In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Thessalonicher 2:6-3:9. Er betont Paulus‘ selbstloses Engagement für die Thessalonicher, vergleicht seine Fürsorge mit der einer Mutter und eines Vaters und unterstreicht die Wirksamkeit von Gottes Wort. Das Video ermutigt dazu, sich der Realität der Verfolgung zu stellen und die tiefe Freude zu erleben, Menschen zu Jesus zu führen und sie im Glauben zu stärken.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Thessalonicher 2:6-3:9
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. ThessalonicherPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Weitere Aufnahmen
Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Seite 1246. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für die Hoffnung, dass Jesus wiederkommen wird. Und wir möchten Dich bitten, dass du diese Hoffnung in unseren Herzen lebendig erhältst, dass sie wie ein Licht leuchtet, auch wenn es mal dunkel wird in unserem Leben. Und dass, wenn wir uns jetzt in diesen Tag mit den Briefen an die Thessalonicher beschäftigen, dass diese Hoffnung der Wiederkunft unsere Herzen wärmt und uns neu daran erinnert, dass wir uns persönlich durch den Glauben an dich im Alltag darauf vorbereiten müssen auf deine Wiederkunft. Herr Jesus, sprich du deswegen zu uns, sei du unser Lehrer und hab Dank dafür. Im Namen Jesu, Amen.
[1:29] Wir sind in 1. Thessalonicher Kapitel 2. Paulus erinnert die Thessalonicher, wie er zum ersten Mal zu ihnen gekommen ist, wie er dort in der Stadt das Evangelium verkündigt hat, unter welchen Schwierigkeiten er dort arbeiten musste und dass er trotzdem in Gott Freude hatte, obwohl er gerade erst in Philippi schwer verfolgt worden ist. Und wie er sich entschlossen und ganz entschlossen sich geweigert hat, in irgendeiner Weise durch Manipulation, durch Schmeichelei die Menschen irgendwie auf seine Seite zu ziehen, sondern dass er die Wahrheit gepredigt hat, wie sie in Jesus ist.
[2:03] Wir lesen weiter in 1. Thessalonicher Kapitel 2, Vers 6: "Wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, weder von euch noch von anderen, obgleich wir als Apostel des Christus würdevoll hätten auftreten können." Paulus sagt mit anderen Worten: "Ich bin ein Stellvertreter des Königs der Könige, aber ich wollte nicht mit menschlicher Zurschaustellung, mit Pomp und mit Luxus irgendwie Eindruck erwecken, sondern der Geist selbst sollte wirken, das Wort sollte seine eigene Kraft entfalten dürfen. Sondern wir waren liebevoll in eurer Mitte, wie eine stillende Mutter ihre Kinder pflegt."
[2:41] Das ist ein ganz interessantes Bild: Der Evangelist, der nicht einfach nur Wahrheiten predigt und dann sagt "entscheidet euch", sondern der ein ganz tiefes, ganz inniges Bedürfnis hat, Menschen Gutes zu tun. So wie eine Mutter ein quasi unauslösliches Bedürfnis hat, ihrem kleinen Säugling etwas Gutes zu tun, ihn zu nähren, ihn zu beschützen, damit er heranwächst. So ein Gefühl hatte Paulus, als er diese ganz frisch bekehrten Thessalonicher um sich hatte, versucht hat, sie im Glauben langsam wachsen zu lassen und sie zu beschützen vor den Gefahren der Welt und den Gefahren durch Irrlehrer.
[3:28] Und wir sehen uns so sehr nach euch, dass wir willig waren, euch nicht nur das Evangelium Gottes mitzuteilen, sondern auch unser Leben, weil ihr uns lieb geworden seid. Paulus kam nicht einfach nur, um eine Dienstleistung zu vollbringen, um eine Aufgabe zu erfüllen, um etwas abzuhaken. Er kam und war bereit, mit seinem ganzen Leben, mit ganzer Seele sich hinzugeben, damit die Thessalonicher Jesus kennenlernen. Ist das auch unser Wunsch, uns hinzugeben, damit Menschen Jesus kennenlernen?
[4:02] "Ihr erinnert euch ja, Brüder, an unsere Arbeit und Mühe, denn wir arbeiteten Tag und Nacht, um niemand von euch zur Last zu fallen, und verkündigten euch dabei das Evangelium Gottes." Paulus hatte sich durch persönliche Arbeit, durch Handarbeit selbst unterhalten, sodass er niemandem zur Last fiel und niemand den Eindruck gewinnen konnte, er tue das Ganze nur, weil er vielleicht zu faul sei oder nicht arbeiten wolle oder irgendwie geldgierig sei.
[4:30] "Ihr selbst seid Zeugen und auch Gott, wie heilig, gerecht und untadelig wir bei euch den Gläubigen gewesen sind." Das sind Worte, die Paulus hier gesagt hat, dass er andere Menschen zu Zeugen aufrufen kann und auch Gott, dass er dort in Thessalonich heilig, gerecht und untadelig gelebt hat.
[4:55] "Ihr wisst ja, wie wir jeden Einzelnen von euch ermahnt und ermutigt haben, wie ein Vater seine Kinder." Paulus verwendet also ein sehr umfangreiches, ein umfassendes Bild: wie eine stillende Mutter sich um ihre Kinder kümmert, so liebevoll ist er gewesen; wie ein Vater seine Kinder ermahnt und ermutigt, ja, ihnen sagt, dass sie bestimmte Dinge nicht tun sollen, weil sie gefährlich sind, und gleichzeitig ihnen Freude vermittelt und sie ermutigt bei allem Guten, was sie schon können und tun, sie darin an diesem Weg bestärkt. So wie ein Vater das tut, so war Paulus bei den Thessalonichern.
[5:33] Kein Wunder, dass er später bei den Galatern schreibt, dass er um ihretwillen Geburtsschmerzen erleidet. Paulus hat wirklich von ganzem Herzen bei seinen Bekehrten, also die durch den Heiligen Geist bekehrt worden sind, die er zu Jesus geführt hat, er wünschte sich so sehr, dass sie bei Jesus bleiben und euch ernstlich bezeugt haben, dass ihr so wandeln sollt, wie es Gottes würdig ist, der euch zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit beruft.
[5:58] Ein Thema, das wir immer wieder gesehen haben, im Epheserbrief, im Kolosserbrief: "Wandelt würdig eurer Berufung." Paulus hat auch die Thessalonicher, die frisch bekehrt waren, deutlich ermahnt, ein Leben zu führen, wie es eines Christen würdig ist.
[6:11] "Darum danken wir auch Gott unablässig, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid." Paulus sagt: "Ich danke Gott, dass ihr nicht mir nachgefolgt seid, sondern ihr verstanden habt, dass das, was ich predige, Gottes Wort ist." Und woran erkennt man, dass etwas nicht nur menschlich ist, sondern dass es Gottes Wort ist? Woran erkennen wir, dass dieses Buch hier mit seinen Büchern, mit seinen Psalmen, den Briefen, mit den Prophezeiungen, woran wissen wir, woran können wir erkennen, dass dieses Buch nicht nur von Menschen geschrieben ist, sondern dass hier wirklich Gott zu uns spricht? Wir erkennen es an der Kraft, die in uns wirkt. Wir erkennen das an der Veränderung, die dieses Wort in uns bewirkt. Wir erkennen anhand der Lebensveränderung in unserem Alltag, dass dieses Buch Gottes Wort ist.
[7:08] "Denn ihr, Brüder, seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa in Christus Jesus sind, weil ihr dasselbe erlitten habt von euren eigenen Volksgenossen, wie sie von den Juden." So wie die Christen in Judäa von einigen fanatischen Juden verfolgt wurden, so wurden jetzt die Heiden, die Heidenchristen in Thessalonich von Griechen verfolgt. Und das zeigt, dass der große Kampf zwischen Licht und Finsternis nicht auf eine bestimmte Ethnie oder bestimmte Volksgruppen beschränkt ist, sondern wo immer das Licht des Evangeliums aufleuchtet, wird der Satan seine Helfershelfer haben, um es wieder kaputt zu machen. Aber Jesus ist immer stärker und wird gewinnen.
[7:49] "Diese haben auch den Herrn Jesus und ihre eigenen Propheten getötet und haben uns verfolgt. Sie gefallen Gott nicht und stehen allen Menschen feindlich gegenüber, indem sie uns hindern wollen, zu den Heiden zu reden, damit diese gerettet werden." Paulus sagt: "Da gibt es viele Leute in Judäa, die wollten uns daran hindern, die wollten gar nicht, dass die Heiden gerettet werden. Dadurch machen sie allezeit das Maß ihrer Sünden voll. Es ist aber der Zorn über sie gekommen bis zum Ende."
[8:18] "Wir aber, Brüder, nachdem wir für eine kleine Weile von euch getrennt waren, dem Anschein nach, nicht dem Herzen nach, Paulus sagt: Ich habe immer noch an euch gedacht, ihr wart immer in meinen Gedanken, haben uns mit großem Verlangen umso mehr bemüht, euer Angesicht zu sehen." Paulus sagte: "Ich konnte es gar nicht aushalten, ich wollte unbedingt wieder zu euch, ich wollte euch sehen, ich wollte wissen, wie es euch geht. Darum wollten wir auch zu euch kommen, ich, Paulus, einmal sogar zweimal, doch der Satan hat uns gehindert."
[8:43] Im großen Kampf, in dem wir leben, können nicht alle Dinge in Erfüllung gehen, die wir uns wünschen. Paulus hat das oft erlebt.
[8:51] "Denn wer ist unsere Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms? Seid nicht auch ihr es vor unserem Herrn Jesus Christus bei seiner Wiederkunft?" Paulus sagt: "Wenn Jesus wiederkommt, dann habe ich einen Ruhm, habe ich eine Krone, nämlich die Menschen, die ich zu Jesus geführt habe." Wir werden nur zwei Dinge mit in den Himmel nehmen können: unseren Charakter und die Menschen, die wir zu Jesus geführt haben. Und das sind die beiden Bereiche in unserem Leben, in die wir am meisten investieren sollten. Das sind die Bereiche, die wirklich eine dauerhafte Investition darstellen. Und ich möchte mir neu vornehmen und dich auch einladen, dass wir in diese beiden Bereiche unseres Lebens die größten und besten Ressourcen investieren.
[9:36] "Ja, ihr seid unsere Ehre und Freude."
[9:38] "Weil wir es nicht länger aushielten, zogen wir es daher vor, allein in Athen zu bleiben und sandten Timotheus, unseren Bruder, der Gottes Diener und unser Mitarbeiter am Evangelium von Christus ist, damit er euch stärke und euch tröste in eurem Glauben, damit niemand wanken werde in diesen Bedrängnissen, denn ihr wisst selbst, dass wir dazu bestimmt sind."
[9:57] Paulus war das so wichtig, dass er lieber allein in Athen gewirkt hat und Timotheus nach Thessalonich geschickt hat, damit ja niemand durch die Verfolgung und die Schwierigkeiten vom Glauben wieder abfällt. Timotheus sollte sie stärken. Und das zeigt uns auch, dass Paulus wusste, dass es nicht so einfach ist, wenn man erst einmal zum Glauben gekommen ist, auch dabei zu bleiben. Wir brauchen weiter Unterstützung. Es reicht nicht, Menschen nur zum Glauben zu führen, zur Taufe zu führen und dann allein zu lassen. Menschen müssen weiter begleitet werden, weiter gestärkt werden, weil ansonsten der Feind sie wieder aus der Gemeinde reißen möchte.
[10:33] "Als wir nämlich bei euch waren, sagten wir euch voraus, dass wir Bedrängnis erleiden müssten, und so ist es auch gekommen, wie ihr wisst." Paulus hat nicht nur im Nachhinein reagiert, er hat schon im Vorhinein gewusst, dass es Bedrängnisse geben wird und hat seine Taufkandidaten, die auf den Glauben, auf die Gemeinschaft, die Gemeindemitgliedschaft vorbereitet hat, die hat er auch darauf vorbereitet, dass es im Glauben nicht immer nur schöne Tage geben wird, sondern dass es auch schwierige Zeiten geben wird, dass es Verfolgung geben wird. Und auch wir sollten, wenn wir Menschen zu Jesus führen, ihnen auch das zur angemessenen Zeit rechtzeitig sagen, damit sie dann nicht überrascht werden, wenn sie feststellen, dass es im christlichen Leben auch viele Kämpfe zu kämpfen gibt.
[11:17] "Darum hielt ich es auch nicht mehr länger aus, sondern erkundigte mich nach eurem Glauben, ob nicht etwa der Versucher euch versucht habe und uns Arbeit umsonst gewesen ist. Nun aber, da Timotheus von euch zu uns zurückgekehrt ist und uns gute Nachricht gebracht hat von eurem Glauben und eurer Liebe und dass ihr uns allezeit in gutem Andenken habt und danach verlangt, uns zu sehen, gleich wie auch wir euch, da sind wir deshalb, ihr Brüder, euretwegen bei all unserer Bedrängnis und Not getröstet worden durch euren Glauben."
[11:45] Paulus sagt: "Ich war so erleichtert, so glücklich, als Timotheus zurückgekommen ist und gesagt hat, dass ihr noch im Glauben seid, dass es euch geistlich gesehen gut geht, auch wenn schwierige Zeiten sind, und dass ihr euch auch wünscht, uns wiederzusehen." Paulus war so froh und er konnte umso besser die eigenen Schwierigkeiten, die eigenen Verfolgungen dadurch ertragen.
[12:07] "Denn nun leben wir, wenn ihr feststeht im Herrn." Paulus war es nicht unwichtig, wie die Menschen, die er zu Jesus geführt hat, im Glauben stehen.
[12:20] Wie wichtig ist es mir und wie wichtig ist es dir, dass die Menschen, die wir einmal im Glauben geführt, zum Glauben geführt haben, auch wenn das schon vielleicht etwas länger her ist, dass sie auch im Glauben bleiben, dass sie nicht wieder die Gemeinde verlassen?
[12:33] "Denn was für einen Dank können wir Gott euretwegen abstatten für all die Freude, die wir um euren Willen haben vor unserem Gott?" Menschen zu Jesus zu führen war nicht nur eine lästige Pflicht, nicht nur etwas, was irgendwie ständig Kampf und Schwierigkeiten bedeutete. Paulus sagt: "Es gibt keine größere Freude vor Gott, als zu sehen, wie Menschen sich zu Jesus bekehren." Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Es gibt keine größere Freude, als zu sehen, wie Menschen sich für Jesus entscheiden und den Weg zu Jesus finden und ihr Leben sich verändert. Gott sei gelobt, dass wir so eine Freude haben dürfen und dass jeder von uns, egal in welcher Position, egal in welcher Lebenssituation, jeder Anteil haben kann an dieser Freude, indem wir alle Menschen zu Jesus führen können.
[13:16] Lass uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns Gnade schenkst, nicht nur zum Glauben zu kommen, sondern auch im Glauben zu bleiben. Danke, dass du uns Freude schenkst, dass wir sehen können, wie Menschen dich auch kennenlernen. Danke, dass du uns Geduld schenkst und Gnade schenkst, uns Kraft schenkst. Und danke, dass du uns ein herzliches, brüderliches Miteinander schenkst, indem unser Verlangen, unser Wunsch so groß wird, dass es unseren Geschwistern auch gut geht und dass sie in allen Schwierigkeiten geistlich fest verwurzelt bleiben. Herr, schenk uns diesen Wunsch, den Wunsch, dass unsere geistlichen Brüder und Schwestern im Glauben wachsen und dass wir dazu etwas beitragen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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