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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Thessalonicher 3:10-5:1. Er spricht über Paulus‘ tiefe Freude am Glauben der Thessalonicher und seinen Wunsch, sie in Liebe und Heiligkeit zu stärken. Ein zentraler Fokus liegt auf der Wiederkunft Jesu, der Auferstehung der Toten in Christus und der Hoffnung, die Gläubige über den Tod hinaus haben. Zudem ermutigt Kramp zu einem stillen, ehrbaren und verantwortungsvollen christlichen Lebensstil im Alltag.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit 1. Thessalonicher Kapitel 3. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass dieses Wort nicht nur Menschenwort ist, sondern dass es Gottes Wort ist. Danke, dass, obwohl es von Menschen geschrieben worden ist, die verschiedene Formulierungen verwendet haben, ihre eigenen Lieblingsworte gebraucht haben, dass durch diese Worte dein Geist zu uns spricht und dass wir merken können, dass es Gottes Wort ist, indem wir sehen, wie dein Wort unser Leben verändert. Und Herr, darum bitten wir dich auch heute, dass du mit deinem Wort zu uns sprichst, dass es in uns wirkt, uns verändert in dein Ebenbild durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:30] Wir sind in 1. Thessalonicher Kapitel 3. Paulus hat sich so gefreut, dass er von Timotheus die Nachricht erhalten hatte, nachdem er sich schon solche Sorgen gemacht hat, ob die Thessalonicher in der aufkommenden Verfolgung durch die Griechen dort in Thessalonich, ob sie standhaft geblieben sind. Er hat sich so gefreut, als er gehört hat: Ja, sie sind standhaft geblieben, sie sind im Glauben und freuen sich, wenn Paulus sie bald besuchen wird. Und er sagt, dass er kaum eine größere Freude hat als die, zu wissen, dass sie im Glauben sind. Diese Gläubigen in Thessalonich, die er zu Jesus geführt hat, waren eine unfassbar große Freude für ihn.

[2:10] Wir lesen weiter in 1. Thessalonicher 3 und dort ab Vers 10: „Tag und Nacht flehen wir aufs allerdringendste.“ Da sieht man, wie sehr das dem Paulus wichtig war. „Tag und Nacht flehen wir aufs allerdringendste, dass wir euer Angesicht sehen und das ergänzen dürfen, was an eurem Glauben noch mangelt.“ Paulus konnte bei seinem ersten Missionsaufenthalt in Thessalonich natürlich nicht alles sagen, was die Bibel an wichtigen Dingen zu sagen hat. Er hat ihnen das Wichtigste mitgegeben, hat sie zu Jesus geführt, aber es gab noch Dinge, die zu ergänzen waren. Wir können auch nicht alles auf einmal einem Menschen sagen, sondern Gott führt ihn Schritt für Schritt. Und so wünscht sich Paulus, dass er die Gelegenheit bekommt, die Thessalonicher auch im Glauben noch zu stärken, dass sie im Glauben ihren Glauben vertiefen, dass sie noch weitere Wahrheiten entdecken dürfen, die Gott offenbart hat.

[3:02] „Er selbst aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus lenke unseren Weg zu euch.“ Paulus weiß, das ist nur möglich, wenn Gott die Wege öffnet. Wir können nicht selbst das Werk Gottes voranbringen, indem wir eigene Pläne machen, sondern Gott muss es führen. „Euch aber lasse der Herr wachsen und überströmend werden in der Liebe zueinander und zu allen, gleich wie auch wir sie zu euch haben, damit er eure Herzen stärke und sie untadelig seien in Heiligkeit vor unserem Gott und Vater bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus mit allen seinen Heiligen.“

[3:40] Paulus sagt, und das ist ein Thema, das immer wieder vorkommt in den Briefen, wie ein roter Faden: Wenn Jesus wiederkommt, dann sollen wir heilig sein, wir sollen untadelig sein. Und dazu müssen unsere Herzen gestärkt werden, und zwar indem Gott uns wachsen lässt in der Liebe. Und unsere Liebe überströmend wird, indem unsere Liebe wächst, die echte Liebe, die durch den Heiligen Geist, die Liebe Gottes, die durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen wird, indem diese Liebe wächst und überströmend wird, werden unsere Herzen gestärkt und wir werden dadurch einmal untadelig bei der Wiederkunft sein.

[4:29] Weiter: „Nun, ihr Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Herrn Jesus, dass ihr in dem noch mehr zunimmt, was ihr von uns empfangen habt, nämlich wie ihr wandeln und Gott gefallen sollt.“ Es geht also auch hier wieder um das praktische Leben im Alltag. Paulus sagt: „Ich habe es euch schon gesagt, aber ihr müsst es noch genauer umsetzen, ihr müsst darin besser noch mehr wandeln.“ Das zeigt uns, dass Paulus nicht einfach nur Lehrpunkte weitergegeben hat, sondern Paulus war es wichtig, die Menschen auch Schritt für Schritt zu einem echten christlichen Leben, zu einem echten christlichen Alltagsleben zu erziehen. „Denn ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben im Auftrag des Herrn Jesus.“

[5:12] Paulus war nicht gegen die Gebote. Paulus hat gewusst, dass es für einen Christen notwendig ist, die Gebote Gottes zu befolgen. „Denn das ist der Wille Gottes: eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet.“ Paulus macht ganz deutlich: Man kann nicht gleichzeitig Christ sein und fortgesetzt an sexueller Sünde, sich sexueller Sünde schuldig machen, denn die Heiligung führt in eine andere Richtung als die sexuelle Sünde. „Dass es jeder von euch versteht, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit in Besitz zu nehmen, nicht mit leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen.“

[5:51] Auch auf dem Gebiet der Sexualität sollten die Thessalonicher sich nicht mehr an der Welt orientieren, an dem, was Heiden so alles praktizierten, sondern sie sollten Gottes Willen kennenlernen. „Dass niemand zu weit geht und seinen Bruder in dieser Angelegenheit übervorteilt, denn der Herr ist ein Rächer für alle diese Dinge, die wir euch zuvor gesagt und ernstlich bezeugt haben. Denn Gott hat uns nicht zur Unreinheit berufen, sondern zur Heiligung.“ Es sollte keinen Ehebruch geben in der Gemeinde und es sollte auch sonst keine sexuellen Sünden geben, keine Unreinheit, denn Gott hat einen anderen Plan mit den Thessalonichern und mit mir und mit dir. Gott hat einen Plan der Heiligung. Er möchte, dass wir in diesen Dingen zunehmen und Sünde ablegen durch seine Kraft.

[6:38] „Deshalb, wer dies verwirft, der verwirft nicht Menschen, sondern Gott, der doch seinen Heiligen Geist in uns gegeben hat.“ Paulus macht ganz deutlich: Wenn jemand sagt, ach nein, so wichtig ist das nicht, ich kann einfach leben, wie ich möchte, Gott hat mich trotzdem lieb, ich werde dann trotzdem irgendwie errettet – der verwirft Gott, wer diesen Ratschlag, dieses Gebot verwirft, verwirft Gott. Wenn wir gefallen sind – und ich spreche aus eigener Erfahrung – dann gibt es Gnade im Übermaß, es gibt Liebe, es gibt Kraft, es gibt Wiederherstellung. Aber wir müssen verstehen und glauben, dass Gott uns verändern möchte, dass er uns den Sieg schenken möchte, dass er uns verwandeln möchte und dass das Ziel die Heiligung ist.

[7:33] „Über die Bruderliebe aber braucht man euch nicht zu schreiben, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben.“ Paulus sagt: Das wisst ihr schon, Gott hat es euch selbst offenbart, ich brauche euch das nicht theoretisch erst erklären, warum. „Und das tut ihr auch an allen Brüdern, die in ganz Mazedonien sind. Wir ermahnen euch aber, ihr Brüder, dass ihr darin noch mehr zunimmt.“ Sie waren schon sehr liebevoll, aber Paulus sagt, das kann noch wachsen, da gibt's noch immer noch Luft nach oben, Raum für noch mehr Liebe. Vielleicht hast du den Eindruck, ich bin doch sehr liebevoll zu meinen Geschwistern in der Gemeinde, ich bin doch ein sehr freundlicher Mensch. Und Paulus sagt uns heute: Auch wenn du schon das umsetzt, man kann noch mehr, da kann man noch wachsen in der Liebe. Und ich möchte mir vornehmen, zu wachsen in der Liebe, auch gegenüber meinen Glaubensgeschwistern. Du auch?

[8:20] „Und eure Ehre darin sucht, ein stilles Leben zu führen, eure eigenen Angelegenheiten zu besorgen und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, so wie wir es euch geboten haben, damit ihr anständig wandelt gegenüber denen außerhalb der Gemeinde und niemand nötig habt.“ Paulus wollte nicht, dass die Christen als Fanatiker bekannt sind, die außergewöhnliche Dinge tun und die im Grunde genommen eigentlich mit, ja, mit Verdacht betrachtet werden, weil sie so gegen alles verstoßen, was eigentlich in einer Gesellschaft auch angesehen ist, nämlich ein ehrbares, ein stilles Leben ohne viel Aufsehens zu machen. Als Christen sollten wir das tun. Wir sollten so leben, dass, wenn wir angegriffen werden, wenn wir verachtet werden, dann allein wegen unserem Glauben, aber nicht, weil wir unordentlich leben, nicht, weil wir sprunghaft sind und oder vielleicht uns ständig selbst darstellen wollen, sondern lasst uns ein geduldiges, ein stilles Leben leben. Lasst uns Verantwortung übernehmen für unsere eigenen Familien, für unser eigenes Leben, nicht ständig uns von anderen Menschen abhängig machen, sondern verantwortungsvoll still leben zur Ehre Gottes. Und das wird viele denkende Menschen, die vielleicht noch nicht das Evangelium ganz verstanden haben, das wird viele denkende Menschen dazu bewegen, darüber nachzudenken, ob wir nicht tatsächlich die Wahrheit haben.

[9:45] „Ich will euch aber, Brüder, nicht in Unwissenheit lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die anderen, die keine Hoffnung haben.“ Paulus spricht hier verschiedene Themen an. Er spricht das Thema sexuelle Sünden an, er spricht das Thema der Bruderliebe an, er spricht hier auch den Lebensstil an. Und jetzt spricht er das Thema vom Zustand der Toten an. Offensichtlich war den Menschen, den Gläubigen in Thessalonich, noch nicht ganz klar, wie das jetzt mit dem Tod wirklich ist. Und Paulus schreibt ihnen das, weil er es ihm so wichtig ist, dass er nicht erst wartet, bis er vielleicht irgendwann mal buchstäblich bei ihnen sein kann.

[10:23] Er sagt: „Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.“ Paulus sagt: Macht euch keine Gedanken, wenn jetzt Gläubige sterben, sie werden auferstehen. Sie werden auch nicht irgendwann später auferstehen, sondern sie werden dann auferstehen, wenn auch wir verwandelt werden bei der Wiederkunft Jesu.

[11:05] Paulus meint übrigens hier nicht, wenn er sagt „wir“, dass er davon ausging, dass er selbst dabei sein würde. Das werden wir im zweiten Thessalonicherbrief dann deutlich sehen. In der Bibel wird das „wir“ manchmal auch allgemein verwendet. Zum Beispiel sagt der Jesaja in Jesaja 53: „Wir behielten ihn für von Gott geschlagen“, und doch hat er unsere Sünden getragen. Damit meint er natürlich Jesus, der Jahrhunderte später gelebt hat, nicht in seiner Generation. So kann dieser Vers nicht dazu missbraucht werden, zu sagen, dass Paulus davon überzeugt war, dass Jesus zu seiner Zeit schon unbedingt kommen würde. Aber der Punkt hier ist, dass die Toten auferstehen werden.

[11:43] Die Wiederkunft Jesu ist hier sehr deutlich beschrieben. Sie wird ein sichtbares, ein hörbares Ereignis sein. Die Stimme des Erzengels wird erscheinen, die Posaune Gottes, ein lautes Instrument. Man wird merken, dass Jesus wiederkommt. Danach, wenn die Toten auferstanden sind in Christus bei der Wiederkunft Jesu, danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft. Jesus wird bei seiner Wiederkunft die Erde gar nicht berühren. Er wird zwar wiederkommen zur Erde, aber nicht auf die Erde, sondern wir werden verwandelt. Das macht 1. Korinther 15 ganz deutlich. Mit den auferstandenen gläubigen Toten, die in Christus eingeschlafen sind, werden wir entgegengerückt werden, Jesus in den Wolken. Wir werden dann bei ihm sein. Er wird uns in den Himmel nehmen, bis wir dann nach den 1000 Jahren – das werden wir in Offenbarung dann lesen – nach den 1000 Jahren auf die Neue Erde kommen. „Und so werden wir bei dem Herrn sein alle Zeit.“ Das ist das, was Jesus sich gewünscht hat, das ist das, worum Jesus gebetet hat in Johannes 17 und was er in Johannes 14 versprochen hat: „Dann werde ich wiederkommen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“

[13:04] „So tröstet nun einander mit diesen Worten.“ Paulus hat gewusst, dass es Traurigkeit gab über verstorbene Gläubige. Man wusste nicht genau, werden wir sie wiedersehen? Paulus sagt: Ihr werdet sie wiedersehen. Was für eine Hoffnung haben wir als gläubige Menschen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern dass wir einander wiedersehen. „Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch, Brüder, nicht zu schreiben.“

[13:31] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du uns lieb hast und dass wir in der Bibel auch ganz klare Informationen bekommen und klare Aussagen, was die Zukunft bringt, was der Zustand des Menschen ist, auch jetzt im Tod, dass wir im Tod schlafen, bis wir auferweckt werden, dass wir Anweisungen bekommen, wie wir im Alltag leben sollen, wie wir mit unserer Sexualität umgehen sollen, und dass in alldem deutlich wird, dass du dir wünschst, dass wir unsere Herzen gestärkt werden und dass wir in der Liebe wachsen. Herr, wir wünschen uns von ganzem Herzen, dass wir einmal bei der Wiederkunft untadelig sein werden durch deine Kraft. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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