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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beginnt die Serie „Gott auf (m)einer Seite“ mit einer Betrachtung des 1. Timotheusbriefes, Kapitel 1, Verse 1-16. Er beleuchtet die enge Beziehung zwischen Paulus und Timotheus und betont Timotheus‘ Aufgabe, die Gemeinde vor Irrlehren zu schützen. Kramp erklärt die Rolle des Gesetzes im Licht des Evangeliums und hebt Paulus‘ persönliches Zeugnis von Gottes Gnade und Barmherzigkeit hervor. Diese Gnade kann selbst den größten Sünder retten und in seinen Dienst nehmen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“, heute mit Seite 1252. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du für uns da bist in allen Lebenslagen, dass wir jeden Tag zu dir kommen können mit all den kleinen Herausforderungen auch des Alltags. Herr, wir wünschen uns, dass wir heute und in den kommenden Tagen jeden Tag mit dir zusammenleben, dass wir in den Herausforderungen des Alltags zeigen, dass wir echte Christen sind, erfüllt mit deinem Heiligen Geist, dass wir ein stilles Leben leben, dass wir unseren Pflichten nachgehen zu deiner Ehre und damit zeigen, dass wir keine Schwärmer mehr sind, sondern dass wir nüchterne Menschen sind, die dich lieben und ein gesegnetes Leben haben. Herr, sprich du jetzt durch dein Wort zu uns und errichte uns und hab Dank dafür im Namen Jesu. Amen.

[1:27] Wir sind oder wir beginnen heute mit dem ersten Brief des Apostels Paulus an seinen Mitarbeiter Timotheus. Dieser Brief ist relativ spät im Leben von Paulus entstanden. Er hat ja mit Timotheus viele Jahre auch zusammengearbeitet, ihn als einen Mitarbeiter herangezogen, mit ausgebildet, geprägt. Und in diesem Brief gibt er ihm viele wichtige Ratschläge für die Weiterführung auch des Werkes, die wir natürlich heute auch mit ganz viel Gewinn auf uns und unser Leben übertragen dürfen.

[2:09] Wir beginnen in 1. Timotheus Kapitel 1 Vers 1: „Paulus, Apostel Jesu Christi nach dem Befehl Gottes, unseres Retters, und des Herrn Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist, an Timotheus, mein echtes Kind im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede sei mit dir von Gott, unserem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.“

[2:34] Paulus hat eine ganz besonders enge Bindung an diesen Timotheus. Er nennt ihn „mein echtes Kind im Glauben“. Er hat wie ein Vater für diesen Timotheus gefühlt und versucht, für ihn eine Person zu sein, die ihm hilft im Leben, ein Mentor zu sein, mit väterlicher Fürsorge ihn vorzubereiten auf die vielen Aufgaben, die er im Werk Gottes haben würde.

[3:05] „Ich habe dich ja bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnt, in Ephesus zu bleiben, dass du gewissen Leuten gebietest, keine fremden Lehren zu verbreiten und sich auch nicht mit Legenden und endlosen Geschlechtsregistern zu beschäftigen, die mehr Streitfragen erzeugen als göttliche Erbauung im Glauben.“

[3:24] Paulus erinnert den Timotheus, was seine Aufgabe gewesen ist. Er sollte, nachdem Paulus Ephesus verlassen hatte, dort bleiben und dafür sorgen, dass bestimmte Irrlehrer, die immer wieder versucht haben, Eingang zu finden in die Gemeinde Gottes, keine Möglichkeit bekommen haben, ihre Lehren dort auszubreiten. Es ist auch unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass klar erkennbare Irrlehre nicht in der Gemeinde sich ausbreiten kann. Natürlich wollen wir dort, wo es Unklarheiten gibt, wo es verschiedene Meinungen gibt, weil die weltweite Gemeinde noch keine endgültige Position gefunden hat, wollen wir mit Diskussion und mit Austausch, mit Bibelstudium und Forschen immer weiter ringen, um unsere Position besser zu verstehen. Aber dort, wo wir eine klare Position haben und Menschen versuchen, mit falschen Lehren diese zu untergraben, ist es unsere Aufgabe, unser Vorrecht, mit Gott zusammen dafür zu sorgen, dass die Gemeinde davor verschont bleibt.

[4:31] Gott möchte auch nicht, dass wir uns mit Nebensächlichkeiten aufhalten, dass wir uns mit Streitfragen, von denen von vornherein klar ist, dass sie keinen Bezug zum Evangelium haben, aufhalten und damit nur Parteiung erzeugen, ohne dass damit jemand im Glauben erbaut wird.

[4:48] „Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.“

[4:58] Paulus sagt, das, was die Bibel sagt, sagt sie zu einem Ziel. Der Zweck der Bibel besteht darin, dass wir Liebe haben im reinen Herzen und ein gutes Gewissen und wirklich glauben und nicht einfach nur etwas vorgeben.

[5:13] „Davon sind einige abgeirrt und haben sich unnützem Geschwätz zugewandt. Sie wollen Lehrer des Gesetzes sein und verstehen doch nicht, was sie verkünden und als gewiss hinstellen.“

[5:23] Heute gibt es dieses Problem auch, dass Leute glauben, sie haben größte Erkenntnis aus der Bibel und verstehen gar nicht, wie wenig sie eigentlich von der Bibel wirklich verstanden haben. Sie wollen neue Theorien präsentieren und halten das für ganz großartig und führen damit eigentlich Menschen vom Evangelium weg.

[5:43] „Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmäßig anwendet und berücksichtigt, dass einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Widerspenstigen, Gottlosen und Sündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter misshandeln, Menschen töten, Unsittlichen, Knabenschändern, Menschenräubern, Lügnern, Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre widerspricht, nach dem Evangelium der Herrlichkeit des glückseligen Gottes, das mir anvertraut worden ist.“

[6:17] Paulus möchte natürlich damit nicht sagen, dass Gläubige das Gesetz nicht mehr zu halten brauchen. Das ist ja genau gerade nicht sein Punkt. Er sagt: Der, die das Gesetz übertreten, die handeln nicht entsprechend des Evangeliums, und deswegen muss ihnen das Gesetz betont werden, damit sie sehen, dass sie mit dem Gesetz in Konflikt sind, damit sie endlich das Evangelium annehmen. Ein Mensch, der mit dem Evangelium, mit Jesus in Übereinstimmung lebt, der lebt auch mit dem Gesetz in Übereinstimmung. Deswegen, wie es in Galater hieß, gibt es gegen die Dinge des Geistes kein Gesetz. Es gibt dann keine Forderung, die noch zu erfüllen wäre, weil durch den Heiligen Geist die Forderung des Gesetzes in uns erfüllt wird, wie Paulus in Römer 8 deutlich sagt.

[7:14] „Und darum danke ich dem, der mir Kraft verliehen hat, Christus Jesus, unserem Herrn, dass er mich treu erachtet und in den Dienst eingesetzt hat, der ich zuvor ein Lästerer und Verfolger und Frevler war. Aber mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend im Unglauben getan habe.“

[7:36] Paulus weiß, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass er als Heidenmissionar, als Apostel, eine solch bedeutende Rolle im Werk Gottes eingenommen hat. Von dem, was er in seinem früheren Leben getan hat, wäre es eigentlich ganz undenkbar gewesen, menschlich gesehen, dass er einmal eine solche wichtige Position haben würde. Aber Gott hat ihm vergeben, obwohl er Unglauben gehabt hat, hat Gott ihm vergeben durch die Gnade Jesu Christi. Und Jesus Christus hat ihm Kraft verliehen und hat ihn in den Dienst eingesetzt. Um im Vollzeitdienst für Gott zu arbeiten, muss Gott uns einsetzen. Paulus hat ja schon in Vers 1 gesagt, dass er ein Apostel ist nach dem Befehl Gottes, nicht, weil er sich das ausgesucht hat, nicht, weil er überlegte, was könnte ich denn mit meinem Leben machen, sondern weil Gott ihn dazu berufen hat.

[8:41] Wir alle sind berufen, das Evangelium weiterzugeben, dort, wo wir sind. Aber um im Vollzeitdienst für Gott in besonderer Mission sozusagen für ihn zu arbeiten, müssen wir uns sicher sein, dass Gott uns dort hingesetzt hat, eingesetzt hat. Egal, was wir in unserem Leben tun, wir sollten das tun, was Gott für uns vorbereitet hat.

[9:05] „Und die Gnade unseres Herrn wurde über alle Maßen groß samt dem Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist. Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin. Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige zum Vorbild für die, die künftig an den Glauben würden zum ewigen Leben.“

[9:39] Paulus sagt: „Ich bin der größte aller Sünder.“ Paulus hat sich nicht für besonders gut eingeschätzt, er für sich alleine, sondern er wusste: Ohne Jesus bin ich nichts. Ohne Jesus war ich ein Verfolger der Gemeinde. Ohne Jesus habe ich der Gemeinde geschadet. Und ich muss in meinem Leben feststellen: In den Momenten, wo ich ohne Jesus gelebt habe, habe ich nicht nur mir geschadet, ich habe der Gemeinde Gottes geschadet. Aber mit Jesus darf ich stark sein, denn Jesus möchte mich retten und er möchte dich retten, egal wie groß, egal wie schwerwiegend, egal wie schwarz, wie rot unsere Sünde ist. Jesus ist der genau für uns gekommen, um uns, die wir in Sünde, in tiefe Sünde gefallen sind, zu retten. Und Paulus sagt, das Erbarmen, das ich erlebt habe, ist ein Beispiel, sodass andere in späteren Generationen über das Leben von Paulus nachdenken können und wissen dürfen: Wenn dem Paulus vergeben worden ist, dann kann auch mir vergeben werden. Und wenn der Paulus trotz seiner schweren Sünden einmal im Werk Gottes eine wichtige Rolle spielen durfte, dann kann auch Gott mich noch gebrauchen, ganz egal, wo er mich hinstellt. Das ist seine Aufgabe, seine Verantwortung. Aber wo immer er mich hinberuft, das tut er, weil er Gnade und Erbarmen an mir zeigt. Gott sei gelobt dafür.

[11:05] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du unfassbar viel Gnade und Erbarmen für uns hast, dass es viel mehr Gnade als Sünde gibt und dass, wenn wir es im Glauben annehmen – denn Paulus sagt ja, dass es der Annahme wert ist, dass wir es auch wirklich glauben, dass es glaubwürdig ist. Wenn wir es dir glauben, dass du uns retten möchtest, dass du uns nicht nur von der Sünde errettest, sondern dass du einen Plan hast für unser Leben. Gib, dass wir deinen Plan akzeptieren und nicht uns eigene Pläne machen, sondern dir folgen, wohin du uns auch führst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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