen König über sie ein." Und Samuel sprach zu den Männern von Israel: "Geht hin, jeder in seine Stadt."
[5:34] Gott hatte auch am Berge Sinai, als die Israeliten gesagt haben, 'Hör auf zu reden', nicht aufgegeben, hatte lieber den Alten Bund mit ihnen geschlossen, eine Beziehung auf Distanz, eine Fernbeziehung, als dass er sie ganz aufgegeben hat. Auch wenn wir Fehlentscheidungen treffen, lässt Gott uns nicht einfach im Stich und interessiert sich nicht nur für uns, sondern er versucht uns an der Stelle wieder zu erreichen und Stück für Stück wieder zu sich zu ziehen. Es ist interessant, dass Gott es dann geschafft hat, sogar durch einen König, obwohl das gar nicht sein Plan gewesen ist, einen König später in der Geschichte Israels, einen Typus in einer Erklärung für den Erlösungsplan zu finden.
[6:09] Es war ein Mann von Benjamin, sein Name war Kisch, ein Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes Aphiahs, eines Benjaminiters, ein angesehener Mann. Er hatte einen Sohn namens Saul, stattlich und schön, so dass keiner schöner war unter den Söhnen Israels. Um Haupteslänge überragte er alles Volk. Und die Eselinnen von Kisch, dem Vater Sauls, gingen verloren. Und Kisch sprach zu seinem Sohn Saul: "Nimm doch einen der Burschen mit dir und mache dich auf und suche die Eselinnen." Er durchzog das Bergland Ephraim, durchquerte das Gebiet von Schalischa, aber sie fanden sie nicht. Sie gingen auch durch das Gebiet von Schaalim, da waren sie auch nicht. Darauf durchzog er das Gebiet von Benjamin, aber sie fanden sie auch nicht. Als sie gerade in das Gebiet von Zuf kamen, da sprach Saul zu seinen Burschen: "Komm, lass uns wieder umkehren, damit nicht mein Vater die Eselinnen sein lässt und sich für uns Sorge macht." Da sprach er zu ihm: "Sieh doch, es ist ein Mann Gottes in dieser Stadt, und der ist ein ehrwürdiger Mann. Alles, was er sagt, trifft sich hier ein. So lasst uns nun dorthin gehen, vielleicht gibt er uns Auskunft über unseren Weg, den wir gehen sollen." Saul sprach zu seinem Burschen: "Sieh, wenn wir hingehen, was bringen wir dem Mann? Denn das Brot in unseren Taschen ist aufgebraucht. Wir haben sonst kein Geschenk, dass wir dem Mann Gottes bringen könnten. Was haben wir?" Der Bursche antwortete Saul wiederum und sprach: "Siehe, ich habe einen Viertel Silbergeld bei mir. Den will ich dem Mann Gottes geben, damit er uns Auskunft über uns gibt." Früher sagte man in Israel, wenn man ging, um Gott zu befragen: "Kommt, lasst uns zum Seher gehen!" Denn derjenige, den man heutzutage Prophet nennt, der hieß früher Seher.
[7:57] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns einen freien Willen geschenkt hast. Und danke, dass du uns nicht einfach ins Blaue hinein laufen lässt, sondern dass du uns sehr deutlich zeigst, was die Konsequenzen sind, wenn wir Entscheidungen fällen, die nicht gut sind. Danke, dass du uns trotzdem, selbst wenn wir Fehler gemacht haben, nicht völlig alleine lässt, sondern dass du uns an der Hand nehmen möchtest und uns wieder näher zu dir bringen möchtest. Das hast du zur Zeit von Mose gemacht, das hast du zur Zeit von Samuel gemacht, und das tust du auch heute. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
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