Veröffentlicht am
310 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 1. Samuel 9:10-10:2 ein. Er beleuchtet, wie Saul auf der Suche nach verlorenen Eselinnen unerwartet Samuel begegnet, der bereits durch göttliche Offenbarung über Sauls Ankunft und seine zukünftige Rolle als König informiert ist. Die Episode zeigt, wie Samuel Saul nicht nur salbt, sondern ihm auch wichtige geistliche Impulse und prophetische Zeichen für seine bevorstehende Führungsaufgabe mitgibt. Es wird betont, dass Gott auch heute noch Menschen für große Aufgaben beruft und sie durch erfahrene Mentoren begleitet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 313. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir dein Wort haben, dass du heute durch deinen Heiligen Geist zu uns sprechen möchtest. Herr, du weißt, wie oft die Welt uns ansieht. Wir möchten uns heute ganz bewusst dafür entscheiden, dass wir uns nicht danach bemühen, die Welt zu imitieren, dass wir nicht versuchen, so zu werden wie Weltmenschen, sondern dass wir uns ganz bewusst danach ausschau halten, so zu werden wie Jesus. Wir möchten dich bitten, dass du durch dein Wort und durch deinen Heiligen Geist das in uns bewirkst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:22] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 9. Saul ist im Auftrag seines Vaters unterwegs, um Eselinnen zu suchen. Er findet sie nicht, entscheidet sich aber dann mit seinen Burschen, letztendlich doch wieder zurückzukehren. Aber auf dem Weg weist ihn sein Bursche darauf hin, dass in der Stadt, in der sie gerade sind, ein berühmter Prophet, ein Seher, ein Mann Gottes ist. Gemeint ist Samuel. Wir lesen in Vers 10: „Da sprach Saul zu seinem Burschen: Der Vorschlag ist gut. Komm, wir wollen gehen! Und sie gingen zu der Stadt, in welcher der Mann Gottes war. Als sie gerade die Anhöhe zur Stadt hinaufgingen, da trafen sie Mädchen, die herauskamen, um Wasser zu schöpfen. Zu diesen sprachen sie: Ist der Seher hier? Sie antworteten ihnen und sprachen: Ja, siehe, er ist vor dir. Er bereitet sich jetzt, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute auf der Höhe ein Schlachtopfer bringt. Wenn ihr in die Stadt kommt, so werdet ihr ihn gerade treffen, ehe er zur Höhe hinaufgeht zum Essen. Denn das Volk isst nicht, bis er kommt, denn er muss das Opfer segnen. Danach essen die Eingeladenen. So geht nun hinauf, denn eben jetzt werdet ihr ihn treffen.“

[2:30] Das lohnt sich, diesen Vers im Hinterkopf zu behalten. Einige Kapitel später wird es darum gehen, dass auch Saul warten soll, bis Samuel kommt, um das Opfer zu segnen. Hier schon gleich am Anfang seiner Geschichte wird diese Idee, dieses Motiv angedeutet: zu warten, warten auf Samuel.

[2:58] Da gingen sie zur Stadt hinauf. Als sie gerade in die Stadt eintraten, siehe da, kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Höhe hinaufzugehen. Aber der Herr hatte einen Tag zuvor Samuel das Ohr geöffnet und zu ihm gesagt: „Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Land Benjamin zu dir senden. Den sollst du zum Fürsten über mein Volk Israel machen, damit er mein Volk aus der Hand der Philister rette. Denn ich habe mein Volk angesehen, weil sein Rufen vor mich gekommen ist.“ Das Volk wollte einen König haben. Das war immer noch Gott, der den König bestimmte, durch eine Vision, eine Offenbarung an den Propheten Samuel. Sobald nun Samuel den Saul sah, ließ ihm der Herr wissen: „Das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, dass er über mein Volk herrschen soll.“

[3:52] Und so trat Saul im Stadttor an Samuel heran und sprach: „Sag mir doch, wo ist hier das Haus des Sehers?“ Das ist eine eigentlich ganz interessante Situation. Samuel weiß bereits, wer Saul ist, weil er mit Gott eng verbunden ist, der Prophet ist. Aber Saul kennt offensichtlich den Samuel gar nicht, der ja der Richter Israels ist und der schon seit vielen Jahrzehnten in Israel wirkt. Er kennt ihn nicht, erkennt ihn nicht einmal von Angesicht zu Angesicht, hat also offensichtlich vielleicht bisher auch noch gar nicht viel wirklich mit geistlichen Dingen sich beschäftigt. Und Samuel antwortete dem Saul und sprach: „Ich bin der Seher. Geh vor mir her zur Höhe hinauf! Denn ihr sollt heute mit mir essen, und morgen will ich dich entlassen. Alles, was in deinem Herzen ist, will ich dir sagen. Um die Eselinnen aber, die dir vor drei Tagen verloren gegangen sind, sorge dich nicht, denn sie sind gefunden. Und wem gehört alles Begehrenswerte in Israel und deinem ganzen Haus deines Vaters?“ Da antwortete Saul und sprach: „Bin ich nicht ein Benjaminiter, von einem der kleinsten Stämme Israels? Und ist mein Geschlecht nicht das geringste unter allen Geschlechtern des Stammes Benjamins? Warum sagst du mir denn solche Worte?“ Saul ist erstaunt, wie genau der Prophet Samuel sein Leben kennt. Und wir erinnern uns, dass die Benjaminiter am Ende des Buches Richter ja beinahe ausgestorben wären in diesem dramatischen innerisraelitischen Krieg.

[5:21] Samuel aber nahm Saul samt seinem Burschen und führte sie in die Halle und setzte sie oben an unter die Geladenen, deren Zahl war etwa 30 Mann. Und Samuel sprach zu dem Koch: „Gib das Stück her, das ich dir gegeben habe und von dem ich befahl, du solltest es beiseitelegen.“ Da trug der Koch die Keule auf und was daran war, und setzte es Saul vor. Und Samuel sprach: „Siehe, das ist aufgehoben worden. Leg es dir vor, iss! Denn es ist auf die bestimmte Zeit für dich aufbewahrt worden.“ So aßen Saul und Samuel an jenem Tag. Und sie gingen von der Höhe in die Stadt hinab, und er redete mit Saul auf dem Dach.

[6:03] Samuel wollte Saul nicht einfach nur zum König krönen, sondern er wollte ihm wesentliche, wichtige geistliche Impulse mitgeben. Er sollte ja ein guter König werden. Dazu gehört das Beraten mit Männern, die viel Erfahrung in dieser Aufgabe gehabt haben.

[6:21] Und sie standen früh auf, und es geschah, als die Morgenröte aufging, rief Samuel den Saul auf dem Dach und sprach: „Mache dich auf, so will ich dich begleiten.“ Da machte sich Saul auf, und die beiden gingen miteinander hinaus, er und Samuel. Und als sie gerade am Ende der Stadt den Berg abstiegen, sprach Samuel zu Saul: „Sag dem Burschen, dass er uns vorausgehen soll.“ Und er ging voraus. „Du aber stehe jetzt still, damit ich dich das Wort Gottes hören lasse.“ Da nahm Samuel die Ölflasche und goss sie auf sein Haupt und küsste ihn und sprach: „Hat dich nicht der Herr zum Fürsten über sein Erbteil gesalbt?“

[7:00] „Wenn du heute von mir weggehst, wirst du zwei Männer finden beim Grab Rahels im Gebiet von Benjamin bei Zelzach. Die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du suchen gegangen bist. Und siehe, dein Vater hat die Suche nach den Eseln aufgegeben und macht sich Sorgen um euch und spricht: Was soll ich wegen meines Sohnes tun?“

[7:24] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du unser Leben und unsere Vergangenheit und unsere Zukunft besser kennst als wir selbst. Und dass du große Pläne mit uns hast, dass du uns zu großen und wichtigen Aufgaben rufst, für die wir uns selbst vielleicht gar nicht würdig erachten. Und danke, dass du Männer und Frauen hast, die mit Erfahrung im Werk Gottes uns auch helfen können und stützen können. Und danke, dass wir wissen dürfen, dass du unser Leben fest in der Hand hältst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2024 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.